Die häufigsten Ursachen für Haarausfall

Redaktion PraxisVITA

Bis zu 100 Haare fallen täglich aus – kein Grund zur Sorge. Doch landen ganze Büschel in der Bürste oder beginnt die Kopfhaut durchzuscheinen, wird es langsam kritisch. Wir klären über Ursachen von Haarausfall auf.

Etwa jeder dritte Deutsche leidet im Laufe seines Lebens unter Haarausfall. Allerdings gilt: Wer in der Bürste oder auf dem Kopfkissen Haare entdeckt, muss sich noch keine Sorgen machen. Denn durch ihre begrenzte Lebensdauer ist ein Ausfall von bis zu 100 Stück pro Tag vollkommen normal.

Wer jedoch plötzlich auffällig viele Haare verliert, sollte einen Hautarzt konsultieren. Dieser stellt fest, was hinter der Alopezie steckt: Ist es die genetische Veranlagung, kann man nicht viel machen. Es gibt jedoch auch kurzfristigen Haarausfall. Ursachen können die falschen Ernährungsweisen sein, z.B. eine Mangelernährung, als Folge von Infekten oder Nebenwirkung von Medikamenten. Er verschwindet von selbst oder lässt sich gezielt bekämpfen.

Ursache für Haarausfall: Mangelernährung
Ursachen für Haarausfall können Mangelernährungen sein. Bauen Sie Hülsenfrüchte, Eier und Nüsse mit ihren wichtigen B-Vitaminen in den Speiseplan ein© istock
 

1 Ursachen: Haarausfall durch Eisen- und Nährstoffmangel

Eine unausgewogene Ernährung versorgt die Wurzeln nicht ausreichend mit Nährstoffen. Besonders hoch ist das Risiko bei Diäten und Fastenkuren. Damit kein Mangel entsteht, regelmäßig Hülsenfrüchte, Eier und Nüsse mit ihren wichtigen B-Vitaminen in den Speiseplan einbauen. Dazu Fleisch, Käse und Milch für den Eisen- und Zinkbedarf. Karotten und Aprikosen enthalten Vitamin A, Fisch wertvolles Kupfer und Selen. Joghurt stärkt die Darmflora und sorgt für eine gute Nährstoffaufnahme.

 

2 Ursachen: Haarausfall durch Hormone und Gene bedingt

Das weibliche Hormon Östrogen sorgt für die Ausprägung der äußeren Geschlechtsmerkmale und das Haarwachstum. Mit den Wechseljahren jedoch lässt die Hormon-Produktion nach. Dadurch, dass der Östrogenspiegel absinkt, übernimmt das Männerhormon Testosteron die Oberhand. Bei entsprechender Veranlagung greift es nun die empfindlichen Wurzeln an – Männer kriegen deshalb oft bereits in jungen Jahren eine Glatze.

Medizinischen Studien zufolge können nur zwei Wirkstoffe den veranlagten Haarausfall aufhalten: Frauen wird eine Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil zum Auftragen auf die Kopfhaut empfohlen (rezeptfrei, Apotheke). Mit einer Wirkung ist aber frühestens nach sechs Wochen zu rechnen.

Alopezie
Auch Übergewicht kann zu den Auslösern von Haarausfall zählen© Shutterstock
 

3 Ursachen: Haarausfall infolge von Infektionen

Haarausfall kann als Spätfolge, drei bis vier Monate, nach Infektionen wie Grippe, Scharlach und Gürtelrose auftreten. Auch hohes Fieber kann solche Nachwirkungen haben, da die hohe Körpertemperatur den Bereich der Wurzel schädigt. Es dauert dann einige Wochen, bis sie sich wieder erholt und das Haar dann nachwächst. Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse gehört zu den Ursachen für Haarausfall – wer sich unsicher ist, sollte einen Bluttest zur Klärung durchführen lassen.

 

4 Ursachen: Haarausfall kann durch Stress hervorgerufen werden

Dass Stress zu grauen Haaren führt, ist ein Mythos. Zu den Ursachen für Haarausfall kann er aber tatsächlich gezählt werden. Denn bei Stress steigt die Konzentration bestimmter Botenstoffe an. Diese lösen Entzündungsreaktionen am Follikel aus, der die Wurzel umgibt. Das Haar wächst nicht weiter und fällt aus. Lässt der Stress nach, kommt es innerhalb von wenigen Monaten wieder nach. Damit es nicht so weit kommt, regelmäßige Entspannungsphasen einplanen: Bewegung an der frischen Luft, genügend Schlaf, Auszeiten mit Freunden oder Familie.

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