Darum sollten Sie Ihr Baby nicht im Kindersitz schlafen lassen

Baby im Kindersitz
Solange ein Kindersitz richtig gebraucht wird und die Eltern das Baby im Auge behalten, besteht keine Gefahr © Fotolia

Wissenschaftler haben ungeklärte Todesursachen von Säuglingen in Kindersitzen untersucht. Dabei kamen sie zu einer Erkenntnis, die sich alle Eltern zu Herzen nehmen sollten.

US-amerikanische Forscher haben 47 Todesfälle von Babys untersucht, die mit Sitz- und Tragehilfen in Verbindung stehen. Sie kommen zu dem Schluss: Gefährlich wird es dann, wenn die Geräte als Alternativen zum Bett genutzt werden.

„Viele Eltern nutzen Kindersitze, Babyschaukeln oder Wippen als alternative Schlafstätten“, schreiben die Forscher in einer Pressemitteilung. Oft wüssten sie nicht, dass sie ihre Kinder damit erheblich gefährden. Das gilt besonders dann, wenn die Kinder unbeaufsichtigt gelassen werden, so die Wissenschaftler.

 

Wenn möglich im Bett schlafen

Bei allen bis auf einem der untersuchten Todesfälle war die Ursache Ersticken. Entweder durch unbemerkt um den Hals gewickelte Bänder und Gurte oder durch eine falsche Position, also zum Beispiel einem stark geknickten Hals. Doch die Wissenschaftler betonen: Solange die Geräte so angewandt werden, wie sie gedacht sind, und ein Erwachsener die Kinder im Blick behält, sind sie sicher. Es sei auch nichts dagegen einzuwenden, wenn Kinder zum Beispiel während einer Fahrt im Auto einschliefen. Die Kinder sollten danach nur in ein normales Bett gelegt werden.

 

Diese fünf Ratschläge geben die Wissenschaftler für einen sicheren Umgang mit Kindersitz & Co.

  1. Lassen Sie Ihr Baby nie unbeaufsichtigt (egal ob wach oder schlafend)
  2. Lassen Sie nie einen Säugling in einem Kindersitz, wenn dieser nur teilweise oder gar nicht angeschnallt ist.
  3. Kindersitze sollten niemals auf weichen oder unebenen Flächen abgestellt werden.
  4. Auch schon sehr kleine Kinder können Babywippen oder ähnliches bewegen und so in eine Position bringen, die zum Ersticken führt. Darum sollten die Geräte immer an einem anderen Gegenstand fixiert werden.
  5. Wenn ein Baby im Tragegurt oder –tuch ist, sollte das Gesicht immer „visible and kissable“ (sichtbar und küssbar) sein.

Hamburg, 24. April 2015

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.