Die heilsame Kraft der Akupunktur

Nadelstiche lindern chronische Schmerzen
Die heilsame Kraft der Nadelstiche kann beispielsweise chronische Schmerzen lindern oder als Begleittherapie für andere Krankheiten eingesetzt werden © Fotolia

Sanfte Nadelstiche für die Gesundheit – beispielsweise chronische Schmerzen oder Allergien können nachweislich durch Akupunktur gelindert werden.

 

Weniger Arznei für Asthma-Patienten

Fast 80 Prozent aller Asthma-Patienten brauchen nach einer Akupunkturtherapie eine geringere Medikamentendosis. Ein bestimmter Akupunkturpunkt (KG 17) eignet sich sogar zur Selbstbehandlung – aber ohne Nadeln. Diese Druckmassage wird Akupressur genannt. So funktioniert es: Zeige-, Mittel- und Ringfinger von beiden Händen auf das Brustbein legen, dann mit etwas Druck in beide Richtungen hin zu den Brustwarzen ziehen. Bei akuten Atembeschwerden sollte eine Linderung schon nach wenigen Bewegungen eintreten.

 

Bei chronischen Schmerzen

Bereits 15 Akupunktursitzungen reichen aus, um chronische Schmerzen deutlich zu lindern – sogar besser als eine Therapie mit konventionellen Medikamenten. Denn die Akupunkturbehandlungen regen nachweislich die Produktion von körpereigenen Schmerzmitteln an. Besonders gut wirkt die Behandlung bei chronischen Schmerzen in Gesicht, Kopf, Nacken, Lendenbereich und an den Knien.

 

Schnellere Heilung nach Schlaganfall

Sprachstörungen und Lähmungen sind häufig die Folge eines Schlaganfalls. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Nadeltherapie die Aktivität der geschädigten Nervenzellen im Gehirn anregt und dadurch die Heilung stark verkürzen kann.

 

Als Begleittherapie bei Herzkrankheiten

Bei schweren Erkrankungen, zum Beispiel bei Herzrhythmusstörungen, sollte die Akupunktur immer nur als Begleittherapie eingesetzt werden. Eine Behandlung mit Medikamenten lässt sich in den meisten Fällen nicht ersetzen. Dafür kann die Akupunktur die Nebenwirkungen synthetischer Mittel aber verringern.

 

Allergien werden gelindert

Internationale Studien haben gezeigt, dass sich die Beschwerden von Allergikern in etwa 80 Prozent aller Fälle durch Akupunkturbehandlungen stark verringert haben. Heuschnupfen lässt sich mit der Methode sogar besser behandeln als mit den üblichen Allergiemitteln (z.B. Antihistaminen). Bis zu ein Jahr waren betroffene Pollen-Allergiker dank der sanften Methode mit den feinen Nadelstichen beschwerdefrei.

 

Wer zahlt die Nadel-Behandlung?

Seit 2007 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Akupunkturbehandlung, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Zum Beispiel zur Behandlung von chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule oder des Kniegelenks. Hinzu kommt, dass die Therapie nur von einem Arzt mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt werden darf. Ein Anspruch besteht auf bis zu 15 Sitzungen pro Jahr. Wird die Behandlung von einem Heilpraktiker gemacht, müssen die Patienten die Kosten selber tragen. Eine Sitzung dauert 30 bis 45 Minuten und kostet zwischen 30 und 80 Euro.

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