Die Inkontinenz -Diagnose erfordert eine gründliche Untersuchung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Aufgrund der vielen verschiedenen Arten der Inkontinenz ist eine genaue Diagnose unerlässlich. Häufig sind deshalb an der Inkontinenz-Diagnose neben dem Hausarzt verschiedene Fachärzte beteiligt, zum Beispiel Frauenärzte, Ärzte für Erkrankungen des Enddarms (Proktologen) und Fachärzte für Erkrankungen der harnableitenden Organe (Urologen). Zunächst führt der Arzt für die Inkontinenz-Diagnose ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen. Dadurch macht er sich ein genaues Bild von den Beschwerden, den Lebensumständen und bestimmten körperlichen oder neurologischen Erkrankungen des Betroffenen.

 

Inkontinenz-Diagnose – der Arzt benötigt verschiedene Informationen

  • Häufigkeit des Wasserlassens oder des Stuhlgangs
  • nächtliches Urinieren
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Trinkmenge und ausgeschiedene Urinmenge
  • Stärke des Harn- oder Stuhldrangs
  • Menge des verlorenen Urins oder Stuhls
  • Beschaffenheit des Stuhls, den der Betroffene verliert
  • besondere Situationen, in denen es zur Inkontinenz kommt
  • vorliegende neurologische Erkrankungen
  • Operationen im Bauch- und Beckenbereich
  • Verletzungen im Bereich des Darms oder der Harnwege
  • Medikamenteneinnahme
  • Schwangerschaften und Komplikationen bei der Geburt (Dammriss, Riss des Schließmuskels)

In vielen Fällen ist es für Menschen, die an einer Inkontinenz leiden, ratsam, bereits vor dem Arztbesuch eine Art Tagebuch anzulegen. In diesem sollten die Betroffenen genau vermerken, wie häufig sie unter welchen Umständen und in welcher Menge unwillentlich Urin oder Stuhl verloren haben und welche Mengen Flüssigkeit sie wann getrunken haben.

Nach dem Gespräch führt der Arzt eine gründliche körperliche Untersuchung durch, um die Inkontinenz-Diagnose abzusichern. Außerdem ist es für den Arzt sehr wichtig, die genauen Ursachen festzustellen, um die Inkontinenz wirksam zu behandeln. Die Untersuchungen, die der Arzt zur Inkontinenz-Diagnose durchführen kann, sind deshalb sehr vielfältig.

 

Inkontinenz-Diagnose – die körperliche Untersuchung

  • Tastuntersuchung des Enddarms und bei Männern der Prostata durch den After
  • frauenärztliche Untersuchung
  • Urin- und Blutuntersuchung zum Ausschluss von Harnwegsinfekten
  • neurologische Untersuchung, um die Funktion der Nerven zu überprüfen
  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie) der Harnwege und der Harnblase zur Ermittlung der Restharnmenge und zum Nachweis von Blasensteinen, Tumoren, Fehlbildungen oder Verletzungen des Schließmuskels
  • Ultraschalluntersuchung des Darm-Schließmuskels
  • Spiegelung von Enddarm, Harnröhre und Harnblase zum Nachweis von Verletzungen, Tumoren, Blasensteinen, Organvorfällen oder organischen Fehlbildungen
  • Untersuchung des Harnflusses (Uroflowmetrie) und der Stuhlausscheidung (Defäkografie)
  • Bestimmung der Druckverhältnisse in Blase, Enddarm und Schließmuskeln (Blasen- oder Sphinktermanometrie)
Behandlung
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