Das ändert sich 2019 im Gesundheitswesen

Verena Elson

Steigende Beiträge in der Pflegeversicherung, dafür Entlastung bei der Krankenversicherung und mehr Pflegepersonal: Das ändert sich 2019 für Versicherte.

Ab 2019 sollen mehr Stellen und bessere Arbeitsbedingungen für Entlastung im Pflegesektor sorgen
Ab 2019 sollen mehr Stellen und bessere Arbeitsbedingungen für Entlastung im Pflegesektor sorgen Foto:  Dean Mitchell/iStock
 

Halbe-halbe bei der Krankenversicherung

Ab dem 1. Januar 2019 werden die Gesetzlichen Krankenversicherungen wieder paritätisch finanziert. Das bedeutet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer (bzw. Rentenversicherung und Rentner) die Beiträge zu gleichen Teilen zahlen. Dies gilt sowohl für den allgemeinen Beitragssatz als auch für individuelle Zusatzbeiträge, die von den Krankenkassen selbst bestimmt werden.

 

Niedrigere Beiträge für geringverdienende Selbstständige

Für Selbstständige, die freiwillig in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind und bis zu 1.142 Euro monatlich verdienen, sinkt der Mindestbeitrag um mehr als die Hälfte auf 171 Euro pro Monat.

 

Höhere Beiträge für die Pflegeversicherung

Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens für Beitragszahler mit Kindern und auf 3,3 Prozent des Bruttoeinkommens für Beitragszahler ohne Kinder.

 

Mehr Pflegestellen finanziert

Die Krankenkassen finanzieren 13.000 zusätzliche Pflegestellen in Alten- und Pflegeheimen sowie jede zusätzliche Pflegestelle in Krankenhäusern. Um den Pflegesektor für Arbeitnehmer attraktiver zu machen, wird zudem mehr Geld in die betriebliche Gesundheitsförderung der Einrichtungen sowie in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Arbeitnehmer investiert.

Entlastungsangebote für pflegende Angehörige
Für Pflegende Entlastungsangebote für pflegende Angehörige

 

Einführung von Personaluntergrenzen

In Krankenhäusern gelten ab sofort Personaluntergrenzen in zunächst vier Bereichen: Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie und Unfallchirurgie.

 

Entlastung für pflegende Angehörige

Mehr als drei Viertel der Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause gepflegt, knapp 70 Prozent davon von Angehörigen – das ist für die Pflegenden mit einem enormen Kraftaufwand verbunden. Ab diesem Jahr erleichtert der Gesetzgeber es pflegenden Angehörigen, Rehabilitationsleistungen in Anspruch zu nehmen. Dafür wird unter anderem die Betreuung der pflegebedürftigen Person geregelt: Diese wird entweder auf Kosten der Krankenkasse in der Rehaklinik mitbetreut oder die Kasse organisiert eine anderweitige Betreuung.

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