Die Lüge der Diät-Lebensmittel

Cola Light
Lassen Sie sich vom grellen Aufdruck auf der Verpackung nicht täuschen: Nicht immer ist alles leicht, wo "light" draufsteht. Um das weniger an Fett geschmacklich auszugleichen, setzen die Hersteller bei Diät-Lebensmitteln noch mehr Zucker, d. h. Kohlenhyd © alamy

Im Frühjahr ist die Motivation zum Abnehmen besonders hoch. Diät-Produkte sind für viele der Schlüssel zum Erfolg. Die Wahrheit ist: Mit Diät-Lebensmitteln nimmt nur der Geldbeutel ab.

Der Diät-Markt boomt. Werbung, Zeitschriften und Verpackungen versprechen schnelle Hilfe mit Pillen, Pulvern und Diät-Lebensmitteln. „Diät“ ,„fettarm“, „kalorienfrei", „glutenfrei“ –  zahlreiche Lebensmittelhersteller werben mit diesen Aufdrucken auf ihren Etiketten und geben vor, dass jeder, der Gewicht verlieren möchte, mit diesen Produkten Kilos abbauen kann, ohne zu hungern.

 

Aspartam – das süße Gift in Diät-Lebensmitteln

Auch wenn der besonders fettarme Joghurt auf den ersten Blick wirklich verlockend erscheint – lassen Sie ihn im Regal stehen. Denn da die Diät-Produkte wenig Fett liefern, aber trotzdem schmecken sollen, ist meist deutlich mehr Zucker enthalten. Außerdem isst man davon laut Studien immer mehr als vom natürlichen Produkt und spart letztendlich keine Kalorien. Der Süßstoff Aspartam ist besonders häufig in Diät-Lebensmitteln enthalten – er ist 200 mal süßer als herkömmlicher Tafelzucker. Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, dass er bei individueller Überdosierung sogar krebsfördernd sein kann.

 

Diät-Softdrinks fördern Diabetes-Risiko

Getränke mit der Aufschrift „Diät“ können der Figur daher mehr schaden, als nützen. Sie verändern die Rezeptoren für die Süße im Gehirn und verstärken dadurch das Verlangen nach Zucker. Wer täglich Diät-Softdrinks konsumiert, erhöht außerdem das Risiko für das sogenannte metabolische Syndrom, das Herzkrankheiten und Diabetes hervorrufen kann.

Müsliriegel werden als gesund angepriesen, enthalten jedoch häufig mehr Zucker als Schokoriegel (bis zu 40 Prozent) und sogenannte raffinierte Kohlenhydrate, die besonders dick machen. Der Verbraucher sollte daher sorgfältig lesen, was auf der Liste der aufgeführten Inhaltsstoffe steht. Zucker kann als Reissirup, Maltodextrin, Glukose-Fruktose-Sirup, Rohrzucker, Fruktose oder Honig aufgeführt werden.

 

Glutenfrei zum Abnehmen?

Immer mehr Nahrungsmittel werden als „glutenfrei“ angeboten. Glutenfreie, stark verarbeitete Lebensmittel, wie Muffins und Brot, sind jedoch nicht gesünder als ihre glutenhaltigen Gegenstücke. Ihnen fehlen wichtige Nährstoffe und sie haben außerdem einen hohen glykämischen Index. Das kann zu einem Vitamin- und Nährstoffmangel führen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöhen. Greifen Sie daher zu natürlichen glutenfreien Lebensmitteln, wie z.B. Nüssen, Obst und Gemüse, um die Glutenzufuhr einzuschränken.

In dieser Bildergalerie erfahren Sie, welche Diät-Lebensmittel Sie zukünftig von ihrem Ernährungsplan streichen sollten, wenn Sie Gewicht verlieren möchten.

Hamburg, 3. März 2016

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