Der hellrote kleinfleckige Hautausschlag gehört zu den typischen Röteln-Symptomen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Röteln gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten. Das heißt, dass meistens schon Kinder an den Röteln erkranken, sofern sie keinen Impfschutz besitzen. Allerdings können sich auch Erwachsene noch mit dem Virus infizieren. Während die Röteln bei Kindern in der Regel harmlos sind und oft sogar ohne Beschwerden verlaufen, können bei Erwachsenen in Einzelfällen schwerwiegende Röteln-Symptome auftreten.

Nach der relativ langen Zeit wischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Röteln-Symptome (Inkubationszeit) machen sich die Röteln zunächst mit allgemeinen Beschwerden einer Atemweginfektion bemerkbar. Dazu gehören Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Die Lymphknoten im Bereich des Nackens und hinter den Ohren schwellen an, später können auch Lymphknoten am restlichen Körper betroffen sein. Häufig leiden Kinder mit Röteln außerdem an allgemeinen Krankheitssymptomen wie leichtem Fieber oder Kopfschmerzen. Bei einem Arztbesuch stellt der Arzt häufig fest, dass die Milz geschwollen ist.

Typisch für Röteln ist der Hautausschlag mit den kleinen hellroten Flecken
Typisch für Röteln ist der Hautausschlag mit den kleinen, hellroten und leicht erhabenen Flecken© shutterstock
 

Röteln-Symptome: Der Hautausschlag

Das typischste der Röteln-Symptome ist der Hautausschlag mit den hellroten, kleinen und leicht erhabenen Flecken. Er tritt etwa zwei Tage später auf. Der Ausschlag beginnt meistens hinter den Ohren, ist dann zunächst auf das Gesicht beschränkt und geht später über den Rumpf auf Arme und Beine über. Auch auf der Rachenschleimhaut sind rote Flecken zu erkennen. Manche Kinder leiden in dieser Zeit an einer Bindehautentzündung. Bereits nach drei Tagen verschwindet der Ausschlag wieder, die Ansteckungsgefahr besteht aber noch für ungefähr eine Woche.

Bei Erwachsenen, die sich mit dem Röteln-Virus infizieren, treten häufiger Komplikationen auf als bei Kindern. Die Röteln-Symptome sind bei ihnen aber gleich.

 

Mögliche Komplikationen einer Röteln-Infektion bei Erwachsenen

Die schwerwiegendsten, manchmal lebensbedrohlichsten Röteln-Symptome verursacht das Rubella-Virus allerdings beim ungeborenen Kind.  Über das Blut und den Mutterkuchen (Plazenta) gelangt das Virus in den Embryo und verursacht schwere Schäden an verschiedenen Organen, insbesondere den Augen, den Ohren und dem Herz. Wie häufig und in welcher Ausprägung diese Schäden entstehen, hängt vor allem davon ab, wann sich der Embryo mit dem Virus infiziert. In den ersten Schwangerschaftsmonaten besteht ein ungefähr 90-prozentiges Risiko, dass das Kind eine Röteln-Embryopathie erleidet. Die Schäden sind in diesem Fall besonders stark ausgeprägt, es kann zu einer spontanen Fehlgeburt kommen. Im zweiten Schwangerschaftsmonat beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Röteln-Embryopathie noch immer 25 Prozent, im dritten und vierten Schwangerschaftsmonat 10 bis 15 Prozent, danach nur noch 3,5 Prozent.

 

Die Symptome einer Röteln-Embryopathie

  • Innenohrtaubheit
  • Fehlbildung des Augapfels
  • Grauer oder Grüner Star
  • extreme Kurzsichtigkeit
  • schwere Herz- und Gefäßfehlbildungen
  • verringerte Größe des Kopfs
  • Intelligenzminderung
  • Bewegungsstörungen und verzögerte motorische Entwicklung
  • epileptische Anfälle
  • Wachstumsverzögerung

Infiziert sich der Embryo bereits im ersten Schwangerschaftsmonat, kommt es oft zu einer Kombination verschiedener Fehlbildungen an Herz, Augen, Ohren und zentralem Nervensystem (Gregg-Syndrom). Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat überwiegen Schäden am Innenohr, nach der 20. Schwangerschaftswoche kommt es in einzelnen Fällen zu Taubheit, meistens erleidet das Kind aber keinen Schaden mehr.

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