Das ist die häufigste Krebsart – so leicht kann sich jeder schützen!

Daphne Sekertzi

Es ist die häufigste Krebsart in Deutschland – auch immer mehr junge Menschen zwischen 18 und 30 erkranken daran. Dabei kann man sein persönliches Risiko, diese Krebsart zu entwickeln, mit einfachen Mitteln senken. 

Inhalt
  1. Hautkrebs: Die häufigste Krebsart in Deutschland
  2. UV-Strahlen, Sonnenbrand und Co.: Das erhöht das Hautkrebs-Risiko
  3. Hautkrebs vorbeugen – mit diesen Maßnahmen

Seit Jahren steigt die Zahl der Neuerkrankungen stetig an – zwischen 1970 und 2015 hat sie sich verfünffacht: Hautkrebs ist in Deutschland schon lange auf dem Vormarsch. Besonders junge Menschen verkennen die Gefahr.

 

Hautkrebs: Die häufigste Krebsart in Deutschland

Mit mehr als 250.000 Fällen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebsart in Deutschland. Jeder siebte entwickelt die gefährliche Form – den schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom). Was ihn so gefährlich macht: Im Gegensatz zu weißem Hautkrebs, der nur in seltenen Fällen Metastasen bildet und daher meist gut behandelbar ist, streut das Maligne Melanom schnell.

Noch immer gilt Hautkrebs als Erkrankung, die bei älteren Menschen auftritt. Damit sich schwarzer Hautkrebs entwickelt, können zwar mehrere Jahre bis Jahrzehnte vergehen. Was viele aber nicht wissen: Neben 50-Jährigen sind immer häufiger auch junge Menschen zwischen 18 und 30 von schwarzem Hautkrebs betroffen.

Rücken mit Muttermalen
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UV-Strahlen, Sonnenbrand und Co.: Das erhöht das Hautkrebs-Risiko

Wenn keine genetische Veranlagung besteht, spielen bei der Entstehung von schwarzem Hautkrebs zwei Faktoren eine entscheidende Rolle – UV-Strahlen und Sonnenbrände. Der Grund: Sie schädigen das Erbmaterial. Kann der Körper die Zellen nicht reparieren, können sich diese zu einem Tumor entwickeln. Besonders viele schwere Sonnenbrände in der Kindheit vor dem 15. Lebensjahr können das Risiko für schwarzen Hautkrebs stark ansteigen lassen. Denn ein Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die ein Zuviel an UV-Strahlen anzeigt.

Sonnenbrand fördert Hautkrebs
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Weitere Risikofaktoren für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs:

  • Lange Aufenthalte in der Sonne
  • Ein heller Hauttyp (helle Haut, blaue oder grüne Augen, blondes oder rotes Haar, Neigung zu Sommersprossen)
  • Viele Muttermale oder Leberflecken (mehr als 50) 
  • Krebsfälle bei Familienmitgliedern ersten Grades
 

Hautkrebs vorbeugen – mit diesen Maßnahmen

Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50 ist die effektivste Maßnahme, um sein persönliches Hautkrebsrisiko zu minimieren. Denn Sonnenschutzmittel enthalten Partikel, die die UV-Strahlen absorbieren und reflektieren. Nicht nur helle Hauttypen sollten darauf achten, Sonnenschutz aufzutragen. Zwar bekommen dunklere Hauttypen nicht so schnell einen Sonnenbrand – Schäden an den Zellen durch die UV-Strahlen können trotzdem entstehen.

Darüber hinaus empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) folgende Maßnahmen:

  • Die Mittagssonne (zwischen 11 und 15 Uhr) meiden
  • Bei längerem Aufenthalt in der Sonne Sonnenschutz immer wieder neu auftragen, besonders nach dem Baden
  • Kopfbedeckung tragen
  • Für Babys und Kinder schattige Plätze suchen
  • Auf Solariumbesuche verzichten

Wichtig außerdem: Beachten Sie die Wechselwirkung zwischen Medikamenten und Sonne. Bestimmte Arzneimittel, wie Antibiotika, können zu einer größeren Sonnenempfindlichkeit führen und einen Hautkrebs fördernden Sonnenbrand begünstigen.

Frau am Strand mit Sonnenbrand auf Schulter und Arm.
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Quelle:

Was ist Hautkrebs?, in: krebsgesellschaft.de

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