Der richtige Sonnenschutz für Ihre Augen

Sarah Schwiete
Sonnenbrille tragen um schädliche UV-Strahlen abzuwehren
Experten empfehlen, Sonnenbrillen mit großen Gläsern zu tragen, da sie das Auge auch vor Sonnenstrahlen schützen, die von oben oder der Seite einfallen © Fotolia

Wenn wir an einem schönen Sommertag keine Sonnenbrille tragen, reagieren wir instinktiv richtig. Wir kneifen die Augen zusammen oder blinzeln. Außerdem verengen sich die Pupillen. Das ist mit der Zeit zwar anstrengend, aber es gelangt weniger Strahlung ins Augeninnere. Entspannter ist es, wenn wir eine Sonnenbrille aufsetzen, denn sie filtert die schädlichen Strahlen.

 

Gezielter Schutz durch Sonnenbrille

Gerade in der warmen Jahreshälfte ist ein gezielter Schutz für die Augen sinnvoll. Denn an diesen kann man ebenso wie am Körper einen Sonnenbrand bekommen – nur dass es dann Horn- und Netzhaut sind, die geschädigt werden. Langfristig kann das ernsthafte Folgen haben – nämlich die Entstehung einer sogenannten Makula-Degeneration begünstigen und damit das Sehen gefährden. Studien zeigen zum Beispiel, dass die Bewohner hoher Bergregionen häufiger daran erkranken als "Flachländer" – vermutlich, da sie ihr Leben lang verstärkter UV-Strahlung ausgesetzt sind.

 

Wie schütze ich mein Auge vor der Sonne?

Ganz einfach: mit einer guten Sonnenbrille. Pflicht ist diese vor allem in Gegenden mit hohem UV-Anteil bzw. hoher Reflexion der Strahlen – also zum Beispiel am Meer oder im Gebirge. In anderen Regionen sollte die Brille vor allem im Hochsommer und bei längeren Aufenthalten im Freien (über 30 Minuten) zum Einsatz kommen. Ansonsten gilt: Möglichst niemals ungeschützt direkt in die Sonne blicken – und aufgepasst beim Lesen! Denn durch das weiße Papier wird das Sonnenlicht reflektiert und trifft gebündelt auf die Netzhaut. Daher für die Lektüre draußen lieber eine schattige Parkbank suchen.

 

Große Sonnenbrillen am besten

Auch wenn es nach Film-Diva aussieht – große Sonnenbrillen sind am besten für die Augen. Die Gläser sollten mindestens bis zu den Brauen und seitlich über den Gesichtsrand reichen und möglichst nahe am Gesicht sitzen. Nur so schützt die Brille auch vor Lichtstrahlen, die von oben oder der Seite einfallen.

 

Was macht eine gute Sonnenbrille aus?

Gute Brillen erkennen Sie an den Kennzeichen "UV400" und "CE". Letzteres steht für die technische Sicherheit bzw. Belastbarkeit der Gläser. Ersteres bedeutet, dass diese umfassenden Schutz vor der schädlichen Strahlung (bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern) gewährleisten. Daneben liefern Sonnenbrillen uns aber natürlich auch einen "Blendschutz" gegen das sichtbare Licht. Wie stark dieser ist, erkennen Sie an einer Ziffer im Innenbügel. "Null" steht für 80 bis 100 Prozent Licht-Durchlässigkeit. Bei Kategorie zwei, die empfohlen wird, sind es dann nur noch 18 bis 43 Prozent.

Aber Achtung: Die dunkle Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Schutz aus. Auch helle Gläser können einen 100-prozentigen Schutz gewährleisten – während fast schwarze Gläser mit zu wenig UV-Filter die schädliche Strahlung unbehelligt passieren lassen! Sollten Sie bei Ihrer Sonnenbrille diesbezüglich unsicher sein, können Sie sie beim Optiker überprüfen lassen.

 

Sonnenbrillen alle zwei bis drei Jahre ersetzen

Sonnenbrillen sollten, auch wenn die Gläser unbeschädigt sind, nach mindestens zwei bis drei Sommern ersetzt werden, da der UV-Schutz mit der Zeit nachlassen kann. Das ist vor allem auf das Material zurückzuführen. Eine besondere Struktur im Kunststoff oder im Glas ist für den UV-Schutz verantwortlich. Diese Schutzwirkung kann nachlassen, wenn die Brille über mehrere Monate täglich für länger als 30 Minuten der Sonne ausgesetzt ist. Der Austausch der Brillengläser ist auch dann besonders sinnvoll, wenn die Gläser mit Stärke versehen sind, da sich die Sehstärke ebenfalls geändert haben könnte.

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Hamburg, 01. Juli 2016

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