Die Juckreiz-Diagnose stellt der Arzt

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung

Wenn Sie unter häufigem und belastendem Juckreiz leiden, ohne die genaue Ursache zu kennen, sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen lassen. PraxisVITA erklärt, wie die Juckreiz-Diagnose gestellt wird.

Die meisten Arten von Juckreiz fallen in den Fachbereich der Hautärzte (Dermatologen), aber je nach Grunderkrankung können auch Internisten, Kinderärzte, Psychiater, Neurologen, Urologen oder Gynäkologen die richtigen Ansprechpartner sein.

 

Juckreiz-Diagnose durch Gespräch

Zu den wichtigsten Punkten bei der Juckreiz-Diagnose gehört ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient (Anamnese). Dabei stellt der Arzt verschiedene Fragen.

 

Typische Fragen zur Juckreiz-Diagnose

  • Seit wann besteht der Juckreiz? Wann und wie oft tritt er auf? Gibt es typische Situationen oder Tageszeiten?
  • Wo genau am Körper juckt es? Wandert der Juckreiz oder bleibt er an einer Stelle?
  • Kratzen Sie sich? Wenn ja, wie? Haben Sie das Gefühl, dass es dadurch zwischenzeitlich besser wird?
  • Verändert sich der Juckreiz durch bestimmte Einwirkungen? (Wärme, Kälte, Wasser, Wolle, Schwitzen …)
  • Haben Sie weitere auffällige Symptome bemerkt?
  • Leiden Sie an einer chronischen Krankheit?
  • Nehmen Sie Medikamente ein?
  • Haben Sie Allergien?
  • Sind Sie schwanger?

Je nach Verdacht kann der Arzt auch andere Fragen stellen, zum Beispiel nach möglichen Ansteckungsquellen für Kinderkrankheiten und Parasiten oder nach bestimmten Krankheiten und Allergien in Ihrer Familie. Auch Erkrankungen, die zunächst nicht erscheinen, als stünden sie in einem Zusammenhang können entscheidende Hinweise bei der Juckreiz-Diagnose geben.

Hauterkrankung
Rötung und Schuppenbildung an den betroffenen Stellen sind typische Kennzeichen der Psoriasis und werden bei der Juckreiz-Diagnose berücksichtigt© Fotolia

Anschließend sieht sich der Arzt zur Juckreiz-Diagnose die betroffenen Hautstellen an, um festzustellen, ob es Veränderungen der Haut wie Rötungen, Quaddeln, Pusteln, Abschürfungen, Beläge oder Schuppen gibt. Eventuell testet er auch, wie die Haut auf bestimmte Einwirkungen reagiert, zum Beispiel wenn er mit einem Holzspatel mit Druck über die Haut streicht (Dermographismustest bei Verdacht auf Nesselsucht) oder wenn er eine bestehende Kruste entfernt (Kerzenfleckphänomen bei Schuppenflechte).

Wenn bei Ihnen der Juckreiz den Analbereich oder die Geschlechtsorgane betrifft, führt der Arzt eine gynäkologische, urologische bzw. rektale Untersuchung durch, betrachtet also gezielt Haut und Schleimhäute in den juckenden Bereichen. Bei Auffälligkeiten der Haut macht er auch häufig einen Abstrich, entnimmt also etwas Zellmaterial, das unter dem Mikroskop genauer untersucht wird.

 

Juckreiz-Diagnose mit Allergietest

Der Arzt achtet bei der körperlichen Untersuchung auch auf andere Auffälligkeiten, etwa an den Augen, der Zunge oder den Lymphknoten. Gegebenenfalls macht er auch einen Allergietest – häufig den sogenannten Prick-Test, bei dem der Arzt die Haut an einer Stelle leicht einsticht und hier das verdächtigte Allergen aufträgt, um zu testen, wie die Haut reagiert. Bei der chronischen Juckreiz-Diagnose ist auch eine Blutuntersuchung sinnvoll, mit welcher der Arzt feststellen kann, ob ein Entzündungsprozess im Körper stattfindet und ob es beispielsweise Verschiebungen bei Ihren Nieren- und Leberwerten gibt. In Einzelfällen kann auch eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung hilfreich für die Juckreiz-Diagnose sein.

Behandlung
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