Der Suizid-Alarmknopf bei Facebook – Das sagt die Psychologin dazu

Eine neue Funktion bei Facebook soll es Nutzern ermöglichen, besorgniserregende Posts von suizidgefährdeten Personen zu melden.

Das soziale Netzwerk Facebook ist zurzeit dabei, weltweit seinen „Suizid-Alarmknopf“ einzuführen. Die neue Funktion soll nun nach und nach in allen Ländern freigeschaltet werden. Hintergrund der Aktion ist, dass Nutzer, die besorgniserregende Postings von Facebook-Freunden entdecken, die Funktion nutzen können, um Facebook zu alarmieren oder selbst mit dem Betroffenen in Kontakt zu treten. Das sogenannte Operating Team von Facebook schickt dem mutmaßlich suizidgefährdeten User Informationen zu Telefon-Hotlines, Selbsthilfegruppen oder bietet individuelle Tipps an. 

Der ursprünglich geplante „Suicide-Button“ ist in Deutschland noch nicht vollständig verfügbar. Zurzeit kann man die Funktion nur über Umwege nutzen. In den USA ist der Button schon integriert. Betätigt man ihn, erhält der mutmaßlich Suizidgefährdete diese Nachricht: „Hi, a friend thinks you might be going through something difficult and asked us to look at your recent post“. Der Angesprochene kann dann selbst entscheiden, ob er mit einem der speziell geschulten Mitarbeiter des Operating-Teams chatten oder besagte Tipps erhalten möchte. In Einzelfällen benachrichtigt das Operating-Team auch die Polizei bzw. einen Rettungswagen. Während einige Verbände die neue Funktion loben, sind Psychologen kritisch. Bisher hat Facebook noch keine Zahlen herausgegeben, wie oft die Funktion genutzt wird.

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Hamburg, 06. Juli 2016

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