Rundum gut versorgt Daran können Sie ein geeignetes Seniorenheim erkennen

Redaktion PraxisVITA
Seniorenheim
Um ein geeignetes Seniorenheim zu finden, gibt es einige Dinge zu beachten © shapecharge/iStock

Die guten Häuser haben oft lange Wartelisten. Man sollte sich also frühzeitig umschauen, wenn man nach einem geeigneten Seniorenheim für einen Angehörigen sucht. Wir erklären, worauf Sie achten sollten.

 

Nichtssagende Noten

Immer wieder werden Skandale in Pflegeheimen aufgedeckt. Viele Pflegebedürftige fürchten sich deshalb vor einem Umzug ins Seniorenheim. Sicherheit soll da der Medizinische Dienst der Krankenkassen vermitteln. Er vergibt Schul-Noten für alle Altersheime. Doch die sagen wenig aus: Fast alle Einrichtungen in Deutschland haben eine Eins. Umso wichtiger ist es, sich selbst ein Bild zu machen.

 

Mehrfach besuchen

Experten empfehlen, ein Seniorenheim, das infrage kommt, mehrfach, zu unterschiedlichen Tageszeiten und auch mal unangekündigt zu besuchen. Dabei sollte man seinem ersten Eindruck vertrauen: Wie ist zum Beispiel die Atmosphäre? Wie riecht es? Wie wirken die Bewohner – lebhaft oder träge? Sind sie bei schönem Wetter draußen im Garten? Wie ist der Umgangston? Außerdem: Wie sauber ist es – auch die Kleidung der Angestellten und Bewohner. All das kann man bei einem Besuch leicht beobachten.

Seniorenheim
Verlassen Sie sich bei der Auswahl eines Seniorenheims nicht auf einen einzelnen Besuch, sondern verschaffen Sie sich an mehreren Tagen zu unterschiedlichen Zeiten einen Überblick über die Situation im Heim © kzenon/iStock
 

Bewohner im Seniorenheim befragen

Einen noch besseren Eindruck bekommt man in Gesprächen mit den Heimbewohnern und ihren Angehörigen. Sie kann man nach ihren Erfahrungen fragen. Zum Beispiel auch danach, wie im Heim mit Kritik umgegangen wird und ob die Wünsche der Senioren beachtet werden. Wer mit den Bewohnern spricht, bekommt einen guten Einblick in den Alltag in der Pflegeeinrichtung, was etwa Freizeitangebote oder die Qualität des Essens angeht.

 

Zur Probe wohnen

Bei einem Termin mit der Heimleitung sollte man sich herumführen und möglichst viele Zimmer zeigen lassen. Fragen, die man dabei stellen sollte, sind zum Beispiel: Wie ist die ärztliche Versorgung im Seniorenheim organisiert? Haben die Bewohner feste Ansprechpartner oder ständig wechselnde Pfleger? Wenn die Zeit nicht drängt, kann man nach einem Probewohnen fragen oder eine Kurzzeitpflege nutzen. So lernt man das Heim genau kennen.

 

Wer zahlt was?

Kosten: Heimbewohner zahlen rund 1700 Euro selbst.

Sozialamt: Wenn Rente und Vermögen nicht reichen, springt das Sozialamt ein, fordert das Geld allerdings von den Kindern zurück.

Kinder: Sie müssen nur zahlen, wenn sie mehr als 1800 Euro netto im Monat haben. Eigene Altersvorsorge und Immobilien sind geschützt.

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