Darmträgheit: Ursachen und Risikofaktoren

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Darmträgheit hat verschiedene Ursachen und eine Vielzahl von Faktoren, die die Darmtätigkeit verstärken oder hemmen können. Sie geht grundsätzlich auf eine verlangsamte Darmbewegung, vor allem im Bereich des Dickdarms zurück.

In Folge der Darmträgheit wird der Stuhl deutlich langsamer in Richtung Enddarm transportiert. Nachrückender Darminhalt staut sich an und verdichtet den Stuhl. Durch die längere Verweildauer hat der Dickdarm außerdem mehr Zeit, dem Stuhl Wasser und Salze zu entziehen, was ihn hart und trocken macht.

Nicht selten geht die Darmträgheit auf eine funktionelle Störung des Darms zurück, für die sich keine genauen Ursachen finden lassen. Begleitende Faktoren wie zu geringe Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel und häufige Unterdrückung des Stuhlgangreizes können hier allerdings verstärkend wirken. Entwickelt sich in Folge dieser Darmträgheit eine Verstopfung, so sprechen Mediziner von einer primären Verstopfung, ohne feststellbare Ursache. Bei vielen Betroffenen liegen die Ursachen jedoch:

  • in bestimmten Erkrankungen
  • in Störungen oder Schwankungen des Hormonhaushalts
  • in der Einnahme verschiedener Medikamente
  • in Veränderungen des Salzhaushalts

Geht die Darmträgheit und die aus ihr resultierende Verstopfung auf eine der genannten Ursachen zurück, so wird dies als sekundäre Verstopfung bezeichnet. Die folgenden Erkrankungen oder Störungen kommen bei Darmträgheit als Ursachen infrage:

Eine Schwangerschaft zählt bei Darmträgheit ebenfalls zu den Ursachen. Das Hormon Progesteron wird hier verstärkt ausgeschüttet und führt zur Verlangsamung der Darmtätigkeit.  Medikamente gegen die folgenden Erkrankungen können außerdem eine Darmträgheit auslösen:

Eine besondere Rolle für Darmträgheit und ihre Ursachen nehmen Opiate wie beispielsweise Kodein oder Morphin ein. Sie werden gegen mittelstarke bis starke Schmerzen eingesetzt, beispielsweise bei Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Darmträgheit und Verstopfung zählen hier zu den häufigsten und hartnäckigsten Nebenwirkungen der Schmerztherapie.

Über die Ursachen hinaus, gibt es bei Darmträgheit verschiedene Risikofaktoren, die die Beschwerden verstärken können, auch wenn sie nicht als alleinige Ursachen infrage kommen:

  • Lebensalter: Jenseits des 65. Lebensjahres kommt es zu einer deutlichen Häufung von Darmträgheit und ihren Folgen.
  • Geschlecht: Frauen leiden häufiger unter Darmträgheit als Männer
  • ballaststoffarme, fettreiche Ernährung
  • zu wenig Flüssigkeit
  • Unterdrückung des Stuhldrangs
  • Bewegungsmangel
  • Bettlägrigkeit
Symptome
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