Das Beste für Ihre Gelenke

Bei einem Karpaltunnel-Syndrom liegt eine Druckschädigung des Mittelnervs im Handgelenktunnel vor
Bei einem Karpaltunnel-Syndrom liegt eine Druckschädigung des Mittelnervs im Handgelenktunnel (Karpaltunnel) vor. Dies entsteht meist durch eine einseitige Belastung, wie zum Beispiel der Arbeit am Computer © iStock

Endlich wieder schmerzfrei und beweglich – hier erfahren Sie, welche neuen Therapien wirklich helfen.

Es schmerzt beim Treppensteigen, es knackt beim Gehen oder es tut ständig richtig weh. Dahinter stecken immer häufiger Arthritis und Arthrose. Beide zerstören die Gelenke und verursachen furchtbare Schmerzen. Schon jeder Fünfte leidet an Arthrose – dem Verschleiß der Gelenke durch abgenutzte Knorpel. Vor allem Verletzungen, X- oder O-Beine und Übergewicht fördern das Leiden. Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich dagegen um eine Erkrankung, bei der der Körper die Gelenkinnenhaut angreift. Das Immunsystem läuft Amok, attackiert körpereigene Zellen. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion in den Gelenken. Doch es gibt Hilfe: welche neuen Therapien bei Arthrose, Arthritis und Entzündungen greifen, erfahren Sie hier.

 

Handgelenk

Schlafen die Hände oft ein, kribbeln oder verlieren sie an Kraft, könnte es am Karpaltunnelsyndrom liegen – eine Druckschädigung des Mittelnervs im Handgelenktunnel (Karpaltunnel) ist der Auslöser für die Schmerzen. Hilfe bringt ein schonender Eingriff: In örtlicher Betäubung wird dazu ein Schnitt in der Beugefalte des Handgelenks gesetzt. Mit einem Spezialinstrument durchtrennt der Arzt das Band, das den Karpaltunnel begrenzt, und entlastet dadurch den Nerv. Die OP ist nervenschonend und risikoarm.

  

Schulter

Er ist nur 2 cm groß – doch ein Meilenstein in der Schulterchirurgie: Ein kleiner Knopf erspart jetzt vielen Patienten die Schulterprothese. Diese Teilprothese wird bei einer Gelenkspiegelung per Mini-Schnitt sanft eingesetzt und deckt den Knorpeldefekt ab. Die Patienten dürfen das Gelenk sofort nach der OP wieder bewegen. Nach wenigen Wochen kehrt die Beweglichkeit zurück.

  

Ellenbogen

Wenn Stromtherapie, Bandagen und Medikamente nicht helfen, können entzündete Gelenke mit radioaktiven Substanzen behandelt werden. Der Eingriff (Radiosynoviorthese) ist schmerzarm, lässt sich ambulant durchführen.

  

Hüfte

Ein schonendes, aber höchst anspruchsvolles Verfahren bei Verschleiß ist die Arthroskopie. Über kleine Einstiche werden eine Kamera und Spezialinstrumente ins Gelenk eingeführt. Damit werden Knochenwucherungen zurückgeschliffen, Knorpelfetzen entfernt und abgerissene Gelenklippen angeheftet.

  

Knie

Wenn der Knorpel angegriffen ist, kann Hyaluronsäure helfen. Das Mittel wirkt wie Gelenkschmiere, verzögert den weiteren Knorpelabbau und lindert den Schmerz. Hyaluronsäure spritzen Ärzte bei leichten bis mittelgradigen Knorpelschäden direkt ins Gelenk. Die Wirkung hält jedoch nur wenige Monate an, und die Kassen übernehmen die Kosten (120 bis 400 Euro) nicht.

 

Füße

Problem Hallux valgus: Wenn sich das Großzehengelenk so weit hinauswölbt, bis ein Ballen zu sehen ist, hilft oft nur eine OP. Durfte man früher danach wochenlang nicht auftreten, ermöglicht die "V-TeK-Technik" das sofortige volle Belasten des Fußes nach dem Eingriff. Hierbei wird eine kleine Titanplatte eingesetzt. Vorteile: weniger Schmerzen, geringere Schwellung, schnelle Rückkehr in den Alltag.

 

Die besten Gelenk-Heilmittel aus der Natur

Ein Quarkumschlag hilft bei gerötetem Gewebe und entzündeten Gelenken. Einfach morgens und abends den Quark aufstreichen, mit einem Handtuch umwickeln und nach 20 Minuten wieder abwischen. Anschließend mit Rhus-Rheumal Gel einreiben. Das homöopathische Mittel der Honigbiene, Apis mellifica D6, (Apotheke) lindert Schwellungen, zum Beispiel bei Arthritis. Bei akuten Schüben fünfmal am Tag vier bis fünf Globuli nehmen, wenn eine Besserung eintritt, täglich. Eine Studie hat ergeben, dass eine Salbe mit dem Extrakt der Beinwellwurzel (Apotheke) zu einer schnelleren Schmerzlinderung führt als herkömmliche Schmerzgele – und dies ganz ohne lästige Nebenwirkungen und den Knorpelabbau verlangsamen, ist Heilerde. Regelmäßige Wickel damit können sogar Rheuma- und Arthrosebeschwerden spürbar lindern. Dazu einen Brei aus Heilerde und Wasser auftragen. Mit einem feuchten Tuch bedecken und zwei trockene Tücher darüberlegen. Etwa 20 Minuten einwirken lassen, danach abwaschen.

 

Handgelenk

Problem: Wiederkehrende einseitige Belastungen (Computerarbeit, Tennis) führen zu Überlastungen und Beschwerden wie der Sehnenscheidenentzündung und dem Karpaltunnelsyndrom.

Vorbeugen: 3 x tägl. Handgelenke kreisen: erst 10 x nach rechts, danach nach links.

  

Schulter

Problem: Durch ihren großen Bewegungsspielraum ist die Schulter relativ instabil und dadurch verletzungs- und verschleißanfällig.

Vorbeugen: Top-Schutz bieten durch leichte Kraftübungen trainierte, starke Muskeln und Sehnen. Außerdem: Wärme. 2 x pro Woche ein warmes Körnerkissen auflegen.

  

Ellenbogen

Problem: Besonders Frauen schädigen ihr Gelenk, indem sie den Arm bis zum Äußersten nach hinten strecken. Auch langes Aufstützen auf harter Unterlage sowie das Tragen schwerer Gegenstände (Wasserkästen etc.) tragen zum Verschleiß bei.

Vorbeugen: Bewegung hält die Ellenbogen jung, Tanzen und Schwimmen sind ideal. Beim Tennis droht dagegen Überlastung.

  

Hüfte

Problem: Die häufigsten Ursachen für Verschleiß an der Hüfte sind Bewegungsmangel, zu starke Belastung durch Übergewicht, einseitige Belastung durch Leistungssport, häufiges Tragen von hohen Schuhen sowie Fehlstellungen der Beine.

Vorbeugen: Sanfte Bewegung. Hier gilt: Lieber 3 x pro Woche 30 Min. als 1 x 90 Min. Dies belastet die Gelenke zu stark.

 

Fußgelenk

Problem: Speziell das häufige Tragen von hohen und engen Schuhen schwächt die Füße, kann sie verformen. Die Folge: ein Ballenzeh (Hallux valgus).

Vorbeugen: Rollen Sie Ihre Fußsohlen über einen Igelball (Sanitätsgeschäft). Auf diese Art werden immer wieder andere Nervenpunkte angeregt, die Sohlen massiert und die Gelenke entlastet. Auch spezielle Einlagen helfen.

  

Knie

Problem: Durch seinen komplizierten Aufbau ist das größte menschliche Gelenk anfällig für Verletzungen und Verschleiß. Teilweise wird der Knorpel vollständig abgebaut! Die ärgsten Feinde: Übergewicht und Joggen.

Vorbeugen: Die beste Anregung, um die Gelenkflüssigkeit, also das Schmiermittel im Knie, gut zu verteilen, sind Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen.

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