Cannabis: Darreichungsformen von Cannabinoiden in der Medizin

Redaktion PraxisVITA

Cannabinoide in der Medizin helfen gegen Spastiken, Schmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit, die als Symptom oder Behandlungsfolge bei schwerwiegenden Erkrankungen (Krebs, Epilepsie, Multiple Sklerose) auftreten können.

Cannabinoide in Kapselform
Cannabinoide in Kapselform werden wie eine Tablette mit Wasser eingenommen Foto:  iStock/Kwangmoozaa

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Einnahme der cannabisbasierten Arzneimittel:

MedikamentArt der EinnahmeProKontra
BlütenErhitzen: Inhalation, Teezubereitung, Rauchen 

Dosierung ist abhängig von der Inhalationstechnik. Qualität und Zusammensetzung der Blüten schwankt.

Erhöhtes Suchtrisiko und Missbrauchspotential

Erhöhtes Risiko für psychotrope (auf die psyche einflussnehmende) Nebenwirkungen durch schnelle Anflutung des Wirkstoffs

Gesundheitsschädigung durch Rauchen

TropfenAuf Brot oder Löffel geben,
Inhalation
Gleichbleibende Qualität
Sehr geringes Abhängigkeitsrisiko
Langsame Anflutung des Wirkstoffs und deshalb geringes Risiko für Nebenwirkungen
Anwendung unterwegs nicht immer einfach umsetzbar 
SprayAuf die Mundschleimhaut sprühen (bei jeder Anwendung an eine andere Stelle)Einfache Anwendung, auch unterwegs
Gleichbleibende Qualität
Sehr geringes Abhängigkeitsrisiko durch geringe Rauschwirkung
Überblick behalten bei der Dosierung der Sprühstöße über den gesamten Tag (bis zu zwölf am Tag)
KapselMit Wasser schluckenSehr geringes Abhängigkeitsrisiko
Einfache Einnahme
Gleichbleibende Qualität

 

ÖlAuf die Zunge geben und ca. 60 sek. auf der Mundschleimhaut lassen, bevor das Öl geschluckt wird

Einfache Anwendung, auch unterwegs
Gleichbleibende Qualität
kein Abhängigkeitsrisiko

 
GelUnter leichter Massage mit den Fingern auf der Haut auftragen

Einfache Anwendung, auch unterwegs
​kein Abhängigkeitsrisiko

 

 

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