Diagnose: Welche Untersuchungen werden bei Taubheitsgefühlen durchgeführt?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Diagnose
  4. 4. Behandlung
  5. 5. Vorbeugung

Je nach Schwere und Dauer der Taubheitsgefühle kann es sinnvoll sein, die Ursachen für die Missempfindungen durch einen Arzt abklären zu lassen. Tritt das Taubheitsgefühl nur vorübergehend auf und ist es nicht von anderen Symptomen begleitet, liegt das unangenehme Gefühl wahrscheinlich in einem kurzfristigen Druck auf den betroffenen Nerv. Lassen die Beschwerden hingegen nicht nach, und/oder treten weitere Symptome auf, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

 

Zur eindeutigen Diagnose können Fachärzte hinzugezogen werden

Zur Diagnose der Taubheitsgefühle fragt der Arzt nach dem Ort und der Art der Beschwerden, nach ihrer Dauer und möglichen zeitgleich auftretenden Ereignissen wie Unfällen, einer Migräne-Attacke oder Bewusstseinsstörungen. Außerdem erkundigt er sich nach möglichen Vorerkrankungen und ob Sie Medikamente einnehmen. Er ordnet eine Blutuntersuchung an und je nach Verdachtsdiagnose zieht der Hausarzt einen Facharzt wie einen Internisten, Neurologen, Orthopäden oder Hautarzt hinzu.

Treten die Taubheitsgefühle in einem oder beiden Beinen auf, eventuell kombiniert mit Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Schwäche oder sogar Lähmung der Beine, liegt möglicherweise ein Bandscheibenvorfall mit einem eingeklemmten Nerv vor. Der Arzt ordnet dann eine Röntgenuntersuchung oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) zur weiteren Diagnose an.

 

Begleiterscheinungen des Taubheitsgefühls sind wichtig, um die Diagnose abzusichern

Bei Taubheitsgefühlen sowie Bewusstseinsstörungen, Kopfschmerzen, Seh- und Sprachstörungen und Lähmungen einer Körperhälfte können die Ursache all dieser Symptome Durchblutungsstörungen des Gehirns (möglicherweise auch ein Schlaganfall) oder eine beginnende Nervenerkrankung wie Multiple Sklerose sein. Zur Diagnose werden dann unter anderem eine Computertomografie (CT) oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) des Kopfs durchgeführt. Hierbei werden Schnittbilder des Gehirns angefertigt, auf denen der Arzt zum Beispiel eine Minderdurchblutung oder eine Blutung im Gehirn erkennen kann.

Sind Taubheitsgefühle und Armeisenkribbeln örtlich begrenzt, treten sie meistens strumpf- beziehungsweise handschuhförmig auf, könnte es sich auch um eine durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus verursachte Nervenschädigung, eine sogenannte Polyneuropathie, handeln. Der Arzt prüft den Blutzucker, um einen Diabetes mellitus auszuschließen oder einen vorhandenen Diabetes besser einzustellen.

Bei schmerzhaften Missempfindungen in Händen und Füßen, verbunden mit Gangunsicherheit und Koordinationsstörungen, Zungenbrennen, strohgelber Haut und Verdauungsstörungen könnte es sich um eine Blutarmut durch einen Vitamin-B12-Mangel handeln. Diese lässt sich ebenfalls durch Blutuntersuchungen feststellen.

Behandlung
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.