Diabetes: Alkohol richtig genießen

Viele Zuckerkranke fragen sich, ob sie trotz Diabetes Alkohol genießen können. Und auch wenn sie beim Genuss sehr vorsichtig sein und einige Verhaltensregeln beachten müssen, gilt generell: Alkohol trinken ist für Diabetiker nicht grundsätzlich tabu.

Leider kann es jeden treffen: Eine erbliche Veranlagung, Übergewicht oder hormonelle Umstellungen in den Wechseljahren begünstigen die Entstehung eines Typ-2-Diabetes. Dabei schafft es der Körper nicht mehr, Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Und das schädigt langfristig Gefäße und Nerven. Doch Betroffene können durch eine Anpassung des Lebensstils selbst großen Einfluss auf die Zuckerwerte ausüben.

Diabetes: Alkohol lieber weglassen?

PraxisVITA verrät Ihnen in einer Bildergalerie, worauf Sie beim Alkohol-Genuss unbedingt achten sollten, wie Ihr Blutzuckerspiegel reagiert und wie Sie immer auf der sicheren Seite sind.

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Trotz Diabetes Alkohol trinken – das ist inzwischen nicht mehr unmöglich! Und es gibt noch mehr gute Nachrichten für Diabetiker: Der Alltag wird für Betroffene künftig leichter und beschwerdefreier. Wir haben vier weitere Neuigkeiten für Sie zusammengestellt:

Diabetes Alkohol
Trotz Diabetes Alkohol trinken? Das geht – allerdings sollten Betroffene vorher einmal mit ihrem Arzt sprechen© iStock

1. Hilfsmittel sind günstiger

Viele Diabetiker (Typ 1 und 2) sind auf Hilfsmittel angewiesen, wie zum Beispiel Zubehör für Insulinpumpen. Monatlich sind so bisher 5 bis 10 Euro an Zusatzkosten angefallen. Doch seit dem 1. Dezember 2016 dürfen Fach- und Versandhändler, die ihre Ware per Post versenden, auf die Forderung nach dieser Zuzahlung verzichten. Tipp: Fragen Sie vor der Bestellung, ob der Händler eine Zuzahlung verlangt oder die Kosten selbst trägt.

2. Behandlung wird verbessert

Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) soll der Patient nun ganzheitlich therapiert werden: Nicht mehr nur die Balance des Blutzuckerspiegels spielt eine Rolle, sondern auch die Verringerung von Risiken für Folge-Erkrankungen. Neue Medikamente (sogenannte SGLT2- und DPP4-Hemmer) helfen dabei: Sie fördern die Zuckerausscheidung und senken zugleich das Körpergewicht sowie erhöhten Blutdruck.

3. Messen tut nicht mehr weh

Den Blutzuckerspiegel im Blick behalten, ohne sich dafür mehrmals täglich in den Finger zu stechen: Der Zwei-Euro-Stückgroße Sensor am Oberarm wird jetzt von vielen großen Kassen (zum Beispiel der DAK) erstattet. Am Oberarm platziert, misst er den Glukose-Wert im Fettgewebe. Ein über den Sensor gehaltenes Lesegerät zeigt den aktuellen Wert sowie eine Tendenz der nächsten Stunden an.

4. Hafer verringert Insulingabe

Eine Berliner Studie ergab, dass Typ-2-Diabetiker ihre Insulingaben um bis zu 30 Prozent senken konnten, wenn sie alle vier Wochen zwei Hafer-Tage einlegten. Dabei werden morgens, mittags und abends je 75 Gramm Hafer mit 300–500 Milliliter Wasser oder fettfreier Bouillon aufgekocht. Wichtig: vorher mit dem Arzt absprechen. Das gilt zur reinen Vorsicht auch, wenn sie trotz Diabetes Alkohol konsumieren möchten.

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