Cranberries auch bei Prostatabeschwerden hilfreich

Carolin Banser
Cranberry gegen Blasenentzündung
Einer neuesten Studie zufolge können sich Cranberries positiv auf die Gesundheit der Harnwege auswirken © Fotolia

Eine aktuelle Studie belegt die positive Wirkung von Cranberries auf die Prostata. Lesen Sie hier, welchen schützenden Effekt die roten Früchte auf die Gesundheit der Harnwege haben.

Die größte Problemzone bei Männern ist die Prostata. Schon ab 30 kann die Vorsteherdrüse langsam zu wachsen beginnen. Neben dieser gutartigen Vergrößerung der Prostata gibt es das Prostatakarzinom – ein bösartiges Geschwulst in der äußeren Zone der Drüse. Prostatakrebs ist in Deutschland mit 26 Prozent die häufigste Krebsart bei Männern. Pro Jahr werden bundesweit etwa 63.400 Neuerkrankungen diagnostiziert. Experten wissen: Wenn Männer alt genug werden, erkrankt jeder von ihnen an Prostatakrebs. Mit einer Bestrahlung kann der Krebs geheilt werden – vorausgesetzt, die Erkrankung ist noch auf das Organ selbst begrenzt. Zu den akuten Nebenwirkungen gehören Entzündungen der Schleimhäute in Blase und Harnröhre: Betroffene Patienten fühlen sich wie bei einer Blasenentzündung (Strahlenzystitis). Die Behandlung sieht krampf- und schmerzlindernde Mittel vor, außerdem hilft es, viel zu trinken.

Studie zur Wirkung von Cranberry auf Prostata-Probleme

Cranberry-Extrakt senkte bei Prostatakarzinom-Patienten die Häufigkeit einer Blasenentzündung und linderte auch die damit einhergehenden Beschwerden. Dies zeigt eine Studie mit 41 Prostatakrebspatienten. Diese erhielten während der Strahlentherapie und über zwei Wochen danach täglich eine Kapsel Cranberry-Extrakt oder Placebo. Der Cranberry-Extrakt verminderte das Auftreten einer Blasentzündung im Vergleich mit dem Placebo deutlich. Eine schwere Zystitis entwickelte sich bei 30 Prozent der Patienten in der Cranberry-Gruppe und bei 45 Prozent der Placebo-Gruppe. Bei Männern mit geringer Flüssigkeitszufuhr war unter Cranberry zudem die Häufigkeit und Intensität von Schmerz und Brennen spürbar geringer und die Stärke des Harnstrahls größer. Zudem mussten Patienten häufiger Einlagen tragen. Diese Werte unterschieden sich sichtlich zur Gruppe der Patienten mit hoher Flüssigkeitszufuhr.

Infektstopper Cranberry

Cranberries eignen sie sich besonders gut zur Behandlung von Harnwegsinfekten. Denn sie wirken harntreibend, antibakteriell und krampflösend. Und sie können sogar schmerzhaften Infekten vorbeugen: Cranberrys enthalten nämlich sogenannte Proanthocyanidine (PACs) – bioaktive Schutzsubstanzen, die verhindern, dass sich Bakterien an den Wänden von Blase und Nieren ansiedeln. Die Folge: Keime werden schnell und effektiv mit dem Urin ausgeschwemmt.

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