Wege zum Glück

Redaktion PraxisVITA

Eine Studie zeigt, dass es nicht immer einfach ist, sein persönliches Glück zu finden. Damit Sie Wege zum Glück finden, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. PraxisVITA erklärt Ihnen, wie Sie Ihr Glück maximal optimieren können.

Forscher der Universität Stanford haben in einer Studie herausgefunden, dass uns die bloße Suche nach Glück nicht glücklich macht. Die Untersuchung ─ kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Social Psychology veröffentlicht ─  belegt, dass nur wenige Menschen wissen, wie sie wirklich glücklich werden.

 

Wege zum Glück

Auf der Suche nach der Antwort, welche Wege zum Glück führen, fanden die Forscher heraus, dass es 'seliger ist zu geben, denn zu nehmen'. Wer versucht, andere glücklich zu machen, wird eher glücklich, als jemand, der sich unentwegt fragt: Wie werde ich glücklich.

 

Glück ist konkret

Ein anderes Ergebnis der Studie lautet: Glücklich wird, wer konkrete Vorstellungen von Glück besitzt. "Wege zum  Glück sind für viele Menschen so schwer zu finden, weil viele Menschen zu abstrakte und ungenaue Vorstellungen von dem haben, was sie glücklich macht", sagt Prof. Jennifer Aaker ─  Sozialpsychologin und Leiterin der Stanfordstudie. Zwar rät sie dazu, sich Ziele zu setzen, da Glück vor allem dort wartet, wo wir unsere Ziele erreichen. Aber diese Ziele sollten konkret sein. Abstrakte Ziele dagegen sind häufig kaum umsetzbar, da sie zu ungenau sind. So ist es beispielsweise für die Zufriedenheit zielführender, wenn man sich vornimmt mehr zu lachen, als einfach nur glücklicher zu sein.

Der Weg zum Glück
Wege zum Glück: Glücklich wird, wer andere glücklich macht © Fotolia
 

Welche Wege zum Glück wirklich funktionieren

Wem es nun zu anstrengend ist, den ganzen Tag sich selbst oder andere glücklich zu machen, der sei beruhigt: Die Studie zeigt, dass in der Regel der Versuch schon reicht. Ob nun bei sich selbst oder für andere: Das Streben nach einem guten Wege zum Glück macht uns glücklich. Prof. Aaker erklärt das damit, dass bereits der ehrliche Versuch ein konkretes Ziel zu erreichen, im Grunde zielführend ist ─  getreu dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

 

Der Schatten des Glücks

Wer sich also konkrete Gedanken darüber macht, wie er vor allem andere glücklich macht beziehungsweise es wenigstens versucht, der wird glücklich sein. Je konkreter das Streben, desto glücklicher der Strebende. Doch Vorsicht! Prof. Aaker warnt, dass die bedingungslose, prosoziale Ausrichtung auf das Glück anderer Menschen Gefahren birgt. Die Untersuchungen haben nämlich gezeigt: Manchmal schadet man sich selbst, in der Absicht anderen zu helfen. Verfolgt man Ziele ─  wie konkret sie auch sein mögen ─  die zu erreichen unmöglich sind, wird langfristig Frust anstelle von Glück treten. Forscher sprechen in einem solchen Fall von dem sogenannten "Helfer-Burn-out". Die Absicht, Wege zum Glück für andere zu finden, hänge dann wie ein dunkler Schatten über dem Glück-Spender. Der Weg zum Glück ─  erklärt Aaker ─ ist eben doch geheimnisvoller und schwieriger, als sich das die meisten Menschen vorstellen.

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