Corona-Maßnahmen: Neue Kontaktbeschränkungen für Geimpfte

Eine Stadt in Bayern schließt Geimpfte und Genesene ab sofort bei den Kontaktbeschränkungen mit ein. Die Hintergründe.

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Eigentlich zählen Geimpfte und Genesene – genauso wie Kinder unter 14 Jahren – nicht dazu, wenn es darum geht, wie viele Personen sich wo treffen dürfen. Die Kontaktbeschränkungen der Länder begrenzen in der Regel lediglich das Zusammenkommen ungeimpfter Menschen. In der Regel. Denn eine Stadt in Bayern hat das nun geändert. 

Rosenheim: Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene

Rosenheim, rund 65 Kilometer von Bayern Hauptstadt München entfernt, beschränkt ab sofort grundsätzlich die maximale Personenanzahl bei Treffen. In einer Allgemeinverfügung informiert die Stadt ihre Bürger über die allgemeinen Kontaktbeschränkungen:

"Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands gestattet, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen einschließlich geimpfter und genesener Personen nicht überschritten wird."

Kinder unter 14 Jahren werden weiterhin nicht mitgezählt. 

Verwirrung: Das gilt für Veranstaltungen

Die Informationen, die die Stadt mit Blick auf Veranstaltungen in Rosenheim veröffentlicht, sind indes nicht so klar wie die zu den allgemeinen Kontaktbeschränkungen. 
Für öffentliche Veranstaltungen aus besonderem Anlass gilt eine maximale Personenanzahl von 20 Personen in geschlossenen Räumen und 30 Personen unter freiem Himmel. Dies sei "einschließlich geimpfter und genesener Personen zulässig", schreibt die Stadt. 
Für private Veranstaltungen aus besonderem Anlass gelten die gleichen Obergrenzen – allerdings "zuzüglich geimpfter und genesener Personen". 

Auf die Nachfrage der "Bild"-Zeitung, ob darin nicht ein Widerspruch liege, antwortete ein Sprecher der Stadt, man werde das in der anstehenden Kabinettsentscheidung "nochmals prüfen".

Rosenheim zählt zu den Corona-Hotspots in Deutschland

Die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene hat die Stadt nicht ohne Grund eingeführt. Rosenheim liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 199,7 (Stand 1. September) auf Platz 2 der Corona-Hotspots in Deutschland. 

Wuppertal in Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter mit 266,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Auf Platz drei liegt Leverkusen in NRW mit 191,6, gefolgt von Krefeld in NRW mit 182,1. 

Quellen:
Neue Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim ab 28.08.2021, in: rosenheim.de
Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, in: experience.arcgis.com