Der Deutsche Pflegetag 2018 – Themen, Problematiken, Lösungsansätze

Redaktion PraxisVITA
Pflegekraft hält die Hand einer alten Dame
Um die Zukunft der Pflege geht es auf dem fünften Deutschen Pflegetag in Berlin © iStock/kzenon

Der Deutsche Pflegetag findet aktuell in Berlin statt. Wir fassen für Sie zusammen, welche Themen in diesem Jahr wichtig sind.

 

Was ist der Deutsche Pflegetag?

Der Deutsche Pflegetag ist ein Pflegekongress, der in diesem Jahr vom 15. bis 17. März in der STATION-Berlin veranstaltet wird. Erstmals fand das zentrale Branchentreffen 2014 statt. Veranstalter sind der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) und die Schlütersche Verlagsgesellschaft.

Der Kongress bietet Interessierten, Fachleuten und Entscheidungsträgern eine Plattform, um sich zu vernetzen, zu informieren und auszutauschen ¬- und die Zukunft der Pflege zu planen.

Das diesjährige Motto des Deutschen Pflegetages lautet "Teamarbeit - Pflege interdisziplinär!" und soll den Fokus auf die Zusammenarbeit von Medizin und Pflege sowie die Unterstützung der Pflege durch andere Gesundheitsberufe lenken. Ziel ist es, den Patienten dadurch wieder mehr in den Mittelpunkt stellen zu können. Etwa 10.000 Teilnehmer aus Pflegebranche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besuchen das Expertentreffen in diesem Jahr.

 

Themenschwerpunkte des Deutschen Pflegetages 2018

Das Programm beinhaltet neben einer Fachausstellung Fachvorträge, Workshops, und Podiumsdiskussionen über die neuesten Trends und aktuelle Themen der Pflegebranche.

Beim diesjährigen Pflegetag gehören zu den Topthemen:

  • Digitalisierung in der Pflege
  • Personalgewinnung – wie wird der Pflegeberuf attraktiver?
  • Sexuelle Orientierung Pflegebedürftiger - relevant oder egal?
  • Stärkung der Selbstverwaltung
  • Teamarbeit zwischen Medizin und Pflege
  • Wie können Flüchtlinge die Pflegebranche unterstützen?
 

Pflegetag 2018 – das wichtigste auf einen Blick

Frank Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, eröffnete den Kongress letzten Donnerstag. Er hat sich zum Ziel genommen, die Krise in der Pflegebranche zu bewältigen und den Beruf wieder attraktiv lohnenswert zu machen.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Rede des neuen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU). Er kündigte gleich an seinem ersten Tag im Amt an, sich für die Bezahlung nach Tarif in der Pflegebranche einzusetzen.  Als er bekanntgab, Andreas Westerfellhaus zum neuen Pflegebeauftragten der Bundesregierung zu ernennen, erntete er tosenden Beifall. Der Grund für die Euphorie des Publikums: Mit Westerfellhaus übernimmt erstmals jemand das Amt, der selbst aus dem Pflegebereich kommt – in den 1970ern machte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger und arbeitete später in führender Position in der Branche. 
Schon vor seinem jetzigen neuen Amt hatte er eine einflussreiche Stimme: Er war acht Jahre lang Präsident des Deutschen Pflegerates und kennt damit die Schwierigkeiten in der Pflegebranche – Fachkräftemangel, Überforderung und niedrige Gehälter.

 

Andreas Westerfellhaus als neuer Pflegebeauftragter der Bundesregierung

Als ehemaliger Chef des Pflegerats hatte Westerfellhaus sich zum Ziel gesetzt, die Stimme professioneller Pflegekräfte in Politik und Gesellschaft zu stärken. Er setzte sich für eine attraktivere Bezahlung, weniger Leistungsdruck, mehr Aufstiegsmöglichkeiten und eine Mindestpersonalgrenze ein. Nun will er außerdem erreichen, dass Pflegefachkräfte sich selbst verwalten können und ein größeres Selbstbewusstsein entwickeln.

Westerfellhaus ist maßgeblich an der Etablierung des Deutschen Pflegetages beteiligt. Sein Ziel war es schon 2014, den Deutschen Pflegetag "zur zentralen Veranstaltung der Pflege in Deutschland zu machen".

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