Die Mumps-Symptome betreffen vor allem die Speicheldrüsen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Mumps-Symptome sind meist recht charakteristisch. Allerdings schätzen Experten, dass die Infektion bei immerhin jedem dritten Infizierten ohne jegliche Symptome verläuft. Nach der Infektion vergehen im Schnitt etwa zwei bis drei Wochen, bis die ersten Anzeichen von Mumps auftreten.

Da sich das Mumps-Virus bevorzugt in den Speicheldrüsen ansiedelt und vermehrt, verursacht es hier in vielen Fällen eine Entzündung. Typischerweise betrifft dies die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis, kurz Parotis). Diese befindet sich jeweils auf beiden Gesichtsseiten in dem Bereich vor den Ohren, etwa zwischen dem unteren Rand des Wangenknochens und dem Kiefergelenk.

Bei Mumps bekommt der Patient die für Mumps typischen „Hamsterbacken“
Bei Mumps kann sich die Ohrspeicheldrüse auf einer, meist jedoch auf beiden Seiten entzünden. Dadurch schwellen die Drüsen deutlich an, wodurch der Patient die für Mumps typischen „Hamsterbacken“ bekommt© Fotolia
 

Bei Mumps schwellen die Drüsen an

Bei Mumps kann sich die Ohrspeicheldrüse auf einer, meist jedoch auf beiden Seiten entzünden. Dadurch schwellen die Drüsen deutlich an, wodurch das Gesicht ein typisches Aussehen erhält. Die betroffene Ohrspeicheldrüse schmerzt bei Berührung und meistens tut es dem Erkrankten auch weh, wenn er den Mund öffnet und schließt. Neben der Parotis können sich bei Mumps auch andere Speicheldrüsen (Unterkiefer-Speicheldrüse und Unterzungen-Speicheldrüse) entzünden. In der Regel sind diese Mumps-Symptome von mäßigem, manchmal auch hohem Fieber begleitet. Die Mumps-Infektion betrifft mitunter weitere Organe.

 

Es kann zu folgenden Mumps-Komplikationen kommen:

  • Entzündung im Bereich des Zentralnervensystems: Im Zusammenhang mit Mumps kann es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) sowie einer Hirnentzündung (Enzephalitis) kommen. Als Symptome der Mumps-Meningitis treten zum Beispiel Kopfschmerzen und eine Nackensteifigkeit auf. Bei einer Entzündung des Gehirns sind neurologische Symptome wie Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen möglich, aber insgesamt selten. Die Mehrzahl der Hirnhautentzündungen durch Mumps verläuft ohne Symptome.
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis): Auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung kann durch Mumps entstehen. Symptome sind häufig Schmerzen im Oberbauch sowie Übelkeit und Erbrechen.
  • Hodenentzündung (Orchitis): Erkranken Männer an Mumps, besteht die Gefahr, dass sich ein Hoden oder beide Hoden entzünden. Dabei schwillt der Hoden sichtbar an und schmerzt. Meist ist die Mumps-Orchitis zusätzlich von Fieber begleitet.
  • Eierstockentzündung (Oophoritis): Als relativ seltene Komplikation von Mumps können erwachsene Frauen an einer Entzündung eines Eierstocks oder beider Eierstöcke erkranken. Symptome sind neben Fieber meist Unterleibsschmerzen, teilweise auch Übelkeit und Erbrechen.
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