"Dank Venen-OP habe ich wieder gesunde Beine"

Frau mit Venenschwäche und Krampfadern
Geheilt: Nach der Venen-OP ist Ingrid H. endlich wieder schmerzfrei © Fotolia

Eine neue Behandlungsmethode bei Venenschwäche: Venen-Manschetten sind sanfter und risikoärmer als Venen-Stripping. Die Venen-OP dauert nur 30 Minuten. Dabei wird die Vene mit einem Vlies ummantelt um sie zu stabilisieren – wie ein Stützstrumpf von innen.

 

Schwere Beine und Schmerzen

Das Gefühl von schweren Beinen und Schuhen, die sich wie Schraubstöcke anfühlen, kannte die Kellnerin Ingrid Heym jahrelang. "Nach einem anstrengenden Arbeitstag konnte ich am Abend kaum noch laufen", erinnert sich die Mainzerin. Obwohl sie die Tipps ihres Arztes befolgte, die Beine morgens kalt abzubrausen und abends hochzulegen, verschlimmerten sich ihre Krampfadern.

Im Juni letzten Jahres wurden die Schmerzen unerträglich. "Je höher die Temperaturen stiegen, desto stärker schwollen meine Beine an." Vier Wochen später war Ingrid Heym kaum noch arbeitsfähig – und ging noch einmal zu ihrem Hausarzt. "Der untersuchte mich kurz, stellte eine Venenschwäche fest und überwies mich sofort an die Capio Klinik in Hilden. Das war mein Glück!" Denn das dortige Venenzentrum ist auf die Therapie von Venenproblemen spezialisiert.

Frau mit Venenschwäche und hohen Absätzen
Langes Sitzen oder Stehen steigert das Risiko, schmerzhafte Krampfadern zu bekommen© Fotolia
 

Beschwerden, weil Venenklappen nicht mehr richtig arbeiten

Im Gespräch mit Chefarzt Dr. Horst Peter Steffen verstand Ingrid Heym endlich die Ursache ihres Leidens: "Da die Venen das Blut nur durch Unterdruck gegen die Erdanziehungskraft zum Herzen transportieren, verhindern allein die Venenklappen ein Zurückfließen", erklärte der Arzt. "Wenn sich durch dauerndes Stehen oder Sitzen das Blut in der Vene staut, erweitert sich das Gefäß und die Venenklappen schließen nicht mehr richtig."

 

Beinvene wird mit Manschette ummantelt

Anschließend riet ihr der Venen-Spezialist zu einer neuartigen Venen-OP. Dabei wird die betroffene Beinvene mit einem winzigen Vlies – der Venen-Manschette – ummantelt. Die sogenannte "Extraluminale Valvuloplastie" funktioniert wie ein Stützstrumpf von innen. "Das hauchdünne Material schmiegt sich um die krankhaft veränderte Vene und bringt sie wieder in Form", erklärt Dr. Steffen. "Dadurch wird die normale Klappenfunktion wieder hergestellt." Zudem ist die neue Venen-OP wesentlich sanfter und risikoärmer als die bekannte Stripping-Technik, bei der die kranke Vene herausgezogen wird.

Die Mini-OP dauerte nur 30 Minuten, wurde unter örtlicher Betäubung durchgeführt. "Die Schmerzen waren sofort weg. Noch am selben Tag konnte ich die Klinik verlassen." Zwei Wochen lang musste sie noch Stützstrümpfe tragen. Heute sind Krampfadern für sie kein Thema mehr.

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