Das gesunde Teewunder

Heiltees aus der Apotheke sind eine gesunde, natürliche Alternative zu Medikamenten.
Heiltees aus der Apotheke sind eine gesunde, natürliche Alternative zu Medikamenten. Sie können – zu Beginn der Beschwerden eingesetzt – Symptome lindern und die Heilung beschleunigen © CorbisGerma

Ob Fieber, Husten, Kopfweh oder Bauchschmerzen – oft lassen sich erste Unpässlichkeiten mit Heiltees lindern. Aber kann ein Tee auch bei echten Beschwerden helfen?

Mediziner sagen Ja: Bei leichten Gesundheitsproblemen ist Dr. Natur eine gute Alternative zu Tabletten – vorausgesetzt der Tee wird richtig zubereitet. Das Wichtigste: Diesen immer tassenweise frisch aufgießen, da seine Wirkstoffe sich schnell verflüchtigen.

Empfehlenswert ist auch, die benötigten Kräuter und Wirkstoffe in der Apotheke zu kaufen. Die in Supermärkten angebotenen Produkte enthalten oft nicht genug medizinisch wirksame Bestandteile. Dabei können Sie übrigens ruhig zu Teebeuteln greifen – in der Heilwirkung stehen sie loser Ware in nichts nach.

 

Immun-Stärker aus der Teetasse

Eine Extra-Portion Abwehrkraft zum Trinken: Diese Tee-Mischung hilft, den Körper widerstandsfähiger gegen Krankheiten zu machen. Lassen Sie sich in der Apotheke folgende Kräutermischung zusammenstellen: 30 g Echinacea, 30 g Hagebutten und 10 g Ginsengwurzel. Für eine Tasse Tee einen TL davon mit 150 ml Wasser überbrühen, 10 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und abseihen (3 Tassen pro Tag).

 

Kalt erwischt? Schweißtreibender Tee als Erkältungsstopp

Das beste Gegenmittel, wenn die Erkältung Sie erwischt hat: warm einpacken, ab ins Bett und schwitzen. Das wirkt wie ein künstliches Fieber und bekämpft so die Viren. Ideale Unterstützung dabei liefert folgende „schweißtreibende" Mischung: je 30 g Holunder und Lindenblüten, 20 g Hagebuttenschalen mischen. 1 TL davon mit 150 ml Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen (2-3 Tassen pro Tag).

 

Tee aus Weidenrinde als Aspirin-Ersatz

Kopfweh, Fieber oder Rheumabeschwerden? Für einen Schmerz-lass-nach-Tee brauchen Sie Weidenrinde. Diese enthält Salicin, das im Körper in Acetylsalicylsäure (ASS) umgewandelt wird – den Aspirin-Wirkstoff. Für den Tee einen gehäuften TL Weidenrinde (Apotheke) mit 250 ml kaltem Wasser aufgießen und langsam bis zum Siedepunkt erhitzen. Nach dem Aufkochen sofort vom Herd nehmen und noch 5 Minuten ziehen lassen (2 Tassen pro Tag).

 

Stimmungsaufhellender Blütenaufguss

Dieser Tee hilft bei leichten depressiven Verstimmungen. Zu empfehlen ist eine vier- bis sechswöchige Kur, bei der dreimal täglich eine Tasse getrunken wird. Gute Laune garantiert! Rezept: 40 g Johanniskraut, 30 g Melissenblätter, 30 g Passionsblumenkraut und 20 g Hibiskusblüten (Apotheke). Für eine Tasse 1 EL davon mit 150 ml Wasser überbrühen, 10 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen.

 

Besser schlafen mit Baldrian, Melisse und Passionsblume

Wer oft nervös und unruhig ist oder nachts keinen Schlaf findet, sollte es einmal mit folgendem Ruhepol-Mix probieren: 40 g Baldrianwurzel, 30 g Melisse und 30 g Passionsblumenkraut (Apotheke). Die Kombination wirkt beruhigend und angstlindernd. Für einen Tee 1 TL mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich 3 Tassen trinken – und wieder entspannt schlummern.

 

Magenwohl-Mischung, wenn’s dem Bauch nicht gut geht

Ihnen schlägt schnell mal was auf den Magen? Beruhigen Sie ihn mit einem Mix aus krampflösender Kamille und Pfefferminze, nervenstärkender Melisse und verdauungsfördernder Kalmuswurzel. Heilrezept: 50 g Kamille, 30 g Pfefferminze, 15 g Melisse und 5 g Kalmuswurzel vermengen. 1 EL der Mischung mit 150 ml Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen (3-5 Tassen pro Tag).

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