Diagnose: Wie stellen Ärzte eine Leishmaniose fest?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Diagnose der Leishmaniose unterscheidet sich bei den verschiedenen Formen nur geringfügig. Im Mittelpunkt steht immer der Nachweis der Leishmanien, da die Behandlung möglichst auf die Unterart abgestimmt wird.

In Risikogebieten können Ärzte die Diagnose einer Haut- oder einer Schleimhaut-Leishmaniose in der Regel schon am Aussehen stellen. Der sicherste Nachweis des Erregers gelingt in einer Gewebeprobe (Biopsie) aus der Hautveränderung. Die Probe wird  mit einem speziellen Instrument abgeschabt oder herausgestanzt. Unter dem Mikroskop sind die Leishmanien sichtbar. Darüber hinaus ist es möglich, mit einem genetischen Test (polymerase chain reaction; PCR) das Erbgut der Leishmanien in der erkrankten Haut nachzuweisen.

 

Meist finden sich Leishmaniose-Antikörper im Blut

Die typischen Symptome der inneren Leishmaniose führen bei gefährdeten Personen bereits häufig zur Diagnose. Bei der körperlichen Untersuchung kann der Arzt vor allem die vergrößerten Organe ertasten. Außerdem fällt die typische, dunkle Farbe der Hände, der Füße und der Schleimhäute auf.

Die sichere Leishmaniose-Diagnose gelingt ebenfalls unter dem Mikroskop oder durch eine genetische Untersuchung. Die Gewebeprobe wird hierbei allerdings vorwiegend mit einer Nadel aus dem Knochenmark gewonnen. Außerdem ist es möglich, in nahezu allen Fällen bei der inneren Leishmaniose Antikörper im Blut zu finden. Die Antikörper sind gegen den Erreger gerichtet und untermauern die Leishmaniose-Diagnose zusätzlich.

Behandlung
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.