Demenz-Test: Einfache Früherkennung

Redaktion PraxisVITA
Demenz-Test
Ein vom Arzt durchgeführter Demenz-Test hilft dabei, die kognitiven Fähigkeiten einer Person, wie z.B. Orientierung und Gedächtnis, einzuschätzen © istock/Jacob Wackerhausen
Inhalt
  1. Demenz-Test zur Prüfung kognitiver Störungen
  2. Uhrentest: So funktioniert der Demenz-Test
  3. Mit Musik gegen Demenz

Mit einem Demenz-Test können Ärzte in nur wenigen Minuten prüfen, ob eventuell eine Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung vorliegt. Welche Tests Sicherheit geben, erfahren Sie hier.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Zerstreutheit bei Ihnen häufiger auftritt und den Alltag einschränkt, kann eine Demenz der Grund dafür sein. Ein Besuch bei Ihrem Arzt gibt Aufschluss: Mithilfe kleiner Demenz-Tests kann er feststellen, ob es sich um normale Vergesslichkeit handelt oder weitere Untersuchungen für eine Diagnose notwendig sind.

 

Demenz-Test zur Prüfung kognitiver Störungen

Ärzte nutzen verschiedene Methoden, die bereits im frühen Stadium ausschlagen. „Mithilfe eines Demenz-Kurztests werden neben der Gedächtnisleistung auch andere kognitive Störungen wie Sprache, Aufmerksamkeit, Konzentration und planerisches Handeln geprüft“, erklärt Dr. Duning.

 

Uhrentest: So funktioniert der Demenz-Test

Ein Beispiel ist der Uhrentest. Bei diesem Demenz-Test wird der Betroffene gebeten, das Ziffernblatt und die richtige Zeigerstellung zu einer vorgegebenen Uhrzeit in einen Kreis zu zeichnen. Das Ergebnis wird anhand einer Skala ermittelt, in der die Erkennbarkeit und die Richtigkeit der Zeichnung berücksichtigt werden.

Auch das Demenzstadium lässt sich mit einem Demenz-Test grob einschätzen. „Alternativ werden auch Rechenaufgaben eingesetzt, bei denen durch Kopfrechnen eine bestimmte Zahlenreihe gebildet wird oder Worttests, in denen der Patient sich Wörter merken und wiedergeben muss“, sagt Dr. Duning. Diese Tests dauern in der Regel zehn bis 30 Minuten und liefern einen ersten Hinweis darauf, ob eine krankhafte Vergesslichkeit vorliegt.

Denn für eine Diagnose sind je nach Ausprägung der kognitiven Störung zusätzlich CT, MRT und Blutuntersuchung notwendig. „Auch eine sogenannte neuropsychologische Testung, die wesentlich detaillierter abläuft als ein Demenz-Test, kann den Grund für die Demenz liefern“, sagt der Experte. In den meisten Fällen sind Gehirnerkrankungen, wie z. B. Alzheimer, die Ursache für ein krankhaftes Verhalten.

MRT
Nach einem Demenz-Test erfolgen weitere Untersuchungen individuell © istock/gilaxia
 

Mit Musik gegen Demenz

Dass Musik unsere Laune beeinflussen und eine bestimmte Stimmung erzeugen kann, ist bereits lange bekannt. Doch besonders bei Demenzkranken hat sie eine positive Wirkung: Forscher aus Frankfurt haben herausgefunden, dass sich die nonverbale Kommunikation, das Wohlbefinden und der emotionale Ausdruck während einer Musiktherapie deutlich verbessern.

Die Experten erklären, dass sich Betroffene häufig nicht mehr durch Sprache ausdrücken können, aber dennoch ein Mitteilungs-Bedürfnis haben. Dieses kann durch Musik befriedigt werden.

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