Die Atkins-Diät: Vorreiter der Low-Carb-Methoden

Redaktion PraxisVITA

Die Atkins-Diät verspricht gerade für Liebhaber von Fleischgerichten etwas geradezu Verlockendes: Abnehmen, ohne auf Ham & Eggs, Steak und Co. zu verzichten. Wir verraten Ihnen, was es mit der Atkins-Diät – ein Vorreiter der Low-Carb-Diäten – auf sich hat.

Auswahl an proteinreichen Lebensmitteln
Fleisch, Fisch und Proteine sind die wichtigsten Bestandteile bei der Atkins-Diät Foto:  iStock/Rimma_Bondarenko
Inhalt
  1. Die Atkins-Diät: Fette, Eiweiße, wenig Kohlenhydrate
  2. Die vier Phasen der Atkins-Diät
  3. Ketose: Das macht die Atkins-Diät mit dem Körper
  4. Welche Vorteile hat die Atkins-Diät?
  5. Was muss ich bei der Atkins-Diät beachten?
 

Die Atkins-Diät: Fette, Eiweiße, wenig Kohlenhydrate

Der Clou der Atkins-Diät: Sie dürfen weiterhin nach Lust und Laune Eiweiß und Fett zu sich nehmen.

Das heißt, während der Diät dürfen Sie je nach Belieben

  • Fleisch
  • Fisch
  • Wurst
  • Speck
  • Eier und Co.

essen.

Einzig auf Kohlenhydrate sollten Sie großteils verzichten:

  • Brot,
  • ​Kartoffel
  • Nudeln,
  • Reis

sollten nicht auf dem Speiseplan stehen. Ebenfalls meiden sollten Sie nach der Atkins-Methode kohlenhydratreiches Obst und Gemüse. Wer auf das gesunde Grün dennoch nicht verzichten will, sollte zu Blattsalat greifen, der in erster Linie aus Wasser besteht.

Ganz auf Kohlenhydrate verzichten Sie aber auch während der Atkins-Diät nicht: Insgesamt sollten rund 15 bis 20 Prozent ihres Speiseplans aus Kohlenhydraten bestehen, den Rest teilen sich Fette und Eiweiße. Atkins selbst empfahl zugleich, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel, Mineralstoffe und Vitamine einzunehmen, da es sonst zu einem Nährstoffmangel kommen könnte. Außerdem soll viel Flüssigkeit zu sich genommen werden.

 

Die vier Phasen der Atkins-Diät

Die Atkins-Diät wird in ihrer originalen Form in vier Phasen aufgeteilt:

  • die Einleitungsphase
  • die Reduktionsphase
  • die Prä-Erhaltungsphase
  • die andauernde Erhaltungsphase

 

1. Die erste Phase dauert vierzehn Tage, in denen maximal 20 Gramm Kohlenhydrate pro Tag gegessen werden sollen. Die erste Phase ist somit die Vorbereitungsphase.

2. In der zweiten Phase, in der der Abnehmprozess bereits in vollem Gang ist, darf der Kohlenhydratanteil pro Woche wieder um fünf Prozent gesteigert werden – so lange, bis die Gewichtsabnahme aussetzt. Laut Atkins lernt man so die genaue Maximalmenge an Kohlenhydraten kennen, die für das Abnehmen notwendig ist.

3. Die Phase drei ist die Phase, in der die Gewichtsabnahme zu stagnieren beginnt, ehe dann die letzte Phase einsetzt, in der das Wunschgewicht erreicht sein soll.

4. In der letzten Phase dürfen Sie wieder etwas mehr zu sich nehmen. Nudeln, Kartoffel & Co. sind aber fortan nur noch in geringen Mengen zu genießen.

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Ketose: Das macht die Atkins-Diät mit dem Körper

Kohlenhydrate werden vom Körper in Energie und Fett umgewandelt. Deshalb setzt die Atkins-Diät auf eine massive Reduktion von Kohlenhydraten. Der Vorteil: Der Körper stellt so auf den Fettverbrennungsmodus um. Zunächst greift er auf die Glykogenspeicher in Leber und Muskeln zurück. Sind diese einmal leer, geht es den Fett- und Proteinspeichern an den Kragen – diesen Stoffwechsel nennt man Ketose. Die Leber bildet Ketonkörper, die als Energielieferanten dienen, der Körper schaltet in den Ketose-Modus um.

 

Welche Vorteile hat die Atkins-Diät?

Die Atkins-Diät ist umstritten: Während viele Kritiker von ihr abraten, ist sie bei vielen Abnehmwilligen immer noch sehr beliebt. Gerade für Personen, die gerne und regelmäßig Fleisch essen, ist die Atkins-Diät relativ leicht zu absolvieren – und durch den Verzicht auf Kohlenhydrate ist im Regelfall auch schnell ein erster Erfolg zu beobachten.

 

Was muss ich bei der Atkins-Diät beachten?

Eines steht fest: Die Atkins-Diät ist definitiv nicht als ausgewogener Speiseplan zu betrachten. Sie fordert dazu auf, zu viele Fette und zu wenige Kohlenhydrate aufzunehmen. Das mag zwar anfangs einen gewünschten Abnehmeffekt erzielen, ist der Gesundheit aber alles andere als förderlich. Besonders der Mangel an natürlichen Ballaststoffen und Spurenelementen und der hohe Fettgehalt der Diät gelten als bedenklich. Diese Faktoren können nämlich Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen und die Knochengesundheit beeinträchtigen.

Übrigens: Ein weiterer unangenehmer Effekt der Diät, der allerdings nicht gesundheitsschädigend ist: Bei der Ketonbildung entsteht als Nebenprodukt Aceton – und das verursacht einen unangenehmen Mund- beziehungsweise Körpergeruch.

Erfinder der Atkins-Diät

Erfinder der Atkins-Diät ist der US-amerikanische Ernährungswissenschaftler und Kardiologe Dr. Robert Atkins. Atkins war selbst lange Zeit übergewichtig und suchte nach einer nachhaltigen Art, die überschüssigen Kilos loszuwerden. 1972 veröffentlichte er ein Buch zur Methode, die er selbst medienwirksam Diät-Revolution nannte. Die Atkins-Methode sorge vor allem in den USA für Begeisterung und brachte dem 2003 verstorbenen Mediziner eine treue Anhängerschaft ein.

 

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