Die erste Impfung beim Baby: Was Eltern wissen sollten

Veronika Toth Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Ab der achten Lebenswoche ist sie möglich – die erste Impfung beim Baby. Was beinhalten die drei empfohlenen Impfungen? Und ist das Kind nicht noch zu klein dafür? Alles über Ablauf und Verträglichkeit der Impfungen.

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Impfungen sind ein viel diskutiertes, emotionales Thema. Vor allem, wenn es um die eigenen Kinder geht. Besonders die erste Impfung beim Baby bereitet vielen Eltern sorgen. Schließlich möchte man wirklich alles richtig machen, geschützt sollen sie sein, aber niemand möchte dem Kind mehr zumuten als nötig und vertretbar.

 

Wann ist es Zeit für die erste Impfung beim Baby?

Ab der achten Lebenswoche stehen laut der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts drei Impfungen an, die insgesamt vor acht Erkrankungen schützen.

Zwei der Impfstoffe – die 6-fach-Impfung und die Pneumokokken-Impfung – werden in den Oberschenkel gespritzt (in jede Seite eine Spritze), die dritte Impfung ist eine Schluckimpfung. Das klingt viel, wird aber in der Regel werden sie gut vertragen. Selbst Frühgeborene werden ab der achten Woche nach ihrer Geburt geimpft, sind also dann noch viel kleiner und jünger als reifgeborene Kinder bei der ersten Impfung. Und auch die Frühchen vertragen die Impfungen im Normalfall gut.

Viele Eltern möchten lieber erst nach einem halben Jahr die ersten Impfungen durchführen lassen, weil sie der Meinung sind, die Impfung belaste den Säugling zu sehr. Aber viele der Erkrankungen, gegen die die Impfungen schützen, wie zum Beispiel Keuchhusten, Hämophilus influenza B, Pneumokokken oder Rotaviren sind besonders für die Kleinsten gefährlich und darum macht es Sinn, sie so früh wie möglich davor zu schützen.

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Vor welchen Krankheiten schützt die 6-fach-Impfung beim Baby?

Die 6-fach-Impfung schützt das Baby gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Poliomyelitis (Kinderlähmung), Pertussis (Keuchhusten), Hämophilus influenza B (Bakterium, das schwere Kehlkopfentzündungen mit Erstickungsgefahr auslösen kann) und Hepatitis B.

Die zweite Impfung, die in den anderen Oberschenkel geimpft wird, wirkt gegen Pneumokokken, also Erreger von schweren bakteriellen Infekten, die insbesondere bei Kindern unter zwei Jahren tödlich verlaufen können. Pneumokokken können unter anderem zu fatalen Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen und einer Sepsis (Blutvergiftung) führen.

Beide Impfungen, die 6-fach-Impfung und die Pneumokokkenimpfung, müssen dreimal im Abstand von vier Wochen und dann ein viertes Mal sechs Monate nach der dritten Impfung verabreicht werden. Nach der zweiten Impfung ist bereits von einem gewissen Schutz auszugehen.

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Wogegen hilft die Schluckimpfung bei Babys erster Impfung?

Die dritte Impfung beim ersten Impftermin wirkt gegen die sogenannten Rotaviren. Es handelt sich dabei um Erreger von Magen-Darm-Infekten. Die Austrocknung durch massives Erbrechen und Durchfall macht bei Kindern unter zwei Jahren oft eine Behandlung im Krankenhaus nötig.

Diese Impfung wird als Schluckimpfung verabreicht und muss je nach Impfstoff zweimal beziehungsweise dreimal im Abstand von je vier Wochen verabreicht werden. Ganz verhindern kann die Impfung die Erkrankung nicht. Aber wenn ein Kind doch erkrankt, ist der Verlauf nicht so schwer, dass eine Krankenhausbehandlung notwendig wird.

 

Erste Impfung beim Baby: Erfahrungen des Kinderarztes nutzen

Derzeit gibt es viele unterschiedliche Meinungen zum Thema Impfen bei Babys. Die Sorgen und Fragen vieler Eltern sind verständlich. Helfen kann da nur eine gute Aufklärung durch den Kinderarzt. Eltern sollten sich also diesbezüglich vertrauensvoll an ihn wenden – keiner hat so viel Erfahrung mit Impfungen bei Babys wie Kinderärzte.

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Erste Impfung beim Baby: Fieber als Nebenwirkung

In der Regel vertragen Babys die erste Impfung gut. Manchmal verhalten sich die Kinder am Tag der Impfung etwas unruhiger als sonst. Innerhalb der ersten 48 Stunden haben manche Babys nach der ersten Impfung Fieber um 38,5 Grad Celsius. Dann spricht nichts dagegen, ein Paracetamol-Zäpfchen in altersangepasster Dosierung zu verabreichen.

Nach der Rotavirusimpfung tritt bei manchen Babys Bauchweh auf, dies ist aber eher selten der Fall. Für die Eltern ist wichtig zu wissen, dass Rotavirenpartikel über circa sieben Tage mit dem Stuhl ausgeschieden werden können, sodass eine Ansteckung der Eltern grundsätzlich möglich ist. Extrem gründliche Handhygiene ist nach der ersten Impfung des Babys deshalb besonders nach dem Wickeln wichtig.

Quellen:

Impfempfehlungen für Kinder (0-12 Jahre), in: impfen-info.de

Impfinformation, in: kinderaerzte-im-netz.de

Impfkalender der Ständigen Impfkommission (2019/2020), in: rki.de

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