Das Goldfisch-Syndrom – werden wir immer dümmer?

Kinder schauen in ein Goldfischglas
Wer kann sich länger konzentrieren, Mensch oder Goldfisch? Der Goldfisch, zeigt eine aktuelle Studie © Fotolia

Jetzt ist es so weit: Wir haben tatsächlich eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne als der sprichwörtliche Goldfisch. Schuld daran ist laut Wissenschaftlern unser digitalisierter Lebensstil. Wie Sie es trotzdem schaffen können, den Goldfisch wieder zu übertrumpfen, erfahren Sie hier.

Um herauszufinden, wie lange wir unsere Aufmerksamkeit im Schnitt auf eine Sache richten können, befragten kanadische Forscher im Auftrag von Microsoft 2.000 Personen und analysierten zusätzlich die Gehirnaktivität von 112 weiteren Probanden im EEG (Elektroenzephalografie). Anschließend verglichen sie die gewonnenen Daten mit Analysen aus dem Jahr 2000 – um diese Zeit begann das Mobiltelefon-Zeitalter.

 

Goldfisch hat längere Aufmerksamkeitsspanne

Das Ergebnis: Betrug die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des Menschen damals noch 12 Sekunden, sind es inzwischen nur noch acht Sekunden. Besonders wenig schmeichelhaft für unsere Spezies: Damit sind wir im Ranking hinter dem Goldfisch gelandet, der im Schnitt immerhin neun Sekunden lang fokussiert bleibt.

Die Erklärung der Forscher: Wer regelmäßig viele digitale Medien nutzt und auf zahlreiche Bildschirme blickt, hat Schwierigkeiten damit, irrelevante Informationen auszublenden und lässt sich schneller ablenken.

 

Digitale Medien schaffen bessere Multitasker

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Unser digitaler Lebensstil habe unsere Multitasking-Fähigkeiten drastisch verbessert, berichten die Wissenschaftler. Sie halten die beobachteten Entwicklungen für Anpassungsstrategien des Gehirns an das digitale Zeitalter.

Außerdem: Die Aufmerksamkeitsspanne lässt sich trainieren! Hier finden sie die besten Tipps dafür.

Hamburg, 15. Mai 2015

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