Der einfachste Trick um gesünder einzukaufen

Eine Frau kauft in der Gemüseabteilung ein
Ein einfacher Trick hilft dabei, gesündere Kaufentscheidungen zu treffen, zeigt eine aktuelle US-Studie © Fotolia

„Ab sofort esse ich mehr Obst und Gemüse“: Dieser Vorsatz klingt so einfach, ist aber schwer umzusetzen. Doch jetzt haben Forscher einen ganz einfachen Trick entdeckt, wie es funktioniert – wir verraten ihn.

Wer kennt es nicht, das Entsetzen bei der Sichtung der Einkäufe zu Hause: wieder nur Eiscreme, Plätzchen und Chips! Der feste Vorsatz, sich gesünder zu ernähren, ist zwischen den Supermarktregalen meist schnell wieder vergessen. Wie schafft man es, diese ungesunden Einkaufsgewohnheiten abzulegen? Das wollten Wissenschaftler der New Yorker Cornell University herausfinden – dazu führten sie drei Experimente durch.

 

Ein Stück Apfel vor dem Einkaufen

Im ersten Versuch gaben sie 120 Kunden eines Lebensmittelladens zu Beginn ihres Einkaufs ein Stück Apfel, ein Plätzchen oder gar keinen Snack zu essen. Anschließend werteten sie aus, was die Probanden gekauft hatten – und staunten: Die Apfelesser kauften 28 Prozent mehr Obst und Gemüse ein als die Plätzchenesser und 25 Prozent mehr als die Kunden, die vor dem Einkauf keinen Snack erhalten hatten. Studienautor Aner Tal: „Das lehrt uns, dass ein kleiner gesunder Snack vor dem Einkaufen unser Gehirn auf Gesundes programmiert und uns dazu bringt, bessere Kaufentscheidungen zu treffen.“

 

Gesunder Snack animiert zu kalorienarmem Einkauf

Im zweiten Experiment kauften die Probanden nur gedanklich ein. 56 Teilnehmer bekamen ein Plätzchen oder ein Apfelstück und sollten sich dann vorstellen, sie würden Lebensmittel einkaufen. Die Studienleiter zeigten ihnen mehrere Produktpaare von jeweils einem gesunden (kalorienarmen) und einem ungesunden (kalorienreichen) Produkt und die Probanden sollten entscheiden, welches davon sie kaufen würden. Auch hier Doch jetzt haben Forscher einen ganz einfachen Trick entdeckt, wie es funktioniert – wir verraten ihn. als die Plätzchenesser.

 

Es reicht, wenn „gesund“ draufsteht

Im dritten Versuch wollten die Forscher herausfinden, ob es für den gewünschten Effekt auch ausreicht, ein beliebiges Lebensmittel mit dem Stempel „gesund“ zu versehen. Dazu teilten sie 59 Studienteilnehmer in drei Gruppen ein. Gruppe eins bekam Schokomilch mit dem Aufdruck „gesunde, bekömmliche Schokomilch“ zu trinken, Gruppe zwei bekam die gleiche Milch, jedoch mit dem Aufdruck „Reichhaltige Schokomilch“. Teilnehmer der dritten Gruppe bekamen nichts zu trinken. Wieder mussten die Probanden „virtuell einkaufen“ und aus einer Reihe von gesunden und ungesunden Lebensmitteln auswählen.

Hatten die Probanden vorher von der als gesund titulierten Milch getrunken, landeten mehr gesunde Lebensmittel in ihrem virtuellen Einkaufswagen als bei den anderen Probanden. Das Fazit der Studienleiter lautet darum: Die Kaufentscheidung wird nicht davon beeinflusst, wie gesund ein Lebensmittel wirklich ist, sondern davon, ob es als gesund wahrgenommen wird.

Hamburg, 29. April 2015

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