Die Helicobacter-Symptome sind unspezifisch

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die typischen Helicobacter-Beschwerden sind unspezifisch, was es häufig schwer macht, das Bakterium als Verursacher der Symptome festzustellen. PraxisVITA erklärt, wie Sie eine Helicobacter-Infektion erkennen.

Wenn Helicobacter-Symptome auftreten, sind diese eher unspezifisch, das heißt, sie können auch bei vielen anderen Magen-Darm-Erkrankungen vorkommen. Dadurch wird es für den Arzt oft schwierig, das Bakterium als Verursacher der Beschwerden auszumachen.

 

Häufige Helicobacter-Symptome

Junge Frau liegt mit Bauchschmerzen im Bett

Bauchschmerzen und Völlegefühl nach dem Essen sind mögliche Beschwerden bei Helicobacter pylori © iStock/AndreyPopov

Durch eine Helicobacter pylori Infektion können Geschwüre oder – in seltenen Fällen – bösartige Tumoren der Magenschleimhaut entstehen. Bei Betroffenen treten infolge dessen oft weitere Symptome auf.

 

Weitere Helicobacter-Symptome

  • Schmerzen bei nüchternem Magen, einige Stunden nach dem Essen und in der Nacht  beim Zwölffingerdarmgeschwür
  • Schmerzen direkt nach dem Essen oder unabhängig von der Nahrungsaufnahme beim Magengeschwür
  • Blut im Stuhl

Größere Blutmengen sind meist leicht zu erkennen, da sie den Stuhl schwarz färben (Teerstuhl). Kleine Blutmengen sind hingegen nicht auf den ersten Blick sichtbar. Nur ein Arzt kann sie mithilfe einer Stuhluntersuchung nachweisen. Viele Menschen bemerken eine leichte Blutung deshalb zunächst nicht.

Fast alle Geschwüre, die sich im Magen und im Zwölffingerdarm entwickeln, werden durch Helicobacter pylori verursacht. Ein solches Geschwür muss immer behandelt werden – ansonsten kann es zu Blutungen kommen. Im schlimmsten Fall ist sogar ein Darmdurchbruch möglich: Durch das entstandene Loch in der Darmwand kann der Darminhalt in die Bauchhöhle eindringen und dort lebensbedrohliche Entzündungen auslösen. Ein akuter Darmdurchbruch muss schnellstens operativ behandelt werden.

Magenkrebs wird in neun von zehn Fällen durch Helicobater pyolori verursacht. Auch hier sind die Symptome breit gefächert und können auf verschiedene Krankheiten hindeuten. Damit die Erkrankung frühzeitig erkannt wird, sollten Sie auf folgende Warnzeichen achten:

  • Druckgefühl im Bauch
  • Schmerzen nach dem Essen
  • Schluckbeschwerden
  • Anhaltende Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Plötzliche deutliche Gewichtsabnahme

Helicobacter-Symptome können bereits ein Indikator für Magenkrebs sein. Besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Helicobacter pylori, sollten Patienten deshalb umgehend einen Art aufsuchen und sich ausführlich untersuchen lassen. Je früher Magenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen: Im Frühstadium ist ein Tumor meist auf die Schleimhaut beschränkt und kann operativ entfernt werden.

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