Die Mundtrockenheit-Ursachen sind oft bestimmte Medikamente

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Für eine Mundtrockenheit ist die häufigste Ursache die Einnahme sogenannter xerogener Medikamente, welche die Produktion von Speichel verringern. Zurzeit sind etwa 400 Arzneimittel bekannt, denen diese Wirkung zugeschrieben wird.

Zu diesen zählen beispielsweise Mittel gegen Depressionen, Allergien, Bluthochdruck und Parkinson sowie entwässernde Medikamente, Beruhigungsmittel und Schlafmittel. Rund 80 Prozent der am häufigsten verschriebenen Medikamente gehören in diese Gruppe. 

Eine weitere Ursache einer vorübergehenden Mundtrockenheit ist eine Chemotherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung. Der trockene Mund tritt während und nach der Behandlung auf, später kehrt die Speichelproduktion in den meisten Fällen wieder auf ein normales Niveau zurück. Gleiches gilt für eine Strahlentherapie im Kopf- oder Halsbereich.

Außerdem kann eine Mundtrockenheit Begleitsymptom bestimmter Erkrankungen sein. Zu diesen zählt vor allem das sogenannte Sjögren-Syndrom, bei dem neben der Speichelproduktion auch die Produktion von Tränen in den Tränendrüsen eingeschränkt ist.

 

Weitere Erkrankungen, die zu einer Mundtrockenheit führen können

  • bakterielle oder virale Infektionen des Speicheldrüsen
  • chronische Entzündungen der Speicheldrüsen
  • Verstopfungen der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen durch Speichelsteine
  • Narbenbildungen nach Infektionen der Speicheldrüsen
  • Tumoren der Speicheldrüsen
  • chronische Erkrankungen der Niere
  • Schädigungen der Nebennieren
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Außerdem kann es zu einer kurzfristigen Mundtrockenheit aufgrund einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme, einer Mundatmung, durch Angstzustände, Stress und Drogenkonsum sowie durch Rauchen kommen.

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