Den zweiten Herzinfarkt vermeiden

EKG
Nach einem Herzinfarkt sind Teile des Herzens meist nicht mehr funktionsfähig – US-Forscher suchten jetzt nach einem Weg, diese Folgeschäden des Infarkts zu minimieren © Fotolia

Nach einem Herzinfarkt steigt das Risiko eines zweiten Infarkts, wenn das Herzgewebe beschädigt ist. US-Forscher haben jetzt einen einfachen Weg gefunden, das Ausmaß dieser Schäden zu verringern.

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn das Herz aufgrund einer verstopften Arterie unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die Folge: Der Herzmuskel beginnt, abzusterben. Ist der Herzinfarkt überstanden, vernarbt der abgestorbene Teil des Herzens und ist nicht mehr funktionstüchtig. Dadurch steigt das Risiko des Betroffenen, einen erneuten Infarkt zu erleiden.

 

Omega-3-Fettsäuren nach dem Herzinfarkt

Je geringer die Folgeschäden des Herzinfarkts ausfallen, desto kleiner ist auch das Risiko von Folgeerkrankungen. Darum sind Mediziner bemüht, den Herzmuskel möglichst gesund zu erhalten. In der aktuellen Studie untersuchten US-Forscher die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren in der Nachbehandlung.

Für ihre Analyse ließen sie 374 Patienten, die gerade einen Herzinfarkt überstanden hatten, über sechs Monate täglich eine verschreibungspflichtige Kapsel mit vier Gramm Omega-3-Fettsäuren einnehmen. Eine Kontrollgruppe erhielt Placebokapseln.

Zwei bis vier Wochen nach dem Herzinfarkt und noch einmal nach sechs Monaten analysierten die Wissenschaftler die Herzfunktion der Probanden. Das Ergebnis: Bei Patienten, die Omega-3-Fettsäurekapseln eingenommen hatten, war das Risiko einer verschlechterten Herzfunktion um 39 Prozent geringer als in der Placebogruppe.

Omega-3-Fettsäurekapseln sind in Apotheken erhältlich – sie sollten aber nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Hamburg, 5. März 2015

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