Die Körpersäfte zum Fließen bringen

Baumwollkleidung aus Schutz vor Lymphstau
Meiden Sie Kleidung aus Kunstfasern und tragen Sie atmungsaktive Baumwolle, um das Risiko für einen Lymphstau zu senken © Fotolia

Die über 20 Flüssigkeiten, die unser Körper täglich produziert, erledigen ihre Aufgaben meist im Verborgenen. Und doch können Sie einiges tun, um Ihre Körpersäfte zu beeinflussen und rundum gesund zu bleiben – damit es gar nicht erst zu einem Lymphstau kommt.

 

Schwere Beine durch Lymphstau – ab zum Arzt!

In den kleinen Blutgefäßen werden täglich ca. drei Liter Lymphe gebildet. Sie transportiert Eiweiße und Fette aus dem Verdauungstrakt und bringt Fremdkörper und Krankheitserreger zu den Lymphknoten. Ohne Lymphe würde die Abwehr nicht funktionieren. Durch verengte Gefäße, schwache Venen oder eine zu üppige, fettreiche Ernährung kann es zum Lymphstau kommen – dabei wird die "Körper-Kanalisation" regelrecht verstopft. Dafür gibt es keine klaren Symptome. Er kann sich in häufiger Migräne oder ständiger Müdigkeit äußern. Neigen Ihre Beine zu Schweregefühlen oder schwellen die Waden häufig an, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Lymphstau kann und sollte nur von speziell ausgebildeten Therapeuten aus dem Gewebe massiert werden (Lymphdrainage).

 

So bleibt alles im Fluss

Bis zu sechs Liter Blut werden durch unsere Adern gepumpt. Sie bringen Sauerstoff, Nährstoffe und Hormone zu den Körperzellen und erledigen den Abtransport von Stoffwechselabfällen. Blut reguliert auch die Wärme im Körper. Produziert wird es in den Stammzellen im Knochenmark. Wenn Blut nicht richtig fließt, z. B. durch Ablagerungen in den Arterien, werden Organe nicht mehr optimal versorgt.

Fettreiche Lebensmittel können Lymphstau verursachen
Ein Lymphstau kann unter anderem durch üppige, fettreiche Ernährung entstehen © Fotolia

Aus Durchblutungsstörungen entwickeln sich oft Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Doch Vorbeugen ist einfach: Beim Sport entstehen Stoffe, die die Gefäße entspannen. So kann das Blut leichter hindurchfließen. Knoblauch und kräftig gefärbtes Obst und Gemüse (z. B. Johannisbeeren oder Spinat) enthalten Substanzen, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Besonders fettarm müssen Sie übrigens nicht essen. Es gilt nur, das Richtige herauszusuchen: Fetter Seefisch (Lachs, Makrele, Hering) enthält Omega-3-Fettsäuren, die die Blutgefäße schützen. Fleisch, Butter, Sahne dagegen verstopfen sie eher.

 

Immer schön cool bleiben

Bis zu 200 ml Schweiß bilden die Schweißdrüsen in der Haut pro Tag. Er reguliert die Körpertemperatur, kühlt uns bei Anstrengung ab. Besonders übergewichtige Menschen neigen zu starkem Schwitzen, da der Organismus eigentlich ständig überlastet ist. Übergewicht sollte vermieden oder reduziert werden, damit sich die Schweißproduktion wieder normalisiert. Es gibt auch schweißhemmende Nahrungsmittel, dazu zählen Feigen, Reis und Zitronen. Seien Sie sparsam mit Salz und zu viel Schärfe im Essen, beides bringt uns ins Schwitzen. Salbeitee hemmt die Schweißproduktion auf natürliche Art. Meiden Sie Kleidung aus Kunstfasern und tragen Sie atmungsaktive Baumwolle. Waschen Sie Hände und Füße mit lauwarmem Wasser, so ziehen sich die Schweißdrüsen etwas zusammen. 

 

Das hilft gegen Mundtrockenheit

Besonders ältere Menschen produzieren oft zu wenig Speichel. Idealerweise bilden die Drüsen in der Mundhöhle etwa zwei Liter am Tag. Speichel schützt die Mundschleimhaut und den Zahnschmelz. Er neutralisiert Säuren, die Zahnfleisch und Zähne angreifen könnten. Zudem festigt er mit Kalzium und Phosphor den Zahnschmelz und bereitet die Nahrung für die Verdauung vor. Trinken Sie viel, um die Speichelbildung anzuregen. Hilfreich sind Gemüsesorten, die man intensiv kauen muss (z. B. Karotten), zuckerfreie Kaugummis oder Kräuter wie Minze und Petersilie.

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