Die 8 besten Tipps gegen Pilzerkrankungen

Redaktion PraxisVITA
Die richtige Pflege und Hygiene hilft dabei, Pilzinfektionen schnell wieder loszuwerden
Die richtige Pflege und Hygiene hilft dabei, Pilzinfektionen schnell wieder loszuwerden © iStock/BrettCharlton

Sie sind uns peinlich, nicht einmal mit dem Arzt möchten wir darüber reden: Pilzerkrankungen. Doch wir können sie leicht wieder loswerden – mit diesen Tipps.

Meist tritt eine Pilzerkrankung an Haut, Nägeln oder Schleimhäuten auf. Die betroffene Partie juckt, brennt, ist gerötet oder schuppt. Pilzbefallene Nägel werden trübe, gelb und verdicken. Unbehandelt wird der Nagel vollständig zerstört. Abwarten ist also – wie bei allen Pilzerkrankungen – keine gute Idee.

 

Trockene Wärme

Nagel- und Fußpilzsporen lieben es kühl und feucht. Tun Sie alles, um kalte Füße warm und Feuchtigkeit fernzuhalten. Tipp: Föhnen Sie Ihre Füße nach jedem Duschen oder Waschen trocken. Das mögen Pilze gar nicht.

 

Hygiene

Wechseln Sie Strümpfe und Unterwäsche täglich. Übertreiben Sie es beim Waschen der betroffenen Hautpartien nicht: Lauwarmes Wasser genügt. Seife und parfümierte Waschlotionen bringen die natürliche (Schleim-)Hautflora durcheinander. Das kann besonders Scheidenpilz verstärken und sogar begünstigen. Tipp: Tragen Sie in Hotels, Schwimmbädern und der Sauna immer Badelatschen!

 

Die richtige Materialwahl

Für Unterwäsche und Socken sind Naturmaterialien wie Baumwolle und Wolle am besten geeignet. Sie lassen die Haut atmen und beugen so dem Entstehen einer Pilzerkrankung vor.

 

Spezialwäsche

Bei jeder Pilzerkrankung gilt: Handtücher und Kleidungsstücke, die mit der betroffenen Hautpartie in Kontakt gekommen sind, bei mindestens 60 Grad waschen © iStock/humonia

Waschen Sie Kleidungsstücke, die direkt mit dem Pilz in Kontakt kommen, Waschlappen und Handtücher bei mindestens 60 Grad. Ist das nicht möglich – etwa bei Wolle – gibt es spezielle Anti-Pilz-Wäschezusätze in der Apotheke. Gesunde und Pilzinfizierte sollten Handtücher nicht gemeinsam benutzen, denn Pilzsporen sind hoch ansteckend.

 

Medikamente gegen die Pilzerkrankung

Scheidenpilz lässt sich mit dem Wirkstoff Clotrimazol innerhalb weniger Tage beseitigen. Ideal ist eine Kombination aus Salbe und Zäpfchen (Apotheke). Bei Fuß- und Nagelpilz handelt es sich um denselben Krankheitserreger – folglich hilft gegen sie derselbe Wirkstoff: Ciclopirox. Gegen Fußpilz wird er als Creme angewendet, bei Nagelpilz hilft ein Speziallack (Apotheke). Beide sollten täglich und so lange angewendet werden, bis alle Zeichen der Erkrankung verschwunden sind.

 

Konsequenz

Bei jeder Pilzerkrankung die wichtigste Regel: konsequent bleiben. Besonders Betroffene mit Nagelpilz brauchen einen langen Atem. Denn der Nagel muss einmal komplett gesund nachwachsen. Das kann bei Fußnägeln bis zu einem Jahr dauern. Und während dieser Zeit müssen Sie den Anti-Pilz-Lack täglich auftragen. Vor der Behandlung ist es sinnvoll, den Nagel von einer Fußpflegerin anschleifen zu lassen. Sonst durchdringt der Wirkstoff den oft stark verdickten Nagel womöglich nicht.

 

Fußpflege

Bei Fußpilz sollten die Füße täglich mit einer entsprechenden Wirkstoffcreme eingerieben werden © iStock/ValentynVolkov

Cremen Sie Ihre Füße täglich ein. Während der Pilzinfektion mit der Wirkstoffcreme, danach mit einer normalen Fußcreme. Das stärkt die Hautbarriere, Pilze können schlechter eindringen. Wichtig: Teilen Sie Feilen und Schere zur Fußpflege nie mit Nicht-Infizierten. Ansteckungsgefahr!

 

Ursachensuche

Treten Pilzinfektionen öfter auf, sollte der Arzt untersuchen, ob eine andere Erkrankung zugrunde liegt. Nagelpilz wird z. B. durch Diabetes, Durchblutungsstörungen und Venenleiden begünstigt.

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