Corona-Neuinfektionen in Deutschland erreichen höchsten Wert seit Anfang Mai

Mona Eichler Health-Redakteurin

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland erreicht einen besorgniserregenden Wert: 1.226 neu registrierte COVID-19-Fälle binnen 24 Stunden. So viele hatte es zuletzt Anfang Mai gegeben. 

 

+++12.08. Neuinfektionen auf besorgniserregendem Stand+++

Wie das Robert Koch-Institut am Morgen des 12. August bekannt gab, stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland in den vergangenen 24 Stunden um 1.226 Fälle. Damit wurden seit Beginn der Corona-Krise hierzulande 218.519 COVID-19-Fälle registriert. 

Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist besorgniserregend, da es eine Zeitlang so ausgesehen hatte, als hätte Deutschland das Schlimmste hinter sich gebracht. Während es zu Corona-Spitzenzeiten im April noch mehr als 6.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben hatte, war der Wert mit dem Umsetzen der Hygiene- und Schutzmaßnahmen zwischenzeitlich stark abgefallen. Am 3. Juli beispielsweise waren 446 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Einen Neuinfektionswert von deutlich über über 1.000 Fälle hatte es zuletzt am 9. Mai gegeben. Damals hatte das RKI 1.251 Neuinfektionen in Deutschland registriert. 

Frau mit Mundschutz desinfiziert Einkaufswagen
Service Hygienehaken: Neuer Coronavirus-Schutz nach Masken und Desinfektionsmittel

 

Höhere Bußgelder für Maskenverweigerer

In Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern müssen Menschen, die ohne Alltagsmaske im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind, ab sofort tief in die Tasche greifen. In beiden deutschen Bundesländern zahlen Maskenverweigerer 150 Euro Bußgeld. 

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) betont gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Die Bußgelderhöhung ist ein wichtiges Signal an alle Fahrgäste."

Drei Personen halten sich in der Bahn an der selben Stange fest
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Neue Corona-Reisewarnungen für Spanien

Das Auswärtige Amt hat Corona-Reisewarnungen für die spanische Hauptstadt Madrid sowie das Baskenland ausgesprochen. Begründet wird dieser Schritt mit den "erneut hohen Infektionszahlen" vor Ort. 

Damit weiten sich die Reisewarnungen für Spanien aus. Ende Juli stufte das Auswärtige Amt bereits Katalonien – inklusive der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava – sowie die westlich davon gelegenen Regionen Aragón und Navarra als Corona-Risikogebiete ein.

 

+++11.08. Hitzefrei-Neuregelung in NRW+++

Ab dem heutigen Mittwoch können Schulleitungen ihre Oberstufen-Schüler nach Hause schicken, sobald die Temperatur in den Klassenzimmern über 27 Grad klettert. Bei der aktuellen Hitzewelle dürfte das vermehrt vorkommen. 

Einer der Gründe für die Hitzefrei-Neuregelung in NRW ist die Maskenpflicht im Unterricht, die in weiterführenden und berufsbildenden Schulen, nicht aber an Grundschulen im Kampf gegen das Coronavirus eingeführt wurde – bei der Hitze eine kaum zumutbare Belastung der Schüler. 

"Die derzeitigen Hitzefrei-Regelungen werden angesichts der hohen Außentemperaturen und der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II vorerst ausgeweitet", erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dem "Kölner Stadtanzeiger".

Mädchen trinkt Wasser
Service Körperfeind Hitze

 

Polizei löst Party mit 250 Menschen auf

Eine Veranstaltung auf Schloss Neuburg im baden-württembergischen Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) lief dermaßen aus dem Ruder, dass die Polizei anrücken und die Party auflösen musste. Zuvor waren rund 20 telefonische Beschwerden wegen Ruhestörung bei den Beamten eingegangen. 

Nach Eintreffen stellten die Polizisten schnell fest, dass sich der Großteil der ingesamt 250 Gäste nicht an die geltenden Corona-Abstand- und Hygienevorschriften hielt. Zusätzlich dazu begannen einige der Anwesenden, die Beamten massiv zu beleidigen, was zu mehreren Anzeigen wegen Beleidigung führte. Auch Anzeigen wegen Ruhestörung und Verstößen gegen die Coronaverordnung musste die Polizei in Obrigheim aussprechen. 

 

Corona in Deutschland: Infektionszahl steigt wieder

Nachdem von Sonntag auf Montag lediglich 436 Neuinfektionen in Deutschland gezählt worden waren, steigt der Wert zum Dienstag stark an. Laut der aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in den vergangenen 24 Stunden 966 neue Corona-Infektionen registriert. Damit haben sich bisher ingesamt 217.293 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt, wovon aktuell 9.992 als aktive Corona-Fälle gelten. 

Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 Menschen auf ingesamt 9.201. 

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+++10.08. Reisen in Risikogebiete melden?+++

Seit dem 8. August 2020 müssen sich Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend einem Corona-Test unterziehen. Innenstaatssekretär Günter Krings fordert nun, mit einer Meldepflicht von Risikoreisen einen Schritt weiter zu gehen.

"Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde", sagte der CDU-Politiker im Interview mit der "Rheinischen Post". 

Das grundsätzliche Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete, das der CDU-Wirtschaftsrat vergangene Woche vorgeschlagen hatte, lehnt Krings ab. 

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Corona-Tests ohne Chaos

Die Rückkehrer-Tests sind derweil am ersten Wochenende ohne das befürchtete Chaos abgelaufen. Sowohl die Flughafen-Teststellen in Frankfurt, als auch in Düsseldorf, Köln, Hamburg und Berlin meldeten nur geringe Wartezeiten und eine solide Inanspruchnahme der Testmöglichkeiten. 

In Frankfurt ließen sich nach Angaben des Betreibers rund 2.600 Urlaubsrückkehrer auf das Coronavirus testen. Circa 1,5 Prozent dieser Tests seien positiv ausgefallen. 

 

Neuinfektionen in Rostock

In Rostock gibt es einen neuen SARS-CoV-2-Ausbruchsherd. Insgesamt sind 67 Menschen betroffen. 

Wie gemeldet wird, wurde bei vier schulpflichtigen Kindern aus Rostock eine Corona-Infektion festgestellt, woraufhin die gesamte Familie sowie Mitschüler und Lehrer unter Quarantäne gestellt wurden. 

Angesteckt hatte sich die Familie wohl im Ausland. Bei der Rückkehr nach Deutschland seien die Corona-Tests zunächst negativ ausgefallen. Erst eine Nachkontrolle aufgrund der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds habe ein positives Testergebnis geliefert. 

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Zum Wochenstart meldete das Robert Koch-Institut zum ersten Mal seit mehreren Tagen wieder eine Neuinfektionszahl unter dem Wert von 1.000: Stand 10. August haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie insgesamt 216.327 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert – 436 Personen mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1 auf insgesamt 9.197 Menschen. 

Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, liegt derzeit bei 1,32.  Der 7-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen nachzeichnet, liegt bei 1,23. 

Eine Illustration eines Virus
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+++07.08. CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot für Risikoreisen+++

Derzeit steigen die Zahlen der täglichen Corona-Neuinfektionen stark an – auch wegen Reiserückkehrern, die sich in ihrem Urlaub infiziert haben. Kommen deswegen bald noch mehr Einschränkungen auf Reisende zu? Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein Verbot für Reisen in Corona-Risikogebiete. Zudem haben sich auf einer Abifahrt nach Kroatien mehrere Teilnehmer mit dem Coronavirus infiziert.

Kinder planschen im Wasser.
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Risikoreisen: Wirtschaftsrat warnt vor zweitem Lockdown

Ab Samstag muss sich jeder Urlauber bei seiner Rückkehr aus einem Risikogebiet einem Corona-Test unterziehen. Ansonsten droht eine 14-tägige Quarantäne. Für den Wirtschaftsrat der CDU ist das zu wenig – er fordert, dass Risikoreisen verboten werden.

Der Generalsekretär des Rats, Wolfgang Steiger, betont gegenüber der „Bild“, dass das Reiserecht nicht höher bewertet werden könne, als die Rechte der Bürger, denen „ein erneuter Lockdown droht“. DIeser würde nur unter „erheblichsten Schwierigkeiten“ bewältigt werden können.

 

Beliebte Urlaubsregionen gelten als Risikogebiete 

Auf der Liste der Risikogebiete, die vom Robert Koch-Institut (RKI) in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung erstellt wurde, stehen derzeit 130 Länder, darunter auch beliebte Urlaubsregionen, wie die türkische Küste oder Nordspanien. Dort sind die Fallzahlen so stark angestiegen, dass ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Trotz offizieller Warnung dürfen Urlauber in Corona-Risikogebiete reisen.

Ein Koffer, auf dem ein Reisepass und eine Atemmaske abgelegt sind
Service Corona-Risikogebiete: Das müssen Urlauber wissen

 

Corona-Ausbruch auf Abifahrt in Kroatien

Dass Reisen in Risikogebiete ein erhöhtes Infektionsrisiko bergen, zeigt ein aktueller Corona-Ausbruch: Auf einem Partyurlaub nach Kroatien haben sich mehrere Abiturienten mit dem Coronavirus angesteckt. Da es ein bundesweit organisierter Urlaub war, verteilen sich die Infektionsfälle auf verschiedene Bundesländern – wie viele genau es sind, ist noch nicht bekannt. Neun Infizierte kommen aus dem Kreis Göppingen. Dort wurden zudem 18 Teilnehmer der Reise und 50 Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt.

Zwar steht Kroatien nicht auf der RKI-Liste der Corona-Risikogebiete. Zuletzt stiegen dort jedoch die Fallzahlen stark an. Gegenüber „RTL“ erklärte der Leiter des Göppinger Gesundheitsamts, Heinz Pöhler: „Dieser Fall zeigt deutlich das Risiko von Reisen und Partys während einer Pandemie und wie schnell das Virus innerhalb einer Gruppe um sich greifen kann."

Zwei Visiere, Zwei Mundschutzmasken und ein Paar Hygienehandschuhe
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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt aktuell bei 215.039 (Stand 07.08.). Bislang sind 9181 Menschen an dem Virus gestorben.

 

+++06.08 1045 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages+++

Seit Wochen schon steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland – nun gab es innerhalb eines Tages 1045 neue Fälle.

 

1045 Neuninfektionen – Höchstwert seit Mai

Die Gesundheitsämter haben bis Mittwoch Abend (06.08) 1045 Neuinfektionen gemeldet, wie das RKI nun mitteilte. So viele Neuinfektionen gab es zuletzt im Mai. Damit haben sich in Deutschland bisher 213.067 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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R-Wert wird wohl steigen 

Die Reproduktionszahl (R-Wert) liegt derzeit bei 0,9. Das heißt, dass im Durchschnitt ein Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Ein Tag zuvor lag der Wert noch bei 1,02. Die erhöhten Fallzahlen werden sich erst in den kommenden Tagen im R-Wert niederschlagen, da die Reproduktionszahl das Infektionsgeschehen der letzten sieben bis 10 Tage abbildet. Damit sich die Corona-Pandemie nicht weiter ausbreitet, darf die kritische 1,0er-Marke nicht überschritten werden.

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Immer mehr Infektionsherde 

Der stetige Anstieg der Infektionszahlen sehen Experten als Hinweis darauf, dass sich in Deutschland bereits eine zweite Corona-Welle anbahnt. Auch das RKI hält dies für möglich. Ein Grund für die erhöhten Fallzahlen könnte die Rückkehr von Urlaubern sein, die sich zuvor in Risikogebieten aufgehalten haben.

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Zudem kommt es immer wieder zu lokalen Corona-Ausbrüchen auf privaten Feiern, Krankenhäusern und in Betrieben. Während sich die Ausbrüche zunächst auf einige wenige Landkreise beschränkt haben, kamen in der letzten Zeit immer mehr Infektonsherde in verschiedenen Regionen hinzu.

 

+++05.08 Corona-Ausbrüche in Mamming und Hamburg+++

Es ist der dritte Corona-Ausbruch in Mamming: In einer Konservenfabrik haben sich 166 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Einen weiteren Ausbruch gab es auf einer Hamburger Werft.

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Mamming: 166 bestätigte Fälle in Konservenfabrik

Nach zwei Gemüsehöfen ist es in Mamming nun auch in einer Konservenfabrik zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Bisher wurden 166 Fälle bestätigt. Alle 600 Mitarbeiter sowie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs wurden in Quarantäne geschickt. Das Landamtsrat Dingolfing-Landau teilte mit, dass die Fabrik vorübergehend stillgelegt worden sei.

Als Quelle des Corona-Ausbruchs wird der nahegelegene Gemüsehof vermutet, auf dem sich erst kürzlich 230 Erntehelfer mit dem Virus infiziert haben.

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130 Testergebnisse stehen noch aus

Am Wochenende war nach einer ersten Testung noch von 43 infizierten Mitarbeitern die Rede. Eine zweite Untersuchung ergab jedoch deutlich mehr Fälle. „Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist natürlich ein herber Rückschlag“, erklärte Landrat Werner Bumeder (CDU). Trotzdem gehe man davon aus, dass es sich beim Infektionsgeschehen um eine „geschlossene Einheit handelt und es weiterhin nur einen Infektionsherd gibt“, so Bumeder. Da die Ergebnisse von 130 Mitarbeiten der beiden anderen Standorte des Betriebes ausstehen, könnte die Zahl noch weiter steigen.

 

49 Corona-Infektionen auf Hamburger Werft

Auch auf der Hamburger Werft Blohm + Voss ist es zu einem Corona-Ausbruch mit bisher 49 bestätigten Fällen gekommen: Nachdem letzte Woche die ersten Fälle auf der Werft bekannt wurden, hat sich das Unternehmen zu einem freiwilligen Massentest für die 500 Mitarbeiter entschieden.

Am Dienstagabend teilte die Weft mit, dass noch einige Testergebnisse ausstehen würden. Bis diese vorliegen, seien die Mitarbeiter freigestellt. Außerdem sei ein Kontrolltest der negativ Getesteten geplant, der eine Woche später stattfinden soll.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 509 Fälle auf 212.828 gestiegen (Stand 05.08.). Bislang sind 9168 Menschen an dem Virus gestorben.

+++04.08 Corona-Ausbruch in Wiesbaden und Krisenstab in Offenbach+++

Hessen entwickelt sich zum neuen Corona-Hotspot: In Wiesbaden haben sich mindestens 18 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Offenbach tagte der Krisenstab, weil die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark angestiegen ist.

 

Wiesbaden: Mindestens 18 Corona-Infektionen nach einem Sommerfest

In der hessischen Landeshauptstadt steigt die Zahl der Neuinfektionen, nachdem sich auf einer privaten Feier mindestens 18 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Weitere Testergebnissen sollen in den nächsten Tagen folgen. Ein Großteil der Gäste sei ermittelt und unter Quarantäne gestellt worden, wie die Stadt erklärt hat.

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Viele Gäste im Urlaub: Kontaktverfolgung ist ein "enormer Aufwand"

Da die Feier jedoch vor einigen Tagen stattgefunden habe und sich inzwischen einige der Gäste im Urlaub befinden würden, stelle die Ermittlung der Kontaktpersonen einen „enormen Aufwand“ dar, schrieb der Oberbürgermeister, Gert-Uwe Mende, in einer Mitteilung: "In diesen Fällen wurden auch die Gesundheitsämter anderer Regionen informiert, um alle Lücken zu schließen. Außerdem werde geprüft, ob es auf der Feier ein „schlüssiges Hygienekonzept“ gegeben habe.

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Offenbach führt Corona-Verbote wieder ein

Auch in einer weiteren hessischen Stadt ist Corona auf dem Vormarsch: Aufgrund eines starken Anstiegs der Corona-Fälle tagte in Offenbach der Krisenstab, der schärfere Maßnahmen beschlossen hat. Dazu zählt ein Grill- und Picknick-Verbot auf öffentlichen Flächen. Sport ist nur kontaktlos in einer Gruppe von maximal 10 Personen und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands erlaubt, teilte die Stadt mit. Zudem seien laut der Gesundheitsdezernentin, Sabine Groß, mehr Kontrollen geplant, um „Maskenverweigerer“ zu erreichen.

Mann mit Mund-Nasen-Schutz und Sonnenbrille im Pool
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Die Corona-Fälle werden auf Reiserückkehrer und Einzelinfektionen zurückgeführt. Einen lokalen Ausbruch gab es in Offenbach hingegen nicht.

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Von Monag auf Dienstag ist die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 183 Fälle auf 212.328 gestiegen (Stand 04.08.)

 

+++03.08. Corona-Ausbruch in Sinsheim ein "Supergau"+++

Unter den Mitgliedern einer rumänischen Gemeinschaft in Sinsheim hat sich das Coronavirus ausgebreitet. Der Oberbürgermeister zeigt sich besorgt: Ein Großteil der potentiell Infizierten befindet sich derzeit im Urlaub. Zudem ist in Mammingen ein weiterer Gemüsehof von einem Corona-Ausbruch betroffen.

 

40 Infektionen nach Corona-Ausbruch in Sinsheim

In Sinsheim, Baden-Württemberg, haben sich Mitglieder einer rumänischen Gemeinschaft mit dem Coronavirus infiziert. Bislang konnten 40 Infektionen bestätigt werden – 18 davon fallen auf die Gemeinde Kirchhhard. Der Bürgermeister, Gerd Kreiter, äußert sich gegenüber der „Heilbronner Stimme“ besorgt über die Lage: „Die neueste Entwicklung ist beunruhigend und bedauerlich“.

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77 ausstehende Coronatests: Oberbürgermeister spricht von einem „Supergau“

Der Grund für die Sorge: 77 von 180 Personen, die sich einem Corona-Test unterziehen sollten, sind nicht zum Test erschienen, da sich viele im Urlaub befinden würden. Gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung bezeichnete Sinsheims Oberbürgermeister, Jörg Albrecht, dies als „Supergau“. Der Sprecher des Landratsamts, Manfred Körner, hält aufgrund der ausstehenden Tests weitere Infektionen für sehr wahrscheinlich, wie er der „Heilbronner Stimme“ mitteilte. Ein Lockdown sei hingegen jedoch unwahrscheinlich. Denn die Infizierten würden sich auf drei verschiedene Landkreise verteilen.

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Corona-Infektionen auf zweitem Gemüsehof in Mammingen

Auch Bayern ist von einem erneuten Corona-Ausbruch betroffen: Nachdem sich mehr als 230 Erntehelfer auf einem Gemüsehof im bayerischen Mammingen mit dem Coronavirus infiziert haben, ist es nun in der Gemeinde in einem weiteren Betrieb zu einem Ausbruch gekommen. Unter den 600 Erntehelfern gibt es bisher 27 bestätigte Fälle. Das Landratsamt Dingolfing-Landau erklärte in einer Mitteilung, dass die Infizierten und die Kontaktpersonen „umgehend“ von den negativ Getesteten isoliert wurden.

Den Grund für den Ausbruch sieht der Landrat, Werner Bumeder, in der räumlichen Nähe der Betriebe. Dadurch „gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben.“

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Corona-Tests für alle Saisonarbeiter

Nach dem Corona-Ausbruch auf dem Gemüsehof werden im Landkreis seit letzter Woche alle Saisonarbeitskräfte auf das Coronavirus getestet. In 23 von 26 Betrieben wurden keine Infektionen nachgewiesen. Auch auf dem anderen Gemüsehof im Mammingen fielen 230 Corona-Tests negativ aus.

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Von Sonntag auf Montag ist die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 240 Fälle auf 211.462 gestiegen (Stand 03.08.). 191.781 Genesene stehen derzeit 9226 Todesfällen gegenüber.

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+++31.07. Corona-Ausbrüche in Hagenow und Goslar+++

Inzwischen werden fast täglich neue Corona-Ausbrüche in Deutschland vermeldet. Nun sind Hagenow und Goslar betroffen: Auf einer Baby-Party und in einem Studentenwohnheim haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus  infiziert.

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Corona-Ausbruch in Hagenow: 160 Menschen in Quarantäne

In Hagenow, Mecklenburg-Vorpommern, sind nach einem Corona-Ausbruch auf einer Baby-Party mit 35 Personen 160 Menschen in Quarantäne. Darunter sind neben den Gästen der Feier auch deren Kontaktpersonen. Wie die Schweriner Volkszeitung berichtet, gibt es bisher 12 bestätigte Infektionen. Bisher wurden 60 Kontaktpersonen negativ auf das Coronavirus getestet. Weitere Tests sollen noch anlaufen.

 

Arztpraxen geschlossen, Schulstart ist unklar

Das Virus konnte sich, laut Zeitungsbericht, vermutlich unter den Gästen ausbreiten, weil die Feier nach einem plötzlichen Wetterumschwung vom Garten in die Garage verlegt wurde. Da sich eine Mitarbeiterin des Jobcenters auf der Feier infiziert hat, ist dieses „bis auf Weiteres komplett geschlossen“, informiert die Behörde auf seiner Webseite. Ebenso mussten eine Zahnarzt- und Physiotherapiepraxis vorübergehend schließen.

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Zudem ist es noch unklar, ob der geplante Schulstart am Montag stattfinden kann. Bürgermeister Thomas Müller sagte, dass die Ergebnisse der Tests darüber entscheiden würden.

 

Corona-Ausbruch in Studentenwohnheim

Auch in der Universitätsstadt Goslar, Niedersachsen, hat sich ein Corona-Ausbruch zugetragen. In einem Studentenwohnheim im Kreis Clausthal-Zellerfeld haben sich fünf Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Nun wurde das gesamte Haus mit 55 Appartements unter Quarantäne gestellt, wie der Landkreis mitteilte.

Bisher wurden 15 Menschen auf das Virus getestet. Heute sollen Tests der übrigen Bewohner und ihrer Kontaktpersonen folgen. Wie viele Studenten sich derzeit im Wohnheim befinden und wer die Quelle der Corona-Ausbreitung ist, müsse noch überprüft werden.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland liegt aktuell bei 209.653 (Stand 31.07.). Das sind rund 684 Fälle mehr als am Vortag. 191.781 Genesene stehen bisher 9221 Todesfällen gegenüber.

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+++30.07. Corona-Pflichttests könnten mit Gewalt durchgesetzt werden+++

Vor wenigen Tagen gab Gesundheit+++29.07. Rasanter Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Dithmarschen+++sminister Jens Spahn (CDU) bekannt, dass ab nächster Woche (03.08.) die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten kommen wird. Nun erklärte die Polizeigewerkschaft, dass die Testpflicht bei Verweigerung der Reisenden notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt werden könne.

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Gewalt als letztes Mittel zur Durchsetzung der Corona-Pflichttests

Nun erklärte die Gewerkschaft der Polizei (GdP): Es sei möglich, dass durch die Polizei Gewalt als letztes Mittel eingesetzt wird, falls sich Reiserückkehrer dem Corona-Test widersetzen sollten. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte der Vize-Chef der Polizeigewerkschaft, Jörg Radek: "Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang." Wie die Testpflicht durchgesetzt werden soll und ob bei Verweigerung tatsächlich Polizeigewalt zum Einsatz kommen wird, müssten jedoch die Bundesländer entscheiden, so Radek.

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Corona-Pflichttests seien „Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“

Gleichzeitig erklärt Radek, dass die Testpflicht ein „hohes Maß an Verständnis von der Bevölkerung“ erfordere, da es ein „Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“ sei. Diese müssen man jedoch mit dem Interesse der Gesellschaft abwägen. Radek ruft die Reisenden daher zur Zusammenarbeit auf, rechnet aber mit ihrer Bereitschaft, sich freiwillig testen zu lassen.

 

Kosten für Corona-Tests trägt der Staat

Es ist vorgesehen, dass die Kosten für die Pflichttests vom Bund durch erhöhte Zuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung finanziert werden sollen. Genau das stößt in der Opposition auf Widerstand. So äußerte der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, gegenüber dem RND: Es gebe keinen Grund, warum Menschen, die aus Geldmangel oder Vorsicht auf Reisen ins Ausland verzichtet haben, "nun die Kosten für die Tests aller Reisenden mitzahlen sollen".

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, betont hingegen, dass sich die „Hochrisikobereiten“ keinen Corona-Test unterziehen würden, wenn dieser nicht kostenlos sei.  

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland liegt aktuell bei 208.811 (Stand 30.07.). Das sind rund 684 Fälle mehr als am Vortag. 191.325 Genesene stehen bisher 9212 Todesfällen gegenüber.

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+++29.07. Rasanter Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Dithmarschen+++

Der Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) verzeichnet derzeit einen rasanten Anstieg der Corona-Neuinfektionen – und das obwohl es dort bisher sehr wenige Fälle gab. Der Kreis hat seit letztem Mittwoch 109 Neuinfektionen gemeldet. Die Betroffenen seien überwiegend Reiserücklehrer aus Skandinavien und dem West-Balkan.

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Corona in Dithmarschen: Reiserückkehrer haben Infektionskette ausgelöst

Landrat Stefan Mohrdieck gab an, dass die Ansteckungen in einem größeren Familienverbund stattgefunden hätten. Reiserückkehrer aus Skandinavien und dem West-Balkan hätten die Infektionskette ausgelöst. Die Zahl könnte weiter steigen und den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschreiten, so Mohrdieck. Denn die Ergebnisse der Corona-Tests von 45 Kontaktpersonen stehen noch aus – und einige von ihnen würden Symptome zeigen.

 

Maßnahmen zur Corona-Eindämmung geplant

Der Landrat betont, dass die Infektionen zum Großteil in der Kreisstadt Heide aufgetreten seien, daher wolle man nicht für den ganzen Kreis schäfere Corona-Maßnahmen einsetzen. In der Kreisstadt würden jedoch wahrscheinlich Auflagen zur Corona-Eindämmung kommen.

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Einwohnern und Touristen in Dithmarschen drohen Folgen

Von den möglichen Auflagen wären die Bewohner und Touristen des an der Küste liegenden Kreises gleichermaßen betroffen. Den Bewohnern droht nicht nur eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Aufgrund des Status der Stadt als Risikogebiet könnten Reisen ins Ausland problematisch werden. Daher sollen nun mehr Testmöglichkeiten geschaffen werden, wie Mohrdieck erklärte. So könnten sich die Bewohner vor ihrem Urlaub auf das Coronavirus testen lassen.

Touristen in Dithmarschen müssen sich hingegen bei ihrer Heimkehr in ihr Bundesland auf eine Quarantäne einstellen:„Es liegt dann [...] an den Rückkehrern in ihre Heimatorte, möglicherweise den Nachweis zu erbringen, dass sie nicht infiziert sind“, erklärte Mohrdieck.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Aktuell liegt die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland bei 207.905 (Stand 28.07.) – rund 633 Fälle mehr als am Vortag. 190.796 Genesene stehen bisher 9205 Todesfällen gegenüber.

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+++28.07. Corona-Pflichttests für Urlauber und neuer Ausbruch+++

In den letzten Tagen wurde immer wieder Forderungen laut, nun soll der Corona-Pflichttest für Reiserückkehrer kommen. Ab nächster Woche (03.08.) müssen sich Urlauber aus Corona-Risikogebieten auf das Coronavirus testen lassen. Währenddessen ist es auf einer Trauerfeier in Baden-Württemberg zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

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Spahn ordnet Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer an

Seit dem Wochenende können sich Reiserückkehrer auf mehreren deutschen Flughäfen auf das Coronavirus freiwillig testen lassen. Nun erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegenüber der Deutschen Nachrichtenagentur (dpa), dass er zum Schutz der Bürger "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten" anordnen werde.

Auf diese Weise solle verhindert werden, dass „Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen“. Die entsprechende Verordnung soll kommende Woche in Kraft treten. Dann kann das Bundesministerium Reiserückkehrer dazu verpflichten, sich einem Test zu unterziehen, wenn sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren.

 

Diese Länder gelten als Corona-Risikogebiete

Als Risikogebiete gelten Länder, in denen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Das entschied die Bundesregierung zusammen mit dem Robert-Koch-Institut (RKI). Auf den Seiten des (RKI) ist eine Liste mit den Risikogebieten zu finden. Ob ein Land auf der Liste steht und man sich bei seiner Rückkehr auf das Coronavirus testen lassen muss, kann sich jederzeit ändern.

 

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern für Pflichttests

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich bereits zuvor für verpflichtende Corona-Tests an Flughäfen aus. Zusätzlich sollen an Grenzübergangen sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg Testzentren aufgebaut werden, in denen sich Bürger freiwillig testen lassen können. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern prüft derzeit, ob die Quarantäneregeln für Reiserückkehrern verschärft werden. Um nach dem Urlaub eine Quarantäne zu vermeiden, sollen dann zwei negative Corona-Tests notwendig sein.

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Corona-Ausbruch auf einer Trauerfeier

Derweil haben sich auf einer Trauerfeier in Schwäbisch-Gmünd (Baden-Württemberg) 47 Gäste mit dem Coronavirus infiziert, darunter auch Kinder. Die Sprecherin des Landratsamts erklärte am Montag, dass noch mehr Menschen infiziert sein könnten. Nach den Gästen werde nun gesucht. Jedoch fehle eine Teilnehmerliste der Trauerfeier, die vor rund zwei Wochen stattgefunden hat. Man gehe von mehreren Hundert Gästen aus.

Weil sich auch Kinder auf der Trauerfeier mit dem Coronavirus angesteckt hätten, sei eine Kita vorübergehend geschlossen und eine Grundschulklasse auf das Virus getestet worden. Keines der Kinder habe sich angesteckt, wie das Landratsamt mitteilte. In den nächsten Tagen sollen an weiteren Schulen Corona-Tests durchgeführt werden.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Aktuell liegt die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland bei 207.379 (Stand 27.07.) – rund 340 Fälle mehr als am Vortag. 190.350 Genesene stehen bisher 9205 Todesfällen gegenüber.

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+++27.07. Corona-Fälle steigen rapide an+++

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle am Freitag (24.07) im Vergleich zu den Vorwochen stark angestiegen. Lag die Zahl in den letzten Wochen noch konstant bei etwa 500 Fällen pro Tag, waren es am Freitag schon 815. Bereits in den Tagen zuvor seien die Zahlen gestiegen.

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Steigende Corona-Zahlen: „Beunruhigende“ Entwicklung

Das Robert-Koch-Institut bezeichnet den Anstieg der Corona-Fälle als „beunruhigend“. In diesem Zusammenhang warnt das RKI eindringlich: „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden.“ Das Engagement der Bevölkerung, die Abstand- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten und einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, sei entscheidend.

 

Lokale Corona-Ausbrüche lassen Corona-Zahlen steigen

Rund 60 Prozent der neu übermittelten Fälle würden auf Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg fallen. Aber der Trend sei auch in anderen Bundesländern zu beobachten, so das RKI. Meist sei das auf kleinere Corona-Ausbrüche auf Privatfeiern, Freizeitaktivitäten und Gesundheitseinrichtungen zurückzuführen. Außerdem könne man auch unter Reiserückkehrern mehr Corona-Fälle beobachten.

In den letzten Tagen und Wochen ist es zudem immer wieder zu Ausbrüchen in Schlacht- und Gemüsehöfen gekommen. Besonders Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen waren betroffen. 

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Corona-Hotspots in Weimar und Bayern

Corona-Hotspots sind derzeit Weimar und Bayern: Nachdem ein Infizierter aus Bayern bei einem Besuch in Weimar mehrere Menschen angesteckt hatte, gab es dort bisher 16 bestätigte Corona-Fälle. 169 Menschen befinden sich in Quarantäne. Im  niederbayerischen Mamming haben sich 175 Erntehelfer auf einem Gemüsehof mit dem Coronavirus infiziert. Die 3300 Einwohner des Ortes können sich freiwillig testen lassen. Die Gesundheitsministerin teilte mit, dass sich die 50er-Marke wohl nicht werde einhalten können.

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Aktuell liegt die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland bei 206.741 (Stand 27.07). Das sind rund 305 Fälle mehr als am Vortag.189.984 Genesenen stehen bisher 9203 Todefälle gegenüber.

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++24.07. Studie zu Corona-Ausbruch bei Tönnies+++

Mehr als 1.400 Mitarbeiter des Tönnies-Schlachthofes in Rheda-Wiedenbrück haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt sind bisher 2.119 Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch bestätigt.

Aber warum hat sich das Virus in dem Schlachtbetrieb so massiv verbreitet? Das haben jetzt Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Heinrich-Pette-Insititus, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) in einer gemeinsamen Studie herausgefunden.

Besonders brisant: Die Forscher konnten eine Person, einen sogenannten Superspreader, ausfindig machen, von dem das Virus im Unternehmen verbreitet wurde. Durch Aerosole soll sich das Virus von ihm aus in einem Umkreis von acht Metern zwischen den Mitarbeitern übertragen haben.  

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Zerlegebereich mit idealen Bedingungen für das Coronavirus

„Die hauptsächliche Übertragung fand im Zerlegebereich für Rinderviertel statt, in dem die Luft umgewälzt und auf zehn Grad Celsius gekühlt wird“, sagen die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in einer Mitteilung. Dort herrschten die optimalen Bedingungen, damit sich das Virus durch Aerosole verbreiten konnte.

Neben der niedrigen Temperatur sind laut der Forscher folgende Ursachen für die hohe Infektionsrate verantwortlich:

 

Corona-Übertragung über weite Distanzen möglich

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Faktoren generell eine entscheidende Rolle bei den weltweit auftretenden Ausbrüchen in Fleisch- oder Fischverarbeitungsbetrieben spielen. Unter diesen Bedingungen ist ein Abstand von 1,5 bis 3 Metern alleine ganz offenbar nicht ausreichend, um eine Übertragung zu verhindern“, erklärt Prof. Adam Grundhoff, Mitautor der Studie und Forschungsgruppenleiter am HPI.

Virologie-Professorin Melanie Brinkmann, die ebenfalls an der Studie mitwirkte betonte, dass in dem Tönnies-Betrieb viele Faktoren für die Ausbreitung des Coronavirus zusammenkamen. Nun müsse man analysieren "unter welchen Bedingungen Übertragungsereignisse über größere Entfernungen in anderen Lebensbereichen möglich sind.“

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+++23.07. Corona: Hotspot in Kleinstadt und Ausbruch in Berliner Lokal +++

Über einen Monat verzeichnete der Landkreis Hof in Bayern keine neuen Corona-Fälle. Doch in den letzten Tagen wurden allein in der Stadt Rehau insgesamt 15 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Die Stadt wird damit zum Corona-Hotspot im Landkreis Hof, wie es auf der offiziellen Seite des Kreises heißt. Laut Landrat Oliver Bär (CSU) sei der erste Infizierte ein Familienvater gewesen. Zwei seiner Kinder seien ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet worden. Zwei Schulklassen stehen aus diesem Grund unter Quarantäne. Bär gibt jedoch aktuell Entwarnung: „Bislang gibt es mit Ausnahme der Kinder des Familienvaters keine positiv Getesteten in der Schule.“

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Der Landkreis hat neben den geschlossenen Schulklassen noch weitere Maßnahmen getroffen, ob die Verbreitung des Virus einzudämmen. In einem Testmobil dürfen sich alle der knapp 10.000 Einwohner Rehaus freiwillig testen lassen. Außerdem werden Reihentestungen in sensiblen Bereichen wie den Seniorenheimen durchgeführt. Noch ist unklar, wo sich der Vater angesteckt habe. Die Ansteckungswege werden aktuell ermittelt.

Laut RKI gehört der Landkreis Hof noch nicht zu den Corona-Risikogebieten. Dazu zählen jene Kreise, bei denen die Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übersteigt.

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Corona-Ausbruch in Berliner Lokal – Einwohner und Touristen betroffen

Mindestens zehn Gäste sind nach einem Lokal-Besuch in Berlin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Lokal „Restaurant (Indoor Bar) Mio Berlin“ liegt unter dem Berliner Fernsehturm in der Panoramastraße. Das Bezirksamt sucht aktuell weitere Menschen, die am Abend des 10. Julis zwischen 21 Uhr abends und 3 Uhr morgens im Lokal waren. Die bisher positiv getesteten Personen leben teilweise in Berlin, sind teilweise aber auch in anderen Städten gemeldet.

Laut Berliner Zeitung sei der Betreiber des Lokals, Ahmed Karimi, fassungslos über die Fälle in seinem Lokal: „Wir halten uns an alle Bestimmungen. Überall wird ständig desinfiziert, wir verzichten größtenteils auf Speisekarten, überwachen die Abstandsregeln.“  Da ein Teil der angegebenen Telefonnummern an dem Abend nicht existiere, suche das Bezirksamt weitere Kontaktpersonen nun über die Medien.

Bisher gibt es keine Auflage zur Schließung, weswegen das Restaurant weiterhin geöffnet bleibt. Karimi erklärte gegenüber der Berliner Zeitung, einen Arzt zu suchen, der alle Mitarbeiter auf Covid-19 testet.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Bayern wurden seit gestern 95 neue Fälle gemeldet, in Berlin 23. Laut Robert Koch Institut haben sich damit insgesamt 203.368 Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus angesteckt. Das sind 569 Fälle (Stand 23.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++22.07. Corona-Ausbruch in Kiel: Imbiss an Urlauber-Hotspot betroffen+++

Tausende Pendler, Urlauber und Umsteiger passieren täglich den Hauptbahnhof in Kiel in Schleswig-Holstein. Ein Corona-Superspreader an diesem Hotspot wäre fatal. Doch genau dort musste jetzt ein Imbiss schließen. Sechs Mitarbeiter des Imbisses wurden positiv auf Covid-19 getestet. Inzwischen befindet sich das gesamte Personal in Quarantäne. Bereits bei den ersten bestätigten Fällen habe der Betreiber den Imbiss geschlossen. Aktuell ermittelt das Gesundheitsamt sämtliche Kontaktpersonen der Infizierten. Auch die Gästeliste des Imbisses wird überprüft.

Die Gesamtzahl der Infizierten, die der Corona-Ausbruch im Kieler Imbiss nach sich zog, kann nicht genannt werden. Die Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Städten in Schleswig-Holstein sowie Hamburg. Zwei Beschäftigte leben in Kiel, weitere kommen neben Hamburg aus Plön und Pinneberg. Sie werden von den Gesundheitsämtern ihrer Heimatorte betreut. Kritisch ist vor allem der Standort des Kiosks am Kieler Hauptbahnhof.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Schleswig-Holstein wurden seit gestern sieben neue Fälle gemeldet. Laut Robert Koch Institut haben sich inzwischen insgesamt 202.799 Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus angesteckt. Das sind 454 Fälle (Stand 22.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++21.07. Corona-Ausbrüche in Bielefeld: Polizei in Quarantäne+++

Im Nordrhein-westfälischen Bielefeld bricht die Corona-Kette nicht ab. Während des Ausbruchs im Fleischkonzern Tönnies im Kreis Gütersloh infizierten sich auch Werksarbeiter aus Bielefeld. Letzte Woche dann der zweitgrößte Ausbruch in Bielefeld: Auf einer Verlobungsfeier steckten sich 26 Menschen mit dem Virus an. Daraufhin mussten sämtliche Kontaktpersonen in Quarantäne. Auch Kitagruppen wurden geschlossen.

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Jetzt hat es die Einsatzhundertschaft der Bielefelder Polizei getroffen. Drei Polizeibeamte wurden positiv getestet. Am 10. Juli waren sie gemeinsam im Dienst. Kontaktpersonen in der Einsatzhundertschaft sowie der Polizeiwache Ost dürfen aufgrund der Fälle aktuell nicht in den Dienst. Auch sie werden noch getestet. Mindestens einer der infizierten Beamten soll laut Haller Kreisblatt an der Verlobungsfeier teilgenommen haben. Aktuell wird geprüft, inwieweit der Ausbruch auf der Verlobungsfeier mit jenem in der Polizeihundertschaft zusammenhängt. Die Infektionsketten werden noch ermittelt.

Noch ist unklar, wie viele Polizeibeamte in Quarantäne müssen. Doch sie seien in der Lage, Personallücken ausreichend zu füllen, um die Sicherheit Bielefelds zu gewährleisten. Dazu müssen laut Haller Kreisblatt Beamte aus dem Urlaub zurückkehren.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Nach den Ausbrüchen in Nordrhein-Westfalen wurden über 1.000 Personen in den letzten sieben Tagen positiv auf Corona getestet. Insgesamt haben sich 201.823 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt. Das sind 249 Fälle (Stand 21.07.2020) mehr als zum Vortag.

+++ 20.07. Corona-Ausbrüche in Schlachthof und Gemüsehof +++

In einem Wiesenhof-Schlachthof in Niedersachsen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Bisher gab es 66 bestätigte Fälle, die Auswertung von knapp 1000 Mitarbeitern steht noch aus. Trotzdem ist keine Schließung geplant. 

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Auch in einem Gemüsehof in NRW haben sich Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 

 

66 bestätigte Corona-Infektionen in Schlachthof

In einem Wiesenhof-Schlachthof im niedersächsischen Lohne wurden 66 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Alle Infizierten und ihre Angehörigen seien in Quarantäne, teilte der Landkreis mit. Weiterhin würden alle weiteren Kontakte derzeit nachverfolgt.

Mit einer Verschärfung der Maßnahmen müssen die Einwohner des Landkreises noch nicht rechnen: Da die Infizierten in verschiedenen Landkreisen wohnen, wurde die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nicht erreicht. Das kann sich aber schnell ändern, denn die Auswertung der Tests von knapp 1000 Mitarbeitern steht noch aus.

 

Keine Schließung des Wiesenhof-Schlachthofes geplant

Der Landkreis teilte mit, man gehe davon aus, dass die Infektionen nicht auf dem Schlachthof, sondern „überwiegend im privaten Bereich entstanden sind“. Daher ist keine Schließung des Schlachtbetriebs geplant. Stattdessen soll auf dem Hof eine Komplettdesinfektion durchgeführt und mehr Aufsichtspersonal eingestellt werden.

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Corona-Ausbruch auf Gemüsehof in NRW

Auch im Kreis Borken in NRW kam es zu einem Corona-Ausbruch. Der Ort des Geschehens: ein Gemüsehof. Von 148 durchgeführten Tests fielen acht positiv aus – rund 88 Tests müssen noch ausgewertet werden, was noch diese Woche erfolgen soll. Zudem ist geplant, die gesamte Belegschaft erneut auf das Coroanvirus zu testen. Der Kreis Borken teilte mit, dass die Mitarbeiter des Gemüsehofes das Gelände bis auf Weiteres nicht verlassen dürfen. Die überwiegend rumänische Belegschaft wohnt auf dem Betriebshof.

 

Die aktuellen Corona-Infektionszahlen

In NRW ist die Gesamktinfektionszahl von Freitag auf Sonntag um 314 auf über 46.000 gestiegen. Mit Bayern ist NRW das am stärksten vom Coronavirus betroffene Bundesland. Die Gesamt-Infektionszahl in Deutschland liegt derzeit bei 201.823 (Stand 20.07). An dem Coronavirus sind bisher 9.086 Menschen gestorben.

 

+++17.07. Indien will Corona-Impfstoff im August auf den Markt bringen+++

Normalerweise dauert es mehrere Jahre bis die Zulassung eines Impfstoffes erfolgt. In Indien soll dies nun offenbar in einem Eilverfahren durchgesetzt werden.

Dies soll Balram Bahragava, Direktor des Indischen Rates für medizinische Forschung (ICMR), in einem Brief angekündigt haben, der an die Öffentlichkeit gelang.

Laut Medieninformationen soll es sich um den vielversprechenden Impfstoff Covaxin handeln, der von den Firmen von ICMR und Biotech entwickelt wurde.

Tests an Menschen mit Covaxin sollen ab dem 7. Juli 2020 erfolgen. Nur fünf Wochen später, am 15. August, soll der Impfstoff dann bereits auf den Markt kommen.

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Experten halten schnelle Impfstoff-Zulassung für unmöglich

Experten sehen das Impfstoff-Eilverfahren als unrealistisch an. So betont Kiran Mazumdar Shaw, Chefin des indischen Biotech-Unternehmens Biocon,: „Es ist unmöglich, die Phasen 1 bis 3 einer Covid-19-Impfung in sechs Wochen zu komplettieren.“

Virologe Dr. Martin Stürmer sagt im Interview mit RTL ebenfalls: „Die Aussage ist absolut unrealistisch.“ Der Wissenschaftler warnt zudem: „Und damit impliziert das letztendlich auch, das eine Phase 3, die eigentlich über Jahre dauert, hier in einer Form abzukürzen, die ich ethisch, moralisch und auch wissenschaftlich nicht für verantwortbar halte.“

Ob der Impfstoff tatsächlich innerhalb dieser kurzen Zeit auf den indischen Markt kommt, bleibt somit abzuwarten.

 

Indien mit mehr als einer Million Corona-Fällen

Das bevölkerungsreiche Indien ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen: Mehr als eine Million Corona-Fälle sind derzeit bestätigt (Stand 17.07.). Nur die USA haben mehr bestätigte Corona-Fälle. Hinzu kommt, dass in Indien weltweit eine der geringsten Testraten hat, was darauf schließen lässt, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist.

Umso wichtiger ist die Suche nach einem Impfstoff, um die Pandemie einzudämmen.

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+++16.07. Corona-Beschränkungen offiziell: Lokale Ausreisesperren+++

Die Gesundheitsminister haben sich am heutigen Donnerstagmorgen zusammengesetzt, um zielgenauere Beschränkungen zur Eindämmung von Corona festzusetzen. Dabei ging es besonders um Regionen, die von einem starken Corona-Ausbruch betroffen sind. Nun liegt der Beschluss von Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatkanzleichefs vor. Darin heißt es: „Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen (…).“ Es sollen also punktuelle lokale Maßnahmen getroffen werden.

Vor dem Treffen hatten eine Reihe Ministerpräsidenten Ausreiseverbote für ganze Landkreise abgelehnt. Steigt die Zahl der Infektionen weiter oder gibt es keine Gewissheit darüber, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind, soll es lokale Ein- und Ausreisesperren geben. Davon betroffen sollen kleinere örtliche Einheiten sein. In ganzen Bezirken sei das nicht möglich, wie es in dem Papier heißt. „Entscheidungen müssen vor Ort flexibel von den zuständigen Behörden getroffen werden“, heißt es weiterhin.

Skepsis herrscht seitens der Gesundheitsminister über Kontrolle und Umsetzung der Maßnahmen. Das Bundesinnenministerium müsse eingebunden werden, um praktische Lösungen zu finden.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Gestern wurde eine neue Marke in den Corona-Fallzahlen erreicht. Inzwischen haben sich 200.260 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das sind 534 Fälle (Stand 16.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++15.07. Corona-Ausbrüche in zwei Kitas+++

In Neustadt bei Coburg in Bayern wurden am Dienstag mehrere Corona-Fälle in einer Kindertagesstätte bestätigt. Nachdem am Montag eine Neuinfektion in der Kita bekannt wurde, sind nun auch Kontaktpersonen getestet worden. So kam es zur Bestätigung mehrerer Corona-Infizierten. Das Gesundheitsamt des Landkreises Coburg hat bereits sämtliche Kontaktpersonen ermittelt. Alle Betroffenen befinden sich in Quarantäne. Geschlossen wird die Kita aber nicht.

Auch in Rastede in Niedersachsen ist ein Corona-Fall bestätigt. In einer Kindertageseinrichtung hat sich eine Mitarbeiterin mit Covid-19 infiziert. Das Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland ermittelt aktuell die Kontaktpersonen. Bislang sind rund 70 Kinder und Beschäftigte der Kita betroffen. Alle werden auf eine Ansteckung getestet. Die gesamte Kindertagesstätte wurde geschlossen. Dr. Ralph Korczak, stellv. Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Ammerland, erklärt: „Die Schließung des gesamten Kindergartens war erforderlich, weil die Mitarbeiterin als Springerkraft in drei Gruppen arbeitete und sich daraus eine hohe Anzahl von Kontaktpersonen ergibt.“ Die Eltern der betroffenen Kinder unterlägen keiner Absonderungspflicht. Aus diesem Grund ist eine Quarantäne nicht notwendig.

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Insgesamt 199.726 Corona-Fälle wurden seit gestern bestätigt. Das sind 351 Fälle (Stand 15.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++14.07. Corona-Ausbruch in bayrischer Schule+++

In zwei Wochen starten in Bayern die Sommerferien, davor macht das Corona-Virus aber nicht Halt. Eine Lehrkraft am Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt, Bayern, hat sich mit dem Virus infiziert. Sie zeigte deutliche Corona-Symptome und wurde daraufhin am letzten Freitag getestet. Der Test fiel positiv aus, der Zustand der Lehrperson ist bisher jedoch nicht besorgniserregend. Das Gesundheitsamt Schweinfurt und Schuldirektor Thomas Kreutzmann stimmten umgehend Maßnahmen ab, damit sich das Virus nicht verbreitet.

Nach dem positiven Corona-Testergebnis der Lehrkraft bleibt das Olympia-Morata-Gymnasium bis einschließlich Mittwoch, den 15. Juli, geschlossen. Wie es dann weitergeht, muss noch entschieden werden. Die Lehrkraft habe mit zu vielen Kolleginnen und Kollegen Kontakt gehabt. Alle Kontaktpersonen würden ausfallen, sodass ein normaler Schulbetrieb nicht mehr möglich sei.

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Eltern wurden bereits am Wochenende kontaktiert. Seit Montag werden sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Kollegium auf SARS-CoV-2 getestet. Da die Schülerinnen und Schüler bereits vorher in A- und B-Gruppen eingeteilt wurden, wurden Tests nur für die B-Gruppe veranlasst. Diese Gruppe hatte zuletzt Kontakt zur infizierten Lehrperson. Eltern werden weiterhin durch das Elternportal der Schule informiert. Dem Gesundheitsamt liegt eine Kontaktliste vor.

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Bayern kamen am vergangenen Tag 77 Neuinfektionen hinzu. Insgesamt 199.375 Corona-Fälle wurden damit bestätigt. Das sind 412 Fälle (Stand 14.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++13.07. Corona-Ausbrüche auf Krebsstation und in Seniorenheim+++

Auf der Krebsstation des Klinikums Freising (Bayern) wurden fünf Personen positiv auf das Corona-Virus getestet. Das gab Pandemiebeauftragter des Krankenhauses Dr. Christian Fiedler am Freitag bekannt. Es handelt sich bei den Infizierten um zwei Mitarbeiter der Onkologie und drei Patienten. Inzwischen ist auch Patient Null bekannt, der das Virus weitergegeben hat. Fiedler teilte mit, es sei ein Pflegeschüler, dessen Rachenabstrich Gewissheit lieferte. „Bei Dienstbeginn zu Wochenanfang hat er sich unwohl gefühlt und wurde sofort nach Hause geschickt“, so Fiedler.

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Trotz Schutzbekleidung und Sicherheitsvorkehrungen, hat der Pflegeschüler drei Onkologie-Patienten beim Waschen angesteckt. Fiedler vermutet, es läge neben der Tröpfcheninfektion auch an der Aerosolbelastung, die sich besonders bei immungeschwächten Patienten auswirke. Keiner der drei Onkologie-Patienten weist derzeit Symptome auf. Der Gesundheitszustand des Pflegeschülers bessert sich langsam, doch seine ebenfalls angesteckte Kollegin leide noch unter Fieber.

Die Krebsstation im Klinikum Freising wurde inzwischen geschlossen. Alle Mitarbeiter befinden sich derzeit in Quarantäne. Bei 88 Mitarbeiter wurde ein Abstrich gemacht, bisher wurden 26 negativ getestet. Die restlichen Ergebnisse liegen noch nicht vor. Um die notwendige Therapie und Behandlung der Krebs-Patienten sicherzustellen, wurden sie auf andere Stationen verlagert.

Am Dienstag soll dann das gesamte Krankenhaus Abstriche bekommen. Das betrifft über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deutlich mehr als 70 Prozent sollten getestet werden, auch in der aktuellen Urlaubszeit.

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Ein Corona-Fall in Seniorenheim in Rodalben

Eine Bewohnerin des Seniorenheims in Rodalben (Rheinland-Pfalz) wurde während einer Routine-Untersuchung positiv auf COVID-19 getestet. Ursache für die Untersuchung war ein Sturz, durch den sie ins Krankenhaus kam. Das Altenheim wurde nun für Besucher geschlossen. Alle 92 Bewohner und auch die 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden noch am Wochenende getestet. Die Ergebnisse liegen bisher nicht vor.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Nach den Ausbrüchen in Bayern und Rheinland-Pfalz beläuft sich die aktuelle Infizierten-Zahl auf insgesamt 198.963. Das sind 159 Fälle (Stand 13.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++09.07. Corona-Ausbruch: Drei Studentenwohnheime unter Quarantäne+++

Drei Studierende im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz wurden positiv auf Corona getestet. Zuvor spürten sie typische Symptome, ein Schnelltest lieferte die Ergebnisse. Kontaktpersonen der bereits Infizierten zeigten ebenfalls Symptome und wurden getestet. Die Ergebnisse liegen bislang nicht vor.

Alle Studierenden wohnen in Koblenzer Studentenwohnheimen. Zwei der positiv Getesteten leben im selben Wohnheim, der dritte in einem anderen. Beide Heime wurden unter Quarantäne gestellt. Vorsorglich mussten auch Studierende in einem dritten Wohnheim unter Quarantäne. Dort lebten Kontaktpersonen der Infizierten. Rund 350 Studierende bewohnen die drei Heime, es seien jedoch nicht alle vor Ort, wie ein Sprecher der Kreisverwaltung mitteilte. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden nun auf COVID-19 getestet. 

Die Polizei kontrolliert während der Quarantäne-Zeit die Ausgänge der Wohnheime. Die Eingänge sind mit Absperrband blockiert. Das Deutsche Rote Kreuz und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft führten die Testabstriche in den Wohnheimen durch - in Schutzbekleidung und mit Masken.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Nordrhein-Westfalen wurden gestern 186 Neuinfizierte verzeichnet. Damit beläuft sich die aktuelle Infizierten-Zahl auf insgesamt 197.783. Das sind 442 Fälle (Stand 09.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++08.07. Corona-Ausbruch in freikirchlicher Gemeinde+++

In Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) ist eine Familie mit 15 Kindern an Corona erkrankt. Daraufhin mussten rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde in Quarantäne. Insgesamt sollen nun etwa 1000 Menschen auf Corona getestet werden.

Die Gottesdienste der Mennoniten-Gemeinde in Euskirchen seien mit sofortiger Wirkung verboten. Auch die Menno-Simons-Schule, die die infizierten Kinder besuchen, sei inzwischen geschlossen worden. Die Mutter kam mit Corona-Symptomen ins Krankenhaus, wo sich der Verdacht bestätigte. Nach weiteren Tests stand fest: Fast alle Familienmitglieder hatten sich mit dem Virus angesteckt. Die Kinder hatten Schule und Gottesdienste besucht.

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Noch in dieser Woche sollen sich alle Mitglieder der Gemeinde auf COVID-19 testen lassen. Schwierig ist jedoch, dass nicht amtlich erfasst sei, wer der freikirchlichen Gemeinde zugehört. Dem Kreis liegt eine Liste mit rund 500 Namen vor.

Die Menno-Simons-Grund- und Realschule kommentierte den Vorfall bisher nicht. Wie viele Schüler dort zur Schule gehen, ist aktuell nicht bekannt, jedoch so viel, dass auch Kinder außerhalb der Gemeinde dort unterrichtet werden.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

 Nach dem Corona-Ausbruch im nordrhein-westfälischen Euskirchen kamen seit gestern 148 neue Fälle im Bundesland hinzu. Damit beläuft sich die aktuelle Infizierten-Zahl auf insgesamt 197.431. Das sind 397 Fälle (Stand 08.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++07.07. Duisburg als neuer Corona-Hotspot? Zahl an Neuinfektionen steigt rasant+++

In Duisburg (Nordrhein-Westfalen) schnellen die positiven Testergebnisse stark in die Höhe. Vergangene Woche handelte es sich noch um 159 Covid-19 Erkrankungen, bis heute stieg sie bis auf 195 infizierte Menschen.

Problematisch sei nun vor allem die Nachverfolgung der Kontaktpersonen, so Krisenstabsleiter Martin Murrak. Grund hierfür, seien die erlaubte Zunahme der Gruppenbildung und somit die Schwierigkeit diese telefonisch zu erreichen. Viele der infizierten Personen geben bis zu 30 Kontaktpersonen an, dies nimmt viel Zeit in Anspruch. Ebenso verdeutlicht der Krisenstabsleiter das Problem der Erschwerung einer schnellen Kappung des Infektionsweges.

Nordrhein-Westfalen zählt seit Beginn der Corona-Pandemie zu den am stärksten betroffenen Gebieten in Deutschland.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Einhergehend mit dem Vorfall in Duisburg, steigen auch die Zahlen in Deutschland. Die aktuelle Fallzahl der infizierten Personen beläuft sich derweilen auf insgesamt 196.944. Die Differenz zum Vortag beträgt ein plus von 390 (Stand 07.07.2020). Jedoch gibt es ebenso eine hohe Anzahl an genesenen Patienten, diese beträgt 182.681.

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+++06.07. Brandenburg: Corona-Ausbruch in Kita mit mehreren Infektionen +++

Nachdem am vergangenen Mittwoch (1.06.2020) bekannt wurde, dass sich in einer Kita in Neuruppin eine Mitarbeiterin mit dem Corona-Virus infiziert hatte, sind nun weitere, positive Testergebnisse zu vermelden. Wie ein Sprecher des Landkreises Ostprignitz-Ruppin am Sonntagabend erklärte, gibt es sechs weitere bestätigte Fälle: zwei Mitarbeiter der Kita und zwei Kinder. Zudem wurden bei Personen im engeren Umfeld der bereits infizierten Personen Abstriche durchgeführt. So konnten noch zwei weitere Personen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten, ausgemacht werden. Getestet wurden insgesamt 41 Kinder sowie acht Angestellte. Die Kindertagesstätte bleibt nun vorerst geschlossen. Angestellte und Kinder wurden in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. 

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+++06.07. Debatte um Abschaffung der Maskenpflicht geht weiter +++

Eine Abschaffung der Maskenpflicht im Einzelhandel - dafür plädierte unter anderem der Wirtschaftsminister Mecklenburg Vorpommerns Harry Glawe. Er sehe aufgrund der niedrigen Infektionszahlen kein erhöhtes Risiko mehr und sprach sich für das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel aus.  Und auch andere Bundesländer zeigten sich durchaus gesprächsbereit, wenn es um die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes im Einzelhandel geht. Niedersachsens Wirtschaftsminister schlug zum Beispiel vor, aus der Maskenpflicht perspektivisch in einigen Monaten eine Empfehlung des Maskentragens zu machen. Aber wie weit sollte man bei den Lockerungsmaßnahmen noch gehen? Gesundheitsminister Jens Spahn vertritt bezüglich der Masken eine klare Meinung: Er hält an der Maskenpflicht wteiter fest. Zwar verstehe er den Wunsch nach Normalität, doch das Corona-Virus sei eben noch da. Das bestätigen auch die aktuellen Infektionszahlen. 

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Die aktuelle Fallzahl der infizierten Personen mit dem Corona-Virus in Deutschland beläuft sich derweilen auf insgesamt 196.554. Die Differenz zum Vortag beträgt ein plus von 219 infizierten Personen (Stand: 06.07.2020). Aus den Bundesländern Sachsen und Baden-Württemberg wurden keine aktuellen Daten dem Robert-Koch-Institut zur Auswertung übermittelt. Aktuell sind 2.422 Personen in den letzten 7 Tagen an Corona erkrankt und dem RKI gemeldet wurden. Stand der Todesfälle, die mit dem Corona-Virus in Verbindung stehen: 9.016.

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+++03.07. Corona-Ausbruch nach Familienfeier im Freien+++

Medienberichten zufolge sollen sich in Kiel bei einer Familienfeier am vergangenen Wochenende mindestens sechs Erwachsene und ein Kind mit dem Coronavirus infiziert haben, wie ein Sprecher der Stadt bestätigte. Da das Kind eine Kita in Kiel besucht, befinden sich nun etwa 160 Kinder, Eltern und Erzieher in Quarantäne.

 

160 Kieler in Quarantäne

Die Feier soll im Freien und gemäß der geltenden Corona-Regeln stattgefunden haben. Drei der Infizierten arbeiten den Angaben nach in Einrichtungen der Altenhilfe, ein sechsjähriges Kind besucht eine Kita im Stadtteil Mettenhof. Diese soll inzwischen geschlossen und die etwa 50 betreuten Kinder sowie Eltern und Erzieher in Quarantäne geschickt worden sein, insgesamt seien das etwa 160 Kieler. Heute sollen diese dann auf Corona getestet werden. Von den Testergebnissen hänge dann auch die Wiedereröffnung ab, sagte ein Sprecher. Die Altenhilfe-Einrichtungen, bei denen die drei infizierten Mitarbeiter der Feier arbeiten, seien nicht geschlossen worden.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Das Robert-Koch-Institut meldet am 03. Juli um 00:00 Uhr deutschlandweit 195.674 übermittelte und laborbestätige Infektionsfälle. Das sind 446 registrierte positive Testergebnisse im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 9 weitere Fälle auf 9.003 an. Als genesen gelten in Deutschland 181.000 ehemalig Infizierte, also etwa 700 mehr als zum Vortag.

Sowohl der R-Wert (Vortag 0,86) als auch der Sieben-Tage-R-Wert (Vortag 0,79) liegen stabil bei 0,83

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+++Biontech und Pfizer: Testerfolg bei Corona-Impfstoff+++

Seit Monaten wird an verschiedensten Impfstoffen gegen das Coronavirus gearbeitet. Nun gibt es endlich Hoffnung: Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben in den USA Tests mit einem Corona-Impfstoff an Menschen durchgeführt. Die ersten Testergebnisse sind vielversprechend.

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Corona-Impfstoff-Studie mit 45 Probanden

Biontech-Mitbegründer und -chef Ugur Sahin bezeichnete die vorläufigen Daten der Studie als sehr ermutigend. Insgesamt umfassten die bereits erfolgten Tests 45 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren, wobei neun von ihnen ein Placebo verabreicht wurde. Bei allen 24 Probanden, denen je zwei Injektionen des Wirkstoffs verabreicht worden war, seien nach vier Wochen Antikörper gegen Sars-CoB-2 festgestellt worden, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zwölf Probanden erhielten nur einmal eine hohe Dosis, wobei noch keine genaueren Erkenntnisse vorliegen. Bei den Personen gestesteten Personen sollen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden sein.

 

Massentests schon ab Ende Juli

Nach diesem ersten Fortschritt sollen nun Tests mit bis zu 30.000 Probanden durchgeführt werden. Sofern die Behörden das genehmigen, könnten diese schon Ende Juli 2020 beginnen. Sollten die Studien erfolgreich sein und der Impfstoff zugelassen werden, so rechnen die Unternehmen damit, bis Ende 2020 bis zu 100 Millionen Dosen und bis Ende 2021 möglicherweise mehr als 1,2 Milliarden herstellen zu können.

Auch hier in Deutschland testet Biontech potenzielle Impfstoffe. Das Unternehmen hatte hierzulande als erstes die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts bekommen.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Am 02. Juli um 00:00 Uhr meldet das Robert-Koch-Institut deutschlandweit 195.228 übermittelte und laborbestätige Infektionsfälle. Das bedeutet einen Anstieg von 508 registrierten positiven Testergebnissen zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 8.994 an, somit sind im Vergleich zum Vortag 9 weitere Menschen an dem Virus verstorbenen. Als genesen gelten in Deutschland 180.300 ehemalig Infizierte, also etwa 500 mehr als zum Vortag.

Das Robert Koch Institut meldet außerdem für Deutschland eine leicht gestiegene Reproduktionszahl von 0,86. Die 7-Tage-Reproduktionszahl kommt auf einen Wert von 0,79.

 

+++Extreme Corona-Lockerungen in Hamburg+++

Hamburg hat bisher auf strenge Corona-Regeln gesetzt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Nun hat der Hamburger Senat hat extreme Corona-Lockerungen beschlossen. Ab dem 1. Juli sollen sogar unter bestimmten Bedingungen Großveranstaltungen und folgende Zusammenkünfte wieder erlaubt sein:

  • Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 1.000 Personen bei festen Sitzplätzen. Ohne feste Platzzuweisung sind nur 200 Menschen erlaubt.
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Menschen bei festen Sitzplätzen. Ohne feste Platzzuweisung sind nur 100 Menschen erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich jetzt bis zu 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen.
  • Im privaten Bereich dürfen bei Feiern 25 Personen unabhängig von der Anzahl der verschiedenen Haushalte zusammenkommen. Zuvor war die Anzahl der Haushalte auf zwei beschränkt und die Personenanzahl auf zehn.
  • Clubs, Saunas, Bordelle und andere Betriebe, in denen körperliche Nähe nicht vermieden werden kann, bleiben weiterhin geschlossen.

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Bedingungen für die neuen extremen Veranstaltungs-Lockerungen

  • Corona-bedingte Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.
  • Bei öffentlichen Veranstaltungen sollen feste Sitzplätze eingehalten werden, um den Mindestabstand zu gewährleistet. Ansonsten ist die erlaubte Teilnehmeranzahl beschränkt.
  • Die erlaubten Teilnehmeranzahlen gelten für Veranstaltungen ohne den Ausschank von Alkohol. Mit alkoholischem Angebot wie Bier, Wein und anderen alkoholhaltigen Getränken gelten noch strengere Regeln.

Geplantes Beherbergungsverbot für Corona-Hotspots

Neben den Lockerungen sollen einige Corona-Regelungen zur Eindämmung der Pandemie auch verschärft werden. Reisende müssen bei ihrer Ankunft in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder Campingplätzen schirftlich bestätigen, dass sie sich in den vergangenen zwei Wochen an keinem Corona Hotspot aufgehalten haben. Touristen und Touristinnen aus deutschen Corona Hotspots wie zum Beispiel dem Kreis Gütersloh selbst sollen nicht mehr beherbergt werden dürfen.

  • Davon betroffen: Reisende aus Kommunen, die den von Bund und Ländern beschlossenen Höchstwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschreiten.
  • Die Ausnahme: Personen mit einem negativen Corona-Testergebnis, das jünger als 48 Stunden ist, sind von dem Beherbergungsverbot aufgehoben.

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Lockdown: Verlängerung in Gütersloh – Aufhebung in Warendorf

Die Lockdown-Maßnahmen wie strengere Kontaktsperren, Schließung von Schulen, Kitas und bestimmten Geschäfte sowie die Ausweitung der Test wurde in den Kreisen Gütersloh und Warendorf zunächst bis heute datiert.

  • Im Kreis Warendorf wurden 8841 Tests durchgeführt. Außerhalb des Schlachtbetriebes, von dem der Ausbruch ausging, betrug die 7 Tage Inzidenz 5,4. Bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner sind dort in den letzten sieben Tagen 5,4 Menschen ohne Berührungspunkt mit der Tönnies Fabrik erkrankt. Da aufgrund der Zahlen kein erhöhtes Infektionsrisiko mehr vorliegt, wird der Lockdown in der Nacht zum Mittwoch auslaufen.
  • Im Kreis Gütersloh wurden 14.321 Menschen getestet. Außerhalb des Tönnies-Betriebes seien in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 22 Menschen erkrankt Die 7-Tage-Inzidenz für den Gesamtkreis überschreitet mit 112,6 jedoch die von Bund und Ländern gesetzte 7-Tage-Inzidenz Höchstgrenze von 50 und so wird der Lockdown in Gütersloh um eine Woche verlängert.

 

  

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Am 30. Juni um 00:00 Uhr meldet das Robert-Koch-Institut deutschlandweit 194.259 übermittelte und laborbestätige Infektionsfälle. Somit wird ein Anstieg von 498 registrierten positiven Testergebnissen verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 12 auf 8.973 an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen. Als genesen gelten in Deutschland 179.100 ehemalig Infizierte. Das sind 1.000 Menschen mehr als zum Vortag. Aus insgesamt 141 Landkreisen wurden in den letzten sieben Tagen keine Fälle übermittelt.

Der vom RKI am Montag (29 Juni) aktualisierte Wert für die 4-Tage-Reproduktionszahl beträgt 0,74. Die 7-Tage-Reproduktionszahl, die Schwankungen stärker ausgleichen kann, kommt auf einen Wert von 0,63. So sind die geschätzten Reproduktionszahlen nach einem vorerst deutlichen Anstieg aufgrund lokaler Ausbrüche seit einigen Tagen zum ersten mal wieder auf einen Wert um unter 1 gesunken.

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+++29.6. Gütersloh meldet 107 Corona-Fälle+++

Im Zeitraum vom 21. bis 27. Juni wurden bei Corona-Reihentests im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen 107 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Das bestätigte der Kreis Gütersloh in einer Mitteilung vom Sonntag (28. Juni). Demnach steige die Zahl der labortechnisch bestätigten Corona-Fälle zwar deutlich. Das liege aber wahrscheinlich vor allem daran, dass sich nach der Masseninfektion bei Tönnies in den vergangenen Tagen tausende Menschen haben testen lassen.

Die Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sinkt im Kreis Gütersloh dennoch stetig. Am Freitag lag sie noch bei 177,7, am Sonntag bei 132,9. Aktuell werden 112,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gerechnet (Stand 29. Juni, 00:00 Uhr). Gütersloh gilt damit trotz der sinkenden zahl an Neuinfektionen weiterhin als Risikogebiet. Die von der Bundesregierung festgelegte Obergrenze ist 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Die aktuellen Lockdown-Regelungen waren am Mittwoch in Kraft getreten und gelten bis zum 30. Juni. Die Entscheidung über eine mögliche Verlängerung der Schutzmaßnahmen in Gütersloh steht noch aus. 

Der rund 25 Kilometer entfernte Kreis Warendorf, wo viele Mitarbeiter aus dem Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück wohnen, steht ebenfalls noch bis mindestens 30. Juni unter Lockdown. Mit einer Neuinfektionskennziffer von 22 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt der Ort allerdings offiziell nicht mehr als Corona-Risikogebiet. 

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Deutschlandweit meldet das Robert Koch-Institut am 29. Juni um 00:00 Uhr genau 193.761 labortechnisch bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 262 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 Menschen auf 8.961. Mit einem Plus von circa 400 gelten in Deutschland aktuell rund 178.100 Menschen als von Corona genesen. 
In den vergangenen sieben Tagen wurden aus 145 Landkreisen keine Neuinfektionen gemeldet. 

Die aktuellen R-Werte gab das RKI am Sonntag (28. Juni) bekannt. Demnach liegt der normale R-Wert, der das Infektionsgeschehen von vor circa einer bis zwei Wochen abbildet, bei 0,71. Die schwankungsresistentere 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet, liegt ebenfalls bei 0,71.

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+++26.06. Corona-Ausbruch in Döner-Fabrik+++

Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies und Wiesenhof reiht sich nun der nächste Fleischbetrieb ein: eine Döner-Fabrik der Öztas Dönerproduktion GmbH & Co KG in Moers bei Duisburg (NRW). In dem Betrieb im Kreis Wesel sind mittlerweise 79 von 275 Mitarbeitern infiziert.

Von den rund 200 Tests, die bei den Mitarbeitern durchgeführt wurden, stehen 120 Ergebnisse noch aus. Die ersten 17 positiven Testergebnisse wurden bereits am Mittwoch bekannt. Die Infizierten seien in Quarantäne und der Betrieb vorübergehend geschlossen. Ob schon bald der nächste Lockdown beschlossen wird, ist unklar.

Das Dönerfleisch soll nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern verkauft werden.

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+++EMA empfiehlt Zulassung von Remdesivir+++

Nachdem eine US-Studie im April darauf hindeutete, dass Remdesivir die Genesung von COVID-19-Patienten durchschnittlich um vier Tage verkürzt, kam die europäische Arzneimittelbehörde EMA nun zu dem Schluss, dass das Medikament im Kampf gegen Corona zum Einsatz kommen sollte. 
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA gab grünes Licht, sprach sich allerdings für eine beschränkte Zulassung aus. Verabreicht werden solle der Wirkstoff lediglich erwachsenen COVID-19-Patienten mit Lungenentzündung, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren solle das Medikament nicht verabreicht werden.  

In der kommenden Woche muss nun die Europäische Kommission ihre Genehmigung erteilen. Dieser Vorgang gilt als reine Formsache. 
Kommt Remdesivir in Europa auf den Markt, trägt es wahrscheinlich den Markennamen Veklury.  

Remdesivir ist ein antiviraler Wirkstoff, der erstmals im Kampf gegen das Ebola-Virus von einem US-amerikanischen Pharmakonzern entwickelt wurde. In früheren Tests konnte beobachtet werden, dass er die eigentliche Infektion nicht verhindern, allerdings die Vermehrung von Krankheitserregern im Blut stoppen kann. Man hofft, dass dadurch schwere Lungenentzündungen schneller abklingen und tödlich verlaufende Komplikationen abgewendet werden können.

Halb volle Infusion in einem Krankenhauszimmer
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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Das Robert Koch-Institut meldet aktuell 192.556 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle in Deutschland (Stand 26. Juni). Das sind 477 Erkrankte mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesopfer stieg um 21 auf ingesamt 8.948. Dem stehen circa 177.100 Genesene (+300) gegenüber. 

Der vom RKI geschätzte R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, liegt aktuell bei 0,59 (Stand 25. Juni). Am Vortag hatte dieser Wert noch bei 0,72 gelegen. 
Die 7-Tage-R, die das das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen abbildet und tagesaktuellen Schwankungen deswegen weniger stark unterliegt, sank indes von 1,17 auf 1,11.

 

+++25.6. Strenge Quarantäne-Regeln+++

Nach den jüngsten Corona-Skandalen in deutschen Schlachthöfen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf (NRW) sowie in Wildeshausen (Niedersachsen) reagieren die ersten Bundesländer mit strengeren Quarantäne-Regeln für Urlauber aus dem In- und Ausland. 

In Schleswig-Holstein gilt ab heute: Wer aus einem deutschen Hotspot in das Bundesland einreist, muss zunächst 14 Tage in Quarantäne. Diese kann nur durch einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden und durch ein ärztliches Zeugnis nachweisbar ist, umgangen werden. 

Die von der Bundesregierung festgelegte Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gilt dabei als Richtwert. Wird sie überschritten, gilt eine Region als Hotspot. Das COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Instituts bietet eine Übersicht aller Corona-Hotspots in Deutschland. 

Die Quarantäne in Schleswig-Holstein muss allerdings nicht in der eigenen Wohnung/dem eigenen Haus stattfinden: Auch in Hotels oder Ferienwohnungen darf die Zeit überbrückt werden. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der Quarantäne-Bedingungen, unter anderem das Verbot, nicht selbst einkaufen zu gehen. Campingplätze, Jugendherbergen oder Unterkünfte, in denen Urlauber sanitäre Anlagen teilen, eignen sich nicht zur Quarantäne.

Anders als Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern – wo ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspot-Regionen herrscht – sind in Schleswig-Holstein nicht die Hotelbetreiber und Vermieter von Ferienwohnungen für die Umsetzung der strengeren Quarantäne-Regeln zuständig, sondern die Urlauber selbst. 

 

+++Corona in Deutschland: R-Wert sinkt+++

Aktuell sind in Deutschland laut RKI 192.079 COVID-19-Fälle gemeldet. Das sind 630 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg um 500 Menschen auf rund 176.800. Deutschland beklagt insgesamt 8.927 Corona-Tote – 13 mehr als am Tag zuvor. 

Nachdem der vom RKI geschätzte R-Wert am Vortag noch bei 2,02 gelegen hatte, sank er aktuell auf 0,72 (Stand 24. Juni, 00:00 Uhr). Grund für das überraschende Sinken sind die tagesaktuellen Schwankungen, denen der Wert unterliegt.

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+++24.6. Corona-Ausbruch in Wiesenhof-Schlachterei+++

Während der Corona-Ausbruch bei Tönnies in Nordrhein-Westfalen immer noch für Skandalnachrichten sorgt, rückt nun Niedersachsen mit Negativschlagzeilen in den Fokus. In einem Schlachtbetrieb im niedersächischen Wildeshausen wurden bei einer Reihentestung 23 von 50 Mitarbeiter mit COVID-19 diagnostiziert. 
Bei dem betroffenen Betrieb handelt es sich um Geestland Putenspezialitäten, der zu der PHW-Gruppe gehört und die Marken "Wiesenhof" und "Bruzzler" betreibt. Die PHW-Gruppe hat den Corona-Ausbruch bereits bestätigt.

Die Corona-Tests werden nun – wie schon zuvor bei Tönnies – ausgeweitet: In den kommenden Tagen sollen über 1.100 Mitarbeiter des Schlachthofes auf COVID-19 getestet werden. 

Es sind nicht die ersten Corona-Tests, wie unter anderem die "dpa" berichtet. Anfang Juni ließ man bei Wiesenhof bereits 1.000 Menschen auf das potentiell tödliche Virus untersuchen. Damals war ein Fall positiv. 

        

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Mit Stand 24. Juni um 00:00 Uhr liegen dem Robert Koch-Institut 191.449 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle vor. Das sind 587 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 19 Menschen auf ingesamt 8.914. Als genesen gelten inzwischen 176.300 Patienten, also etwa 600 mehr als am Vortag. 

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 2,02 (Stand 23.6., 00:00 Uhr). Am Vortag hatte sie noch bei 2,76 gelegen.

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+++23.06. Gütersloh: Jetzt doch regionaler Corona-Lockdown+++

Für den gesamten Kreis Gütersloh hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet nun einen Lockdown verhängt, nachdem das Coronavirus so massiv in einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen war. Der Lockdown solle nun bis zum 30. Juni gelten. 

Es sei das erste Mal in Deutschland, dass ein Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen der vergangenen Wochen zurückgeführt werde, so NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher "größte Infektionsgeschehen" in Deutschland. Laschet erklärt: “Der Zweck ist, die Situation zu beruhigen, die Tests auszuweiten.”

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Corona-Regeln vom März gelten wieder

Ab sofort gelten also wieder die verschärften Regeln vom März. Demnach verbieten die Behörden im Kreis Gütersloh unter anderem wieder Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen. Auch Fitnessstudios, Kinos und Bars würden im Kreisgebiet ebenso geschlossen werden, so Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Ob das Infektionsgeschehen über den Kreis Gütersloh hinausgeht, solle nun ermittelt werden. 

Nach Angaben des Kreises ist die Zahl der infizierten Beschäftigten des Schlachterbetriebs Tönnies in Gütersloh in Nordrhein-Westfalen bis Montagabend auf 1.553 gestiegen.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet im Vergleich zum Vortag 503 neue Covid-19-Fälle in ganz Deutschland innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Demnach liegt die Zahl der Infektionen nun bei bundesweit 190.86210 weitere mit dem Virus infizierte Menschen sind gestorben, etwa 400 weitere Personen haben laut der Daten des RKI die Infektion mit dem Virus überstanden.

Die Reproduktionszahl des Coronavirus, die auch als R-Wert bezeichnet wird, liegt den Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge bei 2,76.

 

+++ 22.06. Aktuelle Lage: 4-Tage- R-Wert fast bei 3+++

Die Reproduktionszahl ist in Deutschland seit laut dem Robert-Koch-Institut seit langer Zeit wieder extrem angestiegen. Der R-Wert bezeichnet die statisch geschätzte Anzahl von Personen, die von einer infizierten Person angesteckt werden und gibt so Auskunft über die Entwicklung des Infektionsgeschehen.

Der 4-Tage-R-Wert skizziert die Infektionsentwicklung vor etwa einer bis zwei Wochen ab. Er wird auch sensitiver R-Wert genannt, da er stark durch kurzfristige Änderung der Infektionszahlen beeinflusst wird. Daher kann es bei einer insgesamt vergleichsmäßig kleineren Anzahl von Neuerkrankungen zu verhaltensmäßig größeren Schwankungen kommen. Am 21.06., 00:00 betrug der 4-Tage-R-Wert 2,88.

Analog dazu wird auch der 7-Tage-R-Wert bestimmt, der den Infektionsverlauf vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet. Durch die etwas größere Zeitspanne sollen Schwankungen besser ausgeglichen werden. Laut RKI betrug dieser am 21.06., 00:00, 2,03

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Gründe des hohen sensitiven R-Wertes

In den letzten sieben Tagen kam es in mehreren Stadt- und Landkreisen zu Ausbrüchen des Virus, die den sensitiven R-Wert, also die geschätzten „Folgeantseckungen“ durch einen Infizierten,  in die Höhe trieben.

1. Landkreis Gütersloh

Mehr als eintausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fleischverarbeitungsbetriebes Tönnies wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet und mit ihren Angehörigen unter Quarantäne gestellt. Der Betrieb selbst, sowie Schulen und Kindergärten im entsprechenden Landkreis sind seit dem 18.06. geschlossen. In den Stadtteile der Stadt Verl, in denen vermehrt Mitarbeiter des Betriebes untergebracht sind, wurden Quarantänezonen eingerichtet.

2. Landkreis Warendorf

Der deutliche Anstieg der Neuinfektionen hängt vermutlich unmittelbar mit dem Ausbruch in Gütersloh zusammen, denn rund 1360 Mitarbeiter des Fleischverarbeitungsbetriebes Tönnies leben im benachbarten Kreis Warendorf. 

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3. Stadtkreis Magdeburg

Aufgrund des sprunghaften Anstiegs von Neuinfektionen ließ die Stadt seit dem 15. Juni insgesamt elf betroffene Schulen und acht Jugendeinrichtungen schließen. Um noch gezielter weitere Infektionen zu vermeiden, wurden nun auch mehrere Häuser der Stadtteile Neustadt und Salbke unter Quarantäne gestellt.

4. Stadtkreis Berlin Neukölln

Nachdem zahlreiche Mitglieder einer Gemeinde nach der Teilnahme am Gottesdienst positiv getestet worden sind und auch Schulkinder verschiedener Schulen mit gleicher Adresse eine Infektion aufwiesen, wurden die betroffenen Wohnblöcke unter Quarantäne gestellt. Insgesamt sind knapp 370 Haushalte an sieben Standorten isoliert und sollen getestet werden. Bisher erfolgten 586 Tests mit 94 laborbestätigten positiven Testergebnissen.

5. Landkreis Verden

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Oyten liegt im Landkreis Verden die größte Infektionszahl mit 40,1 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in Niedersachsen vor. In der Einrichtung waren bis zum 18.06. 33 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Pflegerinnen und Pfleger positiv getestet worden. Aufgrund des punktuellen Ausbruchs wurden bisher keine weiteren Einschränkungen vollzogen. 

6. Landkreis Göttingen

Nach dem mittlerweile zweiten Ausbruch in einem Göttinger Hochhaus-Komplex stehen nun 700 Menschen unter Quarantäne und werden durch Polizei und Ordnungsamt bewacht. Am vergangenen Freitag wurden bereits 120 Menschen positiv getestet. 

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+++18.6. Neue bundesweite Corona-Maßnahmen+++

Die Corona Situation scheint sich immer weiter zu entspannen, doch die Regierung mahnt weiterhin zu Acht und Vorsicht. Nun gaben Kanzlerin Merkel und ihre Minister nach dem ersten physischen Bund-Länder-Treffen neue Entscheidungen bekannt:

  • Das Verbot von Großveranstaltungen wird bis Mitte Oktober verlängert. Vor der Karnevalszeit soll das Verbot neu beurteilt werden.
  • Nach den Sommerferien soll in allen Bundesländern der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.
  • Grundlegende Regeln wie Abstandsregeln, verstärkte Hygienemaßnahmen, Kontaktbeschränkungen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleiben weiterhin Pflicht bis ein Medikament und Impfstoff verfügbar sind.
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Neuer Corona-Hotspot in Gütersloh, NRW

Bei dem Fleischverarbeitungsbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh kam es zu einem Corona-Ausbruch von hunderten Neuinfektionen. 675 Mitarbeiter waren positiv getestet worden (stand 17.06.), weitere Ergebnisse stehen noch aus. Alle 6.400 in der Produktion beschäftigte Mitarbeiter müssen in häusliche Quarantäne. Im Falle eines positiven Testergebnisses sich auch die jeweiligen Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne begeben, sodass insgesamt über 7.000 Menschen betroffen sind.

Im Zuge des Ausbruches ordnete Adenauer als Landrat des Kreises Gütersloh  eine Schließung aller Schulen und Kindergärten ab dem 18.06. im Kreis Gütersloh. Auch NRW-Ministerpräsident Laschet mahnt zu Wachsamkeit und bezeichnet den Coronavirus-Ausbruch in der Fleischfabrik als Beispiel für die immer noch präsente Verbreitung des Virus.

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Laut Einschätzungen des Robert Koch Institut (RKI) sank die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, mit Datenstand 17.6., 0:00 Uhr, unter die bedeutende Marke 1,0 auf 0,86. Heißt übersetzt, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Vortag war der R-Wert noch 1,0. Dabei bildet der R-Wert immer jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen rückblickend ab. Nach den RKI-Angaben sind 26 Menschen infolge einer Infektion im Vergleich zum Vortag verstorben und 400 Menschen sind im Vergleich zum Vortag wieder genesen. Bei den Corona-Neuinfektionen haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 580 neue Infektionsfälle gemeldet. Damit haben sich laut Meldung des RKI seit Beginn der Corona-Krise insgesamt 187.764 nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Insgesamt starben 8856 infizierte Menschen an dem Virus und und etwa 174.100 Menschen haben eine Infektion laut Schätzungen des RKI überstanden.

 

+++17.6. Corona-Lockerungen in Bayern, Berlin und Niedersachsen+++

Obwohl die Corona-Pandemie in Deutschland mit aktuell 187.184 labortechnisch bestätigten COVID-19-Fällen (Stand 17. Juni) noch nicht vorbei ist, lassen sinkende Neuinfektionszahlen immer mehr Lockerungen zu. Die Landesregierungen von Bayern, Berlin und Niedersachsen haben nun die neuesten Regelungen bekannt gegeben. Zu den wichtigsten gehören:

Bayern

Ab dem 17. Juni gilt offiziell nicht mehr der Katastrophenfall und auch die Zwei-Haushalte-Regel wird aufgehoben. Im öffentlichen Raum dürfen sich nun bis zu 10 Menschen aus mehreren Haushalten treffen. Im privaten Raum entfällt die Personenbeschränkung – solange der geltende Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann. 
Ab dem 22. Juni dürfen Hallenbäder, Thermen und Wellnessbereiche unter Einhaltung spezieller Hygienekonzepte wieder öffnen. Die Sperrstunde der Gastronomie wird von 22 Uhr auf 23 Uhr verlängert. Für Kunst- und Kulturveranstaltungen gilt: 100 Besucher innen, 200 Besucher im Freien. Bei privaten Veranstaltungen (Hochzeiten, Geburtstage etc.) dürfen es 50 Personen innen und 100 Personen im Freien sein. 
Im Handel, Freizeiteinrichtungen, Zoos und Museen müssen statt wie bisher 20 Quadratmeter nur noch 10 qm pro Besucher/Kunde gerechnet werden. 

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Berlin

In Berlin fallen die konkreten Entscheidungen zu den Corona-Lockerungen erst in der Senatssitzung am kommenden Dienstag (23. Juni). 
Innensenator Andreas Geisel (SPD) strebt allerdings an, die Kontaktbeschränkungen zu lockern. Aktuell dürfen sich in Berlin maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen. Außerdem sollen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen größer werden dürfen: Von aktuell 150 auf 300 Personen, im August 500 und im Oktober schließlich 1000. Freibäder sollen doppelt so viele Besucher wie bisher empfangen können. Außerdem öffnen Spielplätze und Planschbecken in den Freibädern nach und nach.

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Niedersachsen

In Niedersachsen dürfen ab kommendem Montag (22. Juni) Saunen, Kinos, Theater und Musikbühnen wieder öffnen. Voraussetzungen sind individuell ausgearbeitete Hygienekonzepte, das Einhalten der geltenden Abstandsregel sowie die Erfassung aller Kontaktdaten. Bei Kino und Theater in geschlossenen Räumen könnte eine Maskenpflicht bestehen. Bei Amateur-Sportveranstaltungen im Freien sollen indes Zuschauer erlaubt werden. Sammeln sich dabei jedoch mehr als 50 Personen, müssen diesen Sitzplätze zur Verfügung stehen. An den genauen Regelungen arbeitet die niedersächsische Regierung noch. Bis Ende der Woche wollen Krisenstabsleiter Heiger Scholz und seine Kollegen die Ergebnisse präsentieren.

 

+++15.06. Corona-Ausbruch: Ganzer Wohnblock in Berlin unter Quarantäne+++

In Berlin-Neukölln soll es einen gravierenden Corona-Ausbruch gegeben haben: Fast ein ganzer Wohnblock soll nun unter Quarantäne stehen. Es handelt sich um mehrere Aufgänge eines Wohnblocks zwischen der Harzer und der Treptower Straße im Norden von Berlin-Neukölln. „Das hat eine neue Qualität in der Corona-Krise“, sagte Neuköllns Gesundheits-Stadtrat Falko Liecke (47, CDU) der „B.Z.“ am Montag.

Eine genaue Ursache für den Anstieg an Infektionen in dem Wohngebiet ist bisher noch nicht bekannt. Laut Medienberichten wird jedoch vermutet, ein infizierter Pfarrer könne bei Besuchen verschiedener Gemeinden andere angesteckt haben. Der Sprecher von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD)  über die Infektionsfälle: „Wir haben heute eine Besprechung mit Amtsärzten in der Senatsgesundheitsverwaltung gehabt. Wir haben uns schildern lassen, wie in Neukölln vorgegangen werden soll und erläutert bekommen, dass es sich um unterschiedliche Ethnien handelt.“

Bislang wurden 52 Bewohner positiv getestet. Allerdings stammen die Infektionszahlen vom 12. Juni.

Hunderte Mieter sind jetzt in Quarantäne und dürfen das Haus 14 Tage lang nicht verlassen. Ein Großteil der Bewohner muss allerdings noch getestet werden.

 

+++Corona: Reisewarnung ab heute aufgehoben - doch Spahn warnt+++

Die weltweite Reisewarnung aufgrund von Corona ist ab heute für 27 europäische Länder aufgehoben. Für viele ist das das Startsignal für den langersehnten Sommerurlaub. Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor Risiken.

 

Reisewarnung: Für diese Länder gilt sie weiterhin

Das Auswärtige Amt warnt nun seit Mitternacht auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen unter anderem Haupturlaubsziele der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Außerdem gibt es nun keine Kontrollen mehr an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern. 

Zwei Visiere, Zwei Mundschutzmasken und ein Paar Hygienehandschuhe
Service Visier als Corona-Schutz: Sichere Alternative zur Maske?

Damit kann für viele Deutsche pünktlich zur Ferienzeit der Sommerurlaub beginnen. Doch nicht alle Länder wurden von der Reisewarnung befreit. In diese Länder können Deutsche aktuell noch nicht einreisen:

  • Spanien
  • Finnland
  • Norwegen
  • Schweden

Eine Ausnahme bilden die Balearen: Ab heute sollen bis zu 10.900 Urlauber aus Deutschland nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen dürfen. Dies sei eine Art Test für die geplante Grenzöffnung in Spanien, die aktuell für den 21. Juni angesetzt ist. 

Und auch unter den 27 Ländern, für die die Reisewarnung aufgehoben wurde, gelten noch Bedingungen. Wer zum Beispiel nach Großbritannien, Irland oder Malta reisen möchte, muss nach der Einreise erst in eine 2-wöchige Quarantäne. Von diesen Reisen wird auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes daher "dringend abgeraten".

Für die restlichen 24 Länder informiert das Auswärtige Amt im Internet in sogenannten Reisehinweisen sehr genau über die Infektionslage, Einreisebestimmungen, mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Land und Hygieneregeln.

 

Jens Spahn vor Reisewarnung: "Das Virus ist noch da"

In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ gestern Abend appellierte Gesundheitsminister Jens Spahn an die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig zu sein und sich vor einer weiten Reise genau zu überlegen, ob diese nötig sei. Außerdem sei es wichtig, an Urlaubsorten auf Partys erst einmal zu verzichten: „Party feiern – würde ich mal sagen – ist dieses Jahr weniger angesagt.“ Dabei bezieht er sich vor allem auf den österreichischen Skiort, von dem aus das Coronavirus sich in vielen Ländern verbreitete. "Ballermann darf nicht das nächste Ischgl werden", sagte Spahn dazu.

Frau mit Maske guckt auf der Straße auf ihr Handy
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Außerdem gibt er noch einen Tipp zur Situation in den Reisebussen, um auch da weiterhin eine Infektion zu vermeiden: "Ich würde schon schauen, was das für ein Bus und was das für eine Lüftung ist." 

 

+++Corona in Deutschland: die aktuellen Zahlen+++

Die tagesaktuellen Fallzahlen zur Corona-Krise vom Robert Koch-Institut (RKI) zeigen einen leichten Anstieg des R-Werts. Demnach wurden von den Gesundheitsämtern in Deutschland innerhalb der vergangenen 24 Stunden 192 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Zudem sind vier weitere mit dem Virus infizierte Menschen gestorben, sodass die Zahl der Todesfälle in der Corona-Krise damit auf 8791 ansteigt. Dafür haben 400 weitere Personen laut der Daten des RKI die Infektion mit dem Virus überstanden.

Die Reproduktionszahl des Coronavirus, die auch als R-Wert bezeichnet wird, hat sich nach den Angaben des Robert Koch-Instituts leicht erhöht und liegt weiterhin über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,05, nachdem der R-Wert am Sonntag noch bei 1,02 gelegen hat. 

 

+++ 12.06. RKI befürchtet hohes Legionellen-Risiko nach Corona Lockdown+++

Nachdem Hotels, Sportanlagen und Schwimmbäder wochenlang geschlossen waren, könne bei unsachgemäßer oder fehlender Wartung in ihren Trinkwasseranlagen nun ein erhöhtes Legionellen-Risiko bestehen. Das Robert Koch-Institut warnt nun vor einem höheren Wachstum dieser Bakterien, die bei Menschen Krankheiten auslösen können.

 

Legionellen-Gefahr: Bakterien können Krankheiten auslösen

Ob in Duschen, Whirlpools oder über Wasserhähne – die Erreger der Legionellen werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen. Das RKI rät daher, unbedingt die Trinkwasseranlagen zu überprüfen, bevor ein Betrieb wieder öffnet. Legionellen können nämlich grippeartige Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen auslösen. 

Mann mit Mundschutz, der ein Nasenspray benutzt
Krankheiten & Behandlung Corona in der Frühphase: Behandlung bald mit Nasenspray möglich?

Besonders anfällig für Legionellen sind Menschen mit

  1. einem geschwächten Immunsystem
  2. bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes
  3. Herz- und Lungenleiden
  4. Raucher

Zudem erkranken Männer zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Daher sollen Ärzte nun auch bei Atemwegsproblemen darauf achten, ob eine Legionelleninfektion vorliegen könne.

Anatomie der Lunge
Symptome & Beschwerden Kalte Lungenentzündung: Anzeichen richtig deuten

 

RKI erwartet Legionellen-Gefahr bei diesen Temperaturen

Legionellen können vor allem bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius wachsen. Ist das Wasser über 55 Grad warm, wird das Wachstum der Keime laut RKI gehemmt. Bei über 60 Grad sterben sie ab.

 

+++11.06. In diesen 4 Bundesländern gibt es nahezu keine Corona-Neuinfektionen+++

Einige Bundesländer scheinen die Corona-Pandemie gut im Griff zu haben. In diesen vier Bundesländern liegt die Zahl an Neuinfektionen laut dem RKI bei höchstens 4:

BundeslandNeuinfektionen Stand 11.06. um 08.30 Uhr
Mecklenburg-Vorpommern1
Schleswig-Holstein2
Saarland3
Hamburg4

Besonders auffällig: Drei der vier Bundesländer mit wenigen Neuinfektionen befinden sich im Norden Deutschlands. Selbst Hamburg, welches nach den Skiferien einer der größten Corona-Hotspots war, weist mittlerweile kaum noch neue Corona-Fälle auf.

So sieht es in den restlichen Bundesländern aus:

BundeslandAnzahl an Neuinfektionen Stand 11.06. um 08.30 Uhr
Baden-Württemberg37
Bayern57
Berlin56
Brandenburg43
Bremen18
Hessen40
Niedersachsen101
Nordrhein-Westfalen138
Rheinland-Pfalz17
Sachsen9
Sachsen-Anhalt7
Thüringen22

Auffällig hierbei: Thüringen, das gerade erst die Corona-Beschränkungen aufgelöst hat, weist 22 neue Fälle auf. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob ein Zusammenhang zwischen den Lockerungen und einem Zuwachs an Neuinfektionen besteht.

 

+++9.6. Keine Neuinfektionen in 123 Landkreisen+++

Laut der aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts bleibt das Infektionsgeschehen hierzulande auf einem niedrigen Niveau. In den vergangenen sieben Tagen meldete rund ein Drittel aller Landkreise in Deutschland keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Von ingesamt 401 Landkreisen wurden aus 123 keine neuen Krankheitsfälle übermittelt, schreibt die Bundesbehörde in ihrem Situationsbericht vom 8. Juni 2020. 

Wie das COVID-19-Dashboard des RKI außerdem zeigt, überschreitet derzeit kein Landkreis die von der Regierung vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die höchsten Werte haben Coburg mit 28,8, Sonneberg mit 32, Cuxhaven mit 33,8 und Göttingen mit 34,7 (Stand 9. Juni). In Göttingen war es zuletzt zu einer Masseninfektion nach mehreren Familienfeiern gekommen. 

Animation eines sich vermehrenden Virus
Krankheiten & Behandlung Coronavirus: Bin ich immun nach einer Infektion?

Laut RKI sind aktuell 184.543 COVID-19-Fälle bekannt, 350 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 37 auf insgesamt 8.711. Die Reproduktionszahl stieg minimal von 1,05 am Montag auf 1,11 am Dienstag. Das RKI betonte allerdings, dass der Wert, der das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen abbildet, sehr sensibel auf das Infektionsgeschehen reagiert. Kleinere Ausbruchsherde schlagen sich sofort im normalen R-Wert nieder. 
Die 7-Tage-R, die das RKI seit Mai zusätzlich bekannt gibt und die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet, liegt mit 0,92 weiterhin unter der kritischen Marke von 1. 

Ansteckungswege in der Bevölkerung
Service Corona: Wie wird die Reproduktionszahl berechnet?

 

+++Deutsche Exporte brechen um 31,1% ein+++

Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, verzeichnet Deutschland massive Einbrüche im Export und Import. 
Demnach sank der Wert der Warenausfuhren im April 2020 auf 75,7 Milliarden Euro – das sind 31,1% weniger als noch im April 2019 verdient worden war. Gegenüber dem Vormonat März 2020 sanken die Exporte um 24%. 
Auch der Import-Sektor muss empfindliche Verluste hinnehmen: Der Warenwert fiel im April 2020 um 21,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 72,2 Milliarden Euro – 16,5% weniger als im März 2020. 

"Exportseitig war dies der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950. Auf Seiten der Importe gingen die deutschen Einfuhren zuletzt in der Finanzkrise im Juli 2009 so stark zurück (-23,6 %)", ordnet das Statistische Bundesamt die Verluste ein.

 

+++8.6. R-Wert überschreitet kritische Marke+++

Wie das Robert Koch-Institut am Sonntag mitteilte, liegt der R-Wert aktuell bei 1,05 und verzeichnete damit einen leichten Anstieg. Am Vortag hatte sich die Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen abbildet, noch bei 0,87 bewegt. Am 4. Juni stand der Wert sogar nur bei 0,57. 
Als kritische Marke für den R-Wert wird 1 angesehen. Das bedeutet, dass ein COVID-19-Erkrankter im Schnitt einen weiteren Menschen ansteckt. 

Aktuell verzeichnet das RKI 184.193 bestätigte COVID-19-Fälle ingesamt, 214 mehr als am Vortag. 169.600 Genesenen stehen 8.674 Todesopfer gegenüber. 

Ärztin hält Blutprobe in der Hand
Service Corona-Studie: Blutgruppe könnte COVID-19-Krankheitsverlauf beeinflussen

 

+++Spahn kündigt Corona-App an++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Countdown für die umstrittene Corona-Warn-App eingeläutet: Schon in wenigen Tagen will er die mobile Anwendung vorstellen. 
Online informiert die Bundesregierung ausführlich über die Corona-App, bei der sämtliche Daten anonymisiert und dezentral verarbeitet werden. Hat sich ein Nutzer mit SARS-CoV-2 infiziert, kann er das in seine App eingeben. Im Folgenden werden sämtliche App-Anwender, die sich in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben, über ihr Handy informiert.

Frau mit Maske guckt auf der Straße auf ihr Handy
Service Corona-Warn-App: Hier geht's zum Download

 

+++5.5. Schulöffnungen nach den Sommerferien?+++

Im Interview mit RTL sprach sich Familienministerin Franziska Giffey dafür aus, nicht unnötig lange an den aktuellen Corona-Maßnahmen in Schulen und Kitas festzuhalten. Schulöffnungen sollten sukzessive möglich gemacht werden. 
"Ich finde es richtig, dass jetzt darüber gesprochen wird – immer unter der Maßgabe, dass das Infektionsgeschehen so bleibt wie es ist –, dass wir nach Ende der Sommerferien zu einem geregelten, normalen Betrieb zurückkehren können. Das Infektionsgeschehen, so wie es jetzt aussieht, lässt das zu", erklärte die SPD-Politikerin. 

Das Thema ist höchstumstritten. Während laut RTL 81 Prozent der Eltern eine baldige Rückkehr zu geregeltem Unterricht und Betreuung begrüßen würden, äußerte sich der Deutsche Lehrerverband vor einigen Tagen noch kritisch. Einen fixen Termin für Schulöffnungen zu nennen, sei "verantwortungslos", solange keine Hygienekonzepte vorlägen, betonte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). 

        

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Am 5. Juni meldete das Robert Koch-Institut ingesamt 183.271 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle. Das sind 507 mehr als am Vortag. Rund 168.500 Genesenen stehen 8.613 Todesopfer gegenüber. Von Donnerstag auf Freitag verstarben 32 an COVID-19 erkrankte Patienten. 

Die jüngsten R-Werte gab das RKI am 4. Juni bekannt. Die normale Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen abbildet, liegt demnach bei 0,57. Am Vortag stand der Wert noch bei 0,71. 
Die 7-Tage R, die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet, wird aktuell auf 0,80 geschätzt.

Mann mit Mund-Nasen-Schutz und Sonnenbrille im Pool
Service Corona-Regeln im Freibad: Was ist erlaubt, was verboten?

 

+++4.6. Große Koalition beschließt Konjunkturpaket+++

Das Konjunkturpaket, das die große Koalition für die Jahre 2020 und 2021 beschlossen hat, umfasst 130 Milliarden Euro. 120 Milliarden entfallen auf den Bund. 
Nach zweitätiger Beratung von Union und SPD stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Konjunkturpaket am Mittwoch (3. Juni 2020) in Berlin vor. 57 Punkte umfasst das Papier ingesamt, zu den wichtigsten zählen: 

    •    einmaliger Kinderbonus von 300 Euro pro Kind. Dieser wird mit dem Kindergeld ausgezahlt.
    •    Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 Prozent auf 16 Prozent vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020; der ermäßigte Satz wird im gleichen Zeitraum von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt.
    •    Senkung der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom-Anlagen: Derzeit zahlen Bürger 6,76 Cent pro Kilowattstunde, ab 2021 sinkt der Beitrag auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde und 2022 auf 6 Cent pro Kilowattstunde.
    •    Keine Kaufprämie für abgasarme Benziner und Dieselautos, stattdessen soll die E-Mobilität gefördert werden – unter anderem steigt die bestehende "Umweltprämie" für E-Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro bis Ende 2021 auf 6000 Euro (bisher 3000 Euro). Auch der Ausbau der Ladestationen wurde beschlossen und soll mit 2,5 Milliarden Euro gefördert werden. 
    •    Unter dem Punkt "Sozialgarantie 2021" beschloss die Koalition, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht über 40 Prozent steigen dürfen, um die Lohnnebenkosten stabil zu halten. 
    •    Weitere Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen: Von Juni bis August will die GroKo Finanzhilfen von bis zu 25 Milliarden Euro bereitstellen. Im Fokus stehen von Corona besonders betroffene Branchen, wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, Clubs und Bars, Reisebüros, Schausteller und Profisportvereine der unteren Ligen. 

 

+++Deutsche Experten rechnen mit Impfstoff 2021+++

Trotz erster Berichte aus den USA, dass ein Corona-Impfstoff bereits im Oktober 2020 bereitstehen könnte, sind deutsche Experten vorsichtig mit solchen Prognosen. Anlässlich des virtuellen Impfstoff-Gipfels in London am Donnerstag (4. Juni 2020) sagte Medizinjournalistin Christina Sartori gegenüber dem "WRD":
"Seriöse Wissenschaftler schätzen, dass es noch mindestens bis zum Frühjahr 2021 dauern wird. Ein Impfstoff muss einfach ausreichend getestet werden, bis er Millionen von Menschen gegeben wird. […] Wenn es Meldungen gibt, dass ein Institut bald in die Erprobung geht oder dass es schon im Herbst einen Impfstoff gibt, dann muss man dazu wissen, dass diese Institute auch immer auf der Suche nach Geld für ihre Forschung sind. Seriöse Wissenschaftler sagen, dass es erstaunlich wäre, wenn es schon im Herbst einen erprobten Impfstoff gäbe."
Ingesamt gibt es aktuell über 140 Impfstoffstudien weltweit, zehn davon befinden sich bereits in jener Phase, in der ein möglicher Wirkstoff an Menschen getestet wird. In Deutschland werden mindestens acht Studien durchgeführt, bei einer davon wird ein Impfstoff an Menschen getestet.

        

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Auf dem tagesaktuellen COVID-19-Dashboard gibt das Robert Koch-Institut die bundesweite Zahl der labortechnisch bestätigten COVID-19-Infektionen mit 182.764 Personen an (Stand 4. Juni 2020). Das sind 394 mehr SARS-CoV-2-Infektionen als am Vortag. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg um 30 auf ingesamt 8.581. Dem gegenüber stehen 167.800 Menschen, die COVID-19 überstanden haben – 600 mehr als am Vortag. 

Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 0,71 (Stand 3. Juni).

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+++3.6. Corona: Vier Bundesländer ohne Neuinfektion+++

Am Dienstag meldeten Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg keine Neuinfektionen mit SARS-CoV-2. Wie das Robert Koch-Institut in seinem aktuellen Situationsbericht außerdem mitteilte, wurden in den letzten sieben Tagen bundesweit aus ingesamt 103 Landkreisen keine neuen Fälle übermittelt (Datenstand 2. Juni 2020). 
Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionswerte sinken außerdem. Der 7-Tage-R ging von 0,95 am Vortag auf 0,87 zurück. Der normale R-Wert sank von 1,20 auf 0,89. 
Auch die Zahl jener COVID-19-Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, geht zurück. Mitte April lagen noch etwa 2.900 Patienten auf der Intensivstation. Aktuell meldet das DIVI-Intensivregister 689 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen, 360 davon werden beatmet. 

Insgesamt sind am 3. Juni in Deutschland 182.370 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle bekannt. Das sind 342 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 29 Verstorbene auf 8.551. 

 

+++Ausbrüche in Duisburg und Bayern – Göttingen schließt Schulen+++

Trotz der sinkenden Reproduktionswerte ist Corona in Deutschland noch nicht besiegt. In Duisburg waren zunächst sieben Mitarbeiter eines DPD-Paketzentrums positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Großflächige Folgetests und Quarantänemaßnahmen wurden vor Ort bereits in die Wege geleitet. 
In Bayern waren am Pfingstwochenende zwei Erntehelfer auf einem Spargelhof im Landkreis Aichach-Friedberg positiv auf Corona getestet worden. Sie selbst und 50 ihrer Kollegen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt.  
In Göttingen verschärft die Stadt indes ihre Sicherheitsmaßnahmen. Infolge mehrerer privater Partys war es vor einigen Tagen zu einer Masseninfektion gekommen, bei der zahlreiche Kinder und Jugendliche betroffen sind. Aufgrund dessen schließt die Stadt nun bis einschließlich Sonntag (7. Juni) sämtliche Schulen und ausgewählte Kindergärten sowie Schulen im Landkreis.

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+++2.6. Corona-Regeln: Übersicht der Bundesländer+++

Nachdem zu Beginn der Corona-Pandemie sämtliche Gegenmaßnahmen von der Bundesregierung beschlossen wurden, liegen die Entscheidungen über schrittweise Lockerungen nun bei den einzelnen Ländern. Diese Übersicht umfasst die wichtigsten Eckpunkte. 

Anmerkung: Sämtliche Lockerungen müssen in jedem Bundesland unter Einhaltung der dort geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen stattfinden. In Einzelfällen ist das Ausarbeiten von speziellen Hygienekonzepten Pflicht. 

Baden-Württemberg

Personen aus zwei Haushalten dürfen sich sowohl im Privaten als auch im Freien  treffen.
Ab dem 1. Juni sind öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen erlaubt. 
Private feiern dürfen in geschlossenen Räumen mit 10 Personen, im Freien mit 20 Personen stattfinden. 
Großveranstaltungen (mehr als 500 Teilnehmer) bleiben bis zum 31. August untersagt. 
Fitnessstudios und Sporthallen dürfen ab dem 2. Juni öffnen; Freibäder und Freizeitparks ab dem 6. Juni. 

Bayern

Das Treffen mit Personen eines weiteren Haushalts ist drinnen wie draußen möglich. 
Nach den Pfingstferien sollen Schüler wochenweise den Unterricht besuchen können. Kindergärten und Krippen haben bis zum 1. Juli Zeit, eine geregelte Betreuung zu organisieren. 
Die Gastronomie öffnet ab dem 2. Juni innen und außen bis 22 Uhr.
Freibäder, Schwimmbadanlagen, Fitnessstudios und Tanzschulen öffnen ab dem 8. Juni, eine Woche später dürfen Kinos und Theater nachziehen.

Berlin

Künftig dürfen sich im Freien und zu Hause fünf Menschen treffen – unabhängig davon, ob sie in einem Haushalt leben oder nicht. 
Kneipen und Bars dürfen ab dem 2. Juni öffnen, wobei Gäste ausschließlich an Tischen Platz nehmen und nicht stehen dürfen. 
Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und Freibäder können öffnen.
In Berlin sind zudem Demonstrationen ohne Teilnehmerzahlbegrenzung erlaubt. 

Brandenburg

In Brandenburg sind private Feiern mit bis zu 50 Personen erlaubt. Zwei Haushalte oder maximal 10 Menschen dürfen sich außerdem ohne besonderen Grund treffen. Beide Regelungen gelten für drinnen und für draußen. 
Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Fitnessstudios und Sporthallen dürfen öffnen. Bars hingegen bleiben vorerst geschlossen. 
Bei Demonstrationen oder Gottesdiensten im Freien dürfen sich nicht mehr als 150 Menschen versammeln. 

Bremen

Grundsätzlich dürfen sich Personen aus zwei Haushalten treffen. Diese Regelung kann in zwei Fällen aufgehoben werden: Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit max. 20 Personen (Hygienekonzept erforderlich) und bei Veranstaltungen im Garten, auf einer Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien mit max. 50 Personen. 
Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Freibäder, Fitnessstudios und Sporthallen  dürfen öffnen. Bars bleiben geschlossen. 

Hamburg

Maximal zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich treffen. 
Freibäder sowie Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yogastudios, Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen ab dem 2. Juni öffnen. 

Hessen

Ingesamt dürfen Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. 
Liegt ein Hygiene- und Abstandkonzept vor, müssen Veranstaltungen unter 100 Teilnehmern nicht mehr genehmigt werden. 
Freizeitparks dürfen öffnen. Regelungen für Freibäder werden derzeit noch erarbeitet. 
Gaststätten, Bars, Fitness- und Sportstudios, Hotels, Ferienwohnungen sowie Campingplätze dürfen wieder öffnen. 

Mecklenburg-Vorpommern

Auch hier gilt die Zwei-Haushalte-Regelung. 
Zudem dürfen Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Fitnessstudios und Sporthallen öffnen. Bars hingegen bleiben vorerst geschlossen.  
Veranstaltungen mit bis zu 150 Teilnehmern sind im Freien erlaubt. 

Niedersachsen

In Niedersachsen gilt eine Sonderregelung für Hotels. Hier ist eine maximale Auslastung von 60 Prozent erlaubt. Ansonsten dürfen Campingplätze, Ferienwohnungen, Restaurants, Freizeitparks, Freibäder, Fitness- und Sportstudios wieder öffnen. Bars bleiben geschlossen. 
Für Demonstrationen und Veranstaltungen im Freien muss eine Genehmigung beantragt werden. 
Ab dem 15. Juni soll geregelter Unterricht an den Schulen stattfinden. 

Nordrhein-Westfalen

Seit dem 30. Mai dürfen sich Gruppen mit zehn Personen im Freien treffen. 
Schwimmbäder müssen darauf achten, dass der Mindestabstand von 1,5 Meter auch im Wasser eingehalten wird. 
Ab dem 8. Juni soll ein eingeschränkter Regelbetrieb in Kitas möglich sein.

Rheinland-Pfalz

Auch hier gilt die Zwei-Haushalte-Regelung. 
Restaurants, Bars, Hotels, Ferienwohnungen, Freibäder, Fitnessstudios und Sporthallen dürfen öffnen. Freizeitparks dürfen ab dem 10. Juni Besucher empfangen. 
Versammlungen sind mit bis zu 100 Teilnehmern unter freien Himmel erlaubt. 

Saarland

Seit dem 1. Juni dürfen sich zehn Personen treffen – auch in Gaststätten. 
Die Gastronomie darf wieder öffnen, genauso wie Hotels und Ferienwohnungen. 
Freibäder können ab dem 8. Juni Badegäste einlassen. Für Freizeitparks gibt es derzeit keine Regelungen. Sport in Hallen ist erlaubt. 
Kitas sollen ab dem 8. Juni Betrieb aufnehmen, Schulen folgen schrittweise. 

Sachsen

Die nächsten Lockerungen in Sachsen werden am 6. Juni beschlossen. Bis dahin gilt die Zwei-Haushalte-Regel sowie unter Auflagen geöffnete Restaurants, Bars, Hotels, Ferienwohnungen, Freibäder, Freizeitparks, Fitnessstudios und Sporthallen.
Eine Teilnehmerbeschränkung für Demonstrationen gibt es derzeit nicht. 

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt dürfen bis zu zehn Menschen zusammenkommen. Bei privaten Feiern sind maximal 20 Personen erlaubt. 
Während Restaurants, Bars, Hotels, Fitnessstudios & Co. wieder öffnen dürfen, bleiben Wettkämpfe und Kontaktsportarten weiterhin untersagt. 
Bis zum 15. Juni soll geregelter Unterricht für Grundschüler möglich sein. 

Schleswig-Holstein

Zwei Haushalte dürfen privat und im öffentlichen Raum zusammenkommen. 
Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern bleiben in Schleswig-Holstein die Freibäder und Freizeitparks bis auf Weiteres geschlossen. Restaurant, Bars, Hotels, Fitnessstudios und Co. dürfen dagegen wieder öffnen. 
Ab dem 8. Juni sollen Grundschüler wieder im Klassenverband unterrichtet werden. Nach den Sommerferien strebt das Bundesland Regelbetrieb für alle Kinder an. 

Thüringen

Hier gilt die Zwei-Haushalte-Regelung. 
Restaurants, Bars, Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Freibäder, Fitnessstudios und Sporthallen dürfen öffnen. Eine mögliche Öffnung der Freizeitparks liegt in der Entscheidung der einzelnen Landkreise. 
Ein Regelbetrieb in Kitas ist bis zum 15. Juni angestrebt.

 

+++Die aktuellen Zahlen in Deutschland+++

Am Dienstag, den 2. Juni 2020, meldete das Robert Koch-Institut 213 bestätigte COVID-19-Fälle mehr als am Vortag. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland ingesamt 182.028 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten stieg vom 1. auf den 2. Juni 2020 um 11 Personen auf 8.522 ingesamt. Als genesen gelten ingesamt 166.400 Menschen, rund 600 mehr als am Vortag.
Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 1,2. Der Sieben-Tages-Wert, die sogenannte 7-Tage-R, liegt aktuellen Schätzungen zufolge bei 0,95.

 

+++1.6. Corona-Ausbruch in Göttingen, Massen-Party in Berlin+++

Am langen Pfingstwochenende sorgten zwei Städte für Corona-Skandale. 
In der Universitätsstadt Göttingen (Niedersachsen) steckten sich mindestens 68 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. Über 300 weitere Kontaktpersonen haben die Behörden inzwischen identifiziert. Berichten zufolge sind die meisten davon Mitglieder verschiedener Großfamilien, von denen viele in einem Hochhauskomplex in Göttingen leben. 
Zu der Masseninfektion kam es unter anderem durch private Familienfeiern. Außerdem soll eine illegal geöffnete Shisha-Bar, wo traditionell mehrere Personen aus einer Pfeife mit dem gleichen Mundstück rauchen, zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in Göttingen beigetragen haben. 
Sämtliche Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt. Unter den möglicherweise Infizierten befinden sich 57 Kinder und Jugendliche, weswegen sich nun ingesamt 13 Schulen strengeren Corona-Auflagen unterwerfen müssen. Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehört beispielsweise das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem gesamten Schulgelände, ausgenommen der eigentlichen Klassenräume.
In Berlin kam es indes zu einem Massenauflauf auf dem Wasser. Im Rahmen der Versammlung "Für die Kultur – Alle in einem Boot" hatten Berliner Clubbesitzer am Sonntag zu einem friedlichen Treffen unter Einhaltung der geltenden Corona-Maßnahmen aufgerufen. Die Demo gegen das Clubsterben in der Hauptstadt war für 100 Teilnehmer angemeldet worden, letztendlich erschienen 3.000 Menschen. Wie die Polizei berichtete, sollen zu Spitzenzeiten der Aktion über 400 Boote auf dem Berliner Landwehrkanal unterwegs gewesen sein. 
An die geltenden Abstandsregeln hielt sich im Grunde niemand und auch auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verzichtete der Großteil der Demo-Teilnehmer. 
Um 17:30 Uhr begann die Polizei, die friedliche Aktion aufzulösen. Anzeigen wird es laut "rbb24" keine geben, weder die Organisatoren noch die Teilnehmer müssen mit Strafen rechnen.

Illustration eines sich vermehrenden Virus
Krankheiten & Behandlung WHO skeptisch: Wird das Coronavirus wieder verschwinden?

 

+++29.5. Demonstrationen in Berlin ohne Teilnehmerbeschränkung+++

Ab Samstag dürfen in Berlin wieder Demonstrationen im Freien ohne Teilnehmerbeschränkung stattfinden. Darauf einigte sich der Berliner Senat. Zahlreiche Demonstrationen wurden für das kommende Pfingstwochenende bereits angemeldet. Bislang war die Teilnehmerzahl bei Demonstrationen auf 100 Personen beschränkt.

 

Lockerungen bei Kulturevents ab 2. Juni

Open-Air-Veranstaltungen wie Filmvorführungen oder Konzerte dürfen ab dem 2. Juni mit bis zu 200 Personen stattfinden. Die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen dieser Art wird schrittweise erhöht. So dürfen ab dem 16. Juni Events mit bis zu 500 Besuchern, ab dem 30. Juni sogar mit 1000 Personen stattfinden.

 

Teilnehmerbeschränkungen für Events im geschlossenen Raum werden erweitert

Sogar in geschlossenen Räumen sind ab dem 2. Juni bestimmte Veranstaltungen mit bis zu 150 Teilnehmern, ab dem 30. Juni mit bis zu 300 Teilnehmern zulässig.

Fitnessstudios dürfen ab kommenden Dienstag unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder öffnen. Dasselbe gilt für Kneipen, jedoch müssen hier Gäste an den Tischen bewirtet und Gruppenbildung am Tresen vermieden werden.

An anlassgebundenen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Trauerfeiern oder Taufen, sollen bis zu 50 Menschen teilnehmen können. Ebenfalls sollen Gottesdienste künftig wieder von mehr Personen besucht werden dürfen.

  

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland (Stand 29.05.2020).
Seit Beginn der Corona-Krise haben sich damit 180.458 Menschen in Deutschland nachweislich mit COVID19 angesteckt. Nach RKI-Angaben starben 8450 nachweislich mit dem Virus Infizierte, das sind 39 Personen mehr als am Vortag.
164.100 Menschen gelten inzwischen als genesen, das sind 900 mehr als noch einen Tag zuvor.

 

+++28.5. Stabile Zahl an Corona-Neuinfektionen trotz Lockerungen+++

Nach dem kompletten Shutdown sind seit einiger Zeit Geschäfte und Friseure wieder geöffnet. Auch das Essen in Restaurants ist wieder erlaubt. Experten befürchteten daraufhin einen rapiden Anstieg an Neuinfektionen, bisher ist die Lage jedoch stabil. Derzeit werden täglich etwa 300 bis 600 neue Corona-Fälle gemeldet. Zu Beginn waren es etwa 3.000 Neuinfektionen pro Tag. Das sind die Gründe, warum die Zahl an neuen Corona-Fällen trotz der Lockerungen nicht in die Höhe schnellt.

 

1. R-Zahl schon vor dem Lockdown gesunken

Zu Beginn der Corona-Welle in Deutschland lag die Reproduktionszahl bei etwa 3. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Schnitt etwa drei Personen angesteckt hat. Der Wert ist jedoch schon vor dem Lockdown auf etwa 1 gesunken. Der Grund: Viele Bürger haben bereits früh angefangen, ihre Kontakte einzuschränken und sind weniger aus dem Haus gegangen. Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig bestätigt gegenüber der „Welt“: „Das Verhalten der Menschen hat sich schon vorher verändert. Und auch jetzt gehen noch nicht alle gleich wieder normal einkaufen.“

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2. Bürger haben ihren Alltag verändert

Viele Bürger haben ihr alltägliches Verhalten nach dem Lockdown demnach grundlegend geändert und halten sich weit weniger in öffentlichen Räumen auf. Auch wenn es wieder möglich ist, shoppen zu gehen und Restaurants zu besuchen, bleiben die Bürger meist doch eher noch Zuhause.

 

3. Die meisten Bürger halten sich an die Corona-Regeln

Die meisten Bürger befolgen die Hygienemaßnahmen mit regelmäßigem Händewaschen und Desinfizieren. Zudem halten sie sich überwiegend an den vorgeschriebenen Mindestabstand, sodass Viren weniger schnell übertragen werden können.

 

4. Maskenpflicht zeigt Wirkung

Auch die Einführung der Maskenpflicht scheint ein wichtiger Faktor zu sein, dass die Lage in Deutschland stabil ist. „Nach dem Öffnen der ersten Läden konnte man sehen, dass die R-Zahl leicht angestiegen ist, nach der Maskenpflicht ist sie wieder runtergegangen“, erklärt Virologin Brinkmann den Erfolg der Schutzmaßnahmen.

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5. Keine Großveranstaltungen mehr

Auf Großveranstaltungen ist die Infektionsgefahr aufgrund der großen Menschenansammlung mit Personen, die dicht an dicht zusammenstehen, besonders groß. Zudem kommen dabei Menschen aus unterschiedlichen Regionen zusammen, die das Virus in viele Richtungen ausbreiten können. Da Großveranstaltungen nach wie vor nicht erlaubt sind, gibt es in dieser Hinsicht derzeit keine Gefahr, dass sich das Coronavirus durch Massenveranstaltungen ausbreitet.

 

Zweite Corona-Welle verhindern

Trotz der derzeitigen stabilen Lage in Deutschland ist die Gefahr jedoch noch nicht gebannt. Um die Zahl an Neuinfektionen gering zu halten, müsse laut Brinkmann der R-Wert weiter niedrig gehalten werden. Außerdem müssten die Infektionsketten nachzuverfolgen sein.

Es sei daher dringend zu raten, dass sich die Bevölkerung weiterhin an die Vorsichtsmaßnahmen halte, um eine zweite Welle zu verhindern. „Wichtig ist, dass alle am Ball bleiben – nur Treffen in kleinen Gruppen, Masken tragen, wenn man sich in Räumen aufhält und mit Menschen zusammen ist, die man nicht kennt“, betont die Virologin.

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+++27.5. Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni verlängert+++

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni geeinigt. Allerdings soll es weitere Lockerungen geben.

 

Treffen mit bis zu zehn Personen möglich

Die Vereinbarung sieht vor, dass sich weiterhin Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten im öffentlichen Raum treffen dürfen. Allerdings soll es nun auch erlaubt sein, dass sich bis zu zehn Personen draußen verabreden, die jeweils aus zwei unterschiedlichen Haushalten kommen.

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Anzahl an Kontaktpersonen weiterhin gering halten

Die Bundesregierung bittet die Bürger auf ihrer Homepage jedoch „die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen.“ So könne das Infektionsgeschehen weiterhin gut verfolgt werden.

 

Wenige Neuinfektionen in Deutschland

Der Grund für eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen ist die geringe Zahl an Neuinfektionen nach den bisherigen Lockerungen in Deutschland. „Dieser Erfolg beruhe wesentlich darauf, dass in allen relevanten Bereichen Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt und eingehalten worden sind“, heißt es laut der Tagesschau vonseiten der Regierung.

Die individuelle Umsetzung der neuen Corona-Lockerungen liegt nun bei den einzelnen Bundesländern.

  

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es laut dem RKI bisher 179.364 bestätigte Corona-Fälle. 162.800 davon gelten als genesen. Die Zahl an Todesfällen beträgt 8.849. (Stand: 27.05.)

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+++26.05. Nur noch 8.700 aktive Corona-Fälle in Deutschland+++

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle sinkt laut dem RKI mit 8.700 Fällen (Stand 26.05.) deutlich. Noch am Montag wurden 9.100 aktive Fälle gemeldet. Mittlerweile sollen 162.000 nach einer Infektion mit dem Virus wieder genesen sein. Die Zahl an Todesfällen beträgt 8.302.

 

Bund will Kontaktbeschränkungen noch mehrere Wochen verlängern

Laut mehrerer Medienberichte soll eine entsprechende Beschlussvorlage vorliegen, die als Grundlage zu den Gesprächen mit den Ministerpräsidenten dienen soll.

Kanzleramtsminister Helge Braun soll in dem Papier vorschlagen, dass die Bürger weiterhin einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten sollen. Auch die Maskenpflicht solle an bestimmten öffentlichen Orten bestehen bleiben. Statt privater Treffen Zuhause sollen „Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden, da hier ein erheblich geringeres Infektionsrisiko besteht.“

 

Thüringen lockert schon ab Anfang Juni

Trotz des weiterhin vorsichtigen Kurses der Bundesregierung, will Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow schon ab dem 6. Juni die Corona-Beschränkungen aufheben. Es solle zwar weiterhin eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften gelten, aber abgesehen davon keine Auflagen mehr geben. In Thüringen sollen zukünftig nur punktuelle Beschränkungen ergriffen werden, wenn sich ein lokaler Corona-Hotspot entwickelt.

Auch Sachsen könnte folgen, wie Petra Köpping, Gesundheitsministerin des Bundeslandes in Aussicht stellt: „Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel.“

 

Söder sieht in den geplanten Lockerungen Gefahr

Bayerns Ministerpräsident Söder hat die geplanten Lockerungen im an Bayern angrenzenden Thüringen scharf kritisiert: „Ich möchte nicht, dass Bayern noch mal infiziert wird, durch eine unvorsichtige Politik, die in Thüringen gemacht wird.“ Die bayerische Landesregierung wolle sich nun ein Konzept überlegen, um auf die Lockerungen in Thüringen entsprechend reagieren zu können.

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+++25.05. Immer mehr Infizierte nach Restaurantbesuch in Niedersachsen+++

Nach einem Restaurantbesuch am 15.5. in Moormerland im Landkreis Leer ist es zu einem erhöhten Ausbruch an Corona-Infektionen gekommen. Mittlerweile soll es insgesamt 18 Corona-Fälle geben, die im Zusammenhang mit dem Besuch des Lokals stehen. 14 Personen sollen Gäste des Lokals sein, vier Personen aus dem Umfeld der Restaurantbesucher stammen. Insgesamt sind 118 Menschen in Quarantäne.

 

Corona-Auflagen nicht beachtet

Offenbar soll es sich um eine geschlossene Gesellschaft gehandelt haben. Die Teilnehmer der Veranstaltung sollen sich laut dem NDR, der sich auf Zeugen beruft, nicht an die Corona-Sicherheitsvorkehrungen gehalten haben. So sollen sich die Gäste die Hände geschüttelt und den Mindestabstand nicht eingehalten haben. Zudem sollen die Gäste keine Maske getragen haben. Zu den Gästen sollen mehrere Mitarbeiter der Meyer Werft zählen, darunter auch die Personalchefin des Unternehmens. Dies soll dem NDR vonseiten des Unternehmens bestätigt worden sein. Sowohl Mitglieder der Geschäftsführung als auch des Betriebsrats sollen sich daraufhin in Quarantäne begeben haben.

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Zahlreiche Corona-Infektionen im Zusammenhang mit Gottesdienst in Frankfurt

Nach der Teilnahme an einem Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt am Main vor zwei Wochen sind bisher 26 Personen bekannt, die sich dort mit dem Coronavirus infiziert haben. Unter den Infizierten befindet sich auch ein Kind, das bisher die Notbetreuung in einer Kita in Karben besucht hatte. Sowohl die Erzieher sowie die Kinder der Kita wurden negativ auf das Coronavirus getestet.

Insgesamt soll es jedoch bereits 107 Corona-Fälle geben, die im Zusammenhang mit dem Gottesdienst in Frankfurt stehen, da die Teilnehmer des Gottesdienstes Menschen in ihrem Umfeld angesteckt haben. Es sollen Menschen aus mehreren unterschiedlichen Landkreisen betroffen sein.

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Niederländischer Schlachthof an deutscher Grenze mit 147 Corona-Fällen

An einem Schlachthof im niederländischen Groenlo an der deutschen Grenze sollen sich 174 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. Laut der Lokalzeitung „De Gelderlander“ sollen 68 Personen betroffen sein, die in den Niederlanden leben und 79 Mitarbeiter, die einen deutschen Wohnsitz haben. Es handelt sich um einen Betrieb der Schlachthofkette Vion.

 

Aktuelle Corona-Daten für Deutschland

In Deutschland gibt es derzeit 189.328 bestätigte Corona-Fälle (Stand 25.05.). 161.875 Menschen sind bereits wieder genesen. Die Anzahl an Todesfällen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, ist auf 8.376 Personen gestiegen.

 

+++22.5 Nur noch 10.038 aktive Corona-Infektionen in Deutschland+++

Wie das Robert Koch-Institut am 22. Mai bekannt gab, sind in Deutschland aktuell 10.038 aktive Corona-Infektionen gemeldet. Am Vortag waren es noch 10.605 aktive Fälle. 
Ingesamt sind in Deutschland derzeit 177.212 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 460 mehr als am Tag zuvor. Gleichzeitig stieg die Zahl der Genesen um rund 1.000 Patienten auf etwa 159.000, während in der Nacht zum Freitag 27 weitere Corona-Tote registriert wurden. 

Der geglättete R-Wert wird vom RKI aktuell auf 0,92 geschätzt. 

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+++Nur noch zwei Landkreise überschreiten Corona-Obergrenze+++

Bundesweit kristallisieren sich derzeit lediglich zwei Infektionsrisikogebiete heraus: die Landkreise Coburg und Lichtenfels, beide in Bayern. Coburg verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen 46 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zuletzt hatte dieser Wert bei 82,2 gelegen. Die Neuinfektionsrate von Lichtenfels liegt derzeit bei 38,9. 
Bayern hat vor Kurzem allerdings die von der Bundesregierung auf 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner festgelegte Obergrenze auf 35 heruntergesetzt. Das Bundesland im Süden folgte damit dem Vorbild Berlins, wo die Obergrenze bei 30 liegt. 

Das Robert Koch-Institut bildet in einer eigenen interaktiven Karte sämtliche neue Entwicklungen der Pandemie deutschlandweit sowie für die einzelnen Bundesländer ab.

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+++20.5 Vatertag in der Coronakrise+++

Es gibt keine bundeseinheitliche Regelung zum Vatertag am 21. Mai. Wie bei den meisten Corona-Maßnahmen haben die Bundesländer die Entscheidungskraft darüber, was an Christi Himmelfahrt erlaubt und was verboten ist. 

Bremen beispielsweise schränkt die Feierlichkeiten stark ein: Am Vatertag dürfen Gaststätten keinen Alkohol außer Haus verkaufen, Bürger dürfen außerdem keinen Alkohol in der Öffentlichkeit mit sich führen – auch nicht auf einem Bollerwagen gelagert.  
In Bayern hingegen ist eine Bollerwagen-Tour erlaubt, sofern sich dazu Menschen aus maximal zwei Haushalten verabreden und geltende Regelungen eingehalten werden. 

Wer den Vatertag feiern will, muss sich genau informieren, was in seinem Bundesland erlaubt ist. Die jeweiligen Kontaktbeschränkungen beispielsweise wurden deutschlandweit nicht gelockert an Christi Himmelfahrt. Große Gruppen sind keinerorts gestattet. 
Außerdem gilt bundesweit nach wie vor die Abstandsregel, auch am Vatertag. Wo es möglich ist, müssen Menschen aus unterschiedlichen Haushalten 1,5 Meter Abstand zueinander wahren. Wer sich nicht an die Regelungen hält, riskiert ein Bußgeld – in Hamburg beispielsweise ab 150 Euro.

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+++Bayern senkt Corona-Obergrenze+++

Nach Berlin senkt nun auch Bayern die Obergrenze für Corona-Neuinfektionen: Statt dem von der Bundesregierung beschlossenen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt der Richtwert im Süden jetzt bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ist diese Obergrenze erreicht, können schärfere Schutzmaßnahmen regional beschränkt in Kraft gesetzt werden.
Berlin hatte die Obergrenze vor Kurzem auf 30 Neuinfektionen/100.00 Einwohner gesetzt.

 

+++Viertes Bundesland ohne Neuinfektionen+++

Hamburg ist nach Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein das vierte Bundesland, das innerhalb eines Tages keine Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen hatte. Das meldete das Land am Dienstag, wo Gesundheitssenatorin Cornela Prüfer-Storcks (SPD) bei der Landespressekonferenz betonte: "Wir haben seit dem 8. März zum ersten Mal die Situation, dass wir keinen positiven Fall haben in Hamburg. Das kann eine Momentaufnahme sein, aber schlecht ist es auch nicht."

Am Morgen des 20. Mai 2020 meldete das Robert Koch-Institut für ganz Deutschland 176.007 laborbestätigte COVID-19-Fälle. Das sind 797 Infizierte mehr als am Vortag.

 

+++19.5 Drittes Bundesland ohne Neuinfektionen+++

Nach Sachsen-Anhalt am 17. Mai und Mecklenburg-Vorpommern am 18. Mai meldete heute Schleswig-Holstein keine Corona-Neuinfektionen. Das Bundesland hat aktuell 3.002 laborbestätigte COVID-19-Fälle und 128 Todesfälle zu verzeichnen. 

Grundsätzlich flacht die Kurve der SARS-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland ab. Es gibt immer mehr Kreise, die keine oder nur sehr wenig neue COVID-19-Fälle an das Robert Koch-Institut melden. Vor allem im Norden Deutschlands blieben mehrere Landkreise in den vergangenen sieben Tagen von Neuinfektionen verschont – das COVID-19-Dashboard des RKI zeigt die Corona-freien Landkreise in der Übersicht. 

 

+++Zwei Kreise überschreiten Corona-Obergrenze+++

Noch immer kämpfen mehrere Regionen gegen das grassierende Coronavirus. Zu den am stärksten betroffenen Landkreisen zählt nach wie vor Coburg in Bayern mit einer Neuinfektionszahl von 82,8 Fällen pro 100.00 Einwohner. Zum Vergleich: Die von der Bundesregierung beschlossene Obergrenze der Neuinfektionen liegt bei 50 Fällen pro 100.00 Einwohner. 
Auch in der bayrischen Stadt Straubing und Kreis Straubing-Bogen liegen die Zahlen der Neuinfektionen mit 54,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern beziehungsweise 53,7 Fälle pro 100.000 Einwohner überhalb der Obergrenze.

  

+++Aktuelle Fallzahlen in Deutschland+++

Am Morgen des 19. Mai 2020 meldete das Robert Koch-Institut 175.210 laborbestätigte COVID-19-Fälle. Das sind 513 Infizierte mehr als am Vortag. Gestorben sind bisher 8.007 Menschen, genesen 155.700 COVID-19-Patienten. 
Die Reproduktionszahl bewegt sich zum Wochenstart um den Wert 1 und wurde vom RKI am Montag auf 0,91 angegeben. Das bedeutet, dass jeder COVID-Erkrankte momentan weniger als einen Mitmenschen ansteckt. Die Reproduktionszahl umfasst die tagesaktuellen Infektionen von circa eineinhalb Wochen. 
Inzwischen gibt das RKI zusätzlich das sogenannten 7-Tage-R an, auch "geglättetes R" genannt, das das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen abbildet und deswegen weniger Schwankungen unterliegt. Dieser Wert liegt aktuell bei 0,82. 

 

+++18.5 Bundesregierung unterschätzte Pandemiegefahr +++

78 Tage lagen zwischen der ersten Warnung vor dem neuartigen Coronavirus und dem Lockdown in Deutschland. Das geht aus vertraulichen Dokumenten und Recherchen des "Bayrischen Rundfunk" und der "Welt am Sonntag" hervor. 
Demnach hatte das internationale Warnsystem ProMED erstmals am 31. Dezember 2019 vor SARS-CoV-2 und der damals noch unbekannten Lungenerkrankung COVID-19 gewarnt. Am 12. Februar soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bedrohung im Gesundheitsausschuss noch als "irreal" bezeichnet haben. Erst als die WHO die Lage offiziell als Pandemie einstufte, setzte die Bundesregierung erste Corona-Maßnahmen in Kraft.  
Zu der Fehleinschätzung sollen unter anderem beigetragen haben, dass China, wo das Coronavirus seinen Ursprung hat, nicht offen über den Verlauf der Krankheit informiert habe. Zusätzlich seien die ersten Krankheitsfälle in Deutschland sehr milde verlaufen. 

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+++Aktuelle Fallzahlen in Deutschland+++

Am Morgen des 18. Mai 2020 meldete das Robert Koch-Institut 174.697 laborbestätigte COVID-19-Fälle. Das sind 342 Neuinfizierte mehr als am Vortag. 
7935 Todesfälle stehen knapp 154.600 Genesenen gegenüber.

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+++Corona-Ausbruch in Schlachtbetrieb+++

In einem Schlachtbetrieb im niedersächsischen Dissen wurden 92 Arbeiter positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Das teilte der Landkreis Osnabrück am Sonntagabend mit. Sowohl die infizierten Personen als auch jene, mit denen sie in Kontakt gekommen waren, sind unter Quarantäne gestellt. Ein Großteil der Infizierten habe in Sammelunterkünften gelebt, hieß es weiter von offizieller Seite. Die Produktion in dem Schlachthof ist bis auf Weiteres ausgesetzt. 

Am Montag berät das sogenannte Corona-Kabinett über eine stärkere Regulierung der Fleischbranche.

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+++15.5 Quarantäne-Regel für Reiserückkehrer entfällt bald in ganz Deutschland+++

In NRW müssen sich Reiserückkehrer nicht mehr in eine vierzehntägige Quarantäne begeben. Das gilt für Einreisende aus der EU, den Staaten aus dem Schengen-Raum sowie aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. NRW plant, noch weitere Lockerungen der Quarantäne-Regelung: So sollen auch Einreisende aus anderen Staaten von der Pflicht befreit werden, sich in eine vierzehntägige häusliche Isolation zu begeben. Das Robert Koch-Institut müsse für diese Staaten jedoch die Quarantäne-Regelung für entbehrlich erklären.

iStock / LordHenriVoton
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Auch bundesweit soll die Quarantänepflicht nun ausgesetzt werden. Bund und Länder hätten sich darauf geeinigt, teilte die nordrhein-westfälische Regierung mit. Bundesinnenminister, Horst Seehofer (CSU), hatte zuvor eine entsprechende Empfehlung an die Länder gerichtet, denen die Entscheidungsgewalt über die Corona-Schutzmaßnahmen obliegt: Die Quarantäne-Regeln sollten nur noch für Menschen gelten, die sich vor ihrer Einreise nach Deutschland in Drittstaaten aufgehalten haben. Die Quarantänepflicht könne, wie alle anderen gelockerten Schutzmaßnahmen auch, wieder eingesetzt werden, sobald es zu einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus kommt.

Seit dem 9. April galt in Deutschland die Quarantänepflicht für Reiserrückkehrer. Wer in das Bundesgebiet einreiste, musste sich bisher für vierzehn Tage in die häusliche Isolation begeben. Lediglich Berufspendler und Mitarbeiter von Gesundheitsbehörden und der Polizei waren von dieser Regelung ausgenommen.

+++14.05. Spahn fordert Immunitätsausweis+++

Der Bundestag beschließt heute ein neues Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Regelungen zum Immunitätsausweis sind darin jedoch nicht zu finden. Dies nahm Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn, zum Anlass, seine Forderung nach einem Immunitätspass zu wiederholen.

 

Spahn: Andere Länder planen bereits mit Immunitätsausweis

Laut Spahn sei die Einführung eines Immunitätspasses auch deswegen so notwendig, weil andere Länder bereits damit planen, Einreisen vom Immunitätsstatus abhängig zu machen. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärte Spahn: "Denn die Lösung kann ja nicht sein, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in Länder reisen können, die solche Regelungen planen."

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Service Bundesregierung beschließt schrittweise Grenzöffnungen

 

Freiheiten für Corona-Geheilte

Mit dem Immunitätsnachweis sollen nicht nur Reisen ermöglicht werden. Auch Lockerungen von den Corona-Beschränkungen sollen für Personen mit überstandener Corona-Infektion und nachgewiesener Immunität möglich sein. Spahn betonte in diesem Zusammenhang, dass man sich mit der Frage beschäftigen müsse, "welche Einschränkungen wann für wen zulässig sind". So ist es denkbar, dass Personen mit nachgewiesener Immunität von Kontakt- und Reisebeschränkungen befreit sind.

 

Ethikrat soll über Immunitätsausweis entscheiden

Noch Ende April sah es ganz danach aus, dass der Immunitätsausweis kommen würde. Das Kabinett hatte einen entsprechenden Gesetzesentwurf gebilligt, der jedoch nach starker Kritik nicht verabschiedet wurde. Es wurden insbesondere Befürchtungen bekundet, dass es zu einer Zweiklassengesellschaft von Immunen und Nicht-Immunen oder absichtlichen Corona-Infektionen zur Erlangung von Freiheiten kommen könnte.

Daher bat Jens Spahn den Deutschen Ethikrat, über die Idee zum Immunitätsausweis zu beraten und eine Stellungnahme dazu abzugeben. Die Koalition hat sich darauf verständigt, dass es bis zur Stellungnahme des Ethikrats keine gesetzliche Regelung zum Immunitätsausweis geben wird.

 

Neues Pandemiegesetz

Mit dem „zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, das heute vom Bundestag verabschiedet wird, treten folgende Regelungen und Änderungen in Kraft:

  • Die gesetzlichen Krankenversicherungen sollen Corona-Tests grundsätzlich bezahlen – auch wenn die Person keine Symptome hat
  • Pflegekräfte sollen eine Prämie von bis zu 1000 Euro von den Krankenkassen erhalten
  • Die Gesundheitsämter sollen in Zukunft auch negative Testergebnisse und die Zahl genesener Fälle melden
  • Mit insgesamt 50 Millionen Euro soll die Digitalisierung der Gesundheitsämter vorangebracht werden
  • Bei einem Verdienstausfall wegen der Quarantäneverordnung können die Betroffenen 12 Monate lang eine Erstattung beantragen. Bisher war dies nur drei Monate lang möglich

 

+++12.05 Reproduktionsrate sinkt wieder unter 1+++

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in einem aktuellen Lagebericht mitteilt, ist die Reproduktionsrate, kurz „R“, wieder unter den kritischen Wert von 1 gesunken und liegt nun bei 0,94. Noch am 11. Mai lag der R-Wert bei 1,13 – der höchste Wert seit vielen Wochen. Immer wieder warnen Virologen davor, dass ein Anstieg der Ansteckungsrate auf über 1 zu einer starken Erhöhung der Infektionszahlen führen würde. Der R-Wert beschreibt, wie viele Personen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

 

Geglätteter R-Wert: RKI kündigt neue Kennzahl an

Doch die Ansteckungsrate spiegelt nicht die aktuelle Infektionsentwicklung wider, sondern die Lage vor jeweils eineinhalb Woche. Meist liegt das an Meldeverzügen durch die Gesundheitsämter und Arztpraxen. Zudem schlagen sich einzelne lokale Ausbrüche, wie in Altenheimen oder in Schlachthöfen, wie erst kürzlich geschehen, auf die Reproduktionsrate nieder. Daher hat das RKI eine neue Kennzahl angekündigt: der geglättete R-Wert. Mit dieser Kennzahl sollen Schwankungen besser ausgeglichen und längerfristige Trends erfasst werden können.

 

RKI erwartet stabile Infektionszahlen

Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass der R-Wert auch weiterhin um den Wert von 1 schwanken wird: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen werde demnach weder stark sinken noch stark ansteigen. Ab einem Wert von 1,2 und 1,3 müsse man jedoch erneut über Gegenmaßnahmen nachdenken.

In Deutschland liegt die Infektionszahl derzeit bei knapp 174.000 (Stand 13.05), mindestens 7718 Menschen sind bisher an dem Coronavirus gestorben.

 

+++12.5. Sachsen zieht Corona-Lockerungen vor+++

Die sächsische Landesregierung hat auf einer Kabinettssitzung beschlossen, die Corona-Lockerungen von kommendem Montag auf diesen Freitag vorzuziehen.

Ab Freitag sollen bereits Schwimmbäder, Kinos und Theater wieder geöffnet werden. Ab Montag sollen dann auch Kitas und Schulen hinzukommen. Die Landesregierung setzt damit die größten Lockerungen in der Bundesrepublik um.

 

Thüringen will Demonstrationsbeschränkung aufheben

Schon ab morgen (13.05) will die Landesregierung Thüringens Demonstrationen wieder ohne begrenzte Teilnehmerzahl stattfinden lassen.

In den letzten Tagen kam es in Thüringen immer wieder zu Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung, bei der die zulässige Teilnehmeranzahl von 50 Teilnehmern weit überschritten wurde.

 

Berlin legt eigene Obergrenze fest

Das Bundesland Berlin wird zukünftig eine andere Obergrenze haben als von der Bundesregierung festgelegt wurde. Statt eines Wertes von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, hat die Landesregierung einen niedrigeren Wert beschlossen. Gesundheitssenatorin Kalayci soll gegenüber rbb bestätigt haben: „Wir würden bei 20 schon die Ampel auf Gelb stellen, bei 30 auf Rot.“

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Berlin entwickelt eigenes Corona-Warnsystem

Die Berliner Landesregierung hat für die Eindämmung des Coronavirus zudem ein eigenes Warnsystem entwickelt. Dabei sollen die Reproduktionszahl, die Neuinfektionen sowie die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten als Indikatoren dienen. Werden bei zweien dieser Indikatoren kritische Werte erreicht, sollen die Lockerungen erneut diskutiert werden.

 

+++12.05. Niedersächsisches Gericht kippt Quarantänepflicht 

Trotz der weitreichenden Corona-Lockerungen gilt noch immer in allen Bundesländern: Wer sich im Ausland aufgehalten hat, muss bei seiner Rückkehr nach Deutschland 14 Tage lang in Quarantäne – nun aber hat das Oberverwaltungsgericht in Niedersachen als erstes Bundesland die Quarantänepflicht außer Vollzug gesetzt. Das gab das Gericht gestern Abend bekannt. Der Beschluss folgt auf einen Eilantrag eines Ferienhauses-Eigentümers, der aus Schweden nach Deutschland eingereist ist.

Die Quarantänepflicht ist Teil der infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, die in den einzelnen Länderverordnungen geregelt sind. Eine gemeinsam von Bund und Ländern beschlossene Mustervorlage dient als Orientierung, jedoch verfügt jedes Bundesland die Entscheidungsgewalt über die konkrete Umsetzung der einzelnen Corona-Maßnahmen.

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Bisher durften in Niedersachsen, wie in jedem anderen Bundesland auch, nur Berufspendler wiedereinreisen, ohne sich in Quarantäne begeben zu müssen. Alle anderen Wiedereinreisenden mussten ohne Ausnahme für zwei Wochen zuhause bleiben. Die Richter des niedersächsischen Oberverwaltungsgericht stufen dies als erhebliche Freiheitsbeschränkung ein.  

Nach Ansicht der Richter sind die Voraussetzungen für die allgemeine Quarantänepflicht bei der Wiedereinreise nicht erfüllt. Außerdem könne nicht jeder (Wieder-)Einreisende als Krankheitsverdächtiger eingestuft werden. Eine Quarantänepflicht sei nur gerechtfertigt, wenn durch die Rechtverordnung konkrete Risikogebiete festgesetzt würden. Möglich sei es auch, wenn Einreisende sich bei den Infektionsschutzbehörden melden und dort Tests und Befragungen über die weiteren Maßnahmen entscheiden, so die Richter. Je nach dem, was die Befragungen ergeben, müssen die Einreisenden dann in Quarantäne – oder auch nicht.

In der Politik werden seit einigen Tagen Stimmen laut, die die Öffnung der Grenzen fordern. Noch aber bestehen die Grenzkontrollen bis zum 15. Mai. Diese Woche wird über das weitere Vorgehen entschieden. Eine wichtige Rolle wird dabei höchstwahrscheinlich die Reproduktionszahl spielen, die in den letzten Wochen wieder angestiegen ist. Das Robert-Koch-Institut schätzt sie derzeit auf 1,13 (Stand 12. Mai).

 

+++11.5. Reproduktionszahl erneut gestiegen+++

Nachdem die Reproduktionszahl in Deutschland wochenlang zurückging, ist sie am Samstag auf 1,1 gestiegen und überschreitet nun den kritischen Wert von mehr als 1. Auch am Sonntag gab es keine Entwarnung, denn die Reproduktionsrate stieg weiterhin leicht an. Am Sonntag Abend verkündete das Robert-Koch-Institut in seinem aktuellen Bericht, dass der Wert nun sogar 1,13 betrage.

 

Jeder Infizierte steckt mehr als eine Person an

Der Wert von mehr als 1 ist bedenklich, da eine mit dem Coronavirus infizierte Person nun im Durchschnitt mehr als eine Person ansteckt. Dadurch müsste laut Statistik nun auch die Anzahl an Neuinfektionen dementsprechend steigen.

Aufgrund von statistischen Schwankungen, die der Rückgang an Corona-Fällen noch verstärken soll, ist jedoch nicht abschließend geklärt, ob es wirklich zu einem Anstieg an Neuinfektionen kommt. Es sei laut den Wissenschaftlern des Robert-Koch-Instituts nun aber wichtig „die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten.“

 

Reproduktionszahl ist ein geschätzter Wert

Es handelt sich bei der Reproduktionszahl um einen geschätzten Wert. Bleibt die Zahl bei unter 1, ist jedoch davon auszugehen, dass eine infizierte Person keine weitere Person ansteckt.

Die Reproduktionszahl wird von der Regierung daher als wichtiger Faktor hinzugezogen, wenn es um mögliche Lockerungen der Schutzmaßnahmen geht.

 

+++07.05. In diesen Regionen müsste wieder der Lockdown drohen+++

Die gestern festgelegte Obergrenze von 50 Neuinfektionen als Bedingung für die Corona-Lockerungen könnte für einige Regionen bereits jetzt zum Problem werden. In einer Region in Thüringen ist bereits der Fall eingetreten, dass die Zahl an Neuinfektionen den Wert überschreitet, bei der die Notbremse gezogen werden müsste: Der Landkreis Greiz in Ostthüringen weist mit mehr als 80 Neuinfektionen eine deutlich höhere Zahl auf als die Obergrenze erlaubt.

Die kreisfreie Stadt Rosenheim in Oberbayern ist mit 49 neuen Corona-Fällen innerhalb der letzten sieben Tage knapp unter dem Grenzwert.

Der Landkreis Heidenheim, der sich im Osten Baden-Württembergs befindet, liegt mit 49,8 Neuinfektionen noch knapper unterhalb der Obergrenze. Hier hat die Zahl an Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage deutlich zugenommen. Zuvor war der Landkreis noch gar nicht unter den 15 Regionen mit der höchsten Anzahl an Neuinfektionen vertreten.

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Regionen selbst für Corona-Maßnahmen verantwortlich

Welche Maßnahmen genau umgesetzt werden, um die Lockerungen wieder zu begrenzen, entscheiden die jeweiligen Regionen selbst. Zum jetzigen Zeitpunkt soll es weder in Rosenheim noch im Kreis Heidenheim zu einem erneuten Lockdown kommen. Auch die Landrätin in Greiz will bisher noch keine Beschränkungen vornehmen.

 

Die meisten Landkreise liegen deutlich unter 50 Neuinfektionen

Die gute Nachricht: Die meisten Regionen haben eine Neuinfektionsrate bei unter 25 und liegen damit deutlich unter der Obergrenze.

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Der Beschluss von Bund und Ländern

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern sollen Landkreise ab einer Anzahl von 50 Neuinfektionen pro 100.0000 Einwohner die Lockerungen wieder aufheben. Das war die Bedingung der Bundeskanzlerin, um die Verantwortlichkeit der Auflösung des Lockdowns an die Ministerpräsidenten zu übertragen. Laut Medienberichten wollte Bundeskanzlerin Merkel die Obergrenze mit einer Zahl von 35 Neuinfektionen sogar noch deutlich niedriger festlegen, wurde jedoch überstimmt.

 

Die Problematik der Regelung

Problematisch könnte die Festlegung einer Obergrenze hinsichtlich der Ungleichheit zwischen ländlichen Gegenden und Städten werden. Da in Städten viele Menschen auf engem Raum leben, ist dort das Infektionsrisiko deutlich höher als in ländlichen Gegenden. In Ballungsräumen könnte die Höchstgrenze nach den Lockerungen demnach schnell überschritten werden, vor allem, wenn jetzt mehr Corona-Tests durchgeführt werden.

Hinzu kommt: Sobald die Reisebeschränkungen innerhalb Deutschlands aufgehoben werden, fällt es deutlich schwerer, Infektionsketten nachzuvollziehen.

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+++06.05. Corona-Lockerungen an Bedingung geknüpft+++

Nach einer langen Besprechung haben Merkel und die Ministerpräsidenten neue Lockerungen beschlossen. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei den jeweiligen Ministerpräsidenten. Sie müssen für ihr Bundesland entscheiden, in welchem Ausmaß sie die Reglementierungen wieder aufheben. Zudem soll die Wiederherstellung des öffentlichen Lebens an eine wichtige Bedingung geknüpft sein:

Pro Landkreis soll es eine Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen geben. Sobald die Anzahl an Corona-Fällen überschritten ist, soll es innerhalb der betroffenen Region einen Stopp der Lockerungen geben und erneute Beschränkungen durchgesetzt werden.

 

Das ist wieder erlaubt

In folgenden Bereichen soll es zu Lockerungen kommen:

  • Öffnung von Schulen: Alle Schüler sollen bis zu den Sommerferien wieder in die Schule gehen. Es soll allerdings eine schrittweise Rückkehr sein, die an Auflagen gebunden ist.
  • Erweiterung der Kita-Notbetreuung: Die Notbetreuung für Kleinkinder soll ab dem 11.05. erweitert werden.
  • Bundesliga darf starten: Noch in der zweiten Mai-Hälfte sollen Fußballspiele der 1. und 2. Bundesliga voraussichtlich wieder stattfinden können – jedoch als Geisterspiele. Vor Beginn des Spielbetriebs sollen die Spieler sich in Quarantäne begeben. zudem werden sie regelmäßig auf Coronaviren getestet.
  • Freizeitsport im Freien erlaubt: Solange Sport kontaktfrei stattfindet und der Personenabstand mindestens 1,5 Meter beträgt, soll Sport im Freien grundsätzlich stattfinden können.
  • Besuch in Pflege- und Seniorenheimen möglich: Sofern es keine aktuellen Infektionszahlen in der Einrichtung gibt, soll erlaubt werden, dass eine definierte Person je Bewohner wiederkehrend zu Besuch kommen darf. Dies gilt auch für Behinderteneinrichtungen und Krankenhäuser.
  • Öffnung von allen Geschäften: Die Begrenzung der Quadratmeterzahl der Läden, die öffnen dürfen, soll aufgehoben werden. Allerdings müssen Geschäftsinhaber weiterhin Hygienemaßnahmen befolgen und den Zutritt begrenzen.
  • Gottesdienste wieder erlaubt: Gottesdienste und Gebetsansammlungen dürfen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln wieder stattfinden.
  • Großveranstaltungen bleiben verboten: Das Verbot für Großveranstaltungen soll weiterhin bis zum 31.08. bestehen bleiben.
  • Corona-App bleibt freiwillig: Die Verwendung der Tracking-App des Robert-Koch-Instituts soll nach wie vor freiwillig sein.
  • Unterschiede beim Kulturbetrieb: Während Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten wieder öffnen dürfen, sollen bisher keine Vorschläge existieren, was andere Kultureinrichtungen, wie beispielsweise Theater und Kinos, betrifft.
 

Sonderfall Gastronomie

Die Wiedereröffnung von Restaurants liegt in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer. Daher wird es hierbei unterschiedliche Regelungen geben. 

 

Mindestabstand und Kontaktverbot bleiben vorerst bestehen

Der Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern und das Kontaktverbot sollen grundsätzlich weiter bestehen bleiben. Allerdings dürfen sich nun auch mehrere Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten treffen. Diese Maßnahme soll zunächst bis zum 05.06. gelten.

Rundbürsten in einem Behälter in einem Friseurladen
Service 7 Schutzmaßnahmen beim Friseur in Corona-Zeiten

 

+++05.05. Heinsberg-Studie lässt auf geringere Corona-Sterberate hoffen+++

Virologe Hendrik Streeck und sein Team haben die Ergebnisse der lang erwarteten Heinsberg-Studie veröffentlicht. Die Wissenschaftler untersuchten dafür die Corona-Fälle in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg, wo die ersten bekannten Corona-Infektionen auftraten. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 900 Personen und 400 verschiedene Haushalte untersucht.

Das Ergebnis: 15 Prozent der Einwohner haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut der Forscher sind dies mehr Personen als bisher angenommen. Die Sterberate sei daher viel geringer, als bisher angenommen. Sie soll lediglich 0,37 Prozent betragen, da es bisher nur sieben Todesfälle geben soll, die mit dem Coronavirus im Zusammenhang stehen.

 

Rückschluss auf  eine Dunkelziffer von 1,8 Millionen Infizierten in Deutschland

Die Wissenschaftler entwickelten aus den Ergebnissen der Heinsberg-Studie ein Modell, das Rückschlüsse auf die gesamte Bundesrepublik geben könnte. Bei 6.831 (Stand 05.05.,08.20 Uhr) gemeldeten Todesfällen durch das Coronavirus könnte die Dunkelziffer an Infizierten bei mehr als 1,8 Millionen liegen. Das wären zehnmal so viele Corona-Fälle als bisher angenommen. Die Forscher betonten jedoch auch, dass es sich um eine Modellrechnung handelt und keine präzise Hochrechnung sei.

Zwei übergewichtige Männer sitzt auf einer Bank
Service Corona: Risikofaktor Übergewicht in mehreren Studien bestätigt

 

Viele Menschen haben keine Corona-Symptome

Untermauert wird die hohe Dunkelziffer jedoch mit der Tatsache, dass viele Studienteilnehmer keine Symptome zeigten. 22 Prozent der Einwohner Gangelts wiesen keinerlei Anzeichen einer Infektion auf. “Dass offenbar jede fünfte Infektion ohne wahrnehmbare Krankheitssymptome verläuft, legt nahe, dass man Infizierte, die das Virus ausscheiden und damit andere anstecken können, nicht sicher auf der Basis erkennbarer Krankheitserscheinungen identifizieren kann”, betont der Leiter des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit und Co-Autor der Studie, Martin Exner.

Da nicht klar ist, wer wirklich mit dem Coronavirus infiziert ist, sind die Schutzmaßnahmen, wie den Sicherheitsabstand und das Tragen von Atemschutzmasken, zu befolgen.

Arzt füllt Injektionsspritze mit Impfstoff
Service Tuberkulose-Impfung gegen Corona? Eine neue Hypothese

 

+++04.05. Trotz Lockerungen: Alleingang bei Kita-Öffnungen in NRW?+++

Am kommenden Mittwoch wird die Bundesregierung ihre Entschlüsse zu den Öffnungen der Kindertagesstätten vorstellen. Schon im Vorfeld eine kritische Situation, da viele Länder nicht mit dem konservativen Vorgehen von Kanzlerin Merkel einverstanden sind. 
Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) machte im "Morning Briefing"-Podcast von Gabor Steingart klar, dass die Lockerungen nicht zügig genug vorangehen. Er drohte mit einem Alleingang NRWs.
"Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten", betonte der Politiker. Er und seine Regierung streben einen "improvisierten Regelbetrieb" an, damit Kinder wieder in Betreuung kämen.

 

+++Schulen, Friseure & Co.: Lockerungen in Deutschland+++

Zeitgleich mit NRWs angedrohtem Alleingang treten weitere Lockerungen in Kraft. 
Schüler aus Abschluss- und Übergangsklassen dürfen die Schulen wieder eingeschränkt besuchen und auch Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen finden wieder statt. Spielplätze, Museen, Galerien, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten dürfen außerdem unter Auflagen besucht werden. 
Auch Friseure können wieder öffnen – sofern sie sich an strenge Hygienemaßnahmen halten. Dazu gehört das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseur und Kunden, sowie eine gründliche Desinfektion des Arbeitsbereiches vor und nach jedem Kunden.

 

+++Sachsen-Anhalt lockert Kontaktverbot+++

Schon seit dem Wochenende (2./3. Mai) dürfen sich in Sachsen-Anhalt fünf Personen im öffentlichen Raum treffen – auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Einen Grund, das Haus überhaupt zu verlassen, muss ab sofort auch nicht mehr gegeben sein.
Das Bundesland, in dem aktuell 1.576 bestätigte COVID-19-Fälle gemeldet sind, startete damit einen Alleingang.

Selbstgenähte Gesichtsmasken frisch gewaschen
Service Selbstgenähte Maske: Richtig anwenden und reinigen

 

 

+++29.04. Corona-Update: Spahn verkündet neues Pandemie-Gesetz+++

  • Regierung fordert mehr Tests und beschließt Corona-Boni für Pflegekräfte
  • Reisewarnung soll verlängert werden
  • Schwankungen bei der Reproduktionsrate
  • Kliniken sollen in Arbeitsalltag zurückkehren
 

+++Gesundheitsminister verkündet neue Corona-Maßnahmen+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündete am Mittwochmittag (29.04.) neue Corona-Maßnahmen, die aus einem aktuellen Gesetzesentwurf hervorgehen. Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Pandemie-Gesetzes, welches heute beschlossen wurde: Die Tests auf das gefährliche Virus COVID-19 sollen bundesweit ausgebaut werden. Allen voran in Pflegeeinrichtungen solle verstärkt getestet werden. Ebenfalls sollen Corona-Tests auch bei Personen durchgeführt werden, die keine Symptome zeigen. Bereits im Vorfeld wurde über die Frequenz der Testung heftig debattiert - vor allem über die Kosten des Verfahrens. Jens Spahn erklärte: Die Kosten sollen in diesem Falle die Krankenkassen tragen.

Bundesrat
NEWS Wegen Corona: Gesetzesänderungen ab 1. April 2020

Im Zuge dessen soll auch ein besseres Meldesystem eingeführt werden. So sollen zukünftig auch negative COVID-19-Testergebnisse erfasst werden als auch die von Patienten, die bereits genesen sind. Ziel sei es, einen besseren Überblick über die Entwicklung zu erhalten. Große Sorge bestünde auch im Hinblick auf die kommende Grippe-Saison. Daher solle bereits jetzt genügend Reserve an Impfstoff bereit gehalten werden, um das Gesundheitssystem im schlimmsten Falle nicht zu überfordern. Auf die Frage, ob bei einem zukünftigen Corona-Impfstoff auch eine Impfpflicht bestünde, antwortete der Minister: "Ich kann mir vorstellen, dass sich viele in diesem Falle eine Impfung wünschen."

Allen voran vermutlich die Altenpflegekräfte, die derzeit Höchstleistungen in den Heimen erbringen müssen. Ihnen soll nun zumindest eine finanzielle Entlastung zugestanden werden. Das Kabinett beschloss eine Bonuszahlung, die Teil eines weiteren Gesetzesentwurfs werden soll. Folglich sollen alle Beschäftigen in Altenheimen 2020 einen gestaffelten Anspruch auf eine "einmalige Sonderleistung" von bis zu 1.500 Euro haben. Die genaue Zahlung müsse noch mit den einzelnen Ländern und Arbeitgebern verhandelt werden. Das Gute: Nicht nur Vollzeitbeschäftigte in der Pflege würden von der EInmalzahlung profitieren, darunter fallen unter anderem auch Auszubildene und Freiwilligendienstleistende.

Auch andere Arbeitnehmer sollen während der Corona-Krise mehr Geld erhalten. So wurde auch verkündet, dass sich das Kurzarbeitergeld bei längerem Bezug auf bis zu 80 Prozent des Nettolohns erhöhe, Eltern haben sogar einen Anspruch auf bis zu 87 Prozent.

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+++Weltweite Reisewarnung soll bis Juni verlängert werden+++

Das Zittern und Bangen um den lang ersehnten Sommer-Urlaub geht weiter. Bisher gilt immer noch eine Reisewarnung vor allen touristischen Reisen ins Ausland. Und die soll laut dem Spiegel noch bis zum 14. Juni verlängert werden. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag habe das Auswärtige Amt unter den Bundesministerien bereits abgestimmt, berichtet der Spiegel. Wer zum Beispiel über die Pfingstferien ins Ausland verreisen möchte und bereits eine Reise gebucht hat, könne die nach Verabschiedung des Beschlusses nun problemlos stornieren.

Ob auch der Sommer-Urlaub eher in heimischen Gefilden stattfinden muss, darüber wird noch entschieden. Die Verlängerung der Reisewarnung ins Ausland gelte zunächst „bis auf Weiteres“ bis Mitte Juni, heißt es in der Beschlussvorlage – die Sommerferien beginnen frühestens Ende Juni. Ob die Warnung bis dahin aufgehoben wird, bleibt abzuwarten. 

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+++Trotz Schulöffnung: Reproduktionszahl wieder gesunken+++

Die Angst, dass die Zahl der Corona-Infizierten nach Öffnung der Schulen und Geschäfte in die Höhe schnellt, hat sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher nicht bestätigt. Nachdem die Reproduktionsrate von 0,9 nach einem aktuellen Lagebericht am Montag (28.04.) vermeintlich auf 1,0 anstiegen war, sei sie nun  wieder auf 0,9 gesunken (Stand 29.04.).

Eine leichte Schwankung, die der Leiter des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, damit erklärt, dass in dem Lagebericht von Montag die Reproduktionsrate lediglich von 0,96 auf 1 aufgerundet wurde. Die Schätzungen des RKI würden bei einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ohnehin einer Schwankung zwischen 0,7 und 1,0 unterliegen.

 

+++Gesundheitsminister Spahn will zurück zum geregelten Klinikalltag+++

Bisher war ein geregelter Arbeitsalltag in vielen Kliniken kaum denkbar. Die ausreichende Verfügbarkeit von Betten auf den Intensivstationen galt als oberstes Ziel, um im Notfall alle Corona-Patienten versorgen zu können. Geplante Operationen außerhalb des Corona-Spektrums wurden vielerorts komplett auf Eis gelegt.

Nun erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass es jetzt wieder Schritt für Schritt möglich sein soll, zu einem „normaleren“ Klinikalltag zurückzukehren. Die bisher „freigehaltenen Kapazitäten“ sollen teilweise wieder für Patienten genutzt werden, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind, so heißt es in einem Konzept, welches Spahn den Ländern vorgelegt hat. „Die lineare Entwicklung lasse diesen Schritt zu.“ Die Öffnung der Kliniken müsse jedoch anpassungsfähig gestaltet werden. 

Wie die Ausgestaltung des Plans genau aussehen soll? Darüber müsse man sich noch einig werden. Fest steht jedenfalls auch: „Die Kapazitäten für planbare Operationen müssten trotz Öffnung weiter begrenzt sein“, so Spahn.

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+++ 28.04.2020 Corona-Ansteckungsrate steigt über 1,0 +++ 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Montagabend die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie veröffentlicht – die Ansteckungsrate ist in Deutschland wieder gestiegen und überschreitet dabei die Grenze von 1,0. Die Kennzahl sagt aus, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Folgt man der RKI-Statistik, infiziert nun jeder Corona-Erkrankte durchschnittlich wieder einen Menschen an. 

Seit dem Corona-Lockdown sank die Ansteckungsrate stetig: Während sie zu Beginn der Pandemie in Deutschland noch bei 3 lag, sank sie Anfang April infolge der Kontakt- und Ausgangsbestimmungen auf 1,3. Zuletzt hatte sie sich auf 0,9 einpendelt.

Immer wieder haben das RKI und führende Virologen darauf hingewiesen, dass die Reproduktionsrate unter 1,0 bleiben muss, damit die Pandemie ein Ende findet. Nach aktuellem Stand liegt die Zahl der Infektionen in Deutschland bei 156.337, knapp 6000 Menschen sind an dem Coronavirus gestorben.

Schüler auf dem Weg zu ihren Klassenräumen
Service „Gravierendes“ Corona-Risiko: Schule in NRW schließt wieder

Durch die von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Lockerungen und die Aufhebung des Lockdowns muss nun damit gerechnet werden, dass sich die Zahl der Neuinfizierten in der nächsten Zeit erhöhen wird. Der Virologe, Christian Drosten, hatte zuletzt in seinem NDR-Podcast "Corona-Virus"-Update von "gravierenden" Folgen gesprochen, sollte die Ansteckungsrate und damit die Zahl der Neuinfizierten wieder ansteigen.

Eine volle Einkaufsstraße
Service Neue Corona-Lockerungen: Virologen Drosten und Kekulé warnen

 

+++ 27.04. Einführung der Maskenpflicht in den Bundesländern +++

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben bereits letzte Woche eine Maskenpflicht eingeführt. Heute ziehen nahezu alle anderen Bundesländer nach. In Schleswig-Holstein müssen die Bürger ab dem 29.04. eine Maske tragen.

 

In diesen Bundesländern droht ein Bußgeld ohne Maske

Noch ist nicht in allen Bundesländern geregelt, welche Bußgelder bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht drohen. Die Bundesländer haben unterschiedliche Bußgelder bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht festgelegt.

In Bayern sind die Regeln besonders streng: Privatpersonen, die sich nicht an das neue Gesetz halten, müssen ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen. Für Ladenbesitzer wird es noch teurer: Wer nicht dafür sorgt, dass seine Mitarbeiter eine Mund-Nasenbedeckung tragen, kann mit bis zu 5.000 Euro belangt werden.

In Hessen müssen Bürger bei Nichteinhaltung der Maskenpflicht bei einem wiederholten Verstoß mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen.

Mecklenburg-Vorpommern sieht ein Bußgeld von 50 Euro vor, wenn sich Bürger nicht daran halten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat keine Summe festgelegt, wenn die Maskenpflicht ignoriert wird. Hier entscheiden die Mitarbeiter der Ordnungsämter, welches Bußgeld verhängt wird.

In Rheinland-Pfalz kann ein Verwarnungsgeld von zehn Euro drohen, wenn keine Mund-Nasenbedeckung getragen wird. Allerdings soll es in der ersten Woche bei einer Verwarnung bleiben. Erst in der zweiten Woche droht das Bußgeld.

Geschäftsinhaber können hier mit bis zu 250 Euro zur Kasse gebeten werden, wenn ihre Mitarbeiter keine Masken tragen und es keine Trennwände in den Geschäften gibt.

Die Landesregierung Baden-Württembergs sieht noch eine Woche von einem Bußgeld ab. Ab dem 04.05. droht jedoch ein Bußgeld, wenn keine Maske getragen wird.

Ein Vater setzt seiner Tochter eine Maske auf
Service Atemmasken-Gefahr für Kinder? Arzt klärt auf

 

In diesen Bundesländern droht kein Bußgeld ohne Maske

Folgende Landesregierungen verzichten zunächst auf ein Bußgeld, wenn kein Mundschutz getragen wird:

  • Berlin
  • Bremen
  • Brandenburg
  • Niedersachsen
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

Schleswig-Holstein und Hamburg wollen Privatpersonen zunächst nicht mit einem Bußgeld belangen. Wer jedoch keine Maske trägt, soll keinen Zutritt erhalten, wo das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung vorgeschrieben ist.

Geschäftsinhabern droht in Hamburg zudem ein Bußgeld zwischen 500 und 1000 Euro, wenn Kunden in ihrem Laden keine Maske tragen.

In allen Bundesländern muss kein medizinischer Mundschutz getragen werden. Es reicht auch eine selbstgenähte Maske und sogar ein Schal aus, um die Atemwege zu bedecken.

 

+++ 23.04 Erste deutsche Großstadt coronafrei +++ 

"Der letzte zurzeit an Covid-19 erkrankte Rostocker konnte jetzt aus der Quarantäne entlassen werden." Mit diesen Worten bestätigte Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (47) am Donnerstag (23.04.) in einer Pressemitteilung, dass Rostock als erste deutsche Großstadt als coronafrei gelte.
Die früh ergriffenen Gegenmaßnahmen der Hanse- und Universitätsstadt seien erfolgreich gewesen: Rostock hat streng auf die Corona-Pandemie reagiert und frühzeitig Großveranstaltungen, Konzerte und Versammlungen aller Art abgesagt, sowie Schulen und Kitas geschlossen. 
 

Als überstanden sieht der Parteilose die Krise allerdings nicht an. "Es wird sicher wieder zu einem Ausbruch des Virus im Land oder auch in Rostock kommen. Es gilt, dann wieder resolut zu handeln und entsprechend nachzusteuern. Wir werden die Entwicklung weiterhin genau im Auge behalten, um unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger bestmöglich zu schützen", betonte Claus Ruhe Madsen.

Illustration eines Virus
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+++ 22.04 Maskenpflicht bald in allen Bundesländern +++ 

Sachsen hat als erstes Bundesland eine Maskenpflicht für Bus, Bahn und Supermärkte erlassen, die bereits seit Montag (20.04) gilt. Obwohl sich die Bundesregierung gegen ein bundesweites Maskenverbot ausgesprochen hatte, zogen in den letzten Tagen immer mehr Bundesländer nach, bis Bremen als einziges Bundesland ohne Maskenpflicht blieb. Am Mittwochnachmittag (22.04) entschied sich der Stadtstaat dann doch dafür, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften des Einzelhandels zur Pflicht zu machen. 

In allen Bundesländern tritt die Maskenpflicht spätestens bis Mitte nächster Woche in Kraft. Mund und Nase sollen verhüllt werden, um einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach den Lockerungen der Schutzmaßnahmen zu vermeiden. Man darf nur noch mit einer Maske ausgerüstet öffentliche Verkehrsmittel betreten und einkaufen gehen, ansonsten drohen Verweise und Bußgelder

Jedoch müssen keine medizinischen Masken getragen werden – Tücher, Schals und selbstgenähte Stoff-Mundschutze sind erlaubt.

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+++ 22.04. Neue Corona-Lockerungen in Berlin+++

Die Landesregierung Berlins hat sich vielen Bundesländern angeschlossen und will ab dem 27.04. eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln einführen. Doch soll es nicht nur zu neuen Verpflichtungen für die Bürger, sondern auch zu ersten Lockerungen kommen, denn das Veranstaltungsverbot wird gelockert.

 

Kleine Demonstrationen wieder erlaubt

Schon ab sofort sollen in Ausnahmefällen kleinere Demonstrationen mit bis zu 20 Teilnehmern wieder erlaubt sein. Ab dem 04.05. sollen Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Teilnehmern grundsätzlich wieder stattfinden dürfen. Allerdings müssen dabei die Abstands- und Hygieneregeln berücksichtigt werden.

Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern sollen jedoch bis zum 24.10. verboten bleiben.

 

Gottesdienste dürfen wieder stattfinden

Gottesdienste mit bis zu 20 Teilnehmern sind in Berlin ebenfalls wieder erlaubt. Ab dem 04.05. dürfen auch Gottesdienste mit bis zu 50 Personen wieder stattfinden. Nach Sachsen ist Berlin somit das zweite Bundesland, in dem das Verbot von Gottesdiensten aufgehoben wird. In Sachsen sind Gottesdienste mit bis zu 15 Teilnehmern erlaubt.

Die Ausübung der Demonstrations- und Religionsfreiheit zählt zu den wichtigsten Grundrechten in der Bundesrepublik Deutschland. Aufgrund der Corona-Maßnahmen mussten diese jedoch zum Schutz der Bevölkerung eingeschränkt werden.

 

+++21.04. Maskenpflicht in immer mehr Bundesländern+++

Zunächst verkündete Angela Merkel, dass es keine Maskenpflicht für ganz Deutschland geben soll. Sie sprach lediglich eine dringende Empfehlung für das Tragen eines Atemschutzes im öffentlichen Raum aus. Kurze Zeit schien es so, als ob sich die Bundesregierung mit den Länder-Chefs auf dieses Vorgehen geeinigt hatte.  Doch nun wird in immer mehr Bundesländern eine Maskenpflicht für das Einkaufen in Geschäften und das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel eingeführt.

 

Sachsen als erstes Bundesland mit Maskenpflicht

Bereits seit Montag (20.04.) müssen die Bürger in Sachsen einen Mundschutz tragen, wenn sie Geschäfte betreten oder Bus und Bahn nutzen. In Thüringen soll das Tragen eines Mundschutzes ab Freitag (24.04.) verpflichtend sein. Auch Bayern zieht nach und will das Gesetz ab kommender Woche geltend machen. In Mecklenburg-Vorpommern müssen die Bürger ab Montag (27.04.) einen Atemschutz tragen, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.

Heute (21.04.) haben weiterere Landesregierungen zu diesem Thema getagt und werden ebenfalls das Tragen von Atemschutzmasken als Regel einführen.

In diesen Ländern gibt es bald ebenfalls eine Maskenpflicht:

  • in Sachsen-Anhalt ab dem 23.04.
  • in Baden-Württemberg ab dem 27.04.
  • in Hamburg ab dem 27.04.
  • in Schleswig-Holstein ab dem 29.04.

In allen Bundesländern, die heute die Maskenpflicht eingeführt haben, müssen die Bürger die Masken nun zum Einkaufen und in Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs tragen.

Auch in Berlin soll ab 27.04. eine Maskenpflicht bestehen. Die Bürger müssen diese jedoch nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht in Geschäften tragen.

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Keine bundesweite Regelung

Die Bundesregierung hält weiterhin an ihrem Beschluss fest, keine bundesweite Maskenpflicht einzuführen. Die einzelnen Landesregierungen sind jedoch ermächtigt, selbstständig Maßnahmen zu ergreifen, weshalb viele Länder nun nach und nach eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr einführen.

 

Ärztepräsident über Vor- und Nachteile der Maskenpflicht

Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt wies im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ darauf hin, dass die Maßnahme für eine gewisse Zeit dem Schutz der Bevölkerung dienen könnte: „Wenn die Masken im öffentlichen Leben, im Nahverkehr und beim Einkaufen dazu dienen können, den Infektionsgrad zu reduzieren, ist das für einen gewissen Zeitraum sinnvoll.“ Allerdings betonte Reinhardt auch: „Ich bin aber kein ausgesprochener Verfechter der Maskenpflicht, denn die Maske wird feucht und kneift. Der Träger fasst sich dann unter Umständen häufiger ins Gesicht.“

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+++Doch keine Aufhebung der telefonischen Krankschreibung+++

Am Freitag (17.04.) hieß es noch, dass es nicht mehr möglich sei, sich wegen leichten Atemwegsbeschwerden telefonisch krankzumelden. Nach heftiger Kritik von allen Seiten an diesem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist dies nun doch wieder erlaubt. Am Montag (20.04.) hat sich der Ausschuss, der aus Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besteht, erneut zusammengesetzt und die Verlängerung beschlossen.

Arbeitnehmer, die eine Erkältung haben, dürfen sich nun weiterhin telefonisch bis zu einer Woche krankschreiben lassen. Eine Folgekrankschreibung darf anschließend via Telefon einmal erfolgen.

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+++20.4. Zunächst hieß es, keine telefonischen Krankschreibungen mehr+++

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte am Freitag beschlossen, die Sonderregelung auslaufen zu lassen. 

 

Gegen die Stimmen von Ärzten und Kliniken

Der G-BA-Beschluss wurde vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und dem unparteiischen Vorsitzenden des G-BA gegen den Widerstand der Vertreter von Ärzten und Kliniken getroffen, teilte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit. Auf der Webseite der DKG heißt es dazu: „Die DKG stellt klar, dass der Beschluss, dass die Krankschreibung per Telefon nicht mehr möglich ist, vom GKV-Spitzenverband und dem unparteiischen Vorsitzenden des G-BA getroffen wurde, gegen die Stimmen der Ärzte, Zahnärzte und der Krankenhäuser.“ Die DKG kündigte weiter an, „jede Initiative, diesen im Schnellverfahren am Freitag getroffenen Beschluss zu revidieren“ zu unterstützen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung führt die Entscheidung zur Beendigung der Sonderregelung auf den Druck von Arbeitgebern zurück: „Wir hatten uns im G-BA für eine Verlängerung bis 3. Mai eingesetzt. Dies wäre deckungsgleich gewesen mit der von der Bundesregierung ausgesprochenen Fortführung der Kontaktsperre. Leider sind wir im Gremium überstimmt worden. Offenbar hat hierbei auch der große Druck der Arbeitgeberseite eine entscheidende Rolle gespielt“, so Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender. Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, erklärte: „Der abrupte Stopp durch den G-BA ist ein Problem für Praxisteams und Patienten gleichermaßen.“

Ärzte befürchten neue Corona-Infektionsherde, eine Überforderung der Praxen sowie eine Gefährdung von Risikopatienten durch die Aufhebung der Regelung.

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Heftige Kritik aus der Politik

Am Wochenende kam auch parteiübergreifende Kritik aus der Politik am Beschluss des G-BA. So schrieb der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bei Twitter: „Jetzt die telefonische Krankschreibung auslaufen zu lassen ist klar falsch. Es hat sehr geholfen, dass Kranke nicht in den Wartezimmern gesessen haben.“

Wie die dpa berichtet, wendete sich Kai Klose (Grüne), Sozialminister von Hessen, in einem am Samstag veröffentlichten Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU): „Die Entscheidung geht in eine falsche Richtung und gefährdet die positive Entwicklung, die in der laufenden SARS-CoV-2-Pandemie erreicht werden konnte.“

Auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sprach von einem „verfrühten“ Schritt. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es wichtig, „Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden“.

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+++ 17.04. Schleswig-Holstein hebt Veranstaltungsverbot auf+++

Die Landesregierung Schleswig-Holsteins reagierte am Anfang der Corona-Krise schon vor vielen anderen Bundesländern mit Tourismus- und Veranstaltungsverbot. Doch schon zu Ostern gab es eine Kehrtwende: Bis zu zehn Personen aus der Familie durften sich zum Fest treffen.

Nun will Ministerpräsident Daniel Günther noch weitergehen: Ab dem 04. Mai sollen Veranstaltungen bis zu 1.000 Teilnehmern Schritt für Schritt wieder erlaubt sein. Er betonte jedoch, dass es nicht sofort Veranstaltungen mit Hunderten von Teilnehmern geben werde.

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Die genauen Bedingungen wolle Günther laut dem NDR bis zum 30. April in einer spezifischen Verordnung festlegen. Diese soll beinhalten, wie Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen auf Veranstaltungen umgesetzt werden können. Es soll dabei konkrete Regeln für Sport- und Kulturveranstaltungen geben.

 

Tourismus-Verbot wird ebenfalls aufgehoben

Auch das Tourismus-Verbot soll in Schleswig-Holstein aufgehoben werden. Um dies umzusetzen, soll ein dreistufiger Plan entstehen. Wann genau die Grenzen des Bundeslandes wieder für Touristen geöffnet werden, steht noch nicht fest.

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+++16.04. Erste Lockerungen der Bundesregierung +++

Es sind erste, vorsichtige Lockerungen, die gestern von Angela Merkel und den Regierungschefs in einer vierstündigen Debatte beschlossen wurden. Die Bundeskanzlerin machte deutlich, dass man, solange es keinen Impfstoff gibt, „äußerste Vorsicht“ walten lassen müsse. Doch was die Schulen und Geschäftsöffnungen betrifft, soll es erste Lockerungen geben.

 

Langsame Öffnung der Schulen

Über diesen Punkt gab es im Vorfeld wohl die meisten Diskussionen. Während NRW-Ministerpräsident Laschet bereits nach den Osterferien schrittweise zum „normalen“ Schulalltag zurückwollte, sprach sich Bayerns Ministerpräsident Söder vehement gegen ein vorschnelles Öffnen der Schulen aus.

Ab dem 04. Mai sollen Schulen nun bundesweit schrittweise wieder geöffnet werden. Abschlussklassen und die obersten Klassen in Grundschulen sollen demnach den Anfang machen. Eine Rückkehr der Schüler an die Schulen zwecks Prüfungsvorbereitungen soll jedoch schon ab dem 20. April möglich und in Nordrhein-Westfalen auch umgesetzt werden. Ein ausführliches Konzept zu diesem Vorgehen soll die Kulturministerkonferenz bis zum 29. April vorlegen. Darin enthalten sein sollen u. a. Hygiene- und Schutzmaßnahmen im Schulbetrieb (wie das gleichzeitige Unterrichten von einer geringen Anzahl an Schülern), Regelungen zur Abstandshaltung in den Klassenräumen, während der Pause, in den Schulbussen.

Kitas bleiben vorerst weiterhin geschlossen. Die Notbetreuung soll aber weiter ausgebaut werden.

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Bestimmte Geschäfte dürfen wieder öffnen

Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Geschäfte ab dem 20. April wieder öffnen. Dazu zählen:

  • Geschäfte im Einzelhandel mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm²
  • Fahrradläden, Buchhändler und Autohäuser, unabhängig von der Größe ihrer Verkaufsfläche
  • Friseure

Alle Geschäfte und Läden brauchen jedoch ein Hygiene-Konzept. Auch die Anzahl der Kunden im Geschäft ist begrenzt,. Es dürfen sich zudem keine Warteschlangen bilden. Friseure dürfen nur unter der Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Dazu zählen z.B. das Tragen von Schutzkleidung.

 

Kontaktbeschränkungen bis zum 03. Mai und Veranstaltungsverbot

Das oberste Ziel sei es laut Merkel „die Erfolge zu sichern, die wir erreicht haben". Aus diesem Grund bleiben die Kontaktbeschränkungen bis zum 03. Mai bestehen. Und auch der Mindestabstand von 1,5 Metern soll weiterhin eingehalten werden.

Ein Veranstaltungsverbot soll bis zum 31. August bestehen bleiben.

 

Keine Maskenpflicht

Eine Maskenpflicht wird es nicht geben, dennoch wird dringend empfohlen, beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen.

 

Überprüfung der Lockerung

Angela Merkel und die Regierungschefs werden sich alle 14 Tage beraten, wie es weitergeht. Das nächste Treffen ist für den 30. April angesetzt, um dann das genaue Vorgehen nach dem 04. Mai zu besprechen.

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+++15.04. Großveranstaltungen bis August ausgesetzt+++

Es ist eine heftige Debatte, die Angela Merkel gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder über die Lockerung der Corona-Maßnahmen führt. Im Fokus: Wann werden die Geschäfte und Schulen wieder geöffnet? Während Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bereits in den vergangenen Tagen vorpreschte und für eine baldige Lockerung der Maßnahmen plädiert, hält sein Kontrahent, der bayrische Ministerpräsident Markus Söder, weiterhin an strengeren Maßnahmen fest. Ursprünglich wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Tag bereits um 16 Uhr an die Öffentlichkeit treten und offiziell das weitere Vorgehen verkünden. Ein Konsens der Maßnahmen dauert allem Anschein nach nun wohl aber doch etwas länger. Medienvertreter berichten aktuell, dass bereits folgende Maßnahmen beschlossen worden sein sollen:

  • Die Verlängerung der Grenzkontrollen zu Dänemark, Österreich, Frankreich, Luxemburg, und der Schweiz für 20 weitere Tagen
  • Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August (Festivals, Konzerte, Volksfeste)
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sollen unter bestimmten Hygieneauflagen wieder öffnen
  • Der Schulstart soll schrittweise ab dem 4. Mai wiedereingeführt werden – priorisiert werden sollen Schüler, die in Vorbereitung auf ihren Schulabschluss sind.
 

+++14.04. Leopoldina-Gutachten zu Corona+++

Wissenschaftler der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina haben ein Gutachten vorgelegt, wie der Weg aus dem Lockdown erfolgen könnte. Bundeskanzlerin Merkel soll bereit sein, die Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften in ihrer Besprechung mit den Vertretern der Landesregierungen am Mittwoch (15.04.) in die Entscheidung über einen möglichen Weg aus dem Lockdown mit einfließen zu lassen.

 

Schulen sollen schrittweise wieder geöffnet werden

Die Wissenschaftler empfehlen, die Schulen nach und nach wieder zu öffnen. Zunächst soll mit den Viertklässlern der Grundschule gestartet werden. Der Grund: Den Schülern soll die Möglichkeit gegeben werden, nach dem Sommer auf eine weiterführende Schule zu gehen. Zunächst soll mit den Kernfächern Mathematik und Deutsch gestartet und nur jeweils 15 Schüler pro Unterrichtseinheit unterrichtet werden, um die Einhaltung der Abstandsregeln zu gewährleisten.

Nach den Viertklässlern soll auch die Sekundarstufe 1 in den Schulalltag zurückkehren. Dazu zählen Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen bis Klasse 10 und Gymnasien bis einschließlich der 10. Klasse.

Bei jüngeren Kindern seien die Abstandsregeln nicht leicht umzusetzen. Daher raten die Wissenschaftler dazu, Kitas noch bis zu den Sommerferien geschlossen zu lassen.

Da für Schüler aus den höheren Klassenstufen das Lernen über eine Online-Plattform leichter sei als für jüngere Schüler, sprechen sich die Experten dafür aus, dass Schüler der höheren Stufen des Gymnasiums zunächst nicht in die Schule zurückkehren. Auch Universitäten sollen das Sommersemester per Online-Learning beenden.

 

Bürger sollen Maske bei sich führen

Eine weitere Empfehlung der Leopoldina: Bürger sollen stets eine Maske bei sich führen und dort tragen, wo der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden kann. Dies gelte dann etwa für den Arbeitsplatz, im Supermarkt und auf Ämtern. Im öffentlichen Nahverkehr solle eine Maskenpflicht gelten.

Frau mit Mundschutz steht im Supermarkt
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Lockerung des Veranstaltungsverbots an Bedingungen geknüpft

Private, kulturelle und Sportveranstaltungen sollen laut des Leopoldina-Gutachtens schrittweise wieder ermöglicht werden. Die Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass es „in Abhängigkeit von der möglichen räumlichen Distanz und den Kontaktintensitäten der Beteiligten“ entschieden werden sollte, ob Veranstaltungen wieder stattfinden können.

Zuvor sollten bei der Lockerung des Veranstaltungsverbots drei Bedingungen erfüllt sein:

  1. Die Schutzmaßnahmen, wie Hygieneregeln, Mundschutz und der Sicherheitsabstand, werden von den Bürgern eingehalten.
  2. Die Zahl an Neuinfektionen bleibt gering.
  3. Die Reservekapazitäten an Krankenhäusern werden so gut ausgebaut, dass auch andere Patienten wieder versorgt werden können.
 

Hilfspakete der Finanz- und Wirtschaftsministerien auch nach dem Lockdown

Die Experten raten dazu, die Hilfspakete noch nicht nach der Aufhebung des Lockdowns einzustellen und stattdessen die Bürger mit Steuererleichterungen und Liquiditätshilfen zu unterstützen. Eine Möglichkeit sei eine Vorziehung der (Teil-)Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

Inwieweit die Bundesregierung die Empfehlungen des Leopoldina-Gutachtens berücksichtigt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

 

+++09.04. Lockerung der Maßnahmen nach Ostern?+++

Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland gehen immer weiter zurück. Und Virologen haben nun auch herausgefunden, wie lange Infizierte wirklich ansteckend sind. Wenn sich die Zahl der Neuinfektionen hält oder gar verbessert, könnten die Corona-Verbote nach Ostern in Erwägung gezogen werden. Dies sei jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, wie Gesundheitsminister Spahn betont.

 

Spahn stellt Bedingungen für die Lockerung der Maßnahmen

Im Interview mit dem „Handelsblatt“ gibt Spahn der Bevölkerung Hoffnung und stellt die ersten Lockerungen nach den Osterferien in Aussicht. „Wir sehen einen positiven Trend. Aber der muss sich verstetigen“, betonte der Gesundheitsminister. Wichtig sei daher weiterhin, die Einschränkungen auch über Ostern weiter bestehen zu lassen. Dass sich die Bürger an die Kontaktverbote auch über die Feiertage halten, sei eine Voraussetzung über eine eventuelle anschließende Lockerung der Maßnahmen. Sollten die Zahlen der Neuinfektionen stetig bleiben oder sich gar verbessern, „werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können“, stellt Spahn die Lockerung der Corona-Einschränkungen in Aussicht. Voraussetzung sei jedoch, dass Bürger und Bürgerinnen auch künftig wachsam bleiben.

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Großveranstaltungen auch nach einer Lockerung weiter verboten

Im Falle einer Lockerung sollen Großveranstaltungen, wie Sportveranstaltungen, jedoch weiterhin verboten bleiben. Veranstalter sind jedoch nicht mehr verpflichtet die Tickets auszuzahlen. Nun reicht lediglich ein Gutschein. Damit sollen zu hohe Verluste der Veranstalter vermieden werden.

 

+++08.04. Quarantäne-Pflicht für Einreisende+++

Ob mit Auto, Flugzeug oder Bahn – für alle Personen, die vom Ausland nach Deutschland einreisen, gilt ab Karfreitag eine zweiwöchige Quarantänepflicht. Ob ein Corona-Verdacht besteht, ist dafür unerheblich. Dies ist eine weitere Maßnahme der Bundesregierung, importierte Infektionen zu verhindern. Ausnahmen von der Quarantäne-Pflicht gelten lediglich für LKW sowie für Berufspendler, die im Ausland wichtige Termine wahrnehmen müssen. Um die Einhaltung der Maßnahmen zu überprüfen, sollen Flugunternehmen der Bundesregierung Passagierdaten übermitteln.

Zuvor hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) den Vorschlag zur Quarantäne-Pflicht am Montag (6. April) im zweimal wöchentlich tagenden Krisenkabinett der Minister vorgebracht. Mit den Bundesländern werden die Einzelheiten des Beschlusses besprochen, bevor dieser an Karfreitag in Kraft treten wird.

Schon jetzt gelten starke Einreisebeschränkungen – Mitte März wurden Kontrollen der Außengrenzen zu Österreich, Frankreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark wiedereingeführt. In den Grenzgebieten, die nicht kontrolliert werden, seien laut des Bundesministeriums verstärkt Polizeistreifen unterwegs.

Noch hat die Bundesregierung nichts dazu verlautbaren lassen, ab wann die Kontaktbeschränkungen gelockert werden.

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+++06.04. Rascher Anstieg an Corona-Infektionen in Deutschland geht zurück+++

Gute Nachrichten im Kampf gegen das Coronavirus: Wie aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, geht der rasche Anstieg an Corona-Infektionen in Deutschland zurück. Die Ausbreitung des Virus habe sich in den letzten Tagen deutlich verlangsamt. Aktuelle Hochrechnungen zeigen demnach, dass sich nur noch alle neun Tage die Infektionsrate in Deutschland verdoppelt. Zuvor läge dieser Wert bereits bei 4,5 Tagen. Ein mit Corona infizierter Mensch stecke aktuell im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, erklärt der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler. Zuvor lag dieser Wert deutlich höher bei fünf bis maximal sieben weiteren Menschen. Die Ausbreitung des Virus erfolgt demnach deutlich langsamer.

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Grund zur Entwarnung gäbe es laut dem Robert-Koch-Institut noch nicht. Das Virus würde immer breitere Bevölkerungsschichten erreichen. "Das Schlimmste steht Deutschland noch bevor", so die Aussage des Wielers. Laut der John-Hopkins-University beläuft sich die Zahl der Infektionen in Deutschland derweilen auf mehr als über 100.000 Corona-Infektionen. Derweilen forschen Mediziner auch weiterhin an einem Heilmittel gegen das Coronavirus. Aktuell wird getestet, ob die Behandlung mit Blutplasma von Personen, die bereits von COVID-19 geheilt sind, dabei hilft, den schweren Infektionsverlauf zu stoppen. Der Einsatz von Blutplasma habe sich in anderen Ländern bereits bewährt.

 

+++3.4. Mehr als 1.000 Corona-Tote in Deutschland+++

In Deutschland sind mittlerweile mehr als 1.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Robert-Koch-Institut verzeichnet aktuell 1.017 Todesfälle in der BRD laut der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore gibt es hierzulande sogar 1.107 Corona-Tote.

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Deutschland auf Platz 4 laut Johns-Hopkins-Universität

Derzeit sind laut der Johns-Hopkins-Universität mehr als 84.794 Deutsche mit dem Coronavirus infiziert. Damit läge Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 4 der Staaten mit den meisten Corona-Fällen. Demnach gibt es in der Bundesrepublik inzwischen mehr bestätigte Corona-Infektionen als in China. Im Ausgangsland von SARS-CoV-2 wurden bisher 82.443 Corona-Fälle gemeldet.

Das Robert-Koch-Institut verzeichnet mit 79.696 in Deutschland deutlich weniger Corona-Infektionen. Insgesamt gelten 22.440 Deutsche, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, wieder als genesen.

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Klinik in NRW mit mehr als 100 Infizierten

In einer Reha-Klink bei Detmold wurden 105 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Klinik bat den Landkreis um Hilfe, da die Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet werden könne. Nun sei eine Verlegung der Patienten geplant, die Schritt für Schritt durchgeführt werde. In der Klinik sind den Angaben zufolge derzeit 78 Patienten und 27 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert – bei 17 Patienten steht das Testergebnis noch aus. Bei 84 Personen fiel der Corona-Test negativ aus.

 

+++1.4. Kontaktverbot bleibt über Ostern bestehen+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach Absprache mit den Ministerpräsidenten der Länder entschieden, das bestehende Kontaktverbot mindestens bis zum 19. April beizubehalten. "Wir müssen noch durchhalten", so Merkel in einer telefonischen Pressekonferenz zur Corona-Lage. Sie habe sich mit den Ministerpräsidenten dazu verabredet, am Dienstag nach Ostern gemeinsam die Situation neu zu bewerten. Maßstab für das weitere Vorgehen werde dann unter anderem die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts sein. "Wir können heute keinerlei Aussage darüber machen, wie es dann nach Ostern weitergeht", so Merkel weiter.

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Für die Deutschen heißt das im Bezug auf die Osterfeiertage: keine Familienfeiern, keine Ausflüge, keine Gottesdienste. Eine Pandemie orientiere sich leider nicht an Feiertagen, so Merkel. Sie beschwor die Bevölkerung, die Regeln auch über die Osterfeiertage einzuhalten. Im Beschluss von Bund und Ländern heiße es: "Bürgerinnen und Bürger bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren."

An der Beschaffung von medizinischen Masken zur Krankenversorgung werde derweil mit Hochdruck gearbeitet. Eine allgemeine Maskenpflicht solle es indessen noch nicht geben, obwohl derweilen spekuliert wird, ob nach Ostern nicht doch eine Maskenpflicht eingeführt wird

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+++31.3. Erste deutsche Stadt führt Maskenpflicht ein+++

Jena will als erste deutsche Stadt eine Maskenpflicht für alle Bürger einführen, wie die Stadtverwaltung am Montagabend auf Facebook mitteilte. In einer Woche soll es für Bewohner der Stadt verpflichtend werden, beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Die Stadtverwaltung rief ihre Bürger in diesem Zusammenhang auf, sich und ihren Mitmenschen selbst einen Mundschutz zu nähen; aber auch Schals und Tücher, die Mund und Nase bedecken, würden akzeptiert. Ärzte, Pflegekräfte, Fahrer im Nahverkehr und andere Menschen in der systemrelevanten Infrastruktur werden von der Stadtverwaltung mit Masken versorgt.

In Jena gibt es derzeit 119 bestätigte Corona-Fälle.

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+++Dritter Corona-Test bei Merkel negativ+++

Auch der dritte Coronavirus-Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ ausgefallen, wie ein Regierungssprecher am Montagabend mitteilte. Merkel werde aber auch „in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen“. Ein Arzt, der bei Merkel eine Pneumokokken-Impfung durchgeführt hatte, war später positiv auf Corona getestet worden. Seither führt die Bundeskanzlerin ihre Amtsgeschäfte von zu Hause per Video- und Telefonschalten aus.

 

+++Mehr als 66.000 Corona-Fälle in Deutschland+++

Die Johns-Hopkins-Universität meldet inzwischen 66.885 Corona-Infizierte und 645 Todesfälle in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut (RKI) dokumentiert 57.298 bestätigte Corona-Erkrankungen und 455 Todesfälle (Stand 30.3.).

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+++26.3. Zwei Ortsteile in Sachsen-Anhalt unter Quarantäne+++

In der Stadt Jessen in Sachsen-Anhalt stehen ab Donnerstagmorgen um sieben Uhr die Ortsteile Jessen und Schweinitz unter Quarantäne, wie ein Sprecher des Landkreises Wittenberg mitteilte.

Der Grund für die Maßnahme ist die Situation in einem Pflegeheim, in dem seit Anfang der Woche bei fünf Mitarbeitern und elf Bewohnern Corona-Tests positiv ausgefallen sind.  

Die Bewohner dürfen das Haus nur noch verlassen „um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen“.

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+++Mehr als 200 Todesopfer durch Corona in Deutschland+++

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore meldet für Deutschland inzwischen 37.323 Corona-Fälle und 206 Todesopfer. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegen Meldungen über 31.554 bestätigte Krankheitsfälle und 149 Tote in der Bundesrepublik vor. Und auch immer mehr junge Menschen sind mit Corona infiziert. Aus Sicht von RKI-Chef Lothar Wieler ist es noch zu früh um einschätzen zu können, ob die derzeitigen Einschränkungen für die Bevölkerung die gewünschte Wirkung zeigen.

 

+++Milliardenschweres Hilfspaket für Unternehmen beschlossen+++

Die Bundesregierung hat am Mittwoch einen Rettungsfonds für große Unternehmen beschlossen, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu leiden haben – soll ein Volumen von 600 Milliarden Euro umfassen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach von einem „beispiellosen Hilfspaket“.

Der Anteil für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige aus dem Hilfspaket soll bis zu 50 Milliarden Euro betragen. Mittelständler sollen Kredite und Bürgschaften erhalten.

 

+++Hilfe für in finanzielle Not geratene Privatpersonen+++

Auch für Privatpersonen wurden Hilfen beschlossen: So dürfen Vermieter ihren Mietern laut den aktuellen Beschlüssen nicht mehr kündigen, wenn diese ihre Miete aufgrund der Corona-Krise nicht mehr zahlen können. Von der Corona-Krise finanziell betroffene Familien sollen leichter Kinderzuschlag bekommen. Auch der Zugang zu Hartz IV wird erleichtert: Für sechs Monate werden sowohl die Vermögensprüfung als auch die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete ausgesetzt.

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+++23.3.Bundeweites Kontaktverbot+++

Nach telefonischen Beratungen am Sonntagnachmittag entschieden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder gegen eine bundesweite Ausgangssperre als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus. Stattdessen gilt ein umfassendes Kontaktverbot für die Deutschen. Es beinhaltet folgende Punkte, die mindestens für zwei Wochen gelten sollen:

  • Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten
  • Bundesbürger sollen die sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren
  • Im öffentlichen Raum soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen eingehalten werden
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts erlaubt
  • Feiern in Gruppen sind untersagt, auch im privaten Bereich
  • Gastronomiebetriebe müssen schließen
  • Betriebe, die Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege anbieten (z.B. Friseur) müssen schließen; eine Ausnahme gilt für medizinisch notwendige Dienstleistungen

Weiterhin erlaubt bleibt Bewegung an der frischen Luft (unter den oben genannten Bedingungen), der Weg zur Arbeit und zur Kindernotbetreuung sowie die Teilnahme an erforderlichen Terminen.

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Das droht bei Verstößen gegen das Kontaktverbot

Wer sich nicht an die neuen Regeln hält und von der Polizei oder dem Ordnungsamt erwischt wird, muss mit Geldstrafen von bis zu 25.000€ und sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam wies in den "Tagesthemen" allerdings darauf hin, dass die Verstöße vermutlich von Fall zu Fall entschieden werden. So betonte er, dass jemand, der noch nichts von dem Kontaktverbot weiß, nicht vorbestraft ist und "Aus Versehen" mit mehr als einer Person in der Öffentlichkeit Kontakt hat, wohl geringer bestraft werde als Veranstalter sogenannter Corona-Partys. Wer vorsätzlich gegen das Kontaktverbot verstößt und Veranstaltungen mit vielen Menschen durchführt, wo es im schlimmsten Fall sogar zu einer Verbreitung des Virus kommt und dies nachgewiesen werden kann, könnte die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Es könne dann als abschreckendes Beispiel dienen.

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+++Bundeskanzlerin Merkel in Quarantäne+++

Nach ihrem Presseauftritt am Sonntagabend wurde Merkel Medienberichten zufolge informiert, dass ein Arzt, mit dem sie am Freitagnachmittag Kontakt hatte, inzwischen positiv auf das Coronavirus getestst wurde. Dieser hatte bei ihr eine Pneumokokken-Impfung vorgenommen. Daraufhin begab sich die Kanzlerin unverzüglich in häusliche Quarantäne und wird von nun an zunächst von zu Hause aus arbeiten. In den nächsten Tagen soll sie wiederholt auf das Coronavirus getestet werden.

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+++Corona-Fallzahlen scheinen langsamer zu steigen+++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 18.601 Corona-Infizierte in Deutschland, das sind 1948 mehr als am Vortag. Damit wäre die Zahl der Neuansteckungen bereits den vierten Tag rückläufig – am Vortag hatte es noch 2.705 Neuinfektionen gegeben. Doch das RKI warnt vor voreiligen Schlüssen: Nicht alle Gesundheitsämter hätten am Wochenende ihre Zahlen übermittelt. Es ist also damit zu rechnen, dass die Zahlen noch nach oben korrigiert werden. Laut RKI gibt es bisher 55 Corona-Tote in Deutschland.

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, die Daten aus verschiedenen Quellen direkt auswertet, verzeichnet inzwischen 24.873 Corona-Fälle und 94 Todesfälle in Deutschland.

 

+++20.3. Eingeschränkte Ausgangssperre in Freiburg+++

Mit Freiburg verhängt die erste deutsche Großstadt im Zuge der Corona-Krise eine Ausgangssperre, wenn auch eine eingeschränkte. Ab dem 21. März gilt für zwei Wochen ein Betretungsverbot für öffentliche Orte in Freiburg. Als Begründung wurde die dramatische Lage in der angrenzenden Region Grand-Est in Frankreich genannt.

Konkret bedeutet die Ausgangssperre für die Freiburger Bürger, dass sie ihre Wohnung ab Samstag nur noch zum Einkaufen, zum Arbeiten, für Arztbesuche sowie für Sport im Freien verlassen dürfen und das nur allein, zu zweit oder mit anderen in ihrem Haushalt lebenden Personen. Dabei muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern zu allen anderen Menschen eingehalten werden.

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+++Weitere Ausgangssperren in Bayern+++

Derweil wurden in zwei weiteren bayerischen Kommunen Augangssperren verhängt, beide im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel, in dem auch Mitterteich liegt – in der Gemeinde wurde am Mittwoch die erste Ausgangssperre im Zuge der Corona-Krise in Deutschland verhängt. Seit gestern gilt die Ausgangssperre auch in den Ortsteilen Neuhaus und Fischern des Gemeindegebiets Schirnding.

 

+++In Leverkusen Verbot von Treffen im Freien+++

Leverkusen hat als erste Stadt in NRW ein Verbot ähnlich einer Ausgangssperre verhängt: „Zusammenkünfte von zwei oder mehr Personen unter freiem Himmel“ sind demnach ab sofort untersagt. Die Ausnahme sind Personen, die zusammen in einem Haushalt leben.

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+++Beratungen über bundesweite Ausgangssperre+++

Inzwischen gibt es auch Diskussionen über eine bundesweite Ausgangssperre. Der Hintergrund ist, dass sich viele Deutsche nicht an die seit Anfang der Woche geltenden Regeln halten und sich beispielsweise weiterhin in Gruppen an öffentlichen Plätzen aufhalten. Am Sonntag soll es eine Telefonkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder geben, in denen die Umsetzung strengerer Maßnahmen beraten wird.

 

+++Mehr als 15.000 Corona-Fälle in Deutschland+++

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es inzwischen mehr als 15.300 Corona-Fälle in der Bundesrepublik. Medienberichten zufolge gibt es 47 Todesopfer in Deutschland. 113 Deutsche sind inzwischen wieder genesen.

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+++19.3. Erste Ausgangssperre innerhalb Deutschlands+++

Für Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz wurde eine Ausgangssperre verhängt. Die bayrische Stadt ist die erste in Deutschland, in der diese Maßnahme umgesetzt wurde. Damit reagierte das Landesratsamt Tirschenreuth auf den rasanten Anstieg der Infektionen in der Region. Bisher sind dort 40 COVID-19-Fälle bekannt. Bei sieben Personen ist der Verlauf so schwer, dass sie künstlich beatmet werden müssen.

Die Ausgangssperre soll zunächst bis zum 2. April gelten.

 

+++Der Norden grenzt sich ab+++

Die Landesregierung Schleswig-Holsteins schließt das Bundesland für Touristen. Das gilt auch für Hamburger Tagestouristen, die einen Tagesausflug an die Küste unternehmen wollen. „Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein werden ab morgen untersagt. Das kann kontrolliert und ordnungsrechtlich durchgesetzt werden", betonte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) die strengen Maßnahmen.

Auch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns sperrt das Bundesland für Touristen. Bis heute (19.3.) müssen alle Touristen Mecklenburg-Vorpommern verlassen.

 

+++Merkel appelliert in Fernsehansprache an die Bürger+++

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat gestern (18.3.) eine Fernsehansprache an die Bürger gehalten – abgesehen von der traditionellen Neujahrsansprache die erste in ihrer 15-jährigen Amtszeit. Darin betonte sie, dass es sich bei der Corona-Krise um die größte Herausforderung für die deutsche Bevölkerung seit dem zweiten Weltkrieg handele.

Merkel hob vor allem die Wichtigkeit von Social Distancing hervor: „Wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten.“ Zudem betonte die Bundeskanzlerin, dass die Grundversorgung der deutschen Bevölkerung gesichert sei und appellierte an die Solidarität: „Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß. Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.“

Zudem versprach Merkel, die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft weitestgehend klein zu halten und Arbeitsplätze zu sichern: „Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen.“

Ob es bald weitere Maßnahmen als Reaktion auf den rasanten Anstieg an Corona-Infektionen in Deutschland gibt, ließ die Bundeskanzlerin offen.

 

+++Mehr als 12.000 Infizierte in Deutschland+++

Mehr als 12.000 Menschen in Deutschland sind bisher mit dem Coronavirus infiziert. 31 Personen sind bisher daran gestorben. 105 Menschen sind inzwischen wieder gesund.

+++18.3. EU-weite Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus+++

Auf einer Videokonferenz haben Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen, keine Nicht-EU-Bürger mehr in die EU zu lassen. Für die Deutschen gilt außerdem eine weltweite Reisewarnung. Derweil kämpfen einige Regionen in Deutschland mit der rasanten Verbreitung des Coronavirus. Insgesamt wurden inzwischen 7.156 bestätigte Corona-Fälle in Deutschland gemeldet, es gibt zwölf Todesfälle.

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+++Sofortiges Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger+++

Ab sofort dürfen Menschen aus Nicht-EU-Ländern nicht mehr nach Deutschland und in die meisten anderen EU-Staaten einreisen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag nach einem Videogipfel mit den Staats- und Regierungschefs der EU mitteilte. Die Einreisesperre werde sofort umgesetzt und gelte zunächst für 30 Tage.

EU-Bürger sowie Staatsangehörige der europäischen Staaten Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz dürfen weiterhin durch Deutschland durchreisen.

Die Beschränkungen gelten für den Reiseverkehr von Schiffen und Flugzeugen – der Warenverkehr ist nicht betroffen, wie Merkel ausdrücklich betonte. Man rechne ohnehin mit „ernsten, sehr ernsten Folgen“ für die Wirtschaft. Die EU-Staatschefs sagten der europäischen Wirtschaft darum zu, zu tun, „was immer nötig ist“, um die Wirtschaft zu unterstützen.

 

+++Katastrophenfall in Halle ausgerufen+++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die Stadt Halle den Katastrophenfall ausgerufen. Die Corona-Fälle in Halle haben sich deutlich erhöht, die Zahl der Infizierten liegt nun bei 27. Eine der Erkrankten ist Mitarbeiterin in einer Klinik, sodass eine gesamte Station des Krankenhauses unter Quarantäne gestellt werden musste.

 

+++Weltweite Reisewarnung für Deutsche+++

Derweil hat die Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen ausgesprochen. Das Auswärtige Amt hat außerdem eine Rückholaktion für deutsche Urlauber aus dem Ausland gestartet. Das betrifft beispielsweise Urlauber in der Dominikanischen Republik, Marokko, Ägypten, den Malediven und den Philippinen.

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+++17.3. Neue Corona-Maßnahmen der Bundesregierung+++

Mit neuen Regeln will die Bundesregierung die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Die Verbote schränken den Alltag der Bürger immer mehr ein.

Welche neuen Verbote gibt es?

Die Bundesregierung hat im Zuge der Coronakrise neue Verbote verhängt. So sollen keine Reisen mehr unternommen werden – das gilt nicht nur für Auslandsreisen, sondern auch für Reisen innerhalb Deutschlands. Zudem soll nach und nach ein Großteil der Geschäfte geschlossen werden und es dürfen keine Gottesdienste mehr stattfinden. Restaurants und Cafés dürfen nur noch von sechs bis 18 Uhr geöffnet werden. Auch Spielplätze sind ab sofort tabu.

Hotels und Pensionen ist es nicht mehr erlaubt, Zimmer zwecks touristischer Übernachtung zu vermieten. Nur noch im Notfall dürfen sie Gäste empfangen.

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Was ist noch erlaubt?

Bisher gibt es noch keine bundesweite Ausgangssperre. Das bedeutet, die Bürger dürfen sich nach wie vor frei auf der Straße bewegen. Allerdings appelliert die Bundesregierung an die Bürger, direkte soziale Kontakte weitestgehend einzustellen. Geschäfte des täglichen Bedarfs sind weiterhin geöffnet.

Geöffnet bleiben dürfen:

  • Supermärkte
  • Getränkemärkte
  • Wochenmärkte
  • Liefer- und Abholdienste
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Sanitätshäuser
  • Baumärkte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Tankstellen
  • Poststellen
  • Banken und Sparkassen
  • Friseure
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf
  • Großhandel

Ob die Lage sich noch weiter zuspitzen wird, ist noch unklar: Es ist durchaus möglich, dass die Bundesregierung in den nächsten Tagen weitere Verbote erlassen wird, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen.

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+++ 16.3. Diese Regeln gelten in Deutschland+++

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wurden mehrere Maßnahmen unternommen. Das Wichtigste über die neuen Regeln in Deutschland.

Grenzschließungen als Maßnahme zur Einschränkung der Corona-Pandemie

Seit heute Morgen (16.3.) sind die Grenzen zwischen Deutschland und mehreren Nachbarländern geschlossen.

Grenzkontrollen werden an den Übergängen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark durchgeführt. Damit will die Bundesregierung die Ausbreitung des Virus eindämmen. „Dazu müssen nicht nur Veranstaltungen und soziale Kontakte, sondern auch Reisebewegungen eingeschränkt werden“, kommentierte Innenminister Seehofer (CSU) die Maßnahme.

Bayern will Katastrophenfall ausrufen

Als erstes Bundesland will Bayern den Katastrophenfall ausrufen, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ankündigte.

Ab dem 18.3. dürfen in dem Bundesland nur noch Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Tankstellen geöffnet bleiben. In Altenheimen und Krankenhäusern gilt ein beschränktes Besuchsrecht. Nur noch ein Besucher pro Patient ist pro Tag erlaubt. Eine Ausgangssperre soll vorerst nicht verhängt werden.

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Einschränkung des öffentlichen Lebens in Großstädten

Nach Berlin hat jetzt auch Hamburg reagiert und massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens unternommen. Alle Einrichtungen, an denen viele Menschen zusammenkommen, dürfen nicht mehr öffnen. Das gilt beispielsweise für Clubs, Bars, Schwimmbäder und Fitnessstudios. Auch Museen und Theater bleiben geschlossen. Private Veranstaltungen dürfen noch bis zu einer Anzahl von 100 Personen stattfinden. Allerdings empfiehlt die Gesundheitsbehörde, auch private Veranstaltungen zu verschieben. Lediglich Restaurants, die einen Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen haben, dürfen geöffnet bleiben.

Inseln in Schleswig-Holstein werden abgeriegelt

Die Inseln in Schleswig-Holstein haben ein Einreiseverbot für Touristen verhängt. Die Landesregierung reagiert mit dem Verbot auf die eingeschränkte gesundheitliche Versorgung auf den Inseln. Dort könne nicht gewährleistet werden, dass es genügend Krankenhausbetten gäbe, falls es zu einer hohen Anzahl an Infizierten komme.

Schulen und Kitas in allen Bundesländern geschlossen

In allen Bundesländern bleiben die Schulen und Kitas ab heute geschlossen. Für Kinder von Eltern mit systemrkitischen Berufen wie medizinischem Personal, Polizei, Feuerwehr und Fahrern von Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs, wird eine Notbetreuung eingerichtet.

 

+++13.03. Schulschließungen wegen Coronavirus+++

Das Saarland hat in der Nacht als erstes die Schließungen aller Kitas und Schulen ab Montag aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus bekanntgegeben – Bayern folgte kurz darauf. In beiden Bundesländern sollen die Schulen und Kitas zunächst bis Ende der Osterferien geschlossen bleiben. Berlin hat angekündigt, den Schul- und Kitabetrieb schrittweise einzustellen. Niedersachsen zieht jetzt auch nach – ab Montag bleiben Schulen und Kitas dort zunächst für zwei Wochen geschlossen. Auch in Rheinland-Pfalz soll dem SWR zufolge am Nachmittag die Schließung der Schulen und Kitas ab Montag beschlossen werden.

In Schleswig-Holstein kommt die Landesregierung am späten Nachmittag zu einer Sondersitzung zusammen, auf der für oder gegen Schulschließungen entschieden werden soll. In Hamburg forderten Eltern die Schließung der Schulen nach den Hamburger Frühjahrsferien; als Begründung nannten sie unzureichende Hygienestandards in den Schulen.

Wie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher auf einer Pressekonferenz um 14:30 Uhr verlauten ließ, bleiben Hochschulen, Schulen und Kitas ab Montag auch in der Hansestadt bis auf Weiteres geschlossen. Diese Maßnahme wurde zuvor in einer Sondersitzung des Hamburger Senats beschlossen. Laut Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks soll die Schließung der Schulen bis zum 29.03. dauern.

In Mecklenburg-Vorpommern werden ab Montag die Schulen und Kindergärten in Rostock und im Landkreis Ludwigslust-Parchim geschlossen. Baden-Württemberg schließt ab Dienstag alle Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien. In Hessen ist bislang nur die Schließung von Kitas im Rheingau-Taunus-Kreis geplan, jedoch berät die Landesregierung heute in einer Sondersitzung über weitere Maßnahmen. Auch in Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen und Kitas ab Montag vorerst geschlossen.

 

Nähe zu Risikogebieten

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) begründete die Entscheidung mit der unmittelbaren Nähe des Saarlands zu Luxemburg und Frankreich mit dem an Deutschland grenzenden Risikogebiet Grand Est. Er versicherte, es werde eine Notbetreuung für Familien eingerichtet.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte zudem, Veranstaltungen ab 100 Teilnehmern abzusagen und kündigte eine „massive“ Einschränkung des Besuchsrechts in Krankenhäusern und Pflegeheimen an, mit dem Ziel, besonders gefährdete Menschen zu schützen.

In Bayern gibt es inzwischen 500 bestätigte Corona-Fälle, im Saarland 14. In ganz Deutschland hat sich die Zahl auf 2.369 erhöht, bisher gab es fünf Todesfälle in der Bundesrepublik.

 

+++RKI-Vizechef Lars Schaade fordert Solidarität mit Älteren+++

In einer Pressekonferenz zum Coronavirus rief RKI-Vizepräsident Lars Schaade die Bevölkerung zu mehr Solidarität mit Älteren und anderen Menschen in Corona-Risikogruppen auf. Er höre zurzeit immer wieder von jungen Menschen, dass das Virus sie nichts angehe und für sie harmlos sei. Doch es gebe auch schwere Verläufe bei jungen und gesunden Menschen, darunter auch Todesfälle, das zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern. Zudem sollten sich Jüngere solidarisch gegenüber Älteren zeigen. Das heißt: Mitwirken an dem gemeinsamen Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem man Hygieneregeln einhält und Zusammenkünfte vieler Menschen meidet.

 

WHO erklärt Coronavirus-Ausbruch zur Pandemie: Was bedeutet das?

Am Mittwoch hatte die WHO den Coronavirus-Ausbruch als Pandemie eingestuft. Schaade ordnete diese Einstufung auf der Pressekonferenz ein: Sie sei kein Grund, jetzt mehr Ängste oder Sorgen zu haben, aber ein weiterer Anlass, sich an die Empfehlungen der WHO und des RKI zu halten. An dem grundsätzlichen Vorgehen ändere diese Einschätzung nichts, die WHO bemühe sich weiterhin um die Eindämmung des Virus.

Aktuell gibt es in Deutschland 1.567 bestätigte Corona-Fälle – drei Menschen sind in der Bundesrepublik an dem Virus gestorben.

 

+++Coronavirus-Pressekonferenz: Angela Merkel tritt erstmals vor die Presse+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, äußerten sich am Mittwochvormittag in einer live übertragenen Pressekonferenz zur Corona-Krise in Deutschland.

„Das Virus ist in Europa angelangt, es ist da. Das müssen wir alle verstehen“, sagte Merkel in der Bundespressekonferenz. Zunächst berichtete sie über die Ergebnisse der Videokonferenz des Europäischen Rats am Dienstagabend. Alle europäischen Länder seien inzwischen von dem Coronavirus betroffen. In gemeinsam abgestimmten Maßnahmen ginge es nun vor allem darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und sicherzustellen, dass kein Gesundheitssystem in Europa überfordert werde. Dafür werde die Europäische Kommission unter anderem einen Expertenkreis aus Virologen zusammenstellen.

RKI-Chef Lothar Wieler gab eine Einschätzung der Lage ab: „Wir sind am Anfang einer Epidemie. Wir wissen, dass es sich um ein pandemisches Virus handelt, also um ein Virus, das 60 bis 70 Prozent Bevölkerung infizieren wird. Je länger das dauert, desto besser.“ Denn: Je mehr Menschen gleichzeitig infiziert sind und behandelt werden müssen, desto schneller wird das Gesundheitssystem überfordert. Verteilt sich die Anzahl der Erkrankten über mehrere Monate oder Jahre, ist die Versorgung der einzelnen Kranken und Schwerkranken besser gesichert.

So legten alle drei Sprecher den Fokus auf die Wichtigkeit, alles zu tun, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. „Es geht um das Gewinnen von Zeit“, so Merkel. Auch Gesundheitminister Jens Spahn betonte diesen Punkt: „Je langsamer sich das Virus in Deutschland ausbreitet, desto besser kann das Gesundheitssystem damit umgehen.“ In diesem Zug verteidigte er auch die Empfehlung, Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern abzusagen.

Eine Spritze wird mit einem Impfstoff gefüllt
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Aufruf zu Rücksicht und Solidarität

Wieler rief zudem zu Rücksicht und Solidarität in der Gesellschaft mit jenen Mitbürgern auf, die durch das Virus besonders gefähdet sind, also ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen: „Es muss unser Ziel sein, diese Gruppen besonders zu schützen.“ Auch Spahn betonte diesen Aspekt: In 80 Prozent der Fälle verlaufe das Virus mit milden oder gar keinen Symptomen. Dennoch können diese Infizierten das Virus weitertragen – eben auch an alte und kranke Menschen, bei denen ein schwerer Krankheitsverlauf deutlich wahrscheinlicher ist.

Der Gesundheitsminister appellierte in diesem Zusammenhang an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger; alle sollten bereit sein, „auf ein Stück Alltag zu verzichten“, um diese Personen zu schützen. Das beinhalte, sich besonnen zu verhalten und sich zu fragen, ob der Besuch von Zusammenkünften größerer Gruppen wie beispielsweise Club-, Konzert- oder Kinobesuche in den nächsten Monaten wirklich notwendig seien.

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Was verbirgt sich hinter dem neuen Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus trägt den Namen 2019-nCoV und gehört zur Gruppe der Coronaviren. Diese verdanken ihren Namen der sie umgebenden Struktur, die an die Zacken einer Krone erinnert. Das Virus kann Symptome wie Husten, Fieber und Atembeschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen auslösen. Experten vergleichen das Virus häufig mit dem SARS-Erreger, an dem in den Jahren 2002 und 2003 weltweit 8.096 Menschen erkrankten und 774 starben.

2019-nCoV sprang Ende Dezember 2019 vermutlich auf einem Tiermarkt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan von Tieren auf Menschen über. Das Virus kann durch Tröpfcheninfektionen übertragen werden. Am wahrscheinlichsten wird die Infektion bei einem längeren persönlichen Kontakt, etwa einem 15-minütigen Gespräch. Die Inkubationszeit beträgt ein bis 14 Tage. Der beste Schutz vor einer Ansteckung ist regelmäßiges Händewaschen – ein Mundschutz ist aus Expertensicht weder notwendig noch sinnvoll.

 

+++ Erste zwei Todesfälle innerhalb Deutschlands+++

In Deutschland sind die ersten zwei Personen durch das Coronavirus gestorben. Es handelt sich um eine 89-jährige Frau und einen 78-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen, das von allen Bundesländern am stärksten vom Coronavirus betroffen ist.

Die 89-jährige Frau stammt aus Essen und starb an einer Lungenentzündung, die als Folge der Coronavirus-Infektion aufgetreten war.

Der 78-jährige Mann stammt aus Gangelt, welches sich im Kreis Heinsberg befindet. In dieser Region gibt es besonders viele Coronavirus-Infektionen. Der Mann soll an Diabetes und Herzproblemen gelitten haben und nach der Infektion mit dem Virus an Herzversagen gestorben sein.

Am Sonntag (8.3.) starb bereits ein Feuerwehrmann aus Norddeutschland während einer Ägyptenreise an der Virus-Infektion. Insgesamt sind somit drei Deutsche an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Die Anzahl an infizierten Personen in Deutschland ist inzwischen auf 1.139 bestätigte Fälle gestiegen. Etwa die Hälfte der Fälle stammt aus Nordrhein-Westfalen.

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+++Erster Deutscher in Ägypten am Coronavirus gestorben+++

Bei dem ersten Deutschen, der am Coronavirus gestorben ist, handelt es sich um einen 59 Jahre alten Mann aus Schleswig-Holstein. Der Mann ist vor einer Woche nach Ägypten gereist und verstarb in Hurghada am Roten Meer. Er soll am Freitag (6.3.) mit Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert und positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden sein. Der Mann soll sich geweigert haben, in ein anderes Krankenhaus verlegt zu werden. Am Sonntag (9.3.) verstarb er auf der Intensivstation.

Bisher ist unklar, wie sich der Mann mit dem Virus infiziert hat. Es handelt sich nicht nur um den ersten Deutschen, der am Coronavirus gestorben ist, sondern zugleich den ersten bekannten Todesfall im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 auf dem afrikanischen Kontinent.

In Deutschland sind mittlerweile mehr als 900 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Gesundheitsminister Spahn rät dazu, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen.

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+++Erste bestätigte Fälle in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland+++

Auch Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland haben inzwischen Coronavirus-Fälle gemeldet: Damit ist Sachsen-Anhalt das letzte Bundesland ohne Infizierte. Insgesamt gibt es inzwischen knapp 200 gemeldete Infektionen in Deutschland – viele der Patienten sind schon wieder gesund.

Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte etwas höher liegen, weil einige Nachweise noch ausstehen. NRW ist mit mindestens 103 Fällen weiterhin das Bundesland mit den meisten Infizierten.

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+++Noch drei Bundesländer ohne Coronavirus-Fall+++

Das Coronavirus breitet sich weiter in der Bundesrepublik aus. In Sachsen gibt es jetzt auch einen ersten Fall: Der 59 Jahre alte Mann war mit einer Reisegruppe in Italien gewesen. Auch in Brandenburg und Thüringen gibt es inzwischen bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit sind das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt die einzigen Bundesländer, in denen es bisher keine Infizierten gibt.

Aus Berlin wurde derweil ein weiterer Coronavirus-Fall bekannt: Ein Lehrer, der mit zwei Gruppen von 74 Schülern und sechs Lehrern auf einer Ski-Reise in Italien war, entwickelte nach seiner Rückkehr Symptome. Die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain, an der er unterrichtet, bleibt darum bis auf weiteres geschlossen.

Insgesamt gibt es etwa 170 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Deutschland, die meisten (ca. 90) in NRW. Die allermeisten deutschen Patienten haben leichte oder gar keine Symptome. Bei rund 15 Prozent der Patienten zeigt die Erkrankung einen schweren Verlauf mit Lungenentzündung oder Atemproblemen.

 

+++Erster bestätigter Coronavirus-Fall in Berlin+++

Das Coronavirus hat auch Berlin erreicht. Bei dem ersten bestätigten Fall in der Hauptstadt handelt es sich um einen jungen Mann aus Berlin-Mitte. Laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci ist es möglich, dass sich der Patient bei seinen Eltern angesteckt hat, die aus Nordrhein-Westfalen stammen und ihren Sohn besucht haben. Die Eltern sind bereits wieder zu Hause und befinden sich in häuslicher Isolation. Sie weisen derzeit jedoch keine Symptome auf. Der Patient ist auf einer Station in der Charité isoliert, sein Zustand soll stabil sein

Insgesamt wurden bisher mehr als 130 Coronavirus-Fälle in Deutschland bestätigt. Derzeit wird über das mögliche Absagen von Großveranstaltungen diskutiert, was jedoch Ländersache ist.

 

+++Erster Coronavirus-Fall in Hamburg+++

Am Donnnerstagabend (27.2.) wurde der erste Coronavirus-Fall in Hamburg bestätigt. Es handelt sich um einen Arzt der Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Eppendorf. Der Mann war im italienischen Trentino im Urlaub war, das bisher nicht als Corona-Risikogebiet gilt. Am Sonntag kehrte der Mann zurück und ging am Montag wieder zur Arbeit. Als er am darauffolgenden Tag, Symptome des Virus feststellte, stellte er seine Arbeit ein. Am Donnerstag wurde er positiv auf den Erreger getestet. Der Mann soll im stabilen Zustand sein und sich derzeit in häuslicher Quarantäne befinden. Der Patient lebt nicht in Hamburg, sondern in Henstedt-Ulzburg, in Schleswig-Holstein.

Alle Personen, die mit dem Mitarbeiter des Universitätsklinikums in Kontakt geraten sind, dazu zählen Kollegen, aber auch Kinder und Eltern, die mit dem Mann in Kontakt waren, werden nun ebenfalls isoliert. Die Quarantäne der 50 Personen, mit denen der Mann Kontakt hatte, findet entweder im UKE oder bei einem stabilen Gesundheitszustand Zuhause statt und soll 14 Tage dauern.

 

+++Pressekonferenz von Spahn und Seehofer zum Coronavirus+++

Gesundheitsminister Spahn und Innenminister Seehofer haben bei der Bundespressekonferenz zum Coronavirus betont, dass es bisher nicht grundsätzlich eine Abriegelung ganzer Städte geben soll. Dadurch könne es schließlich auch Probleme bei der gesundheitlichen Versorgung geben und die Menschen werden zudem in ihrer Freiheit beschnitten. Die Gefahr von Großveranstaltungen müsse laut der Minister je nach Fall entschieden werden. So seien Großveranstaltungen in Bundesländern, in denen bereits Fälle bekannt sind, bisher gefährlicher als größere Menschenansammlungen in Bundesländern, in denen bisher keine Infektionen bekannt sind. Grundsätzlich seien alle einzelnen Bundesländer mit einem Pandemieplan ausgestattet und auch selbst für Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zuständig.

Spahn mahnte, dass Patienten, die mögliche Symptome des Corona-Virus' bei sich feststellen und ein akuter Verdacht besteht, keinesfalls zum Arzt gehen sollen, sondern den Hausarzt oder die Gesundheitsbehörde telefonisch kontaktieren sollen. Zudem beraten auch die Terminservicestellen unter 116117.

 

+++Coronavirus tödlicher als Grippe+++

Das neue Coronavirus ist laut Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) tödlicher als die Grippe. Wie viel höher die Sterblichkeit bei dem Virus sei, ließe sich aber erst nach Ende der Epidemie abschätzen, so Dr. Lothar Wieler, Präsident des RKI. Während in Italien die Bevölkerung bereits vermehrt Hamstereinkäufe tätigt, gehen auch die Deutschen der Empfehlung nach, einen Notvorrat einzurichten.

 

+++Bundesregierung bildet Krisenstab+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht inzwischen von einer „neuen Qualität“ der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. „Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie“, sagte er in Berlin. Ein Grund für diese neue Situation ist, dass sich die Infektionskette der Erkrankten in NRW nicht mehr im Einzelnen nachvollziehen lässt – eine Isolierung aller Kontaktpersonen, wie sie bisher geschehen ist, ist also nicht mehr möglich. Angesichts der sich verschärfenden Lage hat die Bundesregierung einen Krisenstab aus Innenministerium und Gesundheitsministerium gebildet.

 

+++Neue Fälle in NRW und Baden-Württemberg+++

In NRW ist die Zahl der Infizierten auf sechs gestiegen: Bei dem Soldat der Flugbereitschaft in Köln-Wahn hat sich der Verdacht auf das Coronavirus bestätigt. Zudem sind eine Mitarbeiterin des schwerkranken 47-jährigen Patienten und deren Lebensgefährtin infiziert. Bei dem sechsten Patient handelt es sich um einen Arzt der Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach. Er hat sich wohl auf einer Karnevalsveranstaltung in Heinsberg angesteckt.

In Baden-Württemberg gibt es inzwischen vier Coronavirus-Fälle. Neben zwei Personen, die mit dem 25-jährigen Patienten aus dem Landkreis Göppingen Kontakt hatten, handelt es sich dabei um einen Mann aus Rottweil, der mit seiner Familie Urlaub in Italien gemacht hatte.

 

+++26.02.: Frau des schwerkranken NRW-Patienten ebenfalls infiziert+++

Inzwischen wurden drei weitere Fälle des Coronavirus in Deutschland bestätigt. Bei einer Patientin handelt es sich um die Ehefrau des schwerkranken Patienten aus NRW. Die Frau ist Erzieherin, die beiden haben zwei Kinder, die bisher keine Symptome zeigen. In der Kita, in der die Frau arbeitet, werden nun alle Kinder auf das Coronavirus getestet, die Tageseinrichtung bleibt vorerst geschlossen. Bisher ist unklar, wo sich das Ehepaar angesteckt hat. Der Kontakt mit dem Bekannten, der sich zuvor in China aufgehalten hatte, konnte als Ursache ausgeschlossen werden.

 

+++Zwei weitere Fälle in Baden-Württemberg+++

Bei den zwei anderen Patienten handelt es sich um Personen aus Baden-Württemberg, wie das Universitätsklinikum Tübingen mitteilte.

 

+++Bundeswehr riegelt Flugbereitschaft in Köln-Wahn ab+++

Ein Soldat der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums hatte offenbar Kontakt zu dem Coronavirus-Patienten in NRW. Als Reaktion auf diese Nachricht wurde ein Bereich der Flugbereitschaftskaserne in Köln-Wahn vorsorglich geschlossen. Der Soldat wird nun auf das Virus getestet – das Ergebnis wird am Abend erwartet.

 

+++Zwei neue Coronavirus-Fälle in Deutschland+++

In Deutschland gibt es zwei neue bestätigte Fälle des Coronavirus. Ein Patient aus dem Kreis Heinsberg in NRW befindet sich Medienberichten zufolge in einem kritischen Zustand und wird isoliert auf der Intensivstation behandelt. Er ist Mitte 40 und leidet an einer Vorerkrankung. Der Mann war selbst nicht im Ausland, hatte aber Kontakt zu einem Bekannten, der sich zuvor aus geschäftlichen Gründen in China aufgehalten hatte.

Als Vorsichtsmaßnahme bleiben heute alle Schulen und Kindergärten in dem Kreisgebiet geschlossen. Die Ehefrau des Patienten wurde ebenfalls stationär aufgenommen und zeigt Anzeichen einer Viruserkrankung – ob es sich dabei um das Coronavirus handelt, steht noch nicht fest. Derweil versucht das Gesundheitsamt, alle potenziellen Kontaktpersonen des Patienten ausfindig zu machen.

Bei dem zweiten Patienten handelt es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg, der nach seiner Rückkehr von einer Mailand-Reise grippeähnliche Symptome entwickelte und sich daraufhin beim Gesundheitsamt meldete. Auch er wird nun stationär und isoliert behandelt.

Mit den beiden Patienten gibt es nun 18 bestätigte Fälle des Coronavirus in der Bundesrepublik. Weltweit wurden inzwischen rund 81.000 Infektionen mit dem Virus gemeldet, gut 2.700 Menschen sind an der Erkrankung gestorben.

 

 +++29.1.: Drei weitere Deutsche erkrankt+++

Drei weitere Deutsche haben sich mit dem neuen Coronavirus infiziert – das bestätigte am Dienstagabend das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Demnach handelt es sich bei den drei Patienten ebenfalls um Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto im Landkreis Starnberg. Die drei Kollegen des ersten deutschen Patienten werden nun ebenfalls in der Klinik Schwabing behandelt. Bei allen vier soll der Krankheitsverlauf sehr milde sein. 40 weitere Mitarbeiter der Firma, die als enge Kontaktpersonen der vier Erkrankten in Frage kommen, sollen nun auf das Virus getestet werden.

 

+++28.1.: Pressekonferenz zur Lage in Bayern+++

„Wir nehmen die Lage sehr ernst, aber wir sind sehr gut vorbereitet. Die entsprechende Taskforce arbeitet unter Hochdruck“, erklärte Melanie Huml, die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, auf der Pressekonferenz am Dienstagvormittag. Der 33-jährige Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech wird in der München Klinik Schwabing  im Münchner Stadtteil Schwabing-West behandelt, wird dort isoliert und medizinisch überwacht.

„Dem Patienten geht es sehr gut. Er ist fieberfrei und hat auch derzeit keine Atemwegssymptomatik mehr“, versichert sein behandelnder Chefarzt Prof. Dr. Clemens Wendtner. Die engen Kontaktpersonen des Patienten werden derweil auf Symptome des Coronavirus untersucht. Bis eine Ansteckung ausgeschlossen ist, bleiben sie zu Hause und stehen unter Beobachtung. Auch der Kindergarten der Kinder des Patienten werde überprüft, so der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf.

 

Bei chinesischer Kollegin angesteckt

Der Patient hat sich bei einer Frau aus China angesteckt, die in seiner Firma (der Autozulieferer Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern) zu Gast war und dort am 21. Januar eine Fortbildung leitete. Die Chinesin lebt in Shanghai, ihre Eltern sollen aber aus der betroffenen Provinz Hubei stammen. Das Neue an diesem Fall: Offensichtlich war die Patientin bereits ansteckend, bevor sie die ersten Symptome entwickelte. Diese traten erst auf dem Heimflug nach China am 23. Januar auf. Dort angekommen, begab die Chinesin sich sofort in ärztliche Behandlung – Mediziner stellten dann das neue Coronavirus bei ihr fest. Die Firma Webasto informierte daraufhin das Gesundheitsamt.

Schließlich klagte auch der Webasto-Mitarbeiter in Bayern über Grippesymptome – am Montagabend fiel ein Test auf das neue Coronavirus auch bei ihm positiv aus.

 

Coronavirus: Breitet sich das Virus in Deutschland aus?

Die Gefahr für die Gesund der Menschen in Deutschland stufen Experten insgesamt als „moderat“ ein. An den deutschen Flughäfen sind entsprechende Alarmpläne in Kraft getreten, berichtete Dr. Martin Hoch, Leiter der „Taskforce Infektiologie“. Verdachtsfälle werden demnach sofort überprüft, etwa durch Fiebermessen bei den betroffenen Personen. Bisher habe sich aber kein Verdachtsfall bestätigt. Das Auswärtige Amt rät aktuell von Reisen in die Region Wuhan ab.

 

Coronavirus breitet sich weiter in China aus

In China sind bereits mehr als 100 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben – in den meisten Fällen handelte es sich dabei um ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Insgesamt zählen die Behörden bisher 4.515 bestätigte Fälle der Lungenerkrankung in China.

 

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