Corona-Ausbruch in Seniorenheim: Zahl der Toten steigt auf 18

Gaby Scheib

Zuerst wurden 7 Todesfälle gemeldet. Insgesamt hat der Corona-Ausbruch in einem Thüringer Seniorenheim nun schon18 Menschen das Leben gekostet. Die Hintergründe.

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Alle aktuellen Hintergründe zur Corona-Pandemie-Lage in Deutschland hier im News-Ticker!

 

+++07.12. 18 Tote: Corona wütet in Seniorenheim+++

Die Zahl der Toten nach dem heftigen Corona-Ausbruch in der K&S Seniorenresidenz in Rudolstadt ist mittlerweile auf 18 angestiegen. Dies meldete das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Viele der Verstorbenen waren ungeimpft.

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14 Ungeimpfte unter den Corona-Toten

Medienberichten zufolge waren 14 der 18 Verstorbenen nicht oder nicht vollständig gegen Corona geimpft. Nur eine Person war dreifach geimpft, drei Betroffene hatten einen doppelten Impfschutz. Insgesamt sind von den 141 Heimbewohner:innen mehr als ein Drittel ungeimpft. Sechs Personen sind aktuell noch infiziert.

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Corona-Ausbruch: Angehörige gegen Impfung

Das zuständige Landratsamt hatte bei der Meldung der ersten 7 Todesfälle vergangene Woche erklärt, dass die Angehörigen der ungeimpften Bewohner:innen diesen zuvor von einer Impfung abgeraten hatten. „Es handelt sich um eine bewusste Entscheidung der Bewohner, deren Angehörigen oder Betreuer. Es liegt nicht an Terminengpässen“, heißt es von Seiten des Betreibers der Seniorenresidenz.

 

Kein Zusammenhang mit Booster-Impfung im Seniorenheim

Das Landratsamt tritt auch Behauptungen in den sozialen Medien entgegen, nach denen die Todesfälle mit einer Booster-Impfung in Zusammenhang stünden. Es habe genügend Impfmöglichkeiten für die Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen gegeben. 

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz drängt nun auf Aufklärung. Und auch der zukünftige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach reagiert erschüttert: „Hier war offenbar weder den Angehörigen noch der Heimleitung ausreichend bewusst, dass sie Leben auf Spiel setzen. Das ist unverzeihlich.“ 

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Quellen:
Thüringen: Mittlerweile 18 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim in: rnd.de
Todesfälle in Thüringer Heim: Patientenschützer fordern Aufklärung in: mdr.de

 

+++ Deutlich weniger Neuinfektionen, aber 399 Todesfälle +++

Am Dienstag hat das Robert Koch-Institut (RKI) 36.059 Neuinfektionen verzeichnet. Vergangene Woche waren es mit 45.753 Fällen noch deutlich mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist damit auf 432,2 gesunken – gestern lag der Wert noch bei 441,9.

Jedoch meldet das RKI erneut eine hohe Zahl an Todesfällen: 399 Menschen sind innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben, letzten Dienstag waren es 388 Fälle. Die Hospitalisierungsrate – also die Anzahl der Corona-Patient:innen je 100.000 Einwohner:innen, die im Krankenhaus versorgt werden müssen – ist seit Freitag gesunken und lag am Montag bei 5,32 (Freitag: 5,52).

 

+++06.12. Ministerpräsident Weil will Kontaktbeschränkungen über Silvester+++

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil ist besorgt wegen der vermutlich steigenden Zahl an Neuinfektionen nach Weihnachten. In einem Interview mit der „Welt“ erklärte er: „Klar ist, dass es über Weihnachten zahlreiche Familienkontakte geben wird. Die werden nach aller Erfahrung auch wieder für eine Reihe von Ansteckungen sorgen.“ Im vergangenen Jahr ist genau dieser Fall eingetreten. Deshalb will Weil in der Bund-Länder-Konferenz am kommenden Donnerstag eine Neujahrsauszeit ins Spiel bringen.

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Minister Weil: Corona-Infektionsdynamik nach Weihnachten eindämmen

Wie 2020 könnte das Infektionsgeschehen nach den Familienzusammentreffen zum Weihnachtsfest durch Kontaktbeschränkungen verlangsamt werden. Laut Weil wäre es eine Überlegung wert, „ob man die damit verbundene Infektionsdynamik nicht durch eine begrenzte Auszeit abmildern sollte.“

Die Bund-Länder-Runde müsste sich Gedanken darüber machen, ob dies sinnvoll wäre oder ob die bestehenden Maßnahmen ausreichen würden: „Aus rein norddeutscher Sicht könnte man derzeit zu dieser Schlussfolgerung kommen. Aber man muss eben auch die Regionen im Blick haben, in denen das Gesundheitssystem stark überlastet ist“, so der niedersächsische Regierungschef. Und das soll aus Sicht aller unbedingt vermieden werden.

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Neue Corona-Maßnahmen: Ampel plant Lockdown für Gastronomie

Neben Stephan Weil haben sich weitere Ministerpräsidenten für verschärfte Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Sie sollen insbesondere die Restaurants und Kneipen betreffen und bedeuten so de facto einem Lockdown in der Gastronomie. Die neue Ampelkoalition will daher das Infektionsschutzgesetz mit einer neuen Öffnungsklausel anpassen, die weitergehende Einschränkungen ermöglicht.

Dies läge in der Verantwortung der Länder, die die Betriebe dann auch ganz schließen könnten. Das Infektionsschutzgesetz soll dafür geändert werden und schon am 12. Dezember durch den Bundestag gewunken werden. In einigen Ländern könnte es also bereits vor Weihnachten zu verschärften Corona-Maßnahmen kommen, danach droht dann vielleicht eine Neujahrsauszeit.

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Quellen:
„Impfquote über 90 Prozent. Oder immer wieder heftige Infektionswellen“ in: welt.de
Ampel will Schließung von Restaurants ermöglichen in: spiegel.de

 

+++ Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht, 81 neue Todesfälle+++

Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter 27.836 neue Infektionen mit dem Coronavirus an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet – 1.528 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit nach zuletzt leicht sinkenden Werten wieder etwas an. Sie liegt nun bei 441,9 (Sonntag: 439,2). Jedoch kommen einige Gesundheitsämter wegen Überlastung mit den Meldungen kaum noch hinterher, die Zahl der Neuinfektionen könnte daher höher liegen.

81 Menschen sind innerhalb von 24 Stunden am oder mit dem Coronavirus gestorben. Vergangene Woche wurden 73 Todesfälle gemeldet. Auch die zur Beurteilung des Infektionsgeschehens wichtige Hospitalisierungsrate ist gestiegen, sie betrug am Freitag 5,52 (Donnerstag: 5,47). Am Wochenende werden dazu keine Angaben gemacht, daher liegen am Montag dazu noch keine aktuellen Zahlen vor.

 

+++03.12. Omikron-Ausbruch nach Weihnachtsfeier+++

Mindestens 50 Personen wurden nach einer Weihnachtsfeier in Norwegens Hauptstadt Oslo positiv auf Corona getestet. Wie die Nachrichtenagentur "AP" berichtet, könnte die neue Omikron-Variante hinter den Infektionen stecken.

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Vorherige Dienstreise nach Südafrika

Die Weihnachtsfeier hatte in einem Restaurant stattgefunden. Laut einem Bericht der "Daily Mail" waren ein paar Mitarbeitende der Firma, die zur Feier geladen hatte, zuvor auf Dienstreise in Südafrika gewesen. Dort hatte man Omikron vor Kurzem zum ersten Mal nachgewiesen. 

Die zuständige Gesundheitsbehörde forderte jeden Gast des betroffenen Restaurants auf, sich vorsorglich in häusliche Quarantäne zu begeben und sich testen zu lassen. 

 

Ist Omikron ansteckender als Delta? 

In dem Fall sind noch viele Fragen offen. Am drängendsten wohl die, wieso sich die Betroffenen angesteckt haben. Die Weihnachtsfeier hatte unter 2G-Plus-Bedingungen stattgefunden. Sämtliche Gäste sollen sowohl geimpft als auch tagesaktuell negativ getestet gewesen sein. 

Dies könnte die Vermutung mancher Wissenschaftler:innen bestätigen, dass Omikron wesentlich ansteckender ist als der Originalstamm des Coronavirus aus Wuhan. Die Virusvariante weist 32 Mutationen im Spike-Protein auf – darunter auch mehrere, die Hinweise auf eine leichtere Übertragbarkeit geben. 

 

+++Omikron in der Schweiz: 2.000 Personen in Quarantäne+++

Drastisch reagieren die Schweizer Kantone Waadt und Genf auf einen Omikron-Ausbruch an der Internationale Schule in Founex. Auf deren Campus konnten zwei Corona-Infektionen auf die Virusvariante zurückgeführt werden, woraufhin die Kantonsärzte entschieden, rund 2.000 Personen – darunter 1.600 Kinder – in Quarantäne zu schicken. Das berichtet unter anderem der Schweizer "Bund"

In den kommenden Tagen werden PCR-Tests und Genomsequenzierungen durchgeführt. 

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+++Omikron-Ausbreitung in Deutschland: Wie viele Fälle gibt es?+++

Die auch als B.1.1.529 bekannte Omikron-Variante konnte bereits in Deutschland nachgewiesen werden. Den Anfang machten vier Omikron-Fälle in Bayern. Nordrhein-Westfalen meldete erste Verdachtsfälle. 

Expert:innen gehen davon aus, dass Omikron schon wesentlich länger zirkuliert, als bekannt ist. Die Dunkelziffer könnte dementsprechend auch in Deutschland höher liegen. "Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein", sagte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München dem "Focus".  

Die aktuell steigenden Infektionszahlen an Omikron festzumachen, sei allerdings falsch. Aktuell dominiert die Delta-Variante das Infektionsgeschehen in Deutschland. 

 

+++B.1.1.529 in Europa: Hier wurde Omikron bisher nachgewiesen+++

Nicht nur in Deutschland gibt es erste Omikron-Infektionen. Die Virusvariante konnte bereits in mehreren europäischen Ländern nachgewiesen werden: 

  • jeweils ein Fall in Tschechien, Belgien, Österreich und Spanien
  • zwei Fälle in Dänemark
  • vier Fälle in Italien
  • jeweils 13 Fälle in den Niederlanden und Portugal
  • mehrere Verdachtsfälle Frankreich 

In Schottland gibt es bisher neun bestätigte Omikron-Infektionen. In den meisten Fällen waren Reiserückkehrer:innen aus Afrika bzw. Südafrika mit der Mutante infiziert. 

 

+++Corona: Sinkende Infektionszahlen täuschen+++

Das Robert Koch-Institut meldet heute 74.352 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind rund 2.000 Fälle weniger als vor einer Woche. Auch die 7-Tage-Inzidenz steigt nicht mehr so stark an wie in den vergangenen Wochen. Heute liegt sie bei 442,1 nach gestern 439,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. 

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Expertinnen und Experten deutschlandweit warnen allerdings davor, den Rückgang der Neuinfektionen und der Inzidenz falsch zu interpretieren. So gingen nicht etwa die tatsächlichen Ansteckungen zurück. Vielmehr kämen Labore und Behörde mit den täglichen Meldungen nicht hinterher. 

Im aktuellen Wochenbericht schreibt das RKI:

"Der starke Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in den letzten Wochen hat sich in der vergangenen Woche nicht fortgesetzt. Dies kann einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein. Es könnte aber regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein."

 

Todesfälle, Hospitalisierungsrate, Hotspots

In den zurückliegenden 24 Stunden sind 390 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben. Vor einer Woche waren es 357 Personen. Seit Beginn der Pandemie verzeichnet Deutschland 102.568 Corona-Tote. Über 6 Millionen Menschen haben sich nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. 

Die Krankenhausinzidenz, auch Hospitalisierungsrate, liegt aktuell bei 5,52 nach 6,56 gestern. Laut DIVI Intensivreport werden gerade 4.793 Menschen mit Corona auf Intensivstationen behandelt. 2.509 davon (52%) müssen invasiv beatmet werden. 

Der Landkreis Mittelsachsen ist Deutschlands Hotspot Nummer eins mit einer 7-Tage-Inzidenz von 2.062,5. Am besten steht aktuell der Stadtkreis Wilhelmshaven mit einer Inzidenz von 81,1 da. 
Im Vergleich der Bundesländer steht Hotspot Sachsen mit 1.224,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche Schleswig-Holstein mit 151,1 gegenüber. 

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+++02.12. Erste Lockerungen in Bayern+++

Aktuell ist Bayern eines der am schwersten von Corona betroffenen Bundesländern. Die Inzidenz im Freistaat liegt aktuell bei 571,6. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plant, die epidemische Lage auf Landesebene durchzusetzen, zahlreiche Regionen gelten als Hotspots und das RKI zählt überdurchschnittliche viele COVID-Todesfälle. 

Die dramatischen Corona-Zahlen in Bayern werden sicherlich auch bei der Ministerpräsidentenkonferenz, die heute um 11 Uhr startet, im Fokus stehen. Vor allem mit Blick darauf, wie und in welchem Umfang Corona-Einschränkungen gelockert werden können. 

Losgelöst von der heutigen MPK setzen zwei bayerische Regionen erste Lockerungen bereits um. Trotz Horror-Inzidenzen. 

 

Ostallgäu und Deggendorf: Keine Hotspots mehr

Den heute sechsten Tag infolge liegen die Landkreise Ostallgäu und Deggendorf unter einer Inzidenz von 1.000. Mit 885,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche steht das Ostallgäu ein wenig besser da als Deggendorf mit 951,6. 

In Bayern gelten Regionen mit einer Inzidenz von über 1.000 als Hotspots. Zweitweise waren zwölf bayerische Landkreise betroffen. Inzwischen beruhigt sich die Lage etwas und nur noch drei Landkreise gelten als Hotspots. Doch erst, wenn die Inzidenz fünf Tage infolge unter 1.000 liegt, darf gelockert werden – wie im Fall vom Ostallgäu und Deggendorf. Beide Regionen durften gestern die ersten Lockerungen umsetzen. 

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2G und 2G-Plus: Das gilt in der Gastro und in Fitnessstudios

Ab sofort gilt in den Landkreisen Ostallgäu und Deggendorf 2G für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe, sowie für Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung, Fahrschulen und körpernahe Dienstleistungen. 
Strenger sind die Regelungen in Fitnessstudios Sportstätten, Orten der Kultur sowie in (Hallen-)Bädern. Hier gilt 2G-Plus: Geimpfte und Genesene brauchen also jeweils einen tagesaktuellen Test.  

 

+++Weniger Neuinfektionen, mehr Todesfälle+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 73.209 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Wochen waren es mit 75.961 Ansteckungen etwas mehr. 
Die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden steigt im Wochenvergleich allerdings von 351 am 25. November auf heute 388 Corona-Tote. 

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Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich rund 5,97 Millionen Personen mit SARS-CoV-2 infiziert, über 102.000 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt von 442,9 am Vortag auf heute 439,2. 

  

Die Lage in den Krankenhäusern

Die vom RKI errechnete Krankenhausinzidenz liegt heute bei 5,47 neuen Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Der Wert, der auch Hospitalisierungsrate genannt wird, gilt als eine der wichtigsten Kennzahlen in der aktuellen Krise. Er bildet die Situation in den Kliniken ab. Ihren Rekordwert hatte die Krankenhausinzidenz um Weihnachten 2020 herum mit 15,5 erreicht. 

Laut DIVI Tagesreport müssen aktuell 4.690 Personen auf einer Intensivstation behandelt werden. Das sind 54 mehr als tags zuvor. 2.435 davon (52%) werden invasiv beatmet – 52 mehr als gestern. 
Einschätzungen zufolge droht bereits ab 4.000 Intensiv-Fällen ein Kollaps – in der Folge bereiten zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland eine Triage vor.  

Der Anteil der Corona-Erkrankten an der Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten in Intensivbetten liegt laut RKI derzeit bei 21 Prozent. Vor einer Woche waren es 18,2 Prozent. Die Hospitalisierungsrate hatte damals bei 5,79 gelegen. 

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+++01.12. Schon wieder Corona in Potsdamer Klinik+++

Das Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum kämpft aktuell gegen zahlreiche Corona-Infektionen im Haus. Betroffen sind Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende der urologischen Station. 

Besonders bitter ist die Situation vor dem Hintergrund, dass die Klinik bereits mit Corona-Ausbrüchen Schlagzeilen machte. Im Sommer hatte die Polizei gegen die frühere Geschäftsführung und einzelne Ärzte ermittelt. 

 

Zahlreiche Infizierte

Der Ausbruch ist bereits vergangene Woche bekannt geworden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich 11 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. 

Wie Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt am Dienstag gegenüber "rbb" bestätigte, liegen inzwischen 19 nachgewiesene Corona-Fälle vor – 13 Patientinnen und Patienten sowie sechs Mitarbeitende sind infiziert. 

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Klinik stockt Intensivbetten auf

Der Großteil der Infektionen verlaufe mild oder asymptomatisch, erklärte Schmidt. Dennoch habe man sich dazu entschieden, mehr Betten für COVID-19-Erkrankte einsatzbereit zu machen. Die bisher verfügbaren Kapazitäten seien nahezu ausgeschöpft. 

Zusätzlich verhängte die Klinikleitung ein Besuchsverbot für die urologische Station und einen Aufnahmestopp. Engmaschige Corona-Tests sollen mögliche Folgeinfektionen schnell aufdecken. Sobald sieben Tage am Stück keine neue Infektion festgestellt würde, könne der Corona-Ausbruch für beendet erklärt werden. 

 

Nicht der erste Corona-Ausbruch

Das Potsdamer Ernst von Bergmann-Klinikum hat im Laufe der Corona-Pandemie schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Bereits im März 2020 war es zu einem Corona-Ausbruch mit zahlreichen Betroffenen gekommen. Zwischen Ende Januar und Ende April waren ingesamt 140 Patientinnen und Patienten sowie 208 Mitarbeitende positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. 47 COVID-19-Erkrankte starben in diesem Zeitraum. 

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Experten des Robert Koch-Instituts hatten daraufhin kritisiert, dass der Leitungswechsel in der städtischen Klinik die Infektionen begünstigt haben könnte. Mit der neuen Klinikleitung war ein neues Sicherheitskonzept eingeführt worden, für das ganze Stationen innerhalb des Hauses hatten umziehen müssen. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen gegen die frühere Geschäftsführung der Klinik und einzelne Ärzte ein, die allerdings im August eingestellt wurden. 

 

+++Inzidenz sinkt den zweiten Tag infolge+++

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen leicht gestiegen ist, meldete das RKI am Mittwoch zum zweiten Mal infolge eine sinkende 7-Tage-Inzidenz. Der Wert der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche liegt heute bei 442,9. Gestern hatte er bei 452,2 gelegen, am Montag bei 452,4. 

Die Gesundheitsämter in Deutschland registrierten in den vergangenen 24 Stunden 67.186 neuen Corona-Infektionen und 446 Todesfälle. Vor einer Woche waren es 66.884 Neuinfektionen und 335 Corona-Tote gewesen. 
Seit Beginn der Pandemie haben sich rund 5,9 Millionen Personen mit SARS-CoV-2 infiziert und über 101.000 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

 

Krankenhausinzidenz sinkt ebenfalls

Nicht nur die bundesweite 7-Tage-Inzidenz geht zurück. Auch die Krankenhausinzidenz sinkt. Der Wert gibt an, wie viele neue Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche registriert werden. Am Montag betrug die Krankenhausinzidenz, auch Hospitalisierungsrate, noch 7,51 und fiel am Dienstag auf 6,81. Heute liegt die Krankenhausinzidenz bei 5,62.

Laut DIVI Intensivreport befinden sich in Deutschland aktuell 4.636 Corona-Kranke auf Intensivstationen – 37 mehr als am Vortag. 2.383 davon (51%) müssen invasiv beatmet werden. Das sind 27 mehr als tags zuvor. 
Momentan sind in ganz Deutschland 19.823 Intensivbetten belegt und 2.363 frei.

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+++30.11. 2G im Einzelhandel und Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern+++

Am heutigen Dienstag kommen Bund und Länder bei einer Telefonschalte noch einmal zusammen, um frühzeitig über weitere Corona-Maßnahmen zu sprechen. Doch bevor es möglicherweise im Anschluss zu weiteren Verschärfungen kommt, bei denen im schlimmsten Fall ein neuer Lockdown drohen könnte, haben Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und das Saarland bereits Verschärfungen angekündigt. In den kommenden Tagen wird dort das öffentliche Leben weiter eingeschränkt.

Die neuen Grenzwerte geben es vor, Mecklenburg-Vorpommern muss es nun umsetzen. Nachdem die Corona-Ampel bereits den dritten Tag infolge auf Rot steht und die Hospitalisierungs-Inzidenz bei 9.9 liegt, werden ab Mittwoch (1. Dezember) verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft treten. Dann gilt in Mecklenburg-Vorpommern:

Kontaktbeschränkungen: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich im Innenbereich treffen. Im Außenbereich dürfen es maximal zehn Personen sein, unabhängig von der Anzahl der Haushalte.
Allerdings: Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren werden hier nicht mitgezählt.

2G im Einzelhandel: Im Einzelhandel gilt die 2G-Regelung, d.h. Zutritt haben nur Geimpfte und Genesene. Ausgenommen von dieser Regelung sind folgende Geschäfte: Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, der Buch- und Zeitungshandel, Weihnachtsbaumverkaufsstellen, Blumengeschäfte, Apotheken, Drogerien, Getränkemärkte, Reformhäuser, Sanitätshäuser, Hörgeräteakustiker, Optiker, Tierbedarfsmärkte, Babyfachmärkte, Baumärkte sowie Tankstellen.

 

Einschränkungen auch für Geimpfte bei Veranstaltungen

Bei Großveranstaltungen müssen sich alle, also auch Geimpfte und Genesene vorher einen Corona-Test unterziehen, der negativ sein muss. Zudem wird die maximale Anzahl der Gäste beschränkt. Es dürfen nur noch 30 Prozent der Sitzplätze vergeben werden. Bei Sport und Außenveranstaltungen gilt eine Obergrenze von 7.250 Zuschauer:innen. Auch für Weihnachtsmarkt-Besucher gilt 2G-Plus.

Quelle:

Corona-Ampel drei Tage "rot": Ab Mittwoch schärfere Regeln in MV, in: ndr.de 

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+++Nordrhein-Westfalen kündigt weitere Einschränkungen an+++

Noch am Wochenende wurde in Köln noch vor ausverkauftem Fußball-Stadion gespielt, nun drohen Konsequenzen. Am Mittwoch soll das nordrhein-westfälische Landeskabinett über schärfere Maßnahmen abstimmen. „Wir können nicht warten, bis ein neuer Kanzler gewählt wird. Daher braucht es diese Abstimmung in den nächsten Tagen, am besten schon morgen“, sagt Regierungschef Hendrik Wüst gegenüber der Presse. Diese Maßnahmen sollen in NRW daher verschärft werden:

  • Verbot oder Einschränkungen von Zuschauern in Stadion
  • Weitere Kontaktreduzierungen
  • Die Maskenpflicht in Schulen soll wieder eingeführt werden.

Ob es zu den geplanten Einschränkungen kommen wird oder ob zuvor der Bund-Länder-Gipfel ohnehin weitere bundesweite Einschränkungen beschließt, zeigt sich im Laufe des Tages. Am Mittwoch ist eine Pressekonferenz zur Corona-Lage in NRW angesetzt.

Quelle:

Strengere Corona-Maßnahmen in NRW - das ist im Gespräch, in: nw.de 

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+++Lockdown für Ungeimpfte im Saarland beschlossen+++

"Die Fallzahlentwicklung ist dramatisch, wir befinden uns nach wie vor in einer epidemischen Lage“, erklärte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans am gestrigen Montag.

Ungeimpfte bekommen im Saarland daher nun keinen Zutritt mehr zu Gastronomie, Geschäften und Veranstaltungen. Das hat der Landtag am Montag in einer Sondersitzung beschlossen. Die neue Regelung tritt ab Mittwoch in Kraft. Dann gilt:

  • 2G-Plus in Restaurants, Hotels, bei körpernahen Dienstleistungen sowie in Schwimmbädern und Fitnessstudios. Hier müssen auch Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Testnachweis erbringen.
  • 2G-Plus in Museen, Kinos sowie weitere kulturelle Veranstaltungen.
  • Die Maskenpflicht wird überall da wieder eingeführt, wo der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann sowie in Innenräumen beim Verlassen des Platzes.

 

Für Ungeimpfte gilt künftig im Saarland:

  • Alle Freizeitaktivitäten im Außenbereich wie etwa Freizeitparks oder Sport sind nur noch für Geimpfte und Genesene zulässig. Auch die Außengastronomie schließt Ungeimpfte künftig aus.
  • Ungeimpfte haben keinen Zutritt mehr zu Einzelhandelsgeschäften, ausgenommen solche, die der Grundversorgung dienen, wie zum Beispiel Supermärkte oder Apotheken.
  • Ungeimpfte müssen ihre Kontakte einschränken. Hier gilt: Der eigene Haushalt darf nur noch eine weitere Person treffen – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen.

Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie minderjährige Schüler:innen, die regelmäßig in der Schule getestet werden, sind von den neuen Maßnahmen ausgenommen.

Quelle:

Lockdown für Ungeimpfte im Saarland, in: sr.de 

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+++Neuer Lockdown vor Weihnachten: Druck auf Bund-Länder-Runde wächst+++

Nachdem das Bundesverfassungsgericht heute entschieden hat, dass die Bundesnotbremse nicht gegen die Verfassung verstieß, entscheiden heute die Ministerpräsident:innen der einzelnen Bundesländer mit Angela Merkel und Olaf Scholz über weitere, bundesweite Corona-Maßnahmen. Und der Druck auf die Regierung wächst. Selbst die neuen Verschärfungen reichen nicht, um die vierte Welle zu brechen – da sind sich alle Expert:innen einig. „Es braucht einheitliche Maßnahmen in Deutschland und keinen Flickenteppich“, sagt Markus Söder am Dienstagmorgen gegenüber der Presse.

 

+++RKI Sieben-Tages-Inzidenz sinkt erstmals wieder+++

Erstmals sind die Corona-Zahlen wieder rückläufig. Am heutigen Dienstag meldet das Robert Koch-Institut 45.753 Corona-Neuinfektionen. Die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz sinkt von 452,4 leicht auf 452,2. Zudem wurden innerhalb 24 Stunden weitere 388 Todesfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet. Die Hospitalisierungsrate liegt derzeit bei 5,52. 

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+++29.11. Corona-Hotspot: Inzidenz von über 2000 im Erzgebirgskreis+++

Der sächsische Erzgebirgskreis hat am Freitag als erster Landkreis in Deutschland eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2000 überschritten und damit eine neue Rekordhöhe erreicht. Innerhalb von einer Woche haben sich 2006 Einwohner pro 100.000 mit SARS-CoV-2 infiziert, die Inzidenz lag bei 2006,2. Am heutigen Montag stieg der Wert nochmals auf nun 2073,4. Nun könnte unter anderem eine Impflicht drohen. In vielen Orten protestierten deswegen zahlreiche Menschen.

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Proteste in mehreren Städten trotz 2000er-Inzidenz

Nach Angaben der Polizei haben am Samstagabend unter anderem in Chemnitz, Schneeberg, Aue und Zschopau viele Anwohner mit Kerzen und Plakaten gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Zuvor hatte es Aufrufe in den sozialen Netzwerken gegeben, die die Leute zu Aufmärschen vor Kliniken und Rathäusern aufgefordert haben. Ziel der Proteste ist eine mögliche Impfpflicht. Medienangaben zufolge sollen auch Mitarbeitende der Kliniken unter den Protestierenden gewesen sein.

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Hunderte protestieren in Chemnitz und Schneeberg

In Sachsen sind derzeit nur Versammlungen von 10 Personen erlaubt. Dennoch kamen allein in Chemnitz rund 300 Menschen zusammen, die von der Polizei vor dem Betreten des Krankenhausgeländes gehindert wurden. Auch in Schneeberg folgten mehr als 300 Protestierende den Aufrufen. In Aue machten mehr als zwei Dutzend Menschen ihrem Unmut mit Plakaten Luft, während in Zschopau rund 40 Teilnehmende vor dem örtlichen Klinikum protestierten. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen mehrerer Verstöße gegen die Corona-Notfallverordnung aufgenommen.

Quellen:
Corona-Hotspot Erzgebirge: Sieben-Tage-Inzidenz steigt in erstem Landkreis über 2000 in: rnd.de
Hunderte Menschen protestierten gegen Corona-Maßnahmen in: t-online.de
Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard in: experience.arcgis.com

 

+++ Neuer Höchststand bei Sieben-Tage-Inzidenz +++

Am Montag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) erneut Höchstwerte: Die Inzidenz stieg demnach von 446,7 am Sonntag auf 452,4. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 386,5 gelegen. Die Gesundheitsämter verzeichneten 29.364 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am Freitag lag der Wert bei 76.414 neuen Ansteckungen – am Wochenende werden jedoch generell weniger Fälle an das RKI gemeldet.

Zudem sind binnen 24 Stunden 73 Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben. Erst am Donnerstag hatte die Zahl der Toten die 100.000 durchbrochen, aktuell liegt der Wert bei 100.956 Todesfällen. Die zur Beurteilung des Infektionsgeschehens wichtige Hospitalisierungsrate betrug am Freitag 5,97, am Wochenende werden dazu keine Angaben gemacht. Überschreitet die Marke die 6, gilt die 2G-Plus-Regel. Ab einem Wert von 9 werden die Corona-Maßnahmen nochmals verschärft.

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Service 2G-Plus: Was bedeutet das und wo gilt es bereits?

 

+++Belgien meldet ersten Fall der neuen Corona-Variante aus Südafrika+++

Nun hat die neue südafrikanische Corona-Variante auch Europa erreicht. Als erstes Land meldet Belgien einen Fall, bei dem die besorgniserregende Variante B.1.1.529 nachgewiesen wurde. Sie wurde bei einem Reisenden festgestellt, der am 11. November aus Ägypten zurück nach Belgien einreiste. Die ersten Symptome zeigten sich laut Medien-Berichten am 22. November.

Der Virologe Marc Van Ranst erklärte via Twitter, es gebe zwei weitere auffällige Proben. Belgien werde voraussichtlich ebenfalls wie Deutschland, Israel und Großbritannien die Reisen aus den südlichen Ländern Afrikas künftig einschränken. Belgien selbst hat aktuell mit extrem hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. "Die Situation heute ist schlimmer als alle Szenarien, die uns die Experten vorgerechnet hatten", erklärte Belgiens Premierminister Alexander De Croo.

Lose Kaugummis auf blau-weißer Tischdecke, daneben eine weiße Box
Service Kaugummi gegen Corona: Ansteckungsrisiko sinkt drastisch

 

+++26.11. Pressekonferenz: Regierung versucht, B.1.1.529 zu stoppen+++

Die neue Virusvariante aus Südafrika trägt die Bezeichnung B.1.1.529 und weist Wissenschaftler:innen zufolge 32 Mutationen auf – das könnte sie resistent gegen die derzeit zugelassenen Corona-Impfstoffe machen. 

Die Bundesregierung versucht nun zu verhindern, dass sich die Mutation auch in Deutschland verbreitet. In einer Pressekonferenz am Freitagmorgen beziehen der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler Stellung zur neuen Corona-Mutante aus Südafrika. 

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Service Corona: Darum könnte Afrika zur Brutstätte neuer Mutationen werden

 

Schnelles Handeln: Flugverkehr aus Südafrika beschränkt

Wenige Stunden nach den ersten, eindringlichen Warnungen vor der neuen Mutation aus Südafrika hat die Bundesregierung entschieden, Südafrika ab Samstag (27. November) zum Virusvariantengebiet zu erklären. Damit wird Flugverkehr ins und aus dem Land drastisch eingeschränkt. "Wir haben heute morgen entschieden, dass Südafrika und möglicherweise weitere Nachbarländer zu Virusvariantengebieten erklärt werden", bestätige Jens Spahn auf der Pressekonferenz. 

Zuvor hatte er bereits auf Twitter erklärt, welche Folgen dieser Schritt hat: 

Online betonte der Politiker zusätzlich: "Wir bleiben bei der Einreise vorsichtig. Die neu entdeckte Variante #B11529 besorgt uns, daher handeln wir hier pro-aktiv und frühzeitig. Das letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht."

Ähnliche Worte fand Lothar Wieler auf der Pressekonferenz am Morgen. "Wir sind sehr froh, dass wir diese Meldung so früh bekommen haben", betonte der RKI-Chef, ließ aber keinen Zweifel daran, dass man um die potentielle Gefahr von B.1.1.529 wisse: "Wir sind in sehr großer Sorge." 

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Drängende Fragen sind noch offen

Bisher weiß man über B.1.1.529, dass sie 32 Mutationen im Spike-Protein aufweist – also an jenem Teil des Virus, das das Eindringen in die menschliche Wirtszelle erlaubt. Ob das bedeutet, dass die aktuell zugelassenen Corona-Impfstoffe nicht gegen die Mutation aus Südafrika wirken, ist naheliegend – aber noch nicht bewiesen. 

"Die Frage, welche Krankheitsverläufe es gibt, oder ob die Impfstoffe wirken, kann man aktuell noch nicht beantworten", betonte Jens Spahn auf der Pressekonferenz mit Lothar Wieler. 

Bisher konnte B.1.1.529 nicht nur in Südafrika, sondern auch in Botswana und Hongkong nachgewiesen werden. "Mir ist bislang nicht bekannt, dass in Europa diese Variante gemeldet wurde", sagte Wieler und untermauerte: "Ich hoffe sehr, dass stringent dahingehend gearbeitet wird, dass die Ausbreitung dieser Variante so gut es geht eingeschränkt wird."

 

+++Corona-Zahlen: Sachsens Inzidenz klettert weiter+++

Sachsen sprengte gestern mit 1.074,6 als erstes Bundesland die 1.000er-Marke. Heute steigt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche im Hotspot auf 1.192,8 . Schleswig-Holstein steht aktuell mit einer Inzidenz von 152,8 am besten da. 
Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz beträgt am Freitag 438,2 nach 419,7 am Vortag. 

 

Über 76.000 neue COVID-19-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 76.414 labortechnisch bestätigte Corona-Infektionen und 357 Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 5.650.170 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. 100.476 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 

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Die aktuelle Hospitalisierungsrate – auch Krankenhausinzidenz – beträgt 5,97 neue Klinikeinweisungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Am Vortag lag sie bei 5,79. Ihren Spitzenwert hatte die Hospitalisierungsrate um Weihnachten 2020 mit rund 15,5 erreicht.

 

+++Neue resistente Corona-Variante in Südafrika entdeckt+++

Wissenschaftler in Südafrika berichten von einer neuen Corona-Variante, die die Bezeichnung B.1.1.529 trägt. Auf einer Pressekonferenz erklärte der Virologe Tulio Oliveira, dass sie „Anlass zur Sorge“ gebe, da sie eine „sehr hohe Anzahl von Mutationen“ aufweise. Konkret habe man gleich 32 Mutationen im Spike-Protein entdeckt – also in jenem Teil des Virus, das das Eindringen in die menschliche Wirtszelle ermöglicht.

 

B.1.1.529 grassiert in drei Ländern

Der südafrikanische Gesundheitsminister, Joe Phaahla, sieht die neue Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und erklärte, dass sie zu einem exponentiellen Anstieg der Infektionszahlen in Südafrika geführt habe. Bislang sei die neue Corona-Mutante laut Phaahla in hundert sequenzierten Proben nachgewiesen worden. Doch nicht nur in Südafrika, sondern auch in Botswana und Hongkong grassiert B.1.1.529 bereits.

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Neue Corona-Mutante könnte ansteckender sein als Delta

Noch sei nicht klar, ob die Corona-Impfstoffe wirksam gegen die Virus-Variante sind. Es gebe allerdings bereits Hinweise darauf, dass sich B.1.1.529 noch schneller ausbreitet als die Delta-Variante, die bereits deutlich ansteckender als der Ur-Typ des Coronavirus ist. Die Entwicklung der Infektionszahlen scheint dies zu bestätigen: Obwohl in Südafrika der Sommer beginnt, sind die Zahlen von etwa 100 zu Beginn des Monats auf nun rund 1.200 angestiegen. Am heutigen Freitag soll eine Dringlichkeitssitzung einer Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur neuen Virusvariante stattfinden. Dann soll entschieden werden, ob die Variante als "besorgniserregend" eingestuft wird.

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Reisebeschränkungen nach Afrika: Gesundheitsminister Lauterbach alarmiert

Großbritannien hat als eines der ersten Länder aus Sorge wegen der neuen Variante aus Afrika den Flugverkehr aus Südafrika, Lesotho, Botsuane, Simbabwe, Eswatini und Namibia eingeschränkt. Ankommende müssen zudem mit einer strengeren Pflicht zur Hotelquarantäne rechnen. 

Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bringt Reiseeinschränkungen ins Gespräch. Via Twitter erklärte er noch in der Nacht: "Hoffentlich bestätigt sich nicht, was diese Grafik zeigt. Wenn ja müssen sofort Reisebeschränkungen erfolgen. Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein."

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+++EMA empfiehlt Biontech-Impfung für Kinder ab 5 Jahren+++

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg für die Kinder-Impfungen ab 5 Jahren frei gemacht. Der Ausschuss empfiehlt die Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Bislang wurde der Impfstoff von Biontech nur für Kinder ab 12 Jahren empfohlen.
Eine finale Entscheidung von der Europäischen Kommission steht jedoch noch aus. Dies gilt allerdings als reine Formsache. Die Impfung für Kinder enthält ein Drittel der Erwachsenen-Dosis (etwa 10 Mikrogramm) und wird ebenfalls zweimal im Abstand von drei Wochen verimpft.

"Wir bekommen immer neue Erkenntnisse. Es ist die größte Impfkampagne der Menschheitsgeschichte. Wir haben daher mehr Informationen als je zuvor", sagt die EMA in einer Pressekonferenz anlässlich der Zulassung.

 

Wann beginnen die Kinderimpfungen in Deutschland?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündete bereits am vergangenen Freitag, dass der Impfstoff für Kinder von 5 bis elf ab dem 20. Dezember in der Europäischen Union im Einsatz sein werde. Für Deutschland sind 2,4 Millionen Dosen vorgesehen. 

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+++25.11. Hotspots sprengen 1000er-Inzidenz+++

Besorgniserregende Zahlen aus Bayern: In dem Bundesland überschreiten elf Landkreise eine 7-Tage-Inzidenz von 1.000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. 
Laut der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt damit der Lockdown. 

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Lockdown in Bayern: Elf Landkreise über Inzidenz von 1.000

Betroffen sind laut der aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts, die das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur Verfügung stellt, folgenden Landkreise und Städte in Bayern: 

  • Landkreis Freyung-Grafenau (1486,8)
  • Landkreis Rosenheim (1467,7)
  • Landkreis Rottal-Inn (1306,2)
  • Stadt Rosenheim (1270,6)
  • Landkreis Mühldorf a. Inn (1132,4)
  • Landkreis Traunstein (1119,0)
  • Landkreis Berchtesgadener Land (1089,1)
  • Landkreis Dingolfing-Landau (1076,7)
  • Landkreis Ostallgäu (1054,9)
  • Landkreis Regen (1042,5)
  • Landkreis Passau (1035,4)

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Offiziell gilt der Lockdown in den betroffenen Regionen schon am ersten Tag nach der Überschreitung der 1.000er-Inzidenz. 

 

Lockdown-Maßnahmen: Das gilt in Hotspots

In Lockdown-Hotspots greifen deutlich strengere Corona-Maßnahmen. Dazu gehört, dass sämtliche Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt werden müssen. Die Gastronomie – mit Ausnahmen von Mitnahmeangeboten und Kantinen – schließt. In Hotels dürfen lediglich Dienstreisende übernachten und an Hochschulen wird auf digitalen Unterricht umgestellt. 

 

Hotspots in Deutschland

In Bayern liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 641,1. Deutschlandweit liegt das Bundesland damit auf dem vierten Platz hinter Brandenburg mit 655,7, Thüringen mit 773,2 und Spitzenreiter Sachsen mit 1.074,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche.  
Die niedrigste Inzidenz weist aktuell Schleswig-Holstein mit 152,7 auf, gefolgt von Hamburg mit 185,4, Bremen mit 190,4 und Niedersachsen mit 195,1. 

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Die drei größten Hotspots unter den Landkreisen sind die beiden sächsischen Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1.688,0) und Erzgebirgskreis (1.657,9), gefolgt von Freyung-Grafenau (1.513,62) in Bayern. 

 

+++Aktuelle Zahlen: Über 100.000 Corona-Tote+++

Seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland sind über 100.000 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben. Das RKI meldet heute ingesamt 100.119 Corona-Tote – 351 mehr als gestern. 
Auch die Zahl der Neuinfektionen erreicht einen Negativrekordwert: In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Gesundheitsämter in Deutschland 75.961 neue COVID-19-Fälle. Seit Beginn der Krise haben sich damit 5.573.756 Personen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. Als genesen stuft das RKI 4.744.400 Fälle ein. Das ist ein Plus von ca. 31.500 im Vergleich zum Vortag. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz klettert gemeinsam mit den Neuinfektionen auf einen Rekordwert und liegt aktuell bei 419,7. Gestern hatte sie 404,5 betragen. 

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Die Lage in den Krankenhäusern

Laut DIVI Intensivreport befinden sich aktuell 4.070 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. 2.124 davon (52%) müssen invasiv beatmet werden. Der Wert von 4.000 Intensivfällen wird von zahlreichen Expertinnen und Experten als kritische Schwelle hin zum Kollaps des Gesundheitssystem eingestuft. 

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Laut RKI Lagebericht vom 24. November liegt die Krankenhausinzidenz – auch Hospitalisierungsrate – bundesweit bei 5,74 Neueinweisungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Vor sieben Tagen hatte der Wert bei 5,15 gelegen. Am höchsten war die Hospitalisierungsrate um Weihnachten 2020 herum. Damals zählte das RKI 15,5 neue Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. 

Der Anteil der Corona-Erkrankten an der Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten in Intensivbetten liegt derzeit bei 17,8%. In der Vorwoche waren es 14,7% gewesen. 

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+++24.11. Söder will die epidemische Lage auf Landesebene+++

In Deutschland läuft die epidemische Lage – auf deren Grundlage harte Corona-Maßnahmen wie Reiseverbote, Ausgangsbeschränkungen oder Geschäfts- und Schulschließungen durchgesetzt werden können – Ende November offiziell aus. Der Entscheidung vorausgegangen war eine wochenlange Kritik, wonach das Festhalten an der epidemischen Lage unverhältnismäßig wäre. 

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält das für einen Fehler. "Ich bin sicher, die Ampel wird da nachbessern müssen, weil die Einschätzung, eine epidemische Lage endet, eine grundlegende Fehleinschätzung der gesamten Situation ist", betonte der Parteivorsitzende am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München.

 

Epidemische Lage in Bayern?

Nach dem Ende der epidemischen Lage in Deutschland gilt eine Übergangsfrist: Noch bis zum 15. Dezember haben die Länder das Recht, die im Paragraph 28 des neuen Infektionsschutzgesetzes enthaltenen Maßnahmen umzusetzen. Markus Söder betonte, er wolle sich mit dieser Frist nicht zufriedengeben. Er hoffe zwar, dass die Lage bis zum 15. Dezember unter Kontrolle gebracht sei, doch voraussagen könne dies niemand. 

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Aus genau diesem Grund hat Markus Söder beantragt, die epidemische Lage auf Landesebene fortzuführen. Der Landtag muss dem noch zustimmen. 

 

Strengere Regeln in Bayern ab dem 24. November

Unabhängig von der epidemische Lage gelten in Bayern ab heute strengere Corona-Maßnahmen. Zu den wichtigsten gehören: 

  • Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Treffen von fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt
  • Der Zutritt zu Hochschulen, Fahrschulen und Friseursalons ist nur Geimpften und Genesenen erlaubt
  • Im Handel darf pro 10 Quadratmeter Fläche im Geschäft ein Kunde eintreten – es gilt Maskenpflicht
  • Sperrstunde in der Gastronomie ab 22 Uhr
  • 2G Plus bei Kultur- und Sportveranstaltungen, Messen, Tagungen, Kongressen, in Freizeiteinrichtungen sowie bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten 
  • Diskotheken, Clubs und Weihnachtsmärkte werden geschlossen

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Alle Maßnahmen: 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (IfSMV) ab dem 24. November 2021

 

+++Inzidenz über 400+++

Das RKI meldet für den heutigen Mittwoch wieder Negativrekordwerte bei den aktuellen Corona-Zahlen. So verzeichneten die Gesundheitsämter in Deutschland in den vergangenen 24 Stunden 66.884 neue Corona-Infektionen und 335 Todesfälle. Vergangene Woche waren es 52.826 Neuinfektionen und 294 Corona-Tote gewesen.
Seit Beginn der Pandemie haben sich 5.497.795 Personen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert, 99.768 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt von 399,8 am Vortag auf jetzt 404,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. 

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Krankenhausinzidenz sinkt leicht

Aktuell meldet das RKI eine Krankenhausinzidenz – auch Hospitalisierungsrate genannt – von 5,74 neuen Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Am Vortag hatte dieser Wert zunächst 5,6 betragen und wurde später auf 6,79 nach oben korrigiert. 

Laut DIVI Intensivreport liegen aktuell 3.987 Corona-Erkrankte auf einer Intensivstation. 2.042 davon (51%) müssen invasiv beatmet werden. Der Anteil der Corona-Erkrankten an der Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten in Intensivbetten liegt derzeit bei 17,3%. Vor einer Woche hatte er bei 14,4% gelegen. 

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+++23.11. Thüringen will öffentliches Leben herunterfahren+++

Es droht erneut ein harter Corona-Winter, in dem trotz Impfungen mit massiven Einschränkungen gerechnet werden muss. Und diese werden von den einzelnen Bundesländern in der kommenden Woche bereits umgesetzt. So verschärfen Thüringen, Brandenburg und Baden-Württemberg in den kommenden Tagen. Niedersachsen will sich zudem im Laufe des Tages zu neuen Corona-Maßnahmen äußern. 

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In den kommenden Tagen will die Thüringer Landesregierung einen neuen Verordnungsentwurf verabschieden, der laut „MDR“-Informationen bereits ab Mittwoch eine Art „Teil-Lockdown“ umfasst. Laut dem Verordnungsentwurf sollen

  • Weihnachtsmärkte, Volksfeste, Messen und Kongresse abgesagt werden.
  • Bars, Diskotheken Schwimmhallen, Saunen, Freizeitparks und Spielplätze schließen.
  • für Personen ohne vollständigen Impfschutz eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr gelten.

Außerdem ist in Gaststätten, Hotels, Theater und Kinos sowie im Einzelhandel eine 2G-Regelung geplant. Drogerien, Apotheken, Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte sind davon ausgenommen.

Die geplanten Maßnahmen sind in der künftigen Koalition aus SPD, Grüne und FDP umstritten. Es können daher noch Änderungen folgen. Am Mittwoch sollen die Verschärfungen jedoch bereits in Kraft treten.

Quelle:

Landesregierung will strengere Corona-Regeln beschließen, in: mdr.de 

Straße mit einer Reihe von Polizei-Mannschaftswagen; Corona-Viren schweben herum
Service Corona-Kollaps bei der Polizei: Inzidenz von über 4.000!

 

+++Brandenburg plant Ausgangssperren und Weihnachtsmarkt-Absage+++

Auch Brandenburg setzt ein Zeichen und will die Corona-Maßnahmen verschärfen. Geplant sind die Ausweitung der 2G-Regelung auf den Einzelhandel (mit Ausnahmen) sowie weitere Kontaktbeschränkungen. Es sollen sich künftig in der Öffentlichkeit nur noch bis zu fünf Menschen treffen dürfen – Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt. Die „MOZ“ berichtet zudem, dass es eine tägliche Testpflicht an Brandenburger Schulen geben soll. Laut einer Pressemitteilung werden außerdem alle Weihnachtsmärkte in Brandenburg wieder abgesagt.

Bei einer Inzidenz von 1.000 gilt eine Ausgangssperre in Hotspot-Landkreisen, wenn die landesweite Intensivbetten-Belastung über zehn Prozent liegt. Die Ausgangssperre gilt jedoch lediglich für Ungeimpfte von 22 bis 6 Uhr morgens. Betroffen von der Regelung sind bisher die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Am Dienstag entscheidet das Kabinett über die geplanten Corona-Maßnahmen, die dann bereits ab Mittwoch, 24. November, gelten sollen.

Quelle:

Ausgangssperren, 2G im Einzelhandel, keine Weihnachtsmärkte – Das kommt ab 24. November, in: moz.de

 

+++2G-Regelung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz+++

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz legen bei den Corona-Maßnahmen ebenfalls nach. Das berichtet der „SWR“. Ab Mittwoch sollen in beiden Bundesländern flächendeckend 2G-Regelungen gelten. Dann dürfen Ungeimpfte nicht mehr zu Veranstaltungen, in Restaurants, in Hotels und zum Friseur.

Clemens Hoch, Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, findet dafür drastische Worte: „Die, die jetzt nicht geimpft sind, haben quasi kaum noch Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe – zumindest nicht in Innenräumen – und wir werden das auch konsequent überwachen, weil das im Moment unsere einzige Möglichkeit ist, um zu reagieren“, so Hoch gegenüber der Presse.

 

Maskenpflicht an Schulen in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gilt bereits seit heute eine erneute Maskenpflicht an Schulen. Die Schüler:innen müssen sich zudem zweimal die Woche testen lassen.

 

Neue Alarmstufe in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg führt zudem eine neue „Alarmstufe“ ein, die ab Mittwoch gelten soll. Diese besagt, dass Discos, Bars und Clubs sowie Weihnachtsmärkte unter der Voraussetzung von 2G-Plus weiterhin geöffnet bleiben dürfen. Veranstaltungen in Kultur, Sport und Freizeitbereich unterliegen ebenfalls 2G-Plus. Ebenfalls hat der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, bereits angekündigt, eine Obergrenze für Besucher:innen bei Veranstaltungen einführen zu wollen.

Quellen:

Ab Mittwoch "Lockdown für Ungeimpfte" in ganz RLP, in: swr.de
Maßnahmen von Bund und Land: Welche Corona-Regeln gelten in BW - und welche kommen noch?, in: swr.de 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Service Booster-Impfung mit Biontech: Spahn & Experten zu Sabotage-Vorwurf

 

+++Angela Merkel gehen Maßnahmen nicht weit genug+++

Sie hat es bereits nach der vergangenen Ministerpräsident:innenkonferenz verkündet und tut es jetzt wieder – Bundeskanzlerin Angela Merkel gehen die Corona-Maßnahmen nicht weit genug. "Wir haben eine hochdramatische Situation. Was jetzt gilt, ist nicht ausreichend", sagt die Kanzlerin bei einer Sitzung des Bundesvorstands der CDU.

Man habe eine Lage, die alles übertreffen werde, so Merkel. Ob und wie weit die Maßnahmen wirklich etwas bringen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Möglich, dass es dann am 9. Dezember nach einem weiteren Corona-Gipfel der Länderchefs doch noch zu härteren Maßnahmen kommt.

 

+++Über 45.000 Corona-Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Dienstag insgesamt 45.326 Corona-Neuinfektionen bundesweit innerhalb 24 Stunden. Das sind 13.278 Fälle mehr als in der Vorwoche. Die Sieben-Tages-Inzidenz steigt ebenfalls erneut auf einen Rekord-Wert von 399,8. Zudem starben 309 Menschen mit oder an Corona..

 

+++22.11. Nächtliche Ausgangsverbote für Ungeimpfte in Baden-Württemberg+++

Schon seit Mittwoch gilt die 2G-Regel in Baden-Württemberg. Ungeimpfte haben keinen Zutritt mehr zu Kinos, Museen, Veranstaltungen und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. 3 Kreise verschärfen diese Regelung ab dem heutigen Montag noch: Im Schwarzwald-Baar-Kreis, im Ostalbkreis und im Kreis Biberach dürfen Menschen ohne gültigen Impfschutz ihr Zuhause zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr nur noch verlassen, wenn es einen triftigen Grund gibt, etwa wegen der Arbeit oder eines medizinischen Notfalls. Vor allem für jüngere Menschen sollen so die Kontaktmöglichkeiten – zum Beispiel auf Partys oder bei Freunden – eingeschränkt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Service Mehr als 2G: Merkel will weitreichende Einschränkungen für Ungeimpfte

 

Ausgangssperren in drei Hotspots wegen explodierender Corona-Zahlen

In den 3 betroffenen Kreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch:

  • Ostalbkreis 712,7
  • Biberach bei 690,7 
  • Schwarzwald-Baar-Kreis 608,8

Auch Hotels und Einzelhandel dürfen nur noch von Geimpften und Genesenen betreten werden. Ausnahmen gelten für Geschäfte des alltäglichen Bedarfs wie Supermärkte, Apotheken, Banken oder körpernahe Dienstleitungen.

 

Baden-Württemberg: In vier weiteren Kreise drohen Ausgangsverbote

Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 600, könnte es in weiteren Kreisen Baden-Württembergs zu nächtlichen Ausgangssperren kommen. Der Amtschef des zuständigen Sozialministeriums, Uwe Lahl, betont: „Die Ursache dieser vierten Welle sind die nicht Geimpften.“ Deswegen müsse man Maßnahmen ergreifen, die dazu beitragen, dass diese Menschen nicht weiter zum Infektionsgeschehen beitragen.

In diesen Kreisen drohen wegen der hohen Inzidenzen demnächst Ausgangsverbote zwischen 21.00 und 5.00 Uhr: Heidenheim (610,6), Rottweil (637,1), Tuttlingen (608,4) und Pforzheim (639,6). Zudem soll die 2G-Regel in Baden-Württemberg bald auch für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren gelten.

Richterhammer und blaue Corona-Schutzmaske auf dunklem Untergrund
Service Neue Gesetze im November 2021: Nicht nur für Ungeimpfte wird es teuer!

 

Bayern: In 9 Landkreisen drohen Lockdowns

In Bayern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 640, in 9 Landkreisen liegt sie derzeit sogar bei über 1.000, sodass dort bald ein Lockdown droht: in Freyung-Grafenau, Rottal-Inn, Landshut, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Traunstein, Regen, Deggendorf und Dingolfing-Landau.

 

Drastische Einschränkungen für Ungeimpfte in Bayern

Ministerpräsident Markus Söder greift deshalb durch und plant ab Mittwoch weitreichende Maßnahmen, die vor allem Ungeimpfte betreffen. Zum einen sollen für sie strikte Kontaktbeschränkungen gelten: Es dürfen sich maximal 5 Personen aus 2 Haushalten treffen. 

Zudem soll ab Mittwoch in Bayern die 2G-Regel auch bei körpernahen Dienstleistungen sowie in Hochschulen, Musik- und Volkhochschulen greifen. Eine Ausnahme gilt nur noch für den Handel, wo jedoch bloß eine Person auf einer Fläche von 10 Quadratmetern zugelassen wird. 

Bei Großveranstaltungen, Sportveranstaltungen, Freizeit-Einrichtungen und Messen greift 2G-Plus mit einer Obergrenze von maximal 25 Prozent bei voller Auslastung. Zudem gibt es Einschränkungen, die auch Geimpfte und Genesene betreffen: In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Discos, Clubs und Bars müssen schließen, alle Weihnachtsmärkte sind abgesagt.

Quellen:
Nächtliche Ausgangsverbote für Ungeimpfte in einigen Kreisen in: merkur.de
Nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte in mehreren Kreisen Baden-Württembergs - Absage von Weihnachtsmärkten droht in: swr.de
Strenge Maßnahmen: Bayern will die Corona-Welle brechen in: n-tv.de

 

+++ Weiterer Anstieg von Corona-Zahlen und Hospitalisierungsrate +++

Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter 30.643 Neuinfektionen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Das sind 7.036 Fälle mehr als vor einer Woche mit 23.607 neuen Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht damit einen neuen Höchststand und liegt bei 386,5. Sonntag lag sie noch bei 372,7 und am vergangenen Montag bei 303, 0.

Zudem sind 62 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Errkankung gestorben, 19 mehr als am Montag letzter Woche. Auch die Hospitalisierungsrate steigt weiter an: Am Freitag meldete das RKI einen Wert von 5,34 (Donnerstag: 5,30). Am Wochenende gibt es keine Angaben zu der Rate. Auch werden Krankenhausaufnahmen mit Verzug gemeldet – der Wert könnte tatsächlich also noch höher liegen. 

 

+++Nachtgastro dicht und Sperrstunde in Bayern+++

In Bayern wird es künftig eine Art „Lockdown“ für Ungeimpfte geben. Und auch Geimpfte müssen sich auf harte Maßnahmen einstellen. Markus Söder sprach im Vorfeld von einem „De-Facto-Lockdown“. Wie dieser aussieht, hat er nun in einer Pressekonferenz erläutert. 

Mann lässt sich testen
Service 2G-Plus: Was bedeutet das und wo gilt es bereits?

 

Corona in Bayern: Markus Söder verhängt „DE-Facto-Lockdown“

„Das Corona-Drama geht weiter in die nächste Runde“, so Markus Söder am Freitag auf einer Pressekonferenz.“ Die vierte Welle sei dramatischer und das Virus heimtückischer, so der bayerische Ministerpräsident. Betroffen seien vor allem Ungeimpfte. Hier lägen das Risiko und die Herausforderungen. Fast 4,6 Millionen Menschen in Bayern sind nicht geimpft. Das Problem: Praktisch jedes Intensiv-Bett in Bayern ist von Ungeimpften belegt, mit der Folge, dass etwa Krebspatienten, die dringend ein Bett benötigen, keinen Platz bekommen.

„Es liegt an der Impfbereitschaft“, sagt Markus Söder. Sorglosigkeit und mangelnde Bereitschaft kämen noch hinzu. „Die einen haben gehofft, es ist vorbei. Und dann gibt es da noch die Unsolidarischen, die ein Problem sind. Das zeigen jetzige Kontrollen mit gefälschten Impfausweisen und Nicht-Einhaltung der Maßnahmen.

Neue Maßnahmen ließen sich daher nicht mehr verhindern. „Wir müssen handeln“, sagt Söder und lässt Taten folgen. 

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Schärfere Maßnahmen in Bayern bis 15. Dezember

Bayern bleibe das Team-Vorsicht. Daher würden hier strenge Regelungen getroffen, beginnt Markus Söder die Ausführungen zu den weiteren Maßnahmen.
Und weiter: „Wir machen nicht einfach alles zu, aber wir lassen auch nicht einfach alles auf.“. Die neuen Maßnahmen sind an einem Stufenmodell gekoppelt, das wie folgt aussieht:

  • Zunächst wird die epidemische Lage festgestellt.
  • Es gelten künftig Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, das heißt: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen.
  • 2G und 2G-Plus werden verschärft. 2G gilt weiter, wo es zuvor auch galt – jetzt nun auch bei körpernahen Dienstleistungen, Hochschulen, Musik- und Volkhochschulen.
  • Bei 2G-Plus gilt eine Obergrenze von maximal 25 Prozent bei voller Auslastung: Dies gilt für Großveranstaltungen, Sportveranstaltungen, Freizeit-Einrichtungen und Messen.
  • Alle Weihnachtsmärkte in Bayern werden abgesagt.
  • Beim Einkaufen gilt eine 10 Quadratmeter-Obergrenze pro Kunde im Einzelhandel. Eine 2G-Regelung im EInzelhandel gilt hier nicht.
  • Für die Gastronomie wird es eine Sperrstunde ab 22 Uhr geben.
  • Discos, Clubs, Nachtgastronomie und Schankwirtschaften werden geschlossen, weil hier das Risiko am größten ist.
  • Schulen werden in ganz Bayern jedoch weiterhin geöffnet bleiben.
 

Lockdown-Maßnahmen in Hotspots bei einer Inzidenz von über 1.000

In Corona-Hotspots bei einer Inzidenz von über 1.000 gelten folgende Corona-Maßnahmen, die einem Lockdown gleich kommen. Hier gilt: 

  • Sport, Gastro, Hotel, Kultur und Friseure müssen geschlossen werden. 

Aktuell sind acht Landkreise davon betroffen. Die Schulen bleiben auch hier geöffnet genau wie der Handel. 

Die Maßnahmen gelten ab Dienstag bis zum 15. Dezember, da man bis dahin übergangsweise die bisherigen Rechte des Infektionsschutzgesetzes ausweiten darf.

Der Vorwurf, diese Maßnahmen kämen zu spät, weist Söder von sich. „Wir tun das nicht leichtfertig“, sagt Söder. „Wir betreiben keine Kriegsrhetorik, aber wir machen uns ernsthaft Sorgen. Daher müssen wir etwas tun und handeln.“ 

 

+++Bundesrat stimmt für Corona-Maßnahmen der Ampel-Koalition+++

Der Bundesrat hat im nächsten Schritt den gestern beschlossenen Corona-Maßnahmen der Ampel-Koalition zugestimmt. Wie anfänglich spekuliert, kam es nicht zu einer Blockade der Union. Die Maßnahmen wurden einstimmig beschlossen. 

 

+++Bund-Länder-Gipfel beendet: So geht es weiter+++

Ab 14 Uhr kamen Noch-Kanzlerin Angela Merkel, Vize-Kanzler Olaf Scholz und die Chefs der einzelnen Bundesländer bei einer digitalen Konferenz zusammen, um nach der Bundestagsdebatte (bei der bereits über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt wurde), den Fahrplan für die kommenden Monate zu bestimmen.
Gegen frühen Abend verkündete die Kanzlerin dann, worauf sich die Minister:innen beim Bund-Länder-Gipfel einigen konnten.

Dabei konnten sich die Ministerpräsident:innen und der Bund neben den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes auf folgende mögliche Maßnahmen festlegen:

  • Die Booster-Kampagne soll ausgeweitet werden.
  • Auffrischungsimpfungen für alle ab 18 Jahren.
  • Bonus für Pflegekräfte.

Zudem einigte man sich auf eine „Bitte an die Länder“Das Personal in Pflegeeinrichtungen sollte geimpft sein. Hierzu wird der Bund in Kürze erklären, wie man sich in dieser Frage weiter verhalte. 

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Angela Merkel: „Es ist absolut Zeit zum Handeln!“

„Es war wichtig, dass wir heute die Konferenz zwischen Bund und Ländern hatten“, beginnt die Kanzlerin ihre Ausführung der heutigen Beschlüsse. Die Eindämmung des exponentiellen Anstiegs habe oberste Priorität. Es gilt dabei vorrangig, die Impfkampagne weiter auszubauen – auch die für die von der STIKO empfohlenen Auffrischungsimpfungen. Wie das geschehen soll, darüber sollen die Ministerpräsident:innen in der kommenden Woche bei einer weiteren Sitzung entscheiden.

 

Einheitliche Schwellenwerte für Maßnahmen festgelegt

„Ein großer Zweck der heutigen Ministerkonferenz war das Festlegen eines Schwellenwertes, wann ein Instrumentarium angesetzt werden kann“, führt die Kanzlerin weiter aus.

Damit dies möglichst einheitlich geschieht, konnte man sich auf folgende Schwellenwerte einigen:

  • Liegt die Hospitalisierungsinzidenz über 3, gilt in einem Bundesland flächendeckend 2G.
  • Liegt die Hospitalisierungsinzidenz über 6, gilt in einem Bundesland flächendeckend 2G Plus.
  • Liegt die Hospitalisierungsinzidenz über 9, gilt: Mit Zustimmung der Landtage muss das gesamte Instrumentarium der Möglichkeiten eingesetzt werden. Darunter unter anderem Kontaktbeschränkungen.

„Es ist kein Geheimnis, dass mir die Maßnahmen nicht ausreichen, aber wir haben uns darauf geeinigt, dass diese auch weiterhin überprüft werden können“, fasst die Kanzlerin abschließend noch einmal zusammen.

„Die Lage ist aber hochdramatisch.“ Man werde beobachten müssen, wie sie sich entwickelt.

„Es ist absolute Zeit zum Handeln. Und wir werden permanent beobachten müssen, ob diese Maßnahmen reichen.“

Die nächste Ministerkonferenz ist für den 9. Dezember angesetzt. Am morgigen Freitag stimmt der Bundestag über die geplanten Beschlüsse von Bund und Länder ab. 

Virologe Christian Drosten bei einer Pressekonferenz
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+++Bundestag beschließt Änderung des Infektionsschutz-Gesetzes+++

Der Bundestag hat dem neuen Infektionsschutz-Gesetz am Vormittag zugestimmt. Nach der heftigen Bundestags-Debatte folgt nun die Ministerkonferenz, bei der entschieden werden soll, welche Maßnahmen aus dem Katalog umgesetzt werden sollen. Fest steht jedoch mit dem Urteil: Die bisher geltende "epidemische Lage von nationaler Tragweite läuft am 25. November aus.  

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Das sieht der neue Maßnahmenkatalog vor:

  • 3-Regelung am Arbeitsplatz: Rein darf nur, wer geimpft, genesen oder einen tagesaktuellen Test vorweisen kann. Der:die Arbeitgeber:in ist zur Kontrolle verpflichtet. Bei fehlen eines der Nachweise kann eine Freistellung ohne Lohnfortzahlung erfolgen.
  • Home-Office-Pflicht: Es soll wieder eine Home-Office-Pflicht gelten. Beschäftigte mit Büroarbeiten muss Home-Office ermöglicht werden – es sei denn, es istaus betrieblichen Gründen nicht möglich. Beschäftigte müssen das Home-Office-Angebot annehmen. Ausnahmen gibt es, wenn die Arbeit zu Hause nicht möglich ist, weil es zu eng oder zu laut ist oder die nötige Ausstattung fehlt.
  • 3G im Nah-und Fernverkehr: In Bussen und Bahnen soll ebenfalls künftig die 3G-Regelung gelten. Wer nicht geimpft oder genesen ist,benötigt einen tagesaktuellen negativen Corona-Test. Die Tests sollen stichprobenartig kontrolliert werden. Es drohen Bußgelder. Taxis sind von dieser Regelung ausgenommen.
  • In Pflege-und Altenheimen gilt 1G –jeder muss täglich getestet werden. Auch Besucher:innen benötigen einen tagesaktuellen negativen Test.
 

Was die Länder laut neuen Katalog nicht mehr beschließen können

Der Maßnahmenkatalog der Ampel-Koalition ist von vielen kritisiert worden, weil es den Ländern in einigen Bereichen nicht weit genug geht. So dürfen künftig keine Reiseverbote, Ausgangssperren, flächendeckende Geschäftsschließungen oder ein Beherbergungsverbot mehr verhängt werden. Mit Zustimmung der Parlamente dürfen die Bundesländer jedoch auch weiterhin Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum verhängen. 

 

Maßnahmen-Katalog noch nicht das letzte Wort bei den Corona-Maßnahmen

Weitere Einzelheiten können im Anschluss auf der Ministerkonferenz heute noch folgen. Laut ersten Insider-Berichten soll zum Beispiel unter anderem eine Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeberufen bereits getroffen werden sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es jedoch noch nicht.
Die neuen Maßnahmen müssen zudem am morgigen Freitag noch vom Bundesrat verabschiedet werden.

Quelle:

Was das Infektionsschutzgesetz vorsieht, in: tagesschau.de 

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+++18.11. Corona-Ausbruch an Waldorfschule+++

Bereits Ende Oktober war es an der Waldorfschule in St. Georgen im baden-württembergischen Freiburg zu einem Corona-Ausbruch gekommen, der inzwischen inklusive Folgefälle 117 Infizierte umfasst. 

Jetzt leitet die Staatsanwaltschaft in Freiburg Ermittlungen ein. In deren Zentrum stehen allerdings nicht die COVID-19-Infektionen an sich, sondern die Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht der Schulgemeinschaft. 

Virologe Christian Drosten bei einer Pressekonferenz
Service Drosten zerlegt Ampel-Pläne: „Das wird nicht reichen!“

 

Falsche Atteste: Schüler:innen und Lehrer:innen betroffen

Heike Spannagel, die Sprecherin des Regierungspräsidiums Freiburg, bestätigte die Ermittlungen gegenüber dem "SWR". Die Schule besuchen rund 600 Schüler:innen. 52 davon hatten Atteste vorgelegt, die sie vom Tragen einer Maske befreit. Auch drei Lehrkräfte hatten Schutzmasken-Atteste eingereicht, die anerkannt worden waren. 

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Service 3G-Regel in der Arztpraxis: Ist das erlaubt?

Aufgrund des Corona-Ausbruchs waren sämtliche Atteste geprüft worden. Das Ergebnis ist überraschend, wie Spannagel betonte: "Inzwischen kann man sagen, dass keines der 55 Atteste der Prüfung standgehalten hat."

 

Zahlreiche Arztpraxen involviert

Manfred de Witt, Geschäftsführer der Waldorfschule in St.Georgen, bestätigte indes, dass die 55 Schutzmasken-Atteste nicht etwa aus einer Arztpraxis stammen, sondern von unterschiedlichen Ärztinnen und Ärzten. Sogar aus unterschiedlichen Bundesländern: Manche der Bescheinigungen waren in Privatkliniken in Bayern oder Berlin ausgestellt worden. 

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Service Kriminalpolizei ermittelt: Fahrlässige Tötung bei Corona-Ausbruch in Altenheim?

Allein in Freiburg sind zwölf Arztpraxen Teil des Skandals. Eine darunter hatte bei 17 Nachweisen den gleichen Wortlaut verwendet – obwohl vom Gesetzgeber eine individuelle Begründung verlangt wird. 

 

Staatsanwaltschaft prüft Unterlagen

Die Schulverantwortlichen haben beschlossen, die 55 Atteste, die als ungültig eingestuft wurden, Ende dieser Woche auslaufen zu lassen. Einem Bericht im "Tagesspiegel" zufolge habe ein Elternteil bereits angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Ablehnung der Atteste einzuleiten. 

Mann lässt sich testen
Service 2G-Plus: Was bedeutet das und wo gilt es bereits?

Auch die Staatsanwalt in Freiburg hat sich inzwischen in den Skandal eingeschaltet. Man habe Unterlagen vom Regierungspräsidium angefordert, um einen genauen Prüfvorgang zu starten.

 

+++Erstmals über 65.000 Neuinfektionen+++

Das RKI meldet heute einen neuen Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland in den vergangenen 24 Stunden 65.371 neue COVID-19-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie haben sich 5.195.321 Menschen nachweislich mit SARS-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 264 auf jetzt insgesamt 98.538. 

Auch die bundesweite 7-Tage-Inzidenz erreicht einen neuen Höchstwert. Aktuell zählt das RKI 336,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. 

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+++17.11. Klinik-Kollaps in Bayern: Krankenhäuser am Limit+++

Die Corona-Lage ist in weiten Teilen Deutschlands ernst. In Bayern ist sie besonders dramatisch, wie Ministerpräsident Markus Söder erklärt. „Wenn 10 die Apokalypse ist, stehen wir bei 9“, so das bayerische Staatsoberhaupt in einer Pressekonferenz.

In einem Hotspot in Bayern ist der Ernstfall nun eingetreten. Im Corona-Hotspot Rottal-Inn (7-Tage-Inzidenz: 1.298,0) mussten laut Medien-Informationen am vergangenen Freitag 23 Patient:innen nach Nordbayern verlegt werden. Unter ihnen vier Intensiv-Patient:innen. Der Grund: Die Kapazitäten der Klinik waren bereits voll ausgeschöpft.

Bilder in den sozialen Medien zeigen, wie zahlreiche Krankenwagen für den Transport der Patient:innen am vergangenen Freitag bereit standen. Knapp fünf Stunden dauerte der Einsatz, bei dem 50 ehrenamtliche Helfer:innen vor Ort waren.

"Die Verlegung wurde erforderlich, da die Rottal-Inn Kliniken durch die hohen Inzidenzzahlen im Landkreis an die Grenze der Versorgungsmöglichkeiten von Covid-19-Patienten stießen. (…) Hierdurch wurden neue Handlungsmöglichkeiten vor Ort geschaffen, um die Versorgung von Patienten weiter sicherzustellen“, heißt es in einem Instagram-Beitrag.

 

 

 

Rottal-Inn: Kliniken bitten um Hilfe

Trotz der Verlegung der 23 Patient:innen ist die Lage in den Rottal-Inn-Kliniken weiterhin angespannt. Bei Instagram rufen die Verantwortlichen daher um Hilfe. In einem Post von Dienstag heißt es hier:

"Wir bitten alle Personen mit pflegerischer oder ärztlicher Ausbildung, sich hinsichtlich einer möglichen Unterstützung der Patientenversorgung bei uns zu melden. Jede Hand hilft uns, diese schwierige Situation zu bewältigen."

Wer helfen kann und will, meldet sich per Whatsapp unter 08721-983-2111 oder per E-Mail unter personal@rottalinnkliniken.de. 

Schild mit Booster-Impfung
Krankheiten & Behandlung Booster-Impfung: Diese medizinischen Gründe sprechen laut RKI dagegen

Auch in München droht Klinik-Chaos

Bereits vor wenigen Tagen meldeten auch andere Kliniken in Bayern, ihre Kapazitätsgrenze überschritten zu haben. "Es ist fünf nach zwölf", erklärte Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing vergangene Woche. Werde sich die Lage in Bayern in den Kliniken nicht bald bessern, drohe sogar die Triage in einigen Einrichtungen. Diese könne laut Axel Fischer, Geschäftsführer der Münchener Klinik, „innerhalb weniger Wochen“ Realität werden.

Am morgigen Donnerstag kommen die Ministerpräsident:innen und die Regierung erneut zusammen, um über weitere Corona-Maßnahmen zu verhandeln.

Quellen:

Münchner Ärzte warnen vor Klinik-Kollaps – Droht Triage?, in: br.de
Kollaps in bayerischem Hotspot: Kliniken rufen um Hilfe - Krankenwagen verlegen Patienten, in: focus.de
Klinik-Kollaps in Bayern: Krankenhaus verlegt wegen Überlastung 23 Patienten, in: tag24.de 

Diagramm Corona steigende Zahlen
Service Ärzte schlagen Alarm: Immer mehr Geimpfte auf Intensivstation

 

+++2G-Plus in Berlin+++

Seit Anfang der Woche gilt in Berlin bereits flächendeckend die 2G-Regelung. Diese besagt, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens haben. Getestete sind, anders als bei 3G, ausgeschlossen. 

Mann lässt sich testen
Service 2G-Plus: Was bedeutet das und wo gilt es bereits?

Um sich der vierten Corona-Welle entgegenzustellen, möchte der Senat nun allerdings die Corona-Maßnahmen weiter verschärfen: Ab kommender Woche soll 2G-Plus in Berlin kommen. In der nächsten Sitzung werden die Details dazu geklärt. 

 

2G-Plus in Berlin: Test, Maske oder Abstand

Berlin hat aktuell eine Inzidenz von 339 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche und liegt damit im bundesweiten vergleich im oberen Drittel. Aktueller Spitzenreiter ist Sachsen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 742,2.

"Wir bereiten für nächste Woche vor, dass wir über 2G hinaus die Möglichkeit haben, 2G-Plus umzusetzen", sagte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) in einer Pressekonferenz. 

Mediziner:in in Schutzkleidung zieht Flüssigkeit aus einer Ampulle in eine Spritze auf
Service Booster-Impfung: Schützen verschiedene Impfstoffe besser?

2G-Plus in Berlin würde bedeuten, dass geimpfte und genesene Personen für Veranstaltungen sowie für Restaurant- und Café-Besuche mit einer zusätzlichen Maßnahme rechnen müssen. Das kann ein ergänzender negativer Corona-Test sein, aber auch die Einhaltung der Maskenpflicht oder des Abstandsgebotes. 

 

Pflicht für Veranstalter:innen?

Noch ist nicht abschließend geklärt, wie genau 2G-Plus in Berlin umgesetzt werden wird. Offen ist beispielsweise noch die Frage, ob die strengeren Regelungen zur Pflicht für Veranstalter:innen werden. 

Virologe Christian Drosten bei einer Pressekonferenz
Service Drosten zerlegt Ampel-Pläne: „Das wird nicht reichen!“

Bei der Kontrolle von 2G-Plus sieht Müller sowohl die Ordnungsämter als auch die Polizei in der Pflicht. Unwichtigere Bereiche könnten dafür in den Hintergrund treten: "Es geht hier nicht um Falschparker, sondern um Menschenleben", betonte Müller laut der "Berliner Zeitung".

 

+++2G und 2G-Plus in Sachsen: Drastische Einschränkungen+++

Als Corona-Hot-Spot mit der bundesweit höchsten Inzidenz hat Sachsen nun eine neue Schutzverordnung auf den Weg gebracht. Diese tritt am Montag (22. November) in Kraft. 

Medizinisches Personal intubiert einen COVID-19-Patienten
Krankheiten & Behandlung Triage und Corona: Wie wird in Deutschland entschieden?

 

2G im Einzelhandel

Zukünftig gilt in Sachsen 2G im Einzelhandel, mit Ausnahme von Läden zur Grundversorgung (Supermärkte, Apotheken und Drogerien). Anders als zur Beginn der Corona-Pandemie werden allerdings Bau- und Gartenmärkten nicht mehr in die Grundversorgungskategorie gezählt, wie der "MDR" berichtet. 

 

2G auf Weihnachtsmärkten

Petra Köpping, Gesundheitsministerin von Sachsen, betonte einmal mehr, dass Weihnachtsmärkte 2021 in Sachsen stattfinden dürfen. Allerdings unter verschärften Bedingungen. 

Geschlossene Weihnachtsmarkt-Buden
Service Weihnachtsmärkte 2021: Hier wegen Corona geschlossen!

In Verweilbereichen von Weihnachtsmärkten wird eine 2G-Pflicht gelten – unabhängig davon, wie viele Personen sich dort aufhalten. Das war ursprünglich anders geplant: Erst ab 1.000 Personen pro Verweilbereich hätte 2G gelten sollen.   

 

Veranstaltungen in Innenräumen: 2G-Plus

Kommen bei Veranstaltungen in Innenräumen mehr als 50 Personen zusammen, gilt 2G-Plus. Anders als in Berlin bedeutet das, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich zu ihrem Nachweis einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test vorweisen müssen. Maskenpflicht und Abstandsregeln bleiben unabhängig davon bestehen. 

Impfstoff-Ampulle und Spritze
Krankheiten & Behandlung Corona-Impfung: EMA prüft neue Nebenwirkungen bei drei Vakzinen

 

+++DIVI-Leiter schlägt Alarm+++

Im Zuge der steigenden Corona-Fallzahlen müssen immer mehr COVID-19-Patientinnen und -Patienten in Deutschland intensivmedizinisch betreut werden. Laut DIVI Intensivreport liegen aktuell 3.280 Menschen auf Intensivstationen – 90 mehr als am Vortag. 

Der Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, sprach laut "Bild" eine eindeutige Warnung aus: "Sie können davon ausgehen, dass wir weiterhin mit 50 bis 100 Patienten pro Tag wachsen. Das heißt, in zehn Tagen ist man bei 4000 Intensiv-Patienten."

 

Bundesländer unterschiedlich betroffen

Die Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen – jene mit extrem hohen Inzidenzen – haben die meisten Intensivpatienten zu verzeichnen. Laut Karagiannidis besteht dringender Handlungsbedarf: "Es muss sich heute darum gekümmert werden, dass die Menschen in andere Bundesländer verlegt werden."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder während einer Rede
Service Söder: Geimpften-Status soll nach mehreren Monaten verfallen

In Berlin beispielsweise sind 1.067 Intensivbetten belegt und nur noch 85 frei. In Bremen ist die Situation noch dramatischer: 191 belegte Betten lassen nur noch Platz für 14 Intensivfälle. 

 

Corona-Zahlen steigen weiter

Vor dem Hintergrund der weniger werdenden Intensivbetten meldet das RKI heute 52.826 neue Infektionsfälle – ein neuer Höchststand – und 294 Corona-Tote binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie haben sich 5.129.950 Personen nachweislich mit SARS-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Todesopfer steigt auf 98.274.

Illustration steigender Corona-Zahlen
Service Corona-Super-Hotspot: Bayerische Gemeinde erreicht Inzidenz von über 2.000

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz erreicht am Mittwoch ebenfalls einen neuen Höchststand: 319,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. 

 

+++Hamburg: Einschränkungen in der Gastro, Sport und Kultur-Einrichtungen+++

Der Hamburger Senat hat heute neue, verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen. Zwar betonte Hamburgs erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, ausdrücklich, dass Hamburg sich aktuell in einer stabilen Lage befinde (Hamburg hat eine der niedrigsten Hospitalisierungsraten), man brauche aber noch mehr Sicherheit.

„Ich habe immer gesagt, es wird darauf hinauslaufen, dass wir für Ungeimpfte andere Regeln brauchen als für Geimpfte“, so Peter Tschentscher. Daher wird es in Hamburg ab Samstag nicht mehr wie zuvor ein Angebot einer 2G-Regelung (geimpft und genesen) gelten, sondern 2G wird verpflichtend – und zwar in allen Bereichen mit einem erhöhten Infektionsrisiko

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder während einer Rede
Service Söder: Geimpften-Status soll nach mehreren Monaten verfallen

 

2G in Hamburg wird verpflichtend: Diese Bereiche sind betroffen

„Dort, wo die Infektionsgefahr höher ist als sonst, muss die 2G-Regelung gelten. Dazu zählen:

  • Körpernahe Dienstleistungen
  • Gastronomie (auch Wochenmärkte)
  • Clubs, Bars und Discotheken
  • Sport-Angebote in geschlossenen Räumen (Fitness-Studios/Vereine)
  • Freizeitchöre und Orchester

Ungeimpftes Personal ist zudem verpflichtet, sich täglich testen zu lassen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Ungeimpfte aus medizinischen Gründen.

 

Strenge Kontrollen von 2G in Hamburg geplant

Jedes Restaurant, jede gastronomische Einrichtung oder ähnliches ist angehalten, die 2G-Kontrollen selbst durchzuführen. Zudem wird es behördliche Kontrollen geben. Bei Nichteinhaltung drohen Sanktionen.

„Ich bin sicher, dass wir mit diesem Vorgehen alles tun, damit wir weiterhin stabile Bedingungen in Hamburg aufrechterhalten können“, so Hamburgs Bürgermeister. Sollte man aber feststellen, dass sich die Lage ähnlich wie im Süden oder Osten des Landes entwickle, würde man weitere Maßnahmen ergreifen müssen. 

Illustration steigender Corona-Zahlen
Service Corona-Super-Hotspot: Bayerische Gemeinde erreicht Inzidenz von über 2.000

 

+++16.11. Sachsen: Kommt es ab Freitag zu Kontaktbeschränkungen?+++

Wer noch nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, muss in Sachsen mit drastischen Einschränkungen rechnen: Schon am Freitag drohen Kontaktbeschränkungen. Da heißt, dass sich Ungeimpfte im öffentlichen sowie privaten Raum nur noch im eigenen Hausstand, mit dem Partner sowie einer weiteren Person treffen dürfen. 

Zudem haben sie keinen Zutritt mehr zu Hotels, Innengastronomie, Innenräumen von Clubs, Bars und bei Veranstaltungen sowie zu Hallenbädern und Saunen, Innensport- und Freizeiteinrichtungen. Auch körpernahe Dienstleistungen, Prostitution und Bahn- und Busfahrten sind für Ungeimpfte in Sachsen dann nicht mehr erlaubt.

Hände in blauen Schutzhandschuhen ziehen Spritze aus einer Ampulle auf
Service Neuer Spezial-Impfstoff gegen Corona entwickelt

 

Wird die Überlastungsstufe in Sachsen am Freitag erreicht?

Wenn die Bettenbelegung in den Kliniken an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 1.300 bzw. auf den Intensivstationen über 420 liegt, greifen am fünften Tag die Maßnahmen der Überlastungsstufe. Diese ist auf Normalstationen in Sachsen am vergangenen Montag erstmals erreicht worden: 1.391 Corona-Patienten wurden in normalen Betten behandelt, 330 liegen auf der Intensivstation. Damit könnte es ab Freitag zu Kontaktbeschränkungen kommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Service Mehr als 2G: Merkel will weitreichende Einschränkungen für Ungeimpfte

 

Ministerpräsident Kretschmer erwartet so viele Tote wie noch nie

Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigt sich höchst alarmiert: „Wir stehen erst am Anfang eines harten Winters: Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen.“ Und er erwartet Todesfälle in Rekordhöhe: „Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten“, so Kretschmer. Er erwartet, dass die die Lage bis Ostern nicht entspannt und fordert eine 2G-Regel für ganz Deutschland, Kontaktreduzierungen sowie die Absage großer Veranstaltungen.

Geschlossene Weihnachtsmarkt-Buden
Service Weihnachtsmärkte 2021: Hier wegen Corona geschlossen!
 

Quellen:
Schon ab Freitag könnten in Sachsen Kontaktbeschänkungen für Ungeimpfte gelten in: focus.de
Kabinett berät heute zu neuen Corona-Regeln ab Ende November in: lr-online.de
Kretschmer rechnet mit Opferzahlen in Rekordhöhe in: faz.de

 

+++ Dramatischer Anstieg der Corona-Zahlen in Deutschland +++

Auch am Dienstag erreichen die Corona-Zahlen neue Höchststände. So meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 32.048 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist von 303,0 am Montag auf 312,4 hochgeschnellt. Dabei zeigen die Bundesländer im Süden die höchsten Inzidenzen: Sachsen (759,3), Thüringen (546,1) und Bayern (554,2) sind die traurigen Spitzenreiter.

Besonders dramatisch ist der Anstieg der Todesfälle. 265 Menschen starben im Zusammenhang mit einer COVID-10 Erkrankung – gestern waren es 43 Fälle, vor einer Woche sind 169 Tote gemeldet worden. Am Wochenende liegen die Zahlen generell niedriger, da nicht alle Gesundheitsämter Zahlen an das RKI melden.

 

+++15.11. Markus Söder: Ab morgen 2G-Regel in ganz Bayern+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder greift durch: Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen gilt in seinem Bundesland ab Dienstag die 2G-Regel. Dann müssen alle Gäste, die Restaurants, Hotels, Kinos, Theater und Veranstaltungen besuchen, entweder geimpft oder genesen sein. 

Zusätzlich wird eine Maskenpflicht gelten. Die 2G-Regel erlaube damit künftig nicht mehr, dort auf Masken komplett zu verzichten, so Söder. Und: Für Discos und Clubs gilt sogar 2G-Plus – alle Gäste müssen einen negativen Schnelltest vorweisen.

Mann lässt sich testen
Service 2G-Plus: Was bedeutet das und wo gilt es bereits?

 

Gesundheitssystem überlastet – Söder warnt vor Triage

Söder befürchtet ein „Entgleiten“ der Pandemielage nicht nur in Bayern, wo die Corona-Ampel auf Rot steht, sondern in ganz Deutschland. Er plädiert eindringlich dafür, die Bedenken der Medizinerinnen und Mediziner ernst zu nehmen und die Corona-Regeln deutlich zu verschärfen, sonst „droht ein Kollaps, es droht Triage.“ Triage ist der Fachbegriff für die Auswahl der Patienten, die noch behandelt werden, wenn es nicht mehr genügend Kapazitäten für alle gibt.

Medizinisches Personal intubiert einen COVID-19-Patienten
Krankheiten & Behandlung Triage und Corona: Wie wird in Deutschland entschieden?

 

2G-Regeln für ganz Deutschland

Markus Söder geht noch weiter und fordert bundesweit einheitliche 2G-Regeln: „Wegducken hilft nicht, Bund und Länder müssen zusammen entschieden handeln, wir brauchen einen Schulterschluss“, so der bayerische Ministerpräsident. Seiner Meinung nach sei das Ausrufen des Endes der epidemischen Lage falsch. Es bedarf einheitlicher Regeln, so Söder. Zudem fordert er eine Impfpflicht für bestimmte Berufe sowie eine FFP2-Maskenpflicht im Nah- und Fernverkehr.

Eine Person trägt eine FFP2-Maske
Service Stiftung Warentest: Nur eine von zehn FFP2-Masken überzeugt

 

Söder: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Wer nicht geimpft ist, für den sollten nach Vorstellungen des CSU-Chefs zusätzliche Kontaktbeschränkungen gelten. Wie genau die aussehen sollen, erklärte Söder nicht. Aber einen Lockdown für Ungeimpfte wie in Österreich schloss er aus rechtlichen Gründen aus. 

Quellen:
Corona: Söder warnt vor Triage – 2G-Regel in Bayern kommt in: br.de
Triage wegen Corona? Was man darunter versteht in: br.de

 

+++ Neuer Rekord: Sieben-Tage-Inzidenz bei über 300 +++

Am heutigen Montag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) erneut eine hohe Zahl an Neuinfektionen: Demnach haben sich binnen 24 Stunden 23.607 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt. Eine Woche zuvor hatte der Wert bei 15.513 gelegen. Die Inzidenz ist weiter gestiegen und beträgt nun 303,0 (Sonntag: 289,0) – erstmals seit Beginn der Pandemie liegt sie über 300 und bricht erneut den Rekord.

Zudem sind 43 Corona-Infizierte im Zusammenhang mit der Erkrankung gestorben. Vergangenen Montag waren 33 neue Todesfälle gemeldet worden. Insgesamt sind in Deutschland bisher 97.715 Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 4,70, wie Freitag gemeldet wurde. Donnerstag hatte der Wert noch 4.65 betragen. Am Wochenende werden dazu keine Angaben gemacht.

 

+++12.11. RKI: Einschränkungen auch für Geimpfte und Genesene+++

Angesichts stetig steigender Infektionszahlen schätzt das RKI die Pandemielage in Deutschland als "sehr besorgniserregend" ein und spricht deutliche Warnungen aus. Diese betreffen geimpfte, genesene und ungeimpfte Personen: Alle Gruppen sollen sich nun einschränken.

Mann lässt sich testen
Service 2G-Plus: Was bedeutet das und wo gilt es bereits?

 

Kontakte freiwillig reduzieren

Im aktuellen Wochenbericht warnen das RKI vor der sich zuspitzenden Infektionslage im Land. Seit Wochen stecken sich immer mehr Menschen mit COVID-19 an, die bundesweite 7-Tage-Inzidenz erreicht heute zum fünften Mal in Folge einen Rekordwert.

"Es ist zu befürchten, dass es zu einer weiteren Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle kommen wird und die verfügbaren intensiv-medizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden. Um dies zu verhindern, sollten ab sofort von jedem Bürger und jeder Bürgerin möglichst alle anwendbaren Maßnahmen umgesetzt werden: die Kontaktreduktion, das Tragen von Masken, die Einhaltung des Mindestabstands und der AHA+L Regeln sowie das regelmäßige und gründliche Lüften von Innenräumen vor, während und nach dem Aufenthalt mehrerer Personen."

Größere Veranstaltungen sollten entweder abgesagt oder gemieden werden, erklärt das RKI in seinem Bericht.

 

Auch Geimpfte und Genesene sind betroffen

Mehrfach betont das Robert Koch-Institut in seinem Wochenbericht vom 11. November, dass die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, nicht nur für Ungeimpfte gelten. "Diese Empfehlungen gelten auch für Geimpfte und Genesene" schreibt das RKI mit Blick auf Kontaktreduktion, Maskentragen und den Mindestabstand. 

Geschlossene Weihnachtsmarkt-Buden
Service Weihnachtsmärkte 2021: Hier wegen Corona geschlossen!

Geimpfte und Genesene stünden in der Pflicht, weil sich keine Trendwende bei den hohen Infektionszahlen andeutet. Im Gegenteil:

"Es ist damit zu rechnen, dass sich der starke Anstieg der Fallzahlen innerhalb der nächsten Wochen fortsetzen wird, wenn die Bevölkerung nicht durch die freiwillige Reduktion von potentiell infektiösen Kontakten im privaten Bereich und Beachtung der Basismaßnahmen in allen anderen Lebensbereichen mithilft, den momentanen Infektionsdruck auf alle, geimpfte wie ungeimpfte Personen, zu mindern."

 

+++7-Tage-Inzidenz: 5. Rekordwert infolge+++

Das RKI meldet seit Wochenbeginn täglich neue Spitzenwerte bei der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz. Am Freitag liegt die Inzidenz bei 263,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Gestern lag der Wert bei 249,1, in der Vorwoche bei 169,9. 

Polizeiwagen
Service Kriminalpolizei ermittelt: Fahrlässige Tötung bei Corona-Ausbruch in Altenheim?

 

Unter 50.000 Neuinfektionen

Nachdem Deutschland am Donnerstag einen Rekordwert von 50.196 nachgewiesenen Corona-Fällen innerhalb eines Tages verzeichnete, meldet das RKI am Freitagmorgen 48.640 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. In der Woche zuvor waren es 37.120 neue COVID-19-Fälle. 
Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 4.942.890 Personen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesopfer steigt um 191 Menschen auf ingesamt 97.389 Fälle. 

Person wird geimpft
Service Trotz hoher Impfquote: 4 Gründe, warum die Corona-Zahlen jetzt wieder steigen

 

Hospitalisierungsrate nimmt zu

Die Hospitalisierungsrate steigt von 4,61 am Vortag auf jetzt 4,65 Fälle pro 100.000 Einwohner:innen. Der Anteil der Corona-Erkrankten an der Gesamtzahl der Patient:innen in Intensivbetten liegt laut RKI-Tagesbericht derzeit bei 12,3%. 

Bei den Zahlen zu den Krankenhauseinweisungen ist zu berücksichtigen, dass diese Fälle teils mit größeren Verzögerungen gemeldet werden.

 

+++11.11. Schleswig-Holstein: Plädoyer für Impfpflicht und 2G+++

Haben die Bundesländer zu früh gelockert? So scheint es angesichts der hohen Corona-Zahlen. Gleich drei Bundesländer schärfen nun noch einmal nach: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Schleswig-Holstein ist eines der Bundesländer, die bisher besonders gut durch die Pandemie gekommen sind – und fährt daher auch bei den Corona-Maßnahmen eine besonders lockere Schiene. Jetzt, wo jedoch bundesweit die Zahlen steigen, zieht nun jedoch auch das nördlichste Bundesland nach und verschärft in einigen Bereichen.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist es richtig, die höhere Stufe zu gehen angesichts steigender Zahlen in Schleswig-Holstein“, erklärte Ministerpräsident Daniel Günther am Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz. Der Stufenplan des Bundeslandes wird nun also noch einmal verschärft.

Die Lage in den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein habe man zwar im Griff. Aber dadurch, dass die Zahlen in anderen Bundesländern steigen, gehe man davon aus, dass auch Patienten aus anderen Bundesländern in Schleswig-Holstein versorgt werden müssen. Daher gehe man nun eine Stufe höher: „Höhere Stufe heißt, dass es Einschränkungen im 3G-Bereich geben wird“, so Daniel Günther. 

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2G auch in Schleswig-Holstein

Ein Verbot von Veranstaltungen und Events wie den Weihnachtsmärkten soll es jedoch nicht geben. Allerdings will auch Schleswig-Holstein die sogenannte 2G-Regelung (geimpft oder genesen) einführen.

„Die Experten haben uns Rückendeckung gegeben, in vielen Bereichen zu 2G überzugehen“, sagt Daniel Günther, ohne bereits jetzt zu konkretisieren, in welchen Bereichen die Regelung gelten soll. Man werde beraten, in welchen Bereichen 2G notwendig sei.

Im Innenbereich könne es zudem an verschiedenen Punkten wieder denkbar sein, eine Maskenpflicht zu erlassen. Für Schulen sei dies jedoch nicht mehr geplant.

„Unsere Experten haben uns sehr deutlich gesagt, dass der Schritt der Aufhebung der Maskenpflicht verantwortlich war“, so Günther.

Schleswig-Holstein: Impfpflicht in sensiblen Bereichen

Ginge es nach der schleswig-holsteinischen Landesregierung, würde bei einer Sache künftig kein Kompromiss mehr möglich sein: der Impfpflicht in Gesundheits- und Heilberufen. Bei der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz will sich Ministerpräsident Daniel Günther hierfür besonders einsetzen. 

„Es gibt eine Empfehlung für eine Impfpflicht insbesondere in Bereichen wie Gesundheits- und Heilberufe. Dafür gab es klare Rückendeckung von Experten. Dafür werden wir uns auch bei Verhandlungen auf Bundesebene einsetzen.“

Wie problematisch die Lage vor allem in Krankenhäusern und Pflegeheimen derzeit ist, zeigt sich an den zahlreichen Neuinfektionen in diesem Bereich. Mecklenburg-Vorpommern hat daher in diesem Bereich die Corona-Maßnahmen noch einmal verschärft. 

 

+++Testpflicht auch für Geimpfte in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt+++

Auch Geimpfte und Genesene sind in Mecklenburg-Vorpommern von der Verschärfung der Corona-Maßnahmen betroffen. So müssen sich ab heute (11.11.) alle Besucher:innen in Alten- und Pflegeheimen vor Besuchsantritt auf das Coronavirus testen lassen. Eigentlich sollte die neue Verordnung bereits am Montag in Kraft treten, doch dies verzögerte sich. Was heißt das im Detail:

Jede:r Besucher:in, der über sieben Jahre alt ist, muss sich auf Sars-COV-2 testen lassen, egal ob bereits geimpft oder genesen. Möglich sind Antigentests, die nicht älter als 24 Stunden sind oder ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Tests können auch direkt vor Besuch der Einrichtung vor Ort absolviert werden.

Quelle:

Testpflicht in Pflegeheimen in MV tritt in Kraft, in: ndr.de

 

+++Ab heute! Verschärfte Corona-Maßnahmen in Niedersachsen+++

Seit heute gilt auch in Niedersachsen eine verschärfte Corona-Landesverordnung. Hier müssen sich nun ungeimpfte Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen täglich auf das Coronavirus testen lassen. Zuvor mussten diese sich lediglich nur dreimal in der Woche testen lassen. Ebenfalls getestet werden müssen nun auch ungeimpfte Beschäftigte in Schlachtbetrieben. Hier ist alle zwei Tage ein Corona-Test angeordnet.

2G auch in Niedersachsen fix

2G wird in vielen Bundesländern bereits praktiziert, ist jedoch immer noch umstritten. In Niedersachsen gilt ab heute für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1.000 Menschen eine 2G-Zungangsbeschränkung – sobald die Warnstufe 1 erreicht ist. In der vorherigen Verordnung war diese Maßnahme noch bei Warnstufe 3 angesiedelt.

Die neue Verordnung gilt vorerst bis zum 8. Dezember. 

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+++Olaf Scholz kündigt Corona-Gipfel an+++

Die Bundestagsdebatte am heutigen Donnerstag nutzte der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, um die sich zuspitzende Corona-Lage in Deutschland anzusprechen. Nahezu täglich meldet das RKI neue Rekordwerte: Inzidenz und Neuansteckungen liegen so hoch wie nie, die Hospitalisierungsrate steigt, während die Impfquote weiter stagniert. 

Neben Maskenpflicht und Abstandsregeln müssten "viele, viele weitere Maßnahmen ergriffen werden, damit wir durch den Winter kommen", betonte Scholz.

 

3G, 2G und boostern

"An Arbeitsplätzen soll zukünftig 3G gelten", befand Scholz im Bundestag. 2G – also nur genesen und geimpft, nicht aber getestet – solle bei Veranstaltungen und in der Gastronomie gelten. "Die Zutrittskriterien müssen aber auch überwacht werden", so der SPD-Politiker. 

Zusätzlich brauche es schnelle Auffrischungsimpfungen für all jene, deren Impfschutz langsam nachlässt. "Mehr Impfzentren" für "Millionen Bürgerinnen und Bürger" forderte Scholz. Auch die kostenlosen Bürgertests sollen zurückkommen. 

 

Corona-Gipfel kommende Woche

Nachdem bereits zahlreiche Politiker:innen angesichts der dramatischen Infektionslage in Deutschland bereits ein Bund-Länder-Treffen gefordert hatten – darunter auch die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel – bestätigte Scholz, dass es einen Corona-Gipfel geben werde. 

Kommende Woche werde man sich treffen, "die Kanzlerin und ich sind uns da einig", so Scholz. Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst bestätigt indes, dass das nächste Bund-Länder-Treffen bereits am kommenden Donnerstag stattfinden soll. 

 

Merkel reagiert auf explodierende Corona-Zahlen

Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich kurz zuvor in die Diskussion um nötige Maßnahmen eingeschaltet und mit Blick auf die dramatischen Zahlen schonungslos betont: "Wir haben das gewusst."

 

Corona nimmt keine Rücksicht auf politische Situation in Deutschland

Am Rande eines politische Treffens in Berlin sagte die scheidende Bundeskanzlerin angesichts der sich zuspitzenden Infektionslage laut "dpa": "Das Coronavirus nimmt keine Rücksicht darauf, ob wir gerade eine geschäftsführende Regierung haben, ob wir gerade Koalitionsverhandlungen haben."

Man müsse schnellstmöglich eine Ministerpräsidentenkonferenz mit Bund und Ländern einberufen. "Wir brauchen hier wieder eine gesamtstaatliche Kraftanstrengung", so Merkel. 

 

"Wir haben das gewusst"

Mit das größte Problem in Deutschland ist, dass nicht genügend Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind. Die aktuelle Impfquote – nur 67,3% der Bevölkerung sind vollständig gegen SARS-CoV-2 immunisiert – reicht nicht aus, um "ein schnelles Ausbreiten des Virus zu verhindern", untermauerte Merkel. Eine Impfquote unter 75% bedeute, dass eine exponentielle Verbreitung des Virus mit einer Überbelegung der Intensivbetten einhergehe. 

Man sei gewarnt gewesen, ergänzte die geschäftsführende Kanzlerin: "Wir haben das gewusst, das Robert Koch-Institut hat uns das gesagt."

 

2G & Impfungen: "Maßnahmen, um den Anstieg einzudämmen"

Klar sei, dass man schnell handeln müsse, betonte die Bundeskanzlerin in Berlin weiter: "Wir brauchen Maßnahmen, um den Anstieg einzudämmen." Merkels Vorschläge ähneln denen von Kanzlerkandidat Olaf Scholz. 

Dazu gehört neben einer flächendeckenden 2G-Regelung auch das Vorantreiben der Booster-Impfungen für die über 60-Jährigen. Rund 24 Millionen Menschen – Pflegekräfte nicht mitgerechnet – benötigen aktuell die 3. Impfung. "Diese Impfung muss schnell erfolgen, weil die Wirkung nachlässt und die Impfungen oft schon länger als ein halbes Jahr zurückliegen. […] Das bedarf also einer wirklichen gemeinsamen nationalen Kraftanstrengung", betonte Merkel. 

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+++Neuinfektionen erreichen Höchstwert+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI in den zurückliegenden 24 Stunden 50.196 neue Corona-Fälle gemeldet – mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Vor einer Woche waren es 33.949 Ansteckungen gewesen. Ingesamt haben sich in Deutschland bisher 4.894.250 Personen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert.
Die Zahl der Corona-Toten steigt um 235 Fälle in den vergangenen 24 Stunden auf insgesamt 97.198 Menschen. In der Vorwoche waren 165 Corona-Tote verzeichnet worden. 

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Rekordwert bei Inzidenz, Hotspot bei über 500

Am heutigen Donnerstag meldet das RKI eine bundesweite Inzidenz von 249,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Wie bei den Neuinfektionen ist dieser Wert so hoch wie nie zuvor in der Pandemie. 

Sachsen überschreitet derweil eine dramatische Marke und zählt aktuell 521,9 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner:innen und Woche. Das Bundesland ist damit Spitzenreiter, gefolgt von Thüringen (469,2) und Bayern (427,4). Am besten steht Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 89,4 da. 

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Lage in Krankenhäusern verschlechtert sich

Laut DIVI Intensivregister befinden sich derzeit 2.739 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Das sind 52 mehr als am Vortag. 51% davon, also 1.403 Personen müssen invasiv beatmet werden. Hier ist ein Anstieg von 30 Menschen zu verzeichnen. 

Aus den Zahlen des RKI geht hervor, dass 1.364 Personen in den vergangenen 24 Stunden aufgrund einer COVID-19-Erkrankung hospitalisiert werden mussten. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 4,61 Fälle pro 100.000 Einwohner:innen. 
Der Anteil der Corona-Erkrankten an der Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten in Intensivbetten liegt derzeit bei 12,1 Prozent. Vor genau einer Woche lag dieser Wert bei 10,0%. 

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+++10.11 Drosten hält Lockdown für wahrscheinlich+++

Seit Wochen zieht das Infektionsgeschehen in Deutschland an. Am heutigen Mittwoch meldet das RKI knapp 40.000 neue Corona-Fälle binnen eines Tages und die Rekordinzidenz von 232,1. Höher lag der bundesweite Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche noch nie. Expertinnen und Experten aus Medizin und Politik diskutieren über mögliche Lösungen. 

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Drosten: Bis zu 100.000 weitere Corona-Tote möglich

Im NRD-Podcast "Das Coronavirus-Update" ließ Virologe Christian Drosten keinen Zweifel daran, dass Deutschland auf einen "sehr anstrengenden Winter" zusteuert. Der Leiter der Virologie in der Berliner Charité betonte: "Wir haben jetzt im Moment eine echte Notfallsituation. Wir müssen sofort etwas machen." Würden die Impfungen weiterhin stagnieren, müsse man mit bis zu 100.000 weiteren Corona-Toten rechnen. "Das ist eine konservative Schätzung", so Drosten.

Drosten sprach sich dafür aus, die Kontakte wieder deutlich zu reduzieren. "Wir müssen jetzt die Infektionstätigkeit durch Kontaktmaßnahmen wahrscheinlich wieder kontrollieren – nicht wahrscheinlich, sondern sicher." Es sei nötig, über Maßnahmen zu reden "die wir eigentlich hofften, hinter uns zu haben“.

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Tests und 2G nicht wirksam genug

3G hält Drosten angesichts der hohen Infektionszahlen für wenig wirksam. "Testung schützt vor Ansteckung nicht", mahnte er. 2G ist nach Meinung des Virologen ebenfalls nur begrenzt wirksam, da auch Geimpfte das Virus weitergeben können. Sollte in Deutschland eine flächendeckende 2G-Regelung beschlossen werden, würden Kontakte ins Private verlagert werden – so komme Corona zu ungeimpften Personen "einfach nach Hause".

 

Lauterbach: 2G als einzige Alternative zum Lockdown

Anders sieht das SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Er sagte gegenüber dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND):

"Ich rate jeder Landesregierung zur Einführung von 2G. Die Voraussetzungen sind da. In allen Bereichen außer in der Grundversorgung sollten wir in ganz Deutschland eine 2G-Regel mit Kontrollen durchsetzen, von Bayern bis Schleswig-Holstein."

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+++Neuinfektionen fast verdoppelt+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI in den vergangenen 24 Stunden 39.676 Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es noch 20.298 neue COVID-19-Fälle. Am Freitag (5. November) hatte Deutschland mit 37.120 Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekordwert seit Pandemie-Beginn erreicht.Die Zahl der Corona-Toten stieg um 236 auf insgesamt 96.963 Menschen. Vor einer Woche waren 194 Todesfälle gemeldet worden. 

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+++Corona-Fall bei Deutscher Nationalmannschaft vor Qualifikations-Spiel gegen Liechtenstein+++

Die deutsche Nationalmannschaft muss kurz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein in Wolfsburg das Mannschaftstraining für heute absagen. Der Grund: Ein positiver Corona-Test. Laut Informationen der "Bild"-Zeitung handle es sich hierbei um den FC-Bayern-Spieler Niklas Süle. Offiziell bestätigt wurde diese Information jedoch nicht. Der betreffene Spieler sei vollständig geimpft und aktuell symptomfrei, erklärt der DFB. Was ebenfalls bestätigt wurde: Neben einem positiven Fall müssen nun vier weitere DFB-Spieler in Quarantäne, trotz negativer Testergebnisse. Sie werden als Kontaktperson der Kategorie 1 geführt. 

Oliver Bierhoff, Direktor der DFB-Elf, erklärte in einem Presse-Statement:" Diese Nachricht ist so kurz vor den abschließenden beiden Spielen in der WM-Qualifikation sehr bitter, für das Trainerteam wie für die gesamte Mannschaft. Aber die Gesundheit geht selbstverständlich vor. Ich wünsche dem positiv getesteten Spieler schnelle Genesung und dass er weiterhin symptomfrei bleibt."

Am Donnerstag spielt die deutsche Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein. Nun allerdings ohne die fünf Betroffenen . 

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+++09.11. Weitere Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Brandenburg+++

Die vierte Welle trifft die Vorerkrankten und Hochbetagten in Alten- und Pflegeeinrichtungen besonders hart. Und das, obwohl die überwiegende Mehrheit in den Einrichtungen bereits einen vollen Impfschutz erhalten hat – und auch die Booster-Impfungen voranschreiten – wenn auch vielerorts nicht zügig genug. Umso wichtiger ist es, dass ein Ausbruch verhindert wird.

In einer Seniorenresidenz in Brandenburg (Barnim) ist dies nicht gelungen. Die Zahl der Todesfälle nach dem Ausbruch in der Senioren-Residenz „Haus am Werbellinsee“ in Altenhof ist von zuletzt 12 auf aktuell 16 Todesfälle gestiegen. Das berichtet unter anderem „rbb24.de“.

Bereits Ende Oktober haben sich hier mindestens 42 Bewohner:innen und 15 Mitarbeiter:innen mit Sars-COV-2 infiziert. Aktuell befinden sich noch zwölf der positiv getesteten Mitarbeiter:innen in häuslicher Quarantäne.

Nicht immer lässt sich ein Ausbruch in sensiblen Bereichen wie Alten- und Pflegeheimen verhindern, in diesem Fall sorgt das massive Infektionsgeschehen bei vielen für Unverständnis. Der Grund: Etwa die Hälfte aller Mitarbeiter:innen der Einrichtung waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs nicht geimpft.

Expert:innen fordern angesichts solcher Vorfälle bereits seit geraumer Zeit eine Impfpflicht für Pflegepersonal. Bisher konnte sich diese Forderung jedoch noch nicht durchsetzen. Eugen Brysch, Vorstandsmitglied der Stiftung Patientenschutz fordere zudem gegenüber den Medien ein Betreuungsverbot von ungeimpften Personal für Patient:innen mit hohem Risiko einer Erkrankung: „Es muss sofort ein gesetzliches Verbot geben, dass ungetestetes Personal am Patienten arbeitet“, sagte Brysch der „Rheinischen Post“. 

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Amtsärztin: „Das ist ein erhöhtes Risiko“

Im Falle des Ausbruchs im brandenburgischen Barnim hat Amtsärztin Heike Zander eine ganz klare Meinung zur Causa „ungeimpftes Personal“: "Das ist natürlich ein erhöhtes Risiko im Rahmen der Corona-Pandemie. Und das hat sich jetzt auch gezeigt“, erklärt sie gegenüber dem „rbb“. Die Forderungen aus der Politik werden ebenfalls lauter und der Druck auf ungeimpftes Pflegepersonal wächst.

 

Brandenburgs Gesundheitsministerin fordert strengere Testung

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher forderte indes strengere Hygiene-Maßnahmen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen und vor allem tägliche Corona-Tests. Derzeit werde nur zwei Mal wöchentlich getestet, so die Ministerin. Aber ist dies auch wirklich sicherer als eine Impfung des Pflegepersonals? Denn fest steht: Kommt man mit den Booster-Impfungen nicht schneller voran, verstärkt das ungeimpfte Personal das Risiko der Patient:innen bei schneller abnehmendem Impfschutz. 

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+++RKI meldet 21.832 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt erneut+++

Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Dienstag, 09. November, insgesamt 21.832 Corona-Neuinfektionen. Das sind 11.019 mehr als am Dienstag in der Vorwoche. Die Sieben-Tages-Inzidenz steigt somit von 201,1 auf 213,7. Zudem wurden 169 Todesfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet.

Alle weiteren Corona-News und Hintergrundinformationen der vergangenen Tage erfahren Sie hier!

Das Infektionsgeschehen in Deutschland hat erneut Fahrt aufgenommen. Mitten in der vierten Welle zeigt sich, dass Hygiene-Maßnahmen und Vorsicht immer noch besonders wichtig sind, um die erneute Welle zu brechen und die Infektionszahlen zu senken.

Vier weitere Todesfälle am Werbellinsee - 26 weitere Bewohner positiv getestet, in: rbb24.de
Druck steigt: Experten fordern Impfpflicht für diese Berufsgruppe, in: mopo.de

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