Dehnungsstreifen entfernen: Die effektivsten Methoden

Bonnie Kruse

Etwa 70 Prozent der Frauen weltweit haben Dehnungsstreifen, bedingt durch eine Schwangerschaft, Gewichtszunahme- oder abnahme. Um Dehnungsstreifen zu entfernen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das sind die besten Methoden, um Dehnungsstreifen zu behandeln.

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Sie leiden unter Dehnungsstreifen und wollen diese entfernen? Wir erklären, woher die kleinen Risse überhaupt kommen und wie Sie Dehnungsstreifen am besten behandeln können, um sie loszuwerden.

 

Was sind Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen?

Die kleinen Hautrisse entstehen durch eine starke Dehnung des Gewebes. Sie kommen häufig bei Schwangeren vor, denn Schwangerschaftsstreifen sind eine Unterform von Dehnungsstreifen. Aber auch bei starker Gewichtszunahme oder starkem Gewichtsverlust, sowie einem schwachen Bindegewebe kann die Haut am Bauch, dem Po, der Taille oder den Oberschenkeln reißen. Dehnungsstreifen sind zunächst rötlich-violett, später vernarben sie und schimmern grau-weiß.

 

Dehnungsstreifen zu entfernen ist medizinisch nicht notwendig

Die Streifen auf der Haut sind nicht gesundheitsgefährdend, sondern ein rein kosmetisches Hautproblem. Die kleinen Hautrisse können meist nicht komplett beseitigt werden, jedoch kann ihr Erscheinen minimiert werden. Zudem ist es sinnvoll, Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen – vor allem, wenn man zu einem schwachen Bindegewebe neigt.

 

Dehnungsstreifen mit Cremes minimieren

Wer nicht direkt einen kosmetischen Eingriff vornehmen möchte, kann Cremes mit Vitamin A-Säure verwenden, um die Streifen zu minimieren. Vitamin A ist unter anderem für die Reparaturmechanismen der Haut zuständig und trägt außerdem zur Elastizität bei. Dadurch verschwinden die kleinen Risse in der Haut zwar nicht, aber sie werden zumindest abgemildert.

 

Dehnungsstreifen mit Zupfmassagen behandeln

Zusätzlich zum Cremen, können Sie die Haut an den entsprechenden betroffenen Stellen täglich für etwa fünf bis zehn Minuten massieren. So wird die Durchblutung der Haut angeregt und das Bindegewebe gestärkt. Eine ölhaltige Zupfmassage (z.B. mit Hagebuttenöl) kann auf Dauer die Haut straffen und so die Streifen mildern. 

So geht die Zupfmassage:

1. Das Massageöl in den Händen durch Reibung erwärmen.

2. Sobald das Öl eine angenehme Temperatur erreicht hat, wird es an der gewünschten Stelle einmassiert.

3. Anschließend mit Daumen und Zeigefinger einzelne Hautrollen nehmen und leicht nach oben zupfen. Die Massage sollte nicht schmerzen.

Außerdem sind Sport und eine gesunde Ernährung unabdingbar, wenn man die kleinen Hautrisse bekämpfen möchte. 

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Dehnungsstreifen entfernen mit kosmetischen Methoden

Kosmetische Methoden sind meist kostspielig, können jedoch in der Regel die Hautrisse noch besser minimieren. Es gibt verschiedene Methoden gegen Dehnungsstreifen.

 

Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen lasern

Bei einer Laserbehandlung werden unzählige winzige Lichtsäulen (Behandlungszonen) erzeugt, die das bloße Auge nicht erkennt. Die Lichtblitze stimulieren die Produktion von Kollagen in der Haut, sodass der Körper einen natürlichen Heilungsprozess ankurbelt. Altes Gewebe wird durch neues, gesundes Gewebe ersetzt – die Streifen verblassen, die Haut wirkt straffer.

Der äußere Schutzmantel der Haut wird beim Lasern nicht beschädigt, allerdings können in den ersten zwei Tagen Rötungen entstehen. Eine Sitzung kostet durchschnittlich etwa 100 Euro, mindestens drei Behandlungen sind notwendig, um die Dehnungsstreifen so weit wie möglich entfernen zu können. 

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Dehnungsstreifen mit Microneedling bekämpfen

Mit Nadeln gegen die kleinen Risse vorgehen? Was sich schmerzhaft anhört, ist aushaltbar und effektiv: Beim Microneedling wird eine mit winzigen Nadeln besetzte Walze über die Haut gerollt. Durch die kleinen Löcher kann die Haut Wirkstoffe, wie Hyaluronsäure, Antioxidantien oder Vitamine besser aufnehmen. Auf diese Weise wird auch die Neubildung von Kollagen und Elastin angeregt.

Pro Sitzung zahlt man etwa 160 Euro, mindestens fünf Behandlungen sind notwendig.

 

Ultraschallbehandlung gegen Dehnungsstreifen

Die Ultraschallbehandlung ist eine sanfte Methode, um Dehnungsstreifen zu entfernen. Durch die Schwingungen des Ultraschalls werden Zwischenräume im Gewebe erzeugt. Das sorgt für eine bessere Durchblutung und erleichtert der Haut die Aufnahme regenerativer Wirkstoffe. Für eine Behandlung zahlt man etwa 30 bis 50 Euro. Um erste Erfolge zu sehen, sind mindestens sieben bis zehn Sitzungen nötig.

 

Mit Vampir-Lifting Hautrisse mildern

Die Methode haben zwei koreanische Ärzte des Chung-Ang University Hospitals in Seoul erfunden. Sie kombiniert eine intradermale Radiofrequenz mit der Platelet-Rich-Plasma-Therapie (PRP) - die ist als Dracula-Therapie oder Vampir-Lifting bekannt.

Bei der Korea-Methode wird die Haut zunächst durch Radiofrequenz erwärmt, um die Verwachsungen im Bindegewebe aufzulösen. Dann wird Blut abgenommen, das anschließend von Blutplättchen und Serum getrennt wird. Die im Serum enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen so gewonnen und in einem nächsten Schritt vervielfacht und wieder in die Haut gespritzt werden. Durch die kleinen Verletzungen und dem anschließenden Wundheilungseffekt erneuert sich die Haut und wird elastischer. Der Farbton der Dehnungsstreifen passt sich an.

 

Schönheitsoperation gegen Dehnungsstreifen

Eine Operation an den betroffenen Hautstellen wird meist in Kombination mit einer Straffung vorgenommen. Bei diesem Verfahren werden die Streifen und das überschüssige Hautgewebe entfernt. Daraufhin wird die verbleibende Haut gespannt und wiederum vernäht.

Es gibt somit mehrere Methoden, um Dehnungsstreifen zu entfernen, medizinisch notwendig ist jedoch keine der Behandlungsformen.

Quelle:

Topical preparations for preventing stretch marks in pregnancy, in: PubMed.gov

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