Coronavirus: Müssen für den Impfstoff tausende Haie sterben?

Katharina Flick

Für die Produktion eines Impfstoffes gegen das Coronavirus wird ein Wirkstoff verwendet, der aus der Leber von Haien gewonnen wird – und in Folge dessen Tausende Tiere sterben könnten.

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Weltweit forschen Wissenschaftler mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Einer der wichtigsten Bestandteile ist dabei der Wirkstoff Squalen. Dieser wird aus dem Öl der Leber von Haien gewonnen.  Sollte dieser Wirkstoff weiterhin für den Impfstoff verwendet werden, könnte dies verheerende Folgen für die Meeresräuber haben. Die Tierschutzorganisation "Shark Allies", die sich gegen die Verwendung von Squalen aus Fischölen einsetzt, stellte jetzt eine dramatische Rechnung auf. Für eine Tonne Squalen müssen etwa 3000 Haie sterben, um jeden Menschen auf der Welt mit einer Impfdosis versorgen zu können, müssten damit 250.000 Haie sterben, muss die Impfung zweimal durchgeführt werden, wären es 500.000 Haie.

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Was ist Squalen?

Squalen ist eine farblose, ölige Substanz, die besonders stark in Fischölen vorkommt. Der Wirkstoff nimmt besonders leicht Luftsauerstoff auf und polemisiert leicht. So verstärkt sich die Immunreaktion und damit die Wirksamkeit eines Impfstoffes. Squalen wird nicht erst seit der Suche nach einem Impfstoff gegen COVID-19 verwendet. Der Wirkstoff ist auch in Mineralöl, Kosmetik, Sonnencreme, Lippenstift, Body Lotion oder Foundation zu finden.

Jedes Jahr sterben durch Fischerei und die Forschung bereits etwa 100 Millionen Haie durch Menschenhand. Die Tierschutzorganisation "Shark Allies" startete darum jetzt eine Petition, die auf change.org veröffentlicht wurde. Viele Haiarten stehen bereits auf der Liste der bedrohten Tierarten. Ihnen droht damit die Ausrottung. "Shark Allies" setzt sie sich dafür ein, Alternativen zu tiereischem Squalen für die Forschung an dem Impfstoff zu verwenden.

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Was sind Alternativen zu dem Impfstoff aus Hai-Lebern?

Laut den Forschern und Tierschützern kommt Squalen nicht nur in tierischer Form vor, sondern auch einige Pflanzen enthalten den Wirkstoff. "Shark Allies" stellt klar: "Etwas von einem wilden Tier zu gewinnen, ist niemals nachhaltig." Stefanie Brendl, die Vorsitzende der Tierschutzorganisation ergänzte zudem: "Besonders wenn es ein Raubtier ist, dass sich gar nicht in großen Zahlen weitervermehrt."

Squalen kommt in verschiedenen Lebensmitteln in hohen Konzentrationen vor, beispielsweise Olivenöl, Weizenkeimöl oder Reisöl enthalten hohe Konzentrationen des Wirkstoffes. Für einen Impfstoff gegen das Coronavirus könnten somit alternative Wirkstoffe zu dem aus Haien gewonnen Squalen gefunden werden.

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