Das hilft sicher bei Tierhaar-Allergie

Hyposensibilisierung hilft bei Tierhaarallergie
Bei der sogenannten Hyposensibilisierung wird das Protein „Fel-d1“, das im Tier-Speichel vorkommt, einmal pro Monat mit einer Spritze verabreicht. Nach Gabe über einen Zeitraum von drei Jahren kann die Tierhaar-Allergie überstanden sein © Fotolia

In vielen Haushalten gibt es vierbeinige Mitbewohner. Bei einer Tierhaar-Allergie lösen Hund und Katze bei den Betroffenen Juck-, Nies- und Hustenanfälle aus. Wir klären auf, warum viele Menschen auf Tiere allergisch reagieren und was man dagegen tun kann.

 

Bei Tierhaar-Allergie ist ein Protein schuld

„Fel-d1“ heißt das Protein aus dem Tier-Speichel, das bei rund 90 Prozent der Allergiker die Beschwerden auslöst. Es findet sich hoch konzentriert im Fell, aber auch auf Polstermöbeln, Wänden und Kleidern.

 

Tabletten wirken nur kurzfristig

Vorübergehend lässt sich die Allergie mithilfe von freiverkäuflichen Antiallergika (aus der Apotheke) in den Griff bekommen. Die unterschiedlichen Präparate hemmen die Wirkung von Histamin, dem Botenstoff, der im Körper die unangenehmen Reaktionen und Beschwerden auslöst. Eine häufige Begleiterscheinung ist Müdigkeit – daher sind die Mittel für eine langfristige Therapie ungeeignet.

 

Spritzen beheben die Ursache einer Tierhaar-Allergie

Ein Allergologe kann eine sogenannte Hyposensibilisierung durchführen. Sie ist die einzige Möglichkeit, die Ursache einer Allergie zu behandeln. Bei der Therapie wird das Eiweiß „Fel-d1“ über vier Wochen in ständig steigender Dosis gespritzt – eine Spritze pro Woche. Dadurch soll sich der Körper an den Stoff gewöhnen. Über drei Jahre wird weiterhin eine monatliche Spritze verabreicht – danach ist die Allergie überstanden.

 

Für Allergiker geeignete Rassen

Die kurzhaarige German Rex Katze gilt als nahezu allergenfrei. Bei den Hunden gibt es die Spezialzüchtungen Labradoodle und Goldendoodle für Allergiker. Wichtig: Interessenten wird vor dem Kauf eine Fellprobe für den behandelnden Allergologen mitgegeben. Dieser kann damit einen Tierhaar-Allergie-Test durchführen. Das Ergebnis zeigt dann, ob der Kauf der Katze oder des Hundes wirklich unbedenklich ist.

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