Corona-Schutz im Supermarkt: 6 Tipps gegen Virenfallen

Daphne Sekertzi

Wie sieht der Schutz vor Corona-Viren im Supermarkt aus? Das fragen sich zurzeit viele. Denn Experten gehen davon aus, dass sich die Viren auch über Flächen und Gegenstände verbreiten. So ist es möglich, Virenfallen während des Einkaufens zu vermeiden.

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Während in Zeiten von Corona Restaurants und Bars schließen (Lieferservice haben weiterhin geöffnet) und sogar der Weg ins Büro in vielen Fällen durch Homeoffice wegfällt, können die meisten einen Ort nicht meiden, an dem ein Ansteckungsrisiko durch Tröpfcheninfektion besteht: den Supermarkt. Überfüllte Gänge, Gedränge und lange Schlangen lassen die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus steigen. Eine Übertragung durch Schmierinfektion wird nicht ausgeschlossen. Doch mit diesen sechs Tipps können Sie die größten Virenfallen im Supermarkt meiden. 

 

1. Obst und Gemüse nicht unnötig berühren

Sie kennen das bestimmt: Bis Sie die perfekt gereifte Avocado finden, fühlen Sie sich durch die halbe Kiste durch. Und es kommen nur die Äpfel in den Einkaufswagen, die besonders gut riechen. Beides sollten Sie nun aber vermeiden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält eine Ansteckung über Gemüse und Obst zwar für unwahrscheinlich. Aber: Eine Infektion über frische Ware ist dann möglich, wenn sie kurz zuvor von einer infizierten Person berührt wurde. Zum eigenen Schutz und zum Schutz von anderen sollten Sie nur das Gemüse und Obst berühren, das auch in Ihrem Einkaufswagen landet. Auch auf Riechtests sollten Sie verzichten. Eine längere Haltbarkeit gewährt natürlich Dosengemüse. Und das ist gar nicht so ungesund, wie man vielleicht denkt

 

2. Handschuhe zur Virenabwehr tragen

Handschuhe bieten beim Einkaufen einen zusätzlichen Schutz vor Viren. Das gilt jedoch nur, wenn Sie die Handschuhe richtig benutzen. Vermeiden Sie Berührungen am Gesicht und insbesondere an Augen, Mund und Nase. Zudem sollten Sie beim Ausziehen der Handschuhe darauf achten, dass die Außenseite nicht mit der Haut in Berührung kommt. Nur so lässt sich der Kontakt mit Coronaviren im Supermarkt vermeiden.

Entscheidend ist auch der Zeitpunkt, an dem Sie die Handschuhe anziehen: Vor allem kleinere Geschäfte sind nicht mit automatischen Schiebetüren ausgestattet. Doch Türen mit Griffelementen gehören zu den größten Virenfallen im Supermarkt. Legen Sie also die Handschuhe an, noch bevor Sie die Tür öffnen, verteilen Sie die Viren auf Ihr Obst und Gemüse.

Die Lösung: Öffnen Sie die Tür mit dem Ellenbogen und legen Sie die Handschuhe danach an. Nehmen Sie einen Einkaufswagen, sollten Sie den Griff mit Desinfektionsmittel reinigen und auch hier erst im Anschluss die Handschuhe überziehen.

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3. Abstand halten 

Während sich auf der Einkaufsfläche die Distanz zu anderen Personen einhalten lässt, gestaltet sich dies an der Kasse schwierig. Versuchen Sie trotzdem, in der Warteschlange einen sicheren Abstand von anderthalb (besser zwei) Metern zu der Person vor und hinter Ihnen einzuhalten. Der Einkaufswagen kann hier als natürliche Barriere dienen.

 

4. Schutz vor Coronaviren durch eigene Tüten

Ihnen fällt im Supermarkt ein, dass Sie die Einkaufstüten zuhause vergessen haben. Also schnappen Sie sich an der Kasse eine Tüte – wie viele andere vor Ihnen auch. Das Problem hierbei: Experten vermuten, dass die Coronaviren bis zu drei Tage auf Kunststoff überleben können, auf Papier und Kartons bis zu 24 Stunden.

Wer sich also an der Kasse an den Tüten bedient, kann sich einem unnötigen Ansteckungsrisiko aussetzen. Bringen Sie daher zum Einkaufen immer Ihre eigenen Tragetaschen mit – am besten aus Papier. Verwenden Sie Stoffbeutel, sollten Sie diese nach jedem Einkauf heiß waschen, da auch dort Keime haften bleiben können.

Zahlen Sie, wenn möglich, kontaktlos mit Ihrer EC-Karte und verzichten Sie auf den Kassenbon. So können Sie Berührungen mit der Person an der Kasse vermeiden.

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5. Handy und Tasche zu Hause lassen

Je mehr Gegenstände Sie beim Einkaufen bei sich tragen und mit Ihren Händen berühren, desto mehr Fläche bieten Sie den Viren: Wenn Sie Ihr Handy mehrmals zücken, um die Punkte auf Ihrer Einkaufliste abzuhaken oder beim Bezahlen Ihr Portemonnaie öffnen. 

Die Ansteckungsgefahr lässt sich mindern, wenn Sie zum Einkaufen nur das Nötigste mitnehmen –  Handtasche, Handy und Portemonnaie zählen nicht dazu. Führen Sie stattdessen nur Ihre EC-Karte bei sich und schreiben Sie Ihre Einkaufsliste auf einen Zettel. Diesen können Sie direkt nach dem Einkauf entsorgen. 

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6. Nicht zu Stoßzeiten einkaufen

Der beste Schutz vor Corona im Supermarkt ist es, zum richtigen Zeitpunkt einkaufen zu gehen. Denn erledigen Sie Ihre Einkäufe außerhalb der Stoßzeiten, werden Sie weniger Menschen begegnen.   

Während Sie um 12 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr mit einem überfüllten Supermarkt rechnen können, werden Sie früh morgens vergleichsweise leere Gänge vorfinden. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Zeiten von Corona im Supermarkt mit Viren in Berührung kommen.

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