Die Heilwirkung der Zaubernuss

Redaktion PraxisVITA
Zaubernuss
In Blättern und Rinde der Zaubernuss stecken Wirkstoffe, die die Wundheilung fördern © Fotolia

Die Heilpflanze Hamamelis lindert viele verschiedene Hautprobleme. Kein Wunder, dass sie auch Zaubernuss genannt wird. Erfahren Sie hier, was sie alles kann - und entdecken Sie zwei Geheimrezepte mit Hamamelis für Ihre Hausapotheke, mit denen Sie gleich sieben Beschwerden selbst behandeln können!

Die Zaubernuss gehört zur Familie der Zaubernussgewächse. Die aus Nordamerika stammende Hamamelis virginiana ist die einzige, die arzneilich genutzt wird. Ihre Besonderheit: Sie blüht zwischen November und Februar, im Sommer bildet sie Früchte. Ihre heilkräftigen Bestandteile – Gerbstoffe und Flavonoide – stecken in den Blättern und der Rinde.


gesunde und gepflegte Hände mit Heilsalbe
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Die Ureinwohner Nordamerikas nannten sie „witch hazel“, Hexenhasel – ein geheimnisvoller, wundersamer Busch, der einst nur in den feuchten Wäldern Virginias zu finden war. Dass die Zaubernuss diesen magischen Namen trägt, hat gleich mehrere Gründe. Noch bei minus zehn Grad und halb bedeckt von Schneehäubchen recken sich ihre Blütenbüschel wie kleine Sonnenstrahlen in die Winterluft. Später im Jahr schleudern die reifen, haselnussgroßen Früchte ihre Samenkapseln mit einem deutlich hörbaren Knacken bis zu zehn Meter weit und verwandeln so ihre Umgebung in eine kleine Zaubernusslandschaft.

 

Zaubernuss wirkt entzündungshemmend

Doch die wohl wichtigste Eigenschaft von Hamamelis virginiana zeichnete der englische Botaniker Peter Collinson im Jahr 1736 auf. Er beobachtete, wie indianische Heiler selbst schwere Verletzungen mit einem Sud aus den Blättern und der Rinde der Zaubernuss in kürzester Zeit linderten. Die Zaubernuss hat die Fähigkeit, verletztes Gewebe zusammenzuziehen, die Blutgerinnung zu fördern und verhindert auf diese Weise Entzündungen, noch bevor sie entstehen können.



Hamamelis (Zaubernuss)
Die Zaubernuss sorgt dafür, dass sich verletztes Gewebe zusammenzieht, fördert die Blutgerinnung und verhindert so Entzündungen, noch bevor sie entstehen können© Fotolia
 

Zaubernuss für die Haut



Die hohe Konzentration an Gerbstoffen und Flavonoiden in Rinde und Blättern bewirkt diese blutstillende Wundheilkraft. Die Zaubernuss hilft bei kleinen Verletzungen, Insektenstichen, lindert Krampfadern und Hämorrhoiden. Zudem hemmen ätherische Öle die Bildung von Keimen. Die antioxidativen Flavonoide stabilisieren die Gefäße, kräftigen die Venen, wirken abschwellend und zugleich antiallergisch – ein Beleg für die hervorragende Hautverträglichkeit der Zaubernuss.

Sie lindert alle Arten von Erkrankungen der Epidermis, legt sich wie eine sanfte Schutzschicht selbst auf empfindlichste Haut und verdient daher einen festen Platz in jeder Hausapotheke. Auch Altersprozesse wie Austrocknen und nachlassende Elastizität weiß die Zaubernuss aufzuhalten, Juckreiz verschwindet mit einer hamamelishaltigen Creme sehr schnell. Gerade im Winter bringt die Zaubernuss neue Geschmeidigkeit und bewahrt die Feuchtigkeit der Haut. In einer Studie zur Hautkrankheit Neurodermitis erwiesen sich Hamamelissalben im Vergleich mit kortisonhaltigen Präparaten sogar als ebenbürtig.



Zaubernuss bei Hautproblemen
Auch bei kleinen Kindern helfen die Wirkstoffe der Zaubernuss, Hautausschläge sanft zu lindern© iStock/yavdat
 

Zaubernuss-Tinktur gegen Verletzungen

Ein helles Schraubglas zur Hälfte mit klein geschnittenen Blättern und Rinde der Zaubernuss füllen und mit 50-prozentigem Alkohol aus der Apotheke übergießen. Drei Wochen lang an einem hellen Ort stehen lassen, täglich schütteln, anschließend in Tropfflaschen abfüllen. Die verdünnte Tinktur (1 EL auf 100 ml Wasser) lindert Blutergüsse, Verstauchungen, Entzündungen und kleinere Blutungen.



 

Ein Tee für wohltuende Hautumschläge



2-3 EL getrocknete Rinde und Blätter der Zaubernuss mit 1/2 l kaltem Wasser zum Kochen bringen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und abgießen. Bei Ekzemen, Sonnenbrand und Verletzungen Tücher mit noch warmem Tee tränken und betroffene Hautstellen 10 Minuten lang bedecken.



 
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