Das Gehirn in Aufruhr

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Positive Seite von Stress
  3. 3. Stress ist nicht gleich Stress
  4. 4. Widerstandskraft lässt sich trainieren
  5. 5. Wie der Körper bei Stress reagiert
  6. 6. Stress - ein Nervenkiller
  7. 7. Tipps aus der Stressforschung

Stress kann im Gehirn enorme Schäden anrichten. Er nimmt Einfluss auf unsere Gefühle, unser Handeln und Denken. Vorhandene Strukturen kann er verwüsten. Damit er seine zerstörerische Wirkung nicht entfalten kann, raten Experten zu einer sogenannten "kontrollierten Stressreaktion". Wie diese funktioniert, lesen Sie hier.

Trockene Erde wird von Wasser überflutet
Wie Wasser trockene Erde überspült, kann auch Stress vorhandene Nervenbahnen aufwühlen und im schlimmsten Fall zerstören© iStock

Geraten wir unter Stress, steigen aus dem limbischen System – der Gefühlszentrale – Erregungszustände auf, die zu einer Aktivierung unserer „Verkehrsleitsysteme“ (noradrenergenes System) in unserem Gehirn führen. Bei andauernder psychischer Belastung dringt das Stresshormon Cortisol ins Gehirn, das dort in den Nervenzellen spezielle Gene einschaltet.

 

Stress zerstört vorhandene Strukturen im Gehirn

Ergebnis: Die Neuronen fallen in eine Art Winterschlaf, die Synapsen, die Kontaktstellen zu anderen Nervenzellen, bilden sich bei anhaltener stresshafter Erschütterung zurück. „Wie die Meeresbrandung bei Sturmflut Straßen und Dämme unterspült, zerlöchert und unbrauchbar macht, trägt die ständige Anflutung von Stresshomonen im Gehirn dazu bei, die dort bereits ausgebildeten Strukturen und gebahnten Verschaltungen, die unser Fühlen, Denken und Handeln bestimmen, allmählich aufzulösen“, sagt der Neurobiologe Gerald Hüther.

 

Mit unseren Gedanken können wir eine belastende Situation steuern

Bei einer kontrollierten Stressreaktion jedoch, die wir Kraft unserer Gedanken erreichen, werden die Synaptischen Verbindungen zwischen den Nervenzellen stabilisiert und ausgebaut.

Tipps aus der Stressforschung
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