Die Behandlung der Taubheitsgefühle richtet sich nach ihrer Ursache

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Diagnose
  4. 4. Behandlung
  5. 5. Vorbeugung

Bei Taubheitsgefühlen richtet sich die Behandlung nach dem jeweiligen Auslöser. Je nach Ursache wird Ihr Arzt Ihnen eine unterschiedliche Behandlung empfehlen. So reicht es bei vorübergehenden Durchblutungsstörungen in Händen, Fingern und Füßen häufig, diese auszuschütteln oder zu reiben. Dann fließt das Blut wieder ungestört und versorgt die Nerven ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das Taubheitsgefühl verschwindet anschließend von alleine.

 

Bei bakterieller Infektion als Taubheitsgefühl-Ursache werden Antibiotika verschrieben

Treten die Taubheitsgefühle jedoch über einen längeren Zeitraum auf und sind sie Symptome einer Krankheit, richtet sich die Therapie nach der zugrundliegenden Erkrankung. Bei einer Polyneuropathie, die durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus verursacht wurde, kann eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels eine Besserung der Taubheitsgefühle bringen. Ist hingegen eine bakterielle Infektion Ursache der Taubheitsgefühle, verschreibt der behandelnde Arzt Antibiotika.

Muskelentspannende Medikamente und Krankengymnastik können bei Taubheitsgefühlen helfen
Ist ein Nerv eingeklemmt – zum Beispiel an der Wirbelsäule – und löst Taubheitsgefühle aus, können krampflösende, muskelentspannende Medikamente und Krankengymnastik helfen© Fotolia

Ist ein Nerv eingeklemmt und kommt es daher zu den Taubheitsgefühlen, behandelt der Arzt diese, indem er unter anderem Schmerzmittel und krampflösende, muskelentspannende Medikamente gibt. Zusätzlich kann Krankengymnastik helfen. Halten die schmerzhaften Beschwerden an, tritt ein dauerhaftes Taubheitsgefühl auf oder kommt es zu Muskelschwäche und Muskelschwund, ist eine operative Freilegung mit Entlastung der Nerven erforderlich.

 

Manchmal ist Bandscheiben-Operation notwendig

Auch wenn ein Bandscheibenvorfall für Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen verantwortlich ist, wird zunächst konservativ – also nicht operativ – mit Medikamenten und Physiotherapie behandelt. Die Physiotherapie dient der Stärkung der Rückenmuskulatur und der Verbesserung der Körperhaltung. In einigen Fällen ist eine Bandscheiben-Operation notwendig.

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