Das Gesundgeheimnis der Okra

Stephanie Pingel
Okraschoten
In Okraschoten stecken jede Menge wertvoller Nährstoffe – beispielsweise sind sie reich an Vitamin C und Ballaststoffen © Fotolia

Sie stärkt das Immunsystem, senkt den Cholesterinspiegel und schützt die Nieren – die Okraschote ist ein wahres Gesundwunder. Praxisvita zeigt, wie wir die Okra am besten für uns nutzen können – mit den leckersten Rezepten.

Ursprünglich kommen die sechseckigen, fingerdicken Schoten aus Ostafrika – doch in großen Supermärkten, Asialäden oder kleinen Gemüseläden kann man sie auch hierzulande erwerben. Bisher findet die Okra aber selten den Weg in deutsche Küchen. Dabei kann sie uns vor zahlreichen Krankheiten schützen – wir haben die wichtigsten Gesundvorteile der Okra für Sie zusammengestellt. 

 

Senkt den Cholesterinspiegel

Die Okra ist ein natürlicher Cholesterinsenker. Grund dafür ist ihr großer Anteil an Ballaststoffen (200 Gramm Okra enthalten ein Drittel des Tagesbedarfs an Ballaststoffen). Diese lösen sich im Verdauungstrakt auf und binden sich dort an das mit anderen Lebensmitteln aufgenommene Cholesterin, sodass dieses ausgeschieden wird, anstatt in die Blutbahn zu gelangen. Die Schoten der Okra selbst sind frei von Cholesterin und enthalten kaum Fett.

 

Stärkt die Darmflora

Außer Cholesterin binden die Okraschoten auch andere Giftstoffe, Fette und Bakterien im Darm und transportieren sie ab – sie wirken somit wie eine Darmreinigung. Außerdem enthält die Okra pflanzliche Schleimstoffe, die beim Kochen der Schoten freigesetzt werden. Sie bilden einen optimalen Nährboden für „freundliche“ Darmbakterien und unterstützen so den Aufbau einer gesunden Darmflora.

Okra
Die Okra kann den Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützen© iStock/PeopleImages
 

Stärkt das Immunsystem

In Okras steckt jede Menge Vitamin C (200 Gramm enthalten rund 40 Prozent des Tagesbedarfs), was sie zu hervorragenden Helfern der Immunabwehr macht. Denn Vitamin C regt das Immunsystem dazu an, vermehrt weiße Blutzellen zu bilden, die wiederum „feindliche Eindringlinge“ wie Krankheitserreger bekämpfen.

 

Senkt den Blutzuckerspiegel

Dank ihres hohen Ballaststoffgehalts hilft die Okra dabei, bei Diabetes das Glukoselevel im Körper stabil zu halten. In einer 2011 durchgeführten Studie fanden Wissenschaftler aus Bangladesch heraus, dass mit einer Okra-Lösung gefütterte Ratten einen geringeren Blutzuckerspiegel hatten als Ratten einer Kontrollgruppe. Der Grund war, dass ihre Körper dank der Okra-Lösung weniger Glukose absorbierten.

 

Schützt die Nieren

Der regelmäßige Verzehr von Okra kann helfen, Nierenerkrankungen vorzubeugen. Eine 2005 veröffentlichte Studie zeigte, dass bei Diabetikern, die zusätzlich zu ihrer Diabetes-Diät täglich Okra aßen, beginnende Nierenschäden stärker zurückgingen als bei Teilnehmern der Kontrollgruppe. Da beinahe die Hälfte aller Nierenerkrankungen aus Diabetes entstehen, raten Experten Diabetikern, die Okra in ihre Ernährung mit aufzunehmen – auch wegen ihrer regulierenden Wirkung auf den Blutzuckerspiegel.Leckere Okra-Rezepte

Okra
Eine Studie zeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Okra Nierenerkrankungen vorbeugen kann© iStock/HYWARDS

Okra-Salat

Für 4 Personen: 150 g Chorizo-Wurst in Scheiben schneiden, in einer Pfanne ohne Fett auslassen. 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen schälen, würfeln. Stielansatz der Okras abschneiden. Wurst aus der Pfanne nehmen. Okras im Bratfett ca. 6 Min. anbraten. Zwiebel und Knoblauch zugeben. Mit Essig und Brühe ablöschen, aufkochen und ca. 5 Min. köcheln, salzen. 425 ml weiße Bohnenkerne (Dose) abgießen und mit 150 g grünen Oliven ohne Stein in die Pfanne geben, salzen. 100 g Rauke in die lauwarme Okra-Pfanne geben, alles gut durchmischen und auf Tellern anrichten. Ca. 270 kcal.

Gumbo (Eintopf-Gericht aus den US-Südstaaten)

Für 4 Personen: 2 Paprika würfeln. 4 Selleriestangen in Scheiben schneiden. 100 g Maiskölbchen (Glas) in Stücke schneiden. Stielansatz der Okras abschneiden, Schoten längs halbieren. 4 Lauchzwiebeln in Ringe schneiden. 2 Chilischoten würfeln. 1 Knoblauchzehe durchpressen. 600 g Hähnchenfilet würfeln. 4 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Fleisch darin ca. 5 Min. kräftig anbraten, würzen. Fleisch herausnehmen, Gemüse im Bratfett unter Wenden ca. 5 Min. anbraten, würzen. 250 ml Gemüsebrühe, 425 ml Tomaten (Dose) und Fleisch dazugeben, aufkochen, ca. 30 Min. schmoren. Reis garen. Reis und Gumbo anrichten. Ca. 380 kcal.

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