Die besten Tipps gegen Darmträgheit

Achten Sie unbedingt auf einen Ausgleich in Ihrer Freizeit z. B. Walken
Wenn Sie tagsüber hauptsächlich sitzen, sollten Sie unbedingt auf einen Ausgleich in Ihrer Freizeit achten z. B. Walken um Darmträgheit zu verhindern © Fotolia

Unzählige Bäuche bereiten regelmäßig Probleme. Dabei fällt auf, dass Frauen wesentlich häufiger betroffen sind. Denn ihre Geschlechtshormone können für einen trägen Darm sorgen. Zusätzlich können aber auch viele andere Umstände den Verdauungstrakt negativ beeinflussen: Sorgen, Stress, die falsche Ernährung oder ein ungewohntes Umfeld im Urlaub führen häufig zu Durchfällen oder Verstopfung.

Die gute Nachricht: Es gibt mindestens ebenso viele Dinge, die Darm und Magen richtig gut tun und so zu einer problemlosen Verdauung führen. Die meisten davon sind kostenfrei und frei von Nebenwirkungen. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen am besten bekommt!

 

Wohlige Wärme

Wenn der Unterleib krampft, der Magen gereizt ist und sich nichts mehr tut, wirkt Wärme tröstlich und lindernd. Machen Sie sich eine Wärmflasche oder gehen Sie mit einem Heizkissen aufs Sofa.

Extratipp: Viele Frauen schwören auf ein morgendliches Glas heißes Wasser – auf nüchternen Magen. Dieses Ritual aus der Ayurveda-Lehre regt die Verdauung an. Deshalb kann es auch helfen, vor jeder Mahlzeit ein Glas warmes Wasser zu trinken.

 

Ballaststoffe

Sehr wirksam bei Verstopfung: Leinsamen enthalten in der Schale Stoffe, die mit Wasser aufquellen. Durch diese Volumenzunahme wird der Darm gedehnt und der Stuhlreflex ausgelöst. Außerdem bildet Leinsamen mit Wasser eine besondere Konsistenz, die den Stuhl weich macht. Nehmen Sie 2 bis 3 EL über den Tag verteilt ein, z. B. in Joghurt oder Müsli. Sehr wichtig ist, dass Sie dazu immer ausreichend (2 Liter/Tag) trinken!

 

Bewegung

Wer sich wenig bewegt, legt auf Dauer auch seinen Darm lahm. Es droht Verstopfung. Außerdem haben Studien bewiesen, dass Sport das Darmkrebs-Risiko halbieren kann. Jeder Schritt, den Sie tun, ist also auch einer in Richtung Darmgesundheit. Wenn Sie tagsüber hauptsächlich sitzen (müssen), sollten Sie unbedingt auf einen Ausgleich in Ihrer Freizeit achten. Besonders gut geeignet sind alle Ausdauersportarten wie Joggen, Wandern, Schwimmen, Walken oder Radeln.

 

Heilpflanzen

Entgegen aller Traditionen: Kräuter-Schnäpse lähmen die Verdauung. Servieren Sie deshalb nach einem üppigen Mahl besser einen Kräutertee mit Kümmel oder Kamille. Ein echter Geheimtipp ist die Senna-Pflanze (aus der Apotheke). Sie regt die Muskulatur der Darmwand an. Außerdem sollten Sie beim Kochen immer reichlich frische Kräuter nehmen. Die schmecken prima und regen die Verdauung an.

 

Massage

Wenn Sie zu viel um die Ohren haben, schlägt auch die Verdauung Alarm. Eine Bauchmassage tut Körper und Seele gleichermaßen gut: Umkreisen Sie Ihren Nabel mit der flachen Hand und sanftem Druck, das beruhigt sofort. Die Richtung: Im Uhrzeigersinn regt es den Darm an (Verstopfung), die Gegenrichtung lindert Durchfall.

 

Obst & Gemüse

Schon Oma wusste: Dörrobst regt Magen und Darm an. Weichen Sie über Nacht zwei Trockenpflaumen in einem kleinen Glas Wasser ein und verzehren Sie morgens alles. Wer häufig unter Verstopfung leidet, sollte aber nicht nur mit Trockenobst nachhelfen. Gut sind z. B. auch Äpfel, die sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung helfen. Essen Sie grundsätzlich viel Frisches, da es reichlich Ballaststoffe und Wasser bietet.

Quelle: Woche heute, 31/2012

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