Reizhusten-Hausmittel: Diese helfen schnell!

Reizhusten-Hausmittel können helfen, die Beschwerden schnell zu lindern. Doch welche wirken wirklich? Die besten Hausmittel gegen Reizhusten im Überblick – mit Anleitung!

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Eine Frau hustet
Reizhusten ist ein lästiger Begleiter von vielen Erkältungen. Diese Hausmittel gegen Reizhusten helfen sanft und natürlich! Foto: iStock/nensuria

Husten ist ein wichtiger Reflex: Durch ihn werden „Störfaktoren“, die die Atemwege reizen oder blockieren, gelöst und hinausbefördert – zum Beispiel der Schleim, der sich bei einer Erkältung im Rachen und in den Bronchien bildet. Beim Reizhusten ist das anders: Dabei hat sich der Reflex verselbstständigt. Betroffene werden von einem ständigen Hustenreiz gequält, ohne, dass dabei tatsächlich etwas hinausbefördert wird. Reizhusten ist trocken und hart, oft hartnäckig und mitunter sehr schmerzhaft. Tritt der Husten im Rahmen einer Erkältung auf, gibt es spezielle Reizhusten-Hausmittel, mit denen sich die Beschwerden schnell lindern lassen.

Reizhusten-Hausmittel: Diese Vorteile haben sie

Hausmittel gegen Reizhusten haben selten Nebenwirkungen und können auch über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Deswegen sind sie sowohl im Anfangsstadium einer Erkältung eine gute Wahl als auch bei einem Hustenreiz, der nach Abklingen einer Erkältung länger bestehen bleibt.

Wenn sich die Beschwerden nach drei Wochen nicht gebessert haben, sollte jedoch unbedingt ein:e Ärzt:in hinzugezogen werden.

Hustenreiz stoppen: Was hilft gegen Reizhusten?

Mit den folgenden Hausmitteln und Tipps können Sie unangenehmen, trockenen Husten bekämpfen:

1. Hausmittel gegen Hustenreiz: Höhere Luftfeuchtigkeit

Feuchte Schleimhäute arbeiten besser, wohingegen trockene Luft den Hustenreiz noch verstärkt. Ein Hausmittel bei Reizhusten ist es daher, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. So geht's: Wasserschalen im Zimmer verteilen oder einen Ständer mit feuchter Wäsche aufstellen.

2. Bonbons als schnelles Hausmittel gegen Reizhusten

Das Lutschen von Bonbons regt den Speichelfluss an und befeuchtet die Schleimhäute am besten mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Salbei. Gute Inhaltsstoffe sind auch sogenannte Schleimdrogen wie Eibisch, Isländisch Moos oder Malve. Diese legen, vereinfacht gesagt, einen schützenden Film auf die Schleimhaut, sodass die Hustenrezeptoren unempfindlicher werden.

3. Hausmittel gegen trockenen Reizhusten: Hustentee beruhigt die Atemwege

Mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit sollten Betroffene bei Reizhusten trinken, besser zwei Liter. Neben Wasser ohne Kohlensäure sind Kräutertees, vor allem speziell zusammengestellte Hustentees, besonders gut geeignet als Hausmittel gegen Reizhusten. Thymian und Efeu gelten beispielsweise als gute Hustenstiller. Thymian hat zudem eine krampflösende Wirkung.

4. Hausmittel bei Reizhusten: Mit Salbei-Aufguss inhalieren

Auch Inhalationen sind wohltuend für die gereizten Atemwege: Der aufsteigende Wasserdampf befeuchtet die gereizten Schleimhäute. Bei Reizhusten haben sich vor allem Salbei-Aufgüsse bewährt, da sie entzündungshemmend, krampflösend und beruhigend wirken. Noch dazu können sie Heiserkeit und Halsschmerzen als mögliche Begleitbeschwerden von Husten lindern.

Für die Inhalation sollte im besten Fall ein Vernebler aus der Apotheke verwendet werden, der den Wasserdampf in winzig kleine Tropfchen zerstäubt und so bis in die unteren Atemwege befördert. Alternativ kann ein Wasserbad durchgeführt werden: Eine Handvoll frischer Salbeiblätter in einer großen Schüssel mit heißem Wasser übergießen. Anschließend mit einem Handtuch auf dem Kopf über die Schüssel beugen und den Wasserdampf tief einatmen.

5. Trockener Husten: Hausmittel Atmung

Oberflächliches Atmen löst schneller einen Hustenreiz aus. Langsames und tiefes Atmen entlastet hingegen die Schleimhäute. Beim Husten wiederum sollte sich eine Luftbarriere bilden, um die Bronchien zu schonen. So geht's: Mit der Hand eine Faust bilden und vorsichtig hinein husten, sodass sich die Wangen von der Luft aufblähen.

Welche Hausmittel gegen Reizhusten außerdem helfen, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.

Quelle:

Keudel, Helmut & Capelle, Barbara (2006): Kinderkrankheiten, München: Gräfe und Unzer.