Corona-Mutante: Diese Bundesländer sind besonders betroffen

Mona Eichler Health-Redakteurin

Das RKI dokumentiert inzwischen, welche Corona-Mutante wie oft in welchem Bundesland nachgewiesen werden konnte. Zu Recht, denn viele Bürger sind vor allem wegen der britischen und südafrikanischen Mutationen sehr besorgt. Die Virusvarianten und die betroffenen Bundesländer im Überblick.

Inhalt
  1. B.1.1.7, B.1.351 und P1: Die bekanntesten Corona-Mutante 
  2. Corona-Mutante: Karl Lauterbach äußert sich besorgt
  3. Tabelle: Diese Bundesländer sind besonders betroffen

Variant of Concern, kurz VOC, nennt das Robert Koch-Institut jene Corona-Mutanten, die als besorgniserregend eingestuft werden. Aktuell ist das vor allem die britische Virusvariante B.1.1.7. In vierzehntäglichen Berichten dokumentiert die Behörde inzwischen, in welchen Bundesländern die betreffenden Mutationen vorkommen und zählt jeden gemeldeten Verdachtsfall. Der aktuelle Bericht vom 17. Februar 2021 zeichnet ein klareres Bild von B.1.1.7 & Co. und lässt Mutations-Hotspots erkennen.  

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B.1.1.7, B.1.351 und P1: Die bekanntesten Corona-Mutante 

Am meisten Sorgen bereitet aktuell die britische Virusvariante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien nachgewiesen werden konnte. Sie gilt nicht nur als wesentlich ansteckender als der Originalstamm des Coronavirus’: Studien zufolge geht B.1.1.7 mit einer erhöhten Sterblichkeit einher. Auch die südafrikanische Corona-Mutante B.1.351 gilt als besonders ansteckend. 

Indes wird der Corona-Mutante aus Brasilien, P.1 nachgesagt, sie erhöhe die Wahrscheinlichkeit auf eine Reinfektion. Bereits genesene Corona-Patienten könnten demnach durch P.1 wieder an COVID-19 erkranken. 

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Corona-Mutante: Karl Lauterbach äußert sich besorgt

Gerade mit Blick auf die Langzeitschäden von COVID-19 wird schon lange eine genauere Überwachung der Virusvarianten in Deutschland gefordert – in Ländern wie Großbritannien längst Gang und Gäbe. Zumal die Corona-Mutante sich langsam aber sicher ausbreiten. Vor rund zwei Wochen lag der Anteil der britischen Corona-Mutation unter den Gesamtinfektionen hierzulande bei 6 Prozent. Aktuell beträgt er 22 Prozent. „Wir müssen damit rechnen, dass die Variante bald auch bei uns die dominierende werden könnte“, räumte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jüngst ein. 

Epidemiologe Karl Lauterbach (SPD) betonte zu Gast bei „phoenix persönlich“, dass die Corona-Mutante die Fallzahlen im Land wieder nach oben treiben könnte:

„Wir sind in einer Situation, wo unser Lockdown reicht, um die Wildtypvariante zurückzudrängen. Aber ganz langsam krabbelt die Mutationsvariante hoch und wird irgendwann Mitte März so stark verbreitet sein, dass dann wahrscheinlich – Mitte März/Ende März – auch wieder die Gesamtzahlen steigen werden.“

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Tabelle: Diese Bundesländer sind besonders betroffen

Im aktuellen Bericht zu den Virusvarianten liefert das RKI genaue Fallzahlen – zunächst über die Corona-Mutante B.1.1.7 und B.1.351. Die Daten mit Stand 17. Februar in der Übersicht:

BundesländerAnzahl von Fällen mit labor-diagnostischem Verdacht auf Vorliegen von B.1.1.7Anzahl von Fällen mit labor-diagnostischem Verdacht auf Vorliegen von B.1.351Anzahl von Fällen mit Nachweis von B.1.1.7 durch Gesamtgenom-sequenzierung
Baden-Württemberg5204722
Bayern8139315
Berlin3553117
Brandenburg55624
Bremen3302
Hamburg202
Hessen3001650
Mecklenburg-Vorpommern5100
Niedersachsen8804
Nordrhein-Westfalen102212839
Rheinland-Pfalz274619
Saarland76130
Sachsen15019
Sachsen-Anhalt20701
Schleswig-Holstein3773
Thüringen520476
Summe3.848347223

 

Quellen:
2. Bericht zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland, insbesondere zur Variant of Concern (VOC) B.1.1.7, in: rki.de
phoenix persönlich: Prof. Karl Lauterbach zu Gast bei Alfred Schier, in: phoenix.de

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