Die Meningitis-Behandlung hängt vom Auslöser ab

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugen

Die Meningitis-Behandlung ist sehr wichtig, da die Krankheit auch lebensbedrohlich werden kann. PraxisVITA erklärt, nach welchen Kriterien behandelt wird und was Sie noch über eine Hirnhautentzündung wissen sollten.

Die Meningitis-Behandlung ist sehr wichtig, da sich die Erreger ohne Medikamente rasch ausbreiten und sich der Gesundheitszustand rapide verschlechtern kann. Die Behandlung erfolgt daher auch meist im Krankenhaus. Sind Bakterien die Ursache der Hirnhautentzündung, helfen Antibiotika. Damit sie möglichst schnell wirken, werden sie über die Vene und nicht als Tablette gegeben. Weil es auf eine rasche Meningitis-Behandlung ankommt, verabreichen die Ärzte zu Beginn meist mehrere Antibiotika, die zahlreiche Bakterien-Arten abtöten, während im Labor noch getestet wird, welches Antibiotikum gezielt und am besten wirkt.

 

Meningitis-Behandlung bei Viren

Eine durch Viren verursachte Meningitis ist schwerer zu behandeln, weil Antibiotika hier nicht wirken. Doch gegen einige Viren gibt es wirksame Medikamente, sogenannte Virostatika. Ein Beispiel für virale Meningitis-Erreger, die sich so behandeln lassen, sind Herpes-Viren. Aber auch wenn die Erreger nicht auf ein Medikament ansprechen, ist eine Meningitis-Behandlung im Krankenhaus wichtig. Dort werden Folgen der Meningitis, wie ein erhöhter Hirndruck oder Krampfanfälle, behandelt. Außerdem können fiebersenkende, schmerzstillende und andere Medikamente gegen die Symptome über die Vene verabreicht werden und so den Körper beim Kampf gegen die Meningitis unterstützen.

Meningitis
Nur wenn die Krankheit durch Bakterien ausgelöst wurde, kann Antibiotika zur Meningitis-Behandlung eingesetzt werden© iStock
 

Spätfolgen einer Meningitis

Weil sich eine Meningitis heute meist schnell und gezielt behandeln lässt, sind Spätfolgen seltener geworden. Trotzdem kommt es weiterhin vor, dass Menschen eine Meningitis nicht überleben oder beispielsweise einzelne gelähmte Muskeln zurückbehalten. Wie häufig solche Folgeschäden sind, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel vom Krankheitserreger, von der Quelle, von welcher der Erreger sich ausgebreitet hat, von der Dauer der Krankheit, bis die Meningitis-Behandlung begonnen wurde, sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand und möglichen Vorerkrankungen des Betroffenen. Daher gilt: Je früher und effizienter die Meningitis-Behandlung erfolgt, desto besser ist die Prognose.

Vorbeugen
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