Die häufigsten Fragen zum Hühnerauge

Redaktion PraxisVITA

Ein Hühnerauge! Millionen Bundesbürger leiden an verhornten Schwielen der Zehen. Jeder Schritt ist für sie eine Qual. Warum entsteht ein Hühnerauge? Woher kommt der Name? Und kann ich mich vor einem Hühnerauge schützen? Wir klären die wichtigsten Fragen!

Hühnerauge – was ist das eigentlich?

Ein Hühnerauge ist eine lokale Verhornung der Haut, die infolge chronischen Drucks oder durch Reibung entsteht. Sie ist meistens rund und zwischen 5 und 10 Millimeter groß. In der Mitte zeichnet sich ein gelblich durchscheinender Hornkeil ab, dessen Spitze in die Tiefe ragt und der durch die Ausübung von Druck auf das tieferliegende Gewebe zu Schmerzen führen kann.

Woher kommt der Name „Hühnerauge“?

Das Wort „Hühnerauge“ ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt und nimmt – wie die gleichbedeutenden Bezeichnungen Elstern- oder Krähenauge – Bezug auf die Ähnlichkeit eines Vogelauges.

Wie entsteht ein Hühnerauge?

Schlecht sitzende Schuhe sind die häufigste Ursache für die Entstehung eines Hühnerauges.

Hühnerauge durch Pumps
An einem Hühnerauge sind meist zu enge Schuhe schuld. Für leichte Fälle gibt's spezielle Pflaster aus der Apotheke, bei schwereren Fällen hilft nur der Gang zum Arzt© Fotolia

Können Kleinkinder schon ein Hühnerauge haben?

Auch Kleinkinder können schon ein Hühnerauge bekommen, wenn sie falsches Schuhwerk tragen. Es muss bei Kindern besonders vorsichtig behandelt werden. Hühneraugenpflaster sind nicht geeignet, da Kinderhaut noch sehr empfindlich ist und Pflaster sehr oft verrutschen. Am besten lassen Sie das Hühnerauge bei Kindern vom Arzt entfernen. Anschließend sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind nur noch gut sitzende Schuhe trägt.

Wieso kommt ein Hühnerauge immer wieder?

Ob ein Hühnerauge wiederkommt hängt davon ab, ob die Ursache für die Entstehung beseitigt wurde. Ist die Ursache vorübergehend (z.B. ein modischer Schuh), wird es nach einer Behandlung nicht wiederkommen. Sind aber Deformationen wie z. B. Hammer-, Reiterzehen oder ein Spreizfuß die Ursache, kann sich ein Hühnerauge jederzeit wieder herausbilden.

Wachsen Hühneraugen wieder nach?

Ein Hühnerauge besitzt keine „Wurzel“, die man entfernen kann, um damit ein Nachwachsen zu verhindern.

Was hilft bei einem Hühnerauge?

Hühnerauge entfernen mit Zitronenscheiben
Ein altbewährtes Hausmittel zum Entfernen eines Hühneraugen ist ein Zitronen-Wickel. Die Säure der Zitrone wirkt entzündungshemmend und löst die Hornhautschwielen, bevor sie zu tief in die Haut eindringen© Fotolia

Auf keinen Fall versuchen, das Hühnerauge mit Messer oder Schere herauszuschneiden. Das kann zu Entzündungen oder sogar Blutvergiftungen führen. Polsternde Ringe lindern Druckschmerz. Salicylsäurehaltige Pflaster (beides Drogerie, Apotheke) weichen die verhornten Stellen auf, die können dann besser abgetragen werden. Hilft das nicht, gehen wir zum medizinischen Fußpfleger (Podologen).

Wie kann ich ein Hühnerauge selbst entfernen?

Mithilfe eines Zitronen-Wickels lässt sich das Hühnerauge sanft entfernen. Die Säure der Zitrone wirkt entzündungshemmend und löst die Hornhautschwielen, bevor sie zu tief in die Haut eindringen. Legen Sie dafür am Abend eine frische Zitronenscheibe auf die betroffene Stelle, wickeln Sie eine feuchte Mullbinde darum und verknoten Sie die Enden.

Wir können wir uns vor einem Hühnerauge schützen?

Wie wir uns schützen: Auf bequeme und passende Schuhe achten. Hornhaut regelmäßig mit einem Bimsstein entfernen. Füße nach jedem Duschen eincremen –  Hühneraugen lieben nämlich trockene Haut.

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